Gewaltdarstellung und autobiographisches Schreiben zur Gewaltverarbeitung. Assia Djebars "L'Amour, la fantasia" und Abbas Khiders "Die Orangen des Präsidenten"


Bachelorarbeit, 2012

41 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Über die Autoren
2.1 Assia Djebar
2.2 Abbas Khider

3 Die Autobiographie im Zusammenspiel mit Historie und Fiktion
3.1 Definition von „Autobiographie“
3.2 Die arabische Autobiographie
3.3 Autobiographie und Historie bei Djebar
3.3.1 La double autobiographie
3.3.2 Schreiben als Ver- und Entschleierung
3.4 Autobiographie und Fiktion bei Khider
3.4.1 Eine fiktive Autobiographie
3.4.2 Eine „neue Welt“ erschaffen

4 Formen der Gewaltdarstellung bei Djebar und Khider
4.1 Gewaltdarstellung in L’Amour, la fantasia
4.1.1 Gewalt und Liebe
4.1.2 Schreiben gegen das Vergessen
4.2 Gewaltdarstellung in Die Orangen des Präsidenten
4.2.1 Kindheit im Krieg
4.2.2 Folter und Alltag im Gefängnis

5 Traumaverarbeitung durch Schreiben
5.1 Distanz überwinden
5.2 Distanz schaffen

6 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Gewalt in ihren verschiedensten Formen existiert bereits seit Beginn der Menschheit und ist auch in der heutigen Zeit omnipräsent. Der Krieg in Afghanistan ist noch immer ein Thema, die Anschläge vom 11. September noch fest in den Gedanken der Menschen verankert. In letzter Zeit wurde in den Nachrichten über Aufstände in den arabischen Ländern sowie Griechenland berichtet und über den Terroranschlag in Norwegen. Man muss jedoch gar nicht so weit weg schauen, um auf Gewalt, wenn auch in kleinerem Maße, zu treffen. In Deutschland hört man zum Beispiel vermehrt von U-Bahn-Schlägereien. Auch wenn in den Medien über strukturelle Gewalt in Familien oder Aggression gegen Immigranten verhältnisweise wenig berichtet wird, ist eine breite Masse der Bevölkerung davon betroffen. Gewalt scheint beinahe alltäglich geworden zu sein und bestimmt unser Leben gewissermaßen. Sie nimmt auch einen zentralen Punkt in den Erinnerungen der Menschen ein, vor allem, wenn sie selber Opfer von Gewalt geworden sind.

Kunst (Film, Literatur oder bildende Kunst) hat schon immer als Spiegel der Gesellschaft fungiert. Sie zeigt nicht nur die schönen Seiten des Lebens auf, sondern auch die schlechten, wozu die Gewalt gehört. Dabei nimmt sie einerseits die real erlebte Gewalt auf und verarbeitet sie, repräsentiert demnach die Welt realistisch mit all ihren Facetten. Andererseits entwirft sie eigene, fiktive Horrorszenarien, die ihrerseits Anreiz zu Nachahmungen geben können und vielleicht sogar irgendwann real werden. So bedingen sich Kunst und Realität gegenseitig und es scheint kaum verwunderlich, dass nicht nur in den Nachrichten, sondern auch in Büchern, Filmen und Bildern Gewalt eine Rolle spielt. Gewalt stellt ein wichtiges Thema der Literatur dar, welches in allen Epochen aufgegriffen und verwendet wird (als frühestes Beispiel sei Ödipus genannt, in der deutsprachigen Literatur stellvertretend Goethe und Lessing und vor allem die Nachkriegsliteratur).

Anhand von zwei modernen Werken arabischer Schriftsteller soll die zentrale Frage beantwortet werden, inwieweit das Schreiben über (persönlich erfahrene) Gewalt zu einer Verarbeitung des Erlebten beitragen kann. Dazu wird kurz die Biografie der beiden ausgewählten Autoren Assia Djebar und Abbas Khider vorgestellt.

