Personalgewinnung und Personalbindung im Pflegebereich.Welche Wege geht das Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg?


Praktikumsbericht / -arbeit, 2016

13 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Aufbau und Struktur der Arbeit

2. Vorstellung der Hospitationseinrichtung

3. Wissenschaftliche Perspektive
3.1 Analyse von Mitarbeiterbedürfnissen

4. Personalrekrutierung und Personalbindung im DKH
4.1 Erhöhung der Arbeitszufriedenheit
4.2 Optimierung der Aufbauorganisation
4.3 Gesundheitsmanagement
4.4 Fort- und Weiterbildung
4.5 Rekrutierungsmanagement
4.6 Attraktivitätssteigerung und Imagepflege im DKH

5. Schlussbetrachtung

6. Danksagung

7. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Personalmangel, Schichtdienst, schwere körperliche Arbeit, hohe psychische Belastung und verhältnismäßig schlechte Bezahlung sind Gründe dafür, dass das Berufsbild der Gesundheits- und Krankenpflege zunehmend unattraktiver für Abiturienten und Schulabsolventen geworden ist. Deutlich wird dieser Sachverhalt auch anhand abnehmender Beschäftigungsverhältnisse im Pflegebereich und gleichzeitig aber steigender Fallzahlen in den Medizinischen Einrichtungen. Diese Entwicklungen werden in der Zukunft höchstwahrscheinlich zu einer verstärkten Wettbewerbssituation führen, dessen zentraler Gegenstand das Pflegepersonal und nicht mehr die Patienten sind. [vgl. Statistisches Bundesamt:8]

Damit bekommen die Themen Personalgewinnung und Personalbindung im Pflegebereich eine größere Bedeutung als in der Vergangenheit. Im Rahmen der Hospitation der Weiterbildung zur staatlich verantwortlichen Pflegefachkraft habe ich mich für das Agaplesion Diakonie Klinikum entschieden. Mich interessiert besonders die Perspektive der Pflegedirektion und wie das Unternehmen Krankenhaus die oben genannte Problemstellung bewältigt. Da ich bisher nur ambulante Leitungserfahrungen sammeln konnte, möchte ich diese Hospitation nutzen stationäre Erfahrungen zu sammeln.

In meiner Hospitation, möchte ich daher untersuchen, welche Maßnahmen zur Personalrekrutierung und -bindung ergriffen werden und ob diese erfolgreich umgesetzt werden.

1.1 Aufbau und Struktur der Arbeit

Im ersten Kapitel werden die Ausgangssituation, die Problemstellung, die Fragestellung und der Aufbau des Hospitationsberichts dargestellt. Im zweiten Kapitel stelle ich die Hospitationseinrichtung vor. Dabei gehe ich auf das medizinische Angebot, den kirchlichen Hintergrund und die Mitarbeiterstruktur ein. Das Kapitel drei stellt die wissenschaftliche Perspektive vor. Dabei analysiere ich empirische Studien des Statistischen Bundesamtes und sozialpsychologische Grundlagen.

Im vierten Kapitel werden die Maßnahmen, die zur Personalrekrutierung und Bindung, sowie zur Imagepflege und Attraktivitätssteigerung ergriffen werden, vorgestellt.

Das fünfte Kapitel bildet den Schlussteil. Hier soll das Resümee und einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen gezogen werden.

Das sechste Kapitel enthält die Danksagung.

2. Vorstellung der Hospitationseinrichtung

Die drei Häuser Alten Eichen, Bethanien und Elim wurden 2008 zum Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg zusammengelegt.

Im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel wurde ein Neubau errichtet, welcher als modernes Gesundheitszentrum dienen soll. Es gibt 370 Betten für die stationäre Behandlung. Kliniken für Innere Medizin, viszerale und minimal invasive Chirurgie, Gynäkologie, Geriatrie, Diabetologie, Gefäßmedizin, Orthopädie, Handchirurgie und Plastische Chirurgie, sowie die Anästhesiologie sind im medizinischen Angebot enthalten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Geriatrische Tagespflege. Zusätzlich zu den Kliniken gibt es Kompetenzzentren, in denen fachübergreifend zusammengearbeitet wird. Hier wären zu nennen, das Zentrum für Alterstraumatologie, das Beckenbodenzentrum und das gynäkologische Tumorzentrum, das Brustzentrum, sowie das Darm- und das Schlafmedizinische Zentrum.

Die Notfallversorgung wird durch die zentrale Notaufnahme und die Intensivstationen sichergestellt. Im Haus sitzen darüber hinaus eigenständige Facharztpraxen, zum Beispiel eine Praxis für Schmerztherapie. Weiter gibt es spezielle Angebote für MCSPatienten und Multiallergiker. Als spezielles Angebot gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Eimsbüttler Turnverband und der Kaifu- Lodge, dieses soll als unterstützendes Angebot in der Gesundheitsvorsorge dienen.[vgl. DKH, 2016]

„Das DHK sieht sich als ein Haus, dass den Spagat zwischen christlicher Nächstenliebe und medizinischer Exzellenz schafft.“ Die Arbeit ist durch die Diakonissen 150 Jahre geprägt worden. Dies gab jüngeren Frauen die Möglichkeit einen qualifizierten Beruf zu erlernen und eine lebenslange wirtschaftliche Absicherung. Dies war nicht immer selbstverständlich. Sie lebten in einer Glaubensgemeinschaft und waren in einer Diakonie tätig. Die diakonische Kultur ist geprägt von verschiedenen Elementen. Heute arbeiten etwa 341 Mitarbeiter im Pflegebereich. 53% der Mitarbeiter in Teilzeit und 47% in Vollzeit. Diese unterteilen sich in 88% Pflegefachkräfte und 12% nicht examiniertes Personal. Die Besetzung ist zurzeit, bis auf wenige offene Stellen planmäßig. Es gibt einen Raum der Stille in dem jeden Mittwoch Andachten stattfinden. Sterbebegleitung, Aufbahrungen, sowie Aussegnungen können bei Bedarf in Anspruch genommen werden. Es arbeiten ca. 120 Personen in ehrenamtlichen Tätigkeiten im DHK. Diese sind zum Bespiel als Seelsorger, oder im Besuchsdienst tätig. Zusätzlich setzt sich ein Ethik-Komitee mit ethischen Fragestellungen auseinander. Die Mitarbeiter treffen sich in sogenannten Werteworkshops. In diesen wird sich mit Fragen zum Leitbild und Werten auseinandergesetzt.[vgl. DKH, 2016]

3. Wissenschaftliche Perspektive

2009 hat das Statistische Bundesamt eine empirische Studie zum Thema Krankenpflege -Berufsbelastungen und Arbeitsbedingungen erstellt. Die Abbildung 1 stellt die Struktur von Wochenend- und Feiertagsarbeit, sowie Abendund Nachtarbeit im Gesundheitsbereich, im speziellen der Gesundheits- und Krankenpflege, sowie der Gesamtwