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Justinian I. Vom Sohn eines Bauern zum Herrscher der Einheit

Título: Justinian I. Vom Sohn eines Bauern zum Herrscher der Einheit

Trabajo , 2012 , 13 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Michalis Christogeros (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Die Hausarbeit soll den Fokus darauf legen, inwieweit Justinian es geschafft hat, eine Religionseinheit zu schaffen. Dabei werden die beiden anderen Aspekte, die Reichs- und die Rechtseinheit nur beiläufig behandelt.

Danach soll die Frage geklärt werden, ob Justinian es geschafft hat, seine Auffassung des richtigen Glaubens als Staatsreligion zu etablieren. Dabei soll auch der Konflikt zwischen West- und Ostrom eine Rolle spielen. Zudem soll Justinians Ziele daraufhin analysiert werden, inwieweit ihm die Reichseinheit oder die Religionseinheit wichtiger war. Dafür wird zunächst der Weg Justinians zum Kaiserthron geschildert.

Anschließend wird überprüft, inwiefern in Justinian der Staatsmann wichtiger als der Theologe war oder umgekehrt. Folgend wird seine Regierungszeit nach 542 analysiert, die sehr von den Katastrophen der Jahre 539 bis 542 geprägt waren. Hierbei soll erklärt werden, wie es zu der Veränderung seiner Politik kam und was dies zu bedeuten hatte.

Hierzu wird die spezifische Fachliteratur unter anderem vom Althistoriker Mischa Meier herangezogen, der sich mit diesen Themen in seinen Büchern "Das andere Zeitalter Justinians" und "Justinian. Herrschaft, Reich, Religion" außerordentlich beschäftigt hat. Des Weiteren wird Hamilcar Alivisatos zitiert, der mit seinem Buch "Die kirchliche Gesetzgebung des Kaisers Justinian I." eine Zusammenfassung der kirchlichen und religiösen Gesetze Justinians erstellt hat.

Damit fällt die Übersicht über die Gesetze im Hinblick auf die Kirche leichter. Zudem werden die Quellen des Procopius von Caesarea sowie des Kirchenhistorikers Evagrius Scholasticus herangezogen, um so eine bessere Analyse zu ermöglichen. Die Quellen sind jedoch mit Vorsicht zu lesen: Procopius' Werk "Anekdota" ähnelt sehr einer Hasstirade auf den Kaiser, weshalb man ihm nicht jedem Wort Glauben schenken darf und die Quellen daher eine kritische Analyse durchlaufen müssen. Daher ist die Quellenlage zu Justinian als kritisch zu betrachten. Es gibt nur einige wenige Quellen zu Justinian und einige davon sind subjektiv bewertet, wodurch eine Auswertung schwer wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Weg auf den Thron

3. Staatsmann oder Theologe? Kaiser Justinian und die Drei Kapitel

4. Justinians Wende: Vom Staatsmann zum Theologen

5. Justinian und die Verfolgung der Häretiker

6. Fazit

7. Verzeichnisse

7. 1. Literaturverzeichnis

7.2. Quellenverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht das Wirken des byzantinischen Kaisers Justinian I. unter besonderer Berücksichtigung seiner Bestrebungen zur Etablierung einer Religionseinheit im Reich. Dabei wird analysiert, inwieweit religiöse Motive seine Politik leiteten oder ob der Glaube lediglich als Instrument zur Sicherung politischer Ziele diente, während die Aspekte der Rechts- und Reichseinheit ergänzend betrachtet werden.

  • Die politische und religiöse Bedeutung des "Drei Kapitel-Streits"
  • Die Wandlung Justinians vom pragmatischen Staatsmann hin zum Theologen
  • Strategien zur Verfolgung und Unterdrückung religiöser Minderheiten
  • Das Spannungsfeld zwischen imperialem Machtanspruch und religiöser Einheit
  • Die Auswirkungen der justinianischen Politik auf das byzantinische Reich

Auszug aus dem Buch

3. Staatsmann oder Theologe? Kaiser Justinian und die Drei Kapitel

Justinian pries seine Herrschaft als gottgegeben. Für ihn war der Gott des orthodoxen Glaubens der einzig Wahre, an den auch seine Untertanen glauben sollten. Um dies umzusetzen, verfolgte, verbannte oder verurteilte Justinian jeden, der sich gegen seine Auffassung der Religion stellte. Um dies in seinem gesamten Reich umzusetzen, verfasste Justinian Gesetze gegen Häretiker, Juden und Manichäer. Im folgenden Kapitel soll nun vor allem der Drei Kapitel – Streit behandelt werden um herauszufinden: War er nur politisch motiviert, oder bedeutete ihm der Glaube ebenso viel?

Der sogenannte Drei Kapitel – Streit wurde von Justinian entfacht. In diesem Streit ging es um die Wesensart Christi: Während die Orthodoxen, welchen auch der Kaiser angehörte, in Christi nur die göttliche Natur sahen und ihn daher als Gott und nicht als Menschen sahen, sahen die Monophysiten, mit denen Theodora sympathisierte, in Christi die menschliche sowie die göttliche Natur. Die Drei Kapitel waren Schriften dreier Autoren, die im Verdacht standen, dem Nestorianismus anzugehören. Die Forderung nach der Verurteilung dieser drei Kapitel entstammte dabei interessanterweise nicht von den Monophysiten direkt – wenngleich sie sie begrüßten - . Vielmehr ist es dem Geschick Justinians zuzuschreiben, dass er die Drei Kapitel zur Verurteilung ausschrieb.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Person Justinian I. und seine drei großen Ziele – die Wiederherstellung des Imperium Romanum, die Etablierung des orthodoxen Christentums und die Vereinheitlichung des Rechts – vor und benennt die zentrale Forschungsfrage nach der Religionseinheit.

2. Der Weg auf den Thron: Dieses Kapitel zeichnet den Aufstieg des aus einfachen Verhältnissen stammenden Justinian zum Kaiser nach, beleuchtet seinen Einfluss unter seinem Onkel Justin und die Rolle seiner Frau Theodora.

3. Staatsmann oder Theologe? Kaiser Justinian und die Drei Kapitel: Die Untersuchung befasst sich mit der Motivation Justinians im theologischen Konflikt um die "Drei Kapitel" und hinterfragt, ob hier politisches Kalkül oder religiöse Überzeugung dominierte.

4. Justinians Wende: Vom Staatsmann zum Theologen: Dieses Kapitel analysiert eine politische Zäsur nach den Krisenjahren um 541/543, in denen sich der Kaiser zunehmend von militärischen und staatlichen Aufgaben zurückzog und sich verstärkt der Theologie widmete.

5. Justinian und die Verfolgung der Häretiker: Hier wird der Umgang des Kaisers mit religiösen Minderheiten und die gesetzgeberische Durchsetzung seiner orthodoxen Glaubensauffassung als Mittel zur Reichskonsolidierung dargelegt.

6. Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass Justinian zwar die Rechtseinheit erreichte, jedoch an der Schaffung einer dauerhaften Religionseinheit scheiterte, wobei er seine Ziele teilweise zugunsten des Machterhalts kompromissbereit anpasste.

Schlüsselwörter

Justinian I., Byzanz, Religionseinheit, Reichseinheit, Codex Justinianus, Drei Kapitel Streit, Monophysitismus, Theodora, Orthodoxie, Häretiker, Kaisertum, Spätantike, Kirchenpolitik, Staatskirche, Gesetzgebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Regierungszeit des byzantinischen Kaisers Justinian I. und konzentriert sich speziell auf seine Bemühungen, das Reich durch eine einheitliche christlich-orthodoxe Staatsreligion zu einen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Kirchenpolitik Justinians, seine gesetzgeberischen Maßnahmen gegen Häretiker, die Rolle seiner Gemahlin Theodora sowie die Auswirkungen von Krisen auf seine politische Ausrichtung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob Justinian bei seinem Bestreben nach Religionseinheit tatsächlich von seinem Glauben geleitet wurde oder ob dies primär ein Instrument zur Stärkung seiner politischen Macht und der Reichseinheit darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es wird eine historisch-analytische Methode verwendet, bei der primär einschlägige Fachliteratur (wie von Mischa Meier oder Hamilcar Alivisatos) sowie zeitgenössische Quellen (Prokop von Caesarea, Evagrius Scholasticus) kritisch ausgewertet werden.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Thronbesteigung, den komplexen "Drei Kapitel-Streit", die politische Zäsur nach den Krisenjahren ab 541 sowie die systematische Verfolgung religiöser Minderheiten durch gesetzliche Edikte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören "Religionseinheit", "Reichseinheit", "Codex Justinianus", "Monophysitismus" sowie die Frage nach der Balance zwischen "Staatsmann" und "Theologe" in Justinians Herrschaft.

Welche Bedeutung kommt dem "Drei Kapitel-Streit" für Justinians Politik zu?

Dieser Streit diente dem Kaiser als politisches Instrument, um durch die Verurteilung nestorianischer Lehren einen Ausgleich zwischen orthodoxen und monophysitischen Positionen zu erzwingen und so die religiöse Einheit zu fördern.

Wie bewertet die Arbeit das Fazit der Regierung Justinians?

Die Arbeit schlussfolgert, dass Justinian zwar durch den Codex Justinianus und eine temporäre Reichseinheit große Erfolge erzielte, in seinem Ziel der totalen Religionseinheit jedoch letztlich scheiterte, da er gezwungen war, politische Kompromisse einzugehen.

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Detalles

Título
Justinian I. Vom Sohn eines Bauern zum Herrscher der Einheit
Universidad
University of Siegen
Calificación
1,0
Autor
Michalis Christogeros (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
13
No. de catálogo
V351883
ISBN (Ebook)
9783668382879
ISBN (Libro)
9783668382886
Idioma
Alemán
Etiqueta
Justinian; Byzanz; römisches Reich; Christentum;
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michalis Christogeros (Autor), 2012, Justinian I. Vom Sohn eines Bauern zum Herrscher der Einheit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351883
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