Im Folgenden dritten Kapitel wird die Autobiographie an sich definiert, um dann speziell auf die arabische Autobiographie einzugehen, die einige Besonderheiten beinhaltet und sicherlich mit ein Grund für die Vermischung von Autobiographie und Fiktion bei arabischen Autoren ist. Anhand von Djebars Roman L’Amour, la fantasia soll dann der Zusammenhang von Autobiographie und Historie näher betrachtet und dadurch aufgezeigt werden, wie die algerische Geschichte mit der persönlichen verwoben ist. Bei Khiders Die Orangen des Präsidenten soll genauer auf die Vermischung von Fiktion und Autobiographie geachtet werden.

Das vierte Kapitel behandelt die unterschiedlichen Formen der Gewalt und ihrer Darstellung in den beiden Romanen. Djebar arbeitet die durch Gewalt geprägte algerische Geschichte von der Kolonialisierung bis zum Befreiungskrieg auf. Ähnlich wie bei der deutschen Nachkriegsliteratur handelt es sich hierbei um kollektiv erfahrene Gewalt und so kommen in ihrem Werk mehrere Personen zu Wort, die über ihre subjektiven Erlebnisse berichten. Der irakische Schriftsteller Abbas Khider hingegen berichtet über Gewalt im Gefängnis. Der Folterskandal von Abu Ghraib erlangte weltweit trauriges Aufsehen. Dass in vielen arabischen Gefängnissen auch innerhalb der eigenen Bevölkerung Folter angewendet wird, ist der europäischen Gesellschaft vermutlich kaum bewusst.

Im fünften Kapitel wird es letztendlich um die Frage gehen, ob das Schreiben über ein erlittenes Trauma zu dessen Verarbeitung beitragen kann. Dabei soll auf die Rolle der Distanz zu den Erlebnissen, sei es die zeitliche, sprachliche oder geografische, eingegangen werden.

Abschließend werden die Erkenntnisse zusammengefasst und daraus Schlussfolgerungen gezogen.

2 Über die Autoren

2.1 Assia Djebar

Assia Djebar heißt mit bürgerlichem Namen Fatima-Zohra Imalayène. Sie ist eine algerische Schriftstellerin, Regisseurin und Historikerin und wurde am 30. Juni 1936 in Cherchell bei Algier geboren. Weil ihr Vater als algerischer Französischlehrer an einer französischen Grundschule unterrichtete, hatte Djebar die Möglichkeit, die Grundschule und später ein französischsprachiges Gymnasium zu besuchen. 1955 zog sie nach Paris, wo sie als erste Algerierin an der Eliteuniversität Ecole Normale Supérieure Geschichte studierte.1 Dort engagierte sie sich für den Befreiungskampf gegen die französische Kolonialmacht in ihrem Heimatland, nahm an Streiks teil und verfasste aus Solidarität ihren ersten Roman La Soif (1957), anstatt an den Examensprüfungen teilzunehmen.2 Daraufhin musste sie die Universität verlassen und ging kurz danach mit ihrem Ehemann ins Exil nach Tunesien, wo sie ihr Studium abschließen konnte. Es folgten die Romane Les Impatients (1958), Les Enfants du nouveau monde (1962) und Les Alouettes naïves (1967). 1959 wurde Assia Djebar Universitätsassistentin in Marokko und arbeitete für eine antikolonialistische Zeitung. Nach der Unabhängigkeit Algeriens zog sie zurück nach Algier, wo sie nordafrikanische Geschichte unterrichtete und für Zeitschriften sowie Rundfunksender schrieb. Zwischen 1965 und 1974 lebte Assia Djebar in Paris, wo sie an Theatern und später als Regisseurin arbeitete.3 In den 70er Jahren schrieb sie keine weiteren Romane. Stattdessen drehte sie zwei Dokumentarfilme auf Arabisch, die von (teilweise berberischen) Frauen in Algerien handeln. Die Filme La Nouba des femmes du Mont Chenoua (1978) und La Zerda et les Chants de l’oubli (1982) beeinflussten Djebars nachfolgende Romane sowohl thematisch als auch sprachlich und erzähltechnisch.4

Bis 1980 lehrte sie in Algier Theaterwissenschaften, kehrte dann aber aufgrund des algerischen Bürgerkriegs nach Paris zurück und ging schließlich 1996 in die USA, wo sie als Professorin am Zentrum für französische und frankophone Studien arbeitete. Erst 1980 erschienen ihre Erzählungen Femmes d’Alger dans leur appartement und darauffolgend zahlreiche Werke in französischer Sprache. Ihr Roman L’amour, la fantasia erschien 1985 als erster Teil einer Tetralogie, die Djebar selber als autobiografisch bezeichnet.5 Mit Ombre Sultane und Vaste est la prison folgten 1987 und 1995 zwei weitere Teile.6 Im Jahr 2000 erhielt Assia Djebar den Friedenspreis des deutschen Buchhandels und 2006 wurde sie als erste maghrebinische Autorin in die Académie Française7 aufgenommen.

