Vielfach werden die sozialen Medien als „Geheimwaffe” im Marketing bezeichnet. Doch ist dies wirklich so? Ist Social Media Marketing auch im Tourismus eine Erfolgsgarantie? Diese Frage soll in der vorliegenden Studienarbeit beantwortet werden.
Dazu werden zunächst die Begriffe „Web 2 0” sowie „Social Media” erklärt. Anschließend wird der Unterschied zwischen klassischem Marketing und Social Media Marketing näher betrachtet. Anhand von einigen ausgewählten Statistiken wird danach aufgezeigt, welche Personengruppen das Internet sowie die sozialen Medien hauptsächlich nutzen und zu welchem Zweck. Diese Informationen bilden die Grundlage, um feststellen zu können, welche Zielgruppe mit Social Media Marketing erreicht werden kann und für welche Unternehmen diese Form von Marketing sinnvoll ist.
Im 4. Kapitel wird die Social Media-Nutzung zu Marketingzwecken beispielhaft an zwei verschiedenen Unternehmen aus der Tourismusbranche dargestellt. Diese Marketingaktivitäten könnten als Vorbild für die Wörlitz Tourist GmbH dienen. Welche Chancen und Risiken sich durch Social Media Marketing speziell für die Wörlitz Tourist GmbH ergeben können, wird in Punkt 4.2 erörtert. Dabei wird näher auf die Zielgruppe des Berliner Reiseveranstalters eingegangen sowie auf die bereits bestehenden Marketingmaßnahmen.
Im letzten Kapitel werden schließlich auf Grundlage der Erkenntnisse aus den vorangegangen Kapiteln Handlungsempfehlungen für die Wörlitz Tourist GmbH gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärungen
2.1 Web 2.0
2.2 Social Media
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Klassisches Marketing im Unterschied zu Social Media Marketing
3.2 Studien-Ergebnisse zur Internetnutzung in Deutschland
3.3 Daten und Fakten zur Nutzung der sozialen Medien
3.4 Zwischenresümee
4. Social Media Marketing im Tourismus
4.1 Best-Practice Beispiele
4.2 Nutzen und Risiken am Beispiel der Wörlitz Tourist GmbH
5. Handlungsempfehlungen für die Wörlitz Tourist GmbH
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Risiken von Social Media Marketing in der Tourismusbranche, mit einem speziellen Fokus auf die Anwendbarkeit für die Wörlitz Tourist GmbH unter Berücksichtigung der bestehenden demografischen Kundenstruktur.
- Abgrenzung von klassischem Marketing und Social Media Marketing
- Analyse der Internetnutzung und des Informationsverhaltens bei der Reiseplanung
- Untersuchung der Zielgruppenstrukturen in sozialen Netzwerken
- Bewertung von Chancen und Risiken für einen Reiseveranstalter
- Erstellung praxisorientierter Handlungsempfehlungen
Auszug aus dem Buch
3.1 Klassisches Marketing im Unterschied zu Social Media Marketing
Marketing ist eine marktorientierte Unternehmensphilosophie, ein Konzept der Unternehmensführung und stellt eine Querfunktion im Unternehmen dar. Ziel des Marketings ist es, die verschiedenen Unternehmensziele zu erfüllen, also z.B. den Gewinn oder den Umsatz zu steigern. Im Laufe der Jahre hat sich die Marketingstrategie verändert. Während früher das Produkt im Mittelpunkt stand, stehen heute die Kunden und ihre Bedürfnisse im Fokus des Marketings. Der Ertrag soll durch Kundenzufriedenheit gesteigert werden, also durch optimale Befriedigung der Kundenwünsche.