2.2 Abbas Khider

Abbas Khider wurde 1973 im Irak geboren und ist zusammen mit seinen acht Geschwistern in Bagdad aufgewachsen. Sein Vater arbeitete als Dattelverkäufer. Er selbst verkaufte auf einem Flohmarkt Bücher, darunter auch verbotene, und verteilte Flugblätter.8 Wegen dieser politischen Aktivitäten gegen das Regime Saddam Husseins wurde er 1993 im Alter von 19 Jahren festgenommen. Zwei Jahre verbrachte Khider im Gefängnis und wurde während dieser Zeit gefoltert. 1996 floh er aus dem Irak, hielt sich als illegaler Flüchtling in verschiedenen arabischen und europäischen Ländern rund um das Mittelmeer auf, darunter Jordanien, Libyen, Griechenland sowie Italien, und kam schließlich im Jahr 2000 nach Deutschland.9 Zuerst lebte er in München, wo er sich als Hilfs- und Schwarzarbeiter seinen Lebensunterhalt verdiente. Dann bekam er die Möglichkeit, Literatur und Philosophie in München und Potsdam zu studieren. Inzwischen hat er die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen und lebt in Berlin.10 Sein erster Roman Der falsche Inder erschien im Jahr 2008 in deutscher Sprache. Das Buch handelt von der Flucht eines jungen Irakers, der dabei verschiedene Länder durchreist und schließlich in Deutschland landet. 2010 erhielt er für seinen Debütroman den Adelbert-von-ChamissoFörderpreis11. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der P.E.N.12 2011 erschien sein zweiter Roman Die Orangen des Präsidenten, der die Inhaftierung sowie den Gefängnisalltag eines jungen Irakers schildert. Beide Werke tragen somit autobiographische Züge.

3 Die Autobiographie im Zusammenspiel mit Historie und Fiktion

3.1 Definition von „Autobiographie“

Als Autobiographien werden in der Regel nicht fiktive Texte verstanden, in denen ein Individuum rückblickend auf sein Leben schaut. AutorIn, ErzählerIn und ProtagonistIn sind dabei identisch. Der Begriff „Autobiographie“ entstand erst Ende des 18. Jahrhunderts als Neologismus und ist von den griechischen Wörtern autos (selbst), bios (Leben) und graphia (Beschreibung, Schreiben) abgeleitet.13 Philippe Lejeune versuchte 1975 die Gattung der Autobiographie zu konkretisieren und von anderen literarischen Gattungen abzugrenzen. Er definierte die Autobiographie als „rückblickende Prosaerzählung einer tatsächlichen Person über ihre eigene Existenz, wenn sie den Nachdruck auf ihr persönliches Leben und insbesondere auf die Geschichte ihrer Persönlichkeit legt“.14

Dabei spielt für Lejeune der autobiographische Pakt eine zentrale Rolle. Der/Die LeserIn reagiert dabei auf Anzeichen im Text, die auf eine Autobiographie hindeuten. Das wichtigste Kriterium ist die Namensgleichheit von AutorIn, ErzählerIn und ProtagonistIn, aufgrund derer der autobiographische Pakt explizit (Name des Autors/der Autorin ist mit dem des Erzählers/der Erzählerin identisch und als Signatur vorhanden) oder implizit (aufgrund des Titels, z.B. Geschichte meines Lebens) geschlossen werden kann. Pseudonyme sieht Lejeune als zweite Namen an, die genauso authentisch sind wie der richtige Name, sofern man sie als Pseudonyme identifiziert und dem Autor zugeordnet hat. Diese strikte Definition Lejeunes gilt jedoch nur für die europäische Literatur. Die arabische Autobiographie hat aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds eine besondere Stellung, auf die im Folgenden näher eingegangen werden soll.

3.2 Die arabische Autobiographie

Im Gegensatz zur europäischen Kultur steht in der arabischen an erster Stelle das Kollektiv, die religiöse Gemeinschaft (umma), und nicht das Individuum. Die eigene Identität existiert nur innerhalb der Gemeinschaft und aus dieser individuell hervorzutreten wird negativ bewertet. Dementsprechend spricht man auch nicht von sich selbst und erst recht nicht in der ersten Person, sondern wenn dann „anonym“ (also in der Er-/Sie- oder Wir-Form). Jean Déjeux geht soweit zu sagen, dass es in der muslimischen Kultur verboten ist, von sich selber zu sprechen15 und in L’Amour, la fantasia schreibt die Erzählerin: « entrer par soumission, semble décider la Tradition [islamique], et non par amour. »16 Unter diesen Umständen scheint es beinahe unmöglich, eine „klassische“ Autobiographie zu schreiben.

Trotzdem gibt es auch in der arabischen Literatur Texte, die autobiographische Tendenzen aufweisen. Da bei diesen nicht der autobiographische Pakt nach Lejeune geschlossen wird, sind neue Bezeichnungen für diese Art der Autobiographie entstanden. Gafaiti spricht von l’autobiographie plurielle17, Geesey von l’autobiographie collective18 und durch Doubrovsky wurde der Begriff der Autofiction19 geprägt. Mit diesem Neologismus werden Texte bezeichnet, die zwar als „Roman“ erschienen sind, aber offensichtlich autobiographische Elemente enthalten. Sie sind somit fiktiv, die vorkommenden Ereignisse und Tatsachen beruhen aber auf realen Gegebenheiten. Laut Doubrovsky sind autobiographische und fiktionale Texte nicht voneinander trennbar, denn auch die Autobiographie kann keine absolute Wahrheit für sich beanspruchen, da sie durch den literarischen Akt fingiert ist. Im Zusammenhang mit Djebars L’Amour, la fantasia wird häufig der Begriff double autobiographie20 erwähnt, der im Kapitel 3.3.1 noch näher erläutert wird.

Vor allem schreibende Frauen werden von der Gemeinschaft nicht anerkannt. Die männliche Bevölkerung befürchtet einen Macht- und Wissensverlust, wenn Frauen sich schriftlich ausdrücken, da diese dadurch aus der Isolation heraustreten und an die Öffentlichkeit gelangen. Außerdem erlangen sie durch das Schreiben eine gewisse Freiheit und könnten sich selbst als Individuum wahrnehmen21. Djebar bezeichnet den Machtverlust folgendermaßen:

« Le danger gît là: la femme qui peut écrire (on écrit d’abord pour soi (…)), cette femme risque d’expérimenter un pouvoir étrange, le pouvoir d’être femme autrement que par l’enfantement maternel. »22

Bereits im frühen Islam hat man deswegen versucht die Frauen vom Schreiben auszuschließen und ihnen stattdessen das Mündliche zugewiesen. Sie sollten als Sprecherin (porte-parole), durch Gesänge und Wehklagen die mündliche Tradition sowie das kollektive Gedächtnis bewahren (porte-mémoire).23 Aus diesen Gründen ist es vor allem für Frauen schwierig, „Ich“ zu sagen beziehungsweise zu schreiben. Dadurch würden sie sich von der Gemeinschaft distanzieren und als Individuum hervortreten. Einhergehend mit diesem religiösen Tabubruch sind es auch die Entwicklung eines inneren Schamgefühls sowie das Gefühl der Entblößung, welche die Frauen davon abhalten, autobiographisch zu schreiben.