Die klassischen operativen, absatzmarktorientierten Marketinginstrumente sind: Produktpolitik, Preispolitik, Kommunikationspolitik und Distributionspolitik. Diese Instrumente werden eingesetzt, um die Strategien des Unternehmens umzusetzen. Daher müssen die „4 P’s” sowohl auf die Ziele des Unternehmens als auch aufeinander abgestimmt sein. Sie sollen optimal ineinandergreifen sowie sich gegenseitig unterstützen und werden deswegen als „Marketing-Mix” bezeichnet. Inzwischen wurden die 4 P’s vor allem im Dienstleistungsbereich zu den 7 P’s des Marketings weiter entwickelt. Der „erweiterte Marketing-Mix” beinhaltet zusätzlich die Instrumente Personal-, Prozess- und Ausstattungspolitik (im Englischen: People, process, physical facilities). Die optimale Abstimmung aller Marketinginstrumente und -maßnahmen ist wichtig, damit über alle Instrumente die gleiche Botschaft des Unternehmens vermittelt werden kann und somit ein einheitliches Gesamtbild bei den Kunden entsteht. Man spricht dabei von „integriertem Marketing”.
Die klassischen Medien des Marketings sind z.B. Fernseh- und Radiowerbung, Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, Außenwerbung und Verkaufsförderung am Point of Sale.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Social Media als Marketinginstrument ein und stellt die Kernfrage, ob sich dieses auch für die Tourismusbranche als Erfolgsgarantie eignet.
2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert die technologischen Grundlagen des Web 2.0 sowie den Begriff Social Media und erläutert den Wandel vom passiven zum aktiven Nutzer.
3. Theoretische Grundlagen: Hier werden Marketingstrategien analysiert, statistische Daten zur Internetnutzung in Deutschland betrachtet und ein Zwischenresümee zur Bedeutung der sozialen Medien gezogen.
4. Social Media Marketing im Tourismus: Anhand von Best-Practice-Beispielen aus der Branche werden Nutzen und spezifische Risiken für die Wörlitz Tourist GmbH beleuchtet.
5. Handlungsempfehlungen für die Wörlitz Tourist GmbH: Auf Basis der vorangegangenen Analyse werden konkrete Strategien für das Online-Marketing des Unternehmens abgeleitet und bewertet.
Schlüsselwörter
Social Media Marketing, Tourismus, Web 2.0, Online-Marketing, Wörlitz Tourist GmbH, Kundenbindung, Marketing-Mix, Reisebranche, Zielgruppenanalyse, Facebook, Internetnutzung, User Generated Content, Suchmaschinenoptimierung, Customer Buying Cycle, Unternehmensprofilierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert, ob der Einsatz von Social Media Marketing für einen Reiseveranstalter, spezifisch die Wörlitz Tourist GmbH, eine sinnvolle und erfolgsversprechende Strategie darstellt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen des Web 2.0, den Vergleich von klassischem Marketing zu Social Media, die Analyse von Nutzerstatistiken im Internet sowie Praxisbeispiele aus der Tourismuswirtschaft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Social Media Marketing eine Erfolgsgarantie auch im Tourismus ist und ob es für ein Unternehmen mit einer älteren Zielgruppe wie die Wörlitz Tourist GmbH empfehlenswert ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die Auswertung aktueller Studien zur Internetnutzung und soziale Medien sowie eine fallbezogene Analyse der Wörlitz Tourist GmbH.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die Potenziale und Risiken sozialer Medien, präsentiert Statistiken zum Reiseverhalten der Deutschen und analysiert die Social-Media-Aktivitäten großer Touristikunternehmen im Vergleich zur aktuellen Situation der Wörlitz Tourist GmbH.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Social Media Marketing, Tourismus, Online-Marketing, Zielgruppenanalyse und integrierte Marketingkommunikation geprägt.
Warum ist das Durchschnittsalter der Wörlitz-Kunden für das Marketing relevant?
Da die Kunden der Wörlitz Tourist GmbH im Durchschnitt über 70 Jahre alt sind, ist diese Zielgruppe in sozialen Medien nur schwach vertreten, was das Potenzial für virale Marketingeffekte in diesen Kanälen erheblich einschränkt.
Welche Empfehlung wird für die Wörlitz Tourist GmbH gegeben?
Es wird empfohlen, zunächst das generelle Online-Marketing auszubauen und Social Media primär unterstützend zu betrachten, anstatt volle Ressourcen in Kanäle zu investieren, die von der aktuellen Kernzielgruppe kaum genutzt werden.
- Citation du texte
- Melanie Hillenbrand (Auteur), 2014, Social Media Marketing. Eine Erfolgsgarantie auch im Tourismus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351765