3.3 Autobiographie und Historie bei Djebar

In L’Amour, la fantasia verbindet Assia Djebar Episoden der algerischen Geschichte mit ihrer persönlichen Vergangenheit. Der erste Teil « La prise de la ville ou l’amour s’écrit » beginnt mit einer autobiographischen Episode. Es folgt ein historisches Kapitel über den Kriegsbeginn, als französische Truppen im Jahr 1830 Algier eroberten. Djebar stützt sich bei den historischen Kapiteln auf schriftliche Quellen und Zeitzeugenberichte.24 So alternieren im ersten Teil autobiographische und historische Berichte, wobei die autobiographischen Kapitel von Djebars Kindheit und Jugend handeln und in den historischen der Verlauf der Besatzung Algiers aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Da es sich dabei immer um männliche Sichtweisen handelt, wechseln sich nicht nur autobiographische und historische Berichte ab, sondern auch „männliche“ und „weibliche“ Perspektiven.

Der zweite Teil « Les cris de la fantasia » beginnt mit einem historischen Kapitel, welches die Eroberung Frankreichs von Algerien weiterführt und von der Unterwerfung einiger algerischer Stämme zwischen 1840 und 184525 berichtet. Es folgt ein autobiographisches Kapitel über die späte Jugend der Erzählerin und ihrer Zeit als verheiratete Frau. Im weiteren Verlauf wechseln sich erneut historische und autobiographische Kapitel ab. Die persönlichen Abschnitte folgen dabei keiner strikten chronologischen Reihenfolge. Vielmehr werden immer wieder einzelne Situationen aus dem Leben dargestellt, an welche die Autorin sich scheinbar „in diesem Moment“ erinnert.

Der Titel des dritten Teils « Les voix ensevelies » lässt bereits erahnen, dass verschüttete, bis jetzt nicht gehörte Stimmen in diesem Teil zu Wort kommen sollen. Djebar schreibt die Erinnerungen von verschiedenen Frauen an den algerischen Befreiungskrieg von 1954- 1962 nieder26. Sie verwendet dafür in Interviews entstandene mündliche Berichte, die sie ins Französische übersetzt und aufgeschrieben hat.27 Sie besuchte in der Entstehungszeit des Romans, also um 1977, diese Frauen um sich deren Erlebnisse und Erfahrungen erzählen zu lassen. Dabei trat sie mit ihnen in einen Dialog und berichtet in einigen Kapiteln über die Situation, in der die Frauen heute leben. Die Frauen berichteten ihr von den Kriegserlebnissen, wie sie ihre Männer und Söhne verloren und aktiv am Krieg teilgenommen haben, indem sie Partisanen verpflegt und bei sich aufgenommen haben. Bei den Zusammentreffen wurden aber auch noch weitere Erzählungen über den Besatzungskrieg ausgetauscht. Hierdurch entsteht eine Verbindung zu den historischen Passagen der ersten beiden Teile.28

[...]


1 Vgl. Jürgs, Britta: Djebar, Assia, in: Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur. URL: http://www.munzinger.de/document/18000000121, abgefragt am 10.01.2012.

2 Vgl. Gronemann, Claudia: Postmoderne/Postkoloniale Konzepte der Autobiographie in der französischen und maghrebinischen Literatur, Hildesheim, Zürich, New York 2002, S. 140.

3 Vgl. Jürgs, Britta: Djebar, Assia.

4 Vgl. Richter, Elke: „Dévoiler, et simultanément tenir secret ce qui doit le rester…“ - Die Autobiographik Assia Djebars, in: Arnscheidt, Gero (Hrsg.): Enthüllen - Verhüllen. Text und Sprache als Strategie, Bonn 2004, S. 123.

5 Vgl. Djebar, Assia: Pourquoi j’écris, in: Ernstpeter Ruhe (Hrsg.): Europas islamische Nachbarn, Studien zur Literatur und Geschichte des Maghreb, Bd. 1, Würzburg 1993, S. 19.

6 Vgl. Winkelmann, Esther: Assia Djebar. Schreiben als Gedächtnisarbeit, Bonn 2000, S. 10.

7 Französische Gelehrtengesellschaft. Die Mitgliedschaft erfolgt auf Lebenszeit.

8 Vgl. Arte, Lach’ nicht über den kleinen Stein. vom 26.05.2011. URL: http://videos.arte.tv/de/videos/_lach_nicht_ueber_den_kleinen_stein_ein_gespraech_mit_abbas_khider- 3934348.html

9 Vgl. SWR1, Leute vom 14.07.2011. URL: http://www.podcast.de/episode/2405336/Abbas+Khider,+irakischer+Schriftsteller/

10 Vgl. http://www.abbaskhider.com/seiten/biografie.html, abgefragt am 10.01.2012.

11 Literaturpreis der an Schriftsteller nicht deutscher Herkunft vergeben wird, die jedoch auf Deutsch schreiben und somit einen wichtigen Beitrag zur deutschsprachigen Literatur leisten.

12 Abkürzung für poets, essayists, novelists, eine internationale Schriftstellervereinigung.

13 Vgl. Enderwitz, Susanne: Gibt es eine arabische Autobiographie?, in: Verena Klemm und Beatrice Gruendler (Hrsg.): Understanding Near Eastern Literatures, Wiesbaden 2000, S. 191.

14 Lejeune, Philippe: Der autobiographische Pakt, Frankfurt a. M. 1994, S. 14.

15 Vgl. Déjeux, Jean: Au Maghreb, la langue française ‚Langue natale du Je’, in: Martine Mathieu (Hrsg.): Littératures autobiographiques de la Francophonie, Paris 1996, S. 182.

16 Djebar, Assia: L’Amour, la fantasia, Paris 1985, S.191. Alle Seitenangaben im Text beziehen sich auf diese Ausgabe (im Folgenden AF), beziehungsweise auf die deutsche Ausgabe Fantasia, Zürich 2003, S. 248 (im Folgenden F).

17 Vgl. Gafaiti, Hafid: L’autobiographie plurielle: Assia Djebar, les femmes et l’histoire, in: Alfred Hornung und Ernstpeter Ruhe (Hrsg.): Postcolonialisme & Autobiographie. Albert Memmi, Assia Djebar, Daniel Maximim, Amsterdam und Atlanta GA 1998, S. 149-159.

18 Vgl. Geesey, Patricia: Collective Autobiography: Algerian Women and History in Assia Djebar’s L’amour, la fantasia, in: Dalhousie French Studies, Vol. 35, 1996, S. 153.

19 Vgl. Gronemann: Postmoderne/Postkoloniale Konzepte der Autobiographie, S. 46.

20 Vgl. u.a. Gronemann, Claudia: Conceptions postmodernes/postcoloniales de l’autobiographie dans les littératures française et maghrébine, in: Susanne Gehrmann und Claudia Gronemann (Hrsg.): Les enJEux de l’autobiographique dans les littératures de langue française, Paris u.a. 2006, S. 117 und Djebar: Pourquoi j’écris, S. 21.

21 Vgl. Djebar, Assia: Ces voix qui m’assiègent … en marge de ma francophonie, Paris 1999, S. 76.

22 Ebd., S. 76.

23 Vgl. ebd., S. 74f.

24 Vgl. Winckler, Barbara: On Writing in the “Language of the Enemy”, in: Angelika Neuwirth, Andreas Pflitsch und Barbara Winckler (Hrsg.): Arabic Literature - Postmodern Perspectives, London 2010, S. 434.

25 Vgl. Richter, Elke: Ich-Entwürfe im hybriden Raum - das „Algerische Quartett“ von Assia Djebar, Frankfurt a. M., Berlin 2008, S. 92.

26 Vgl. Winckler: “Language of the Enemy”, S. 434.

27 Vgl. Richter: „Dévoiler, et simultanément tenir secret”, S. 127.

28 Vgl. Richter: Ich-Entwürfe, S. 92.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten

Details

Titel
Gewaltdarstellung und autobiographisches Schreiben zur Gewaltverarbeitung. Assia Djebars "L'Amour, la fantasia" und Abbas Khiders "Die Orangen des Präsidenten"
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Arabistik)
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
41
Katalognummer
V351761
ISBN (eBook)
9783668383814
ISBN (Buch)
9783668383821
Dateigröße
596 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gewaltdarstellung, schreiben, gewaltverarbeitung, assia, djebars, amour, abbas, khiders, orangen, präsidenten
Arbeit zitieren
Melanie Hillenbrand (Autor), 2012, Gewaltdarstellung und autobiographisches Schreiben zur Gewaltverarbeitung. Assia Djebars "L'Amour, la fantasia" und Abbas Khiders "Die Orangen des Präsidenten", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351761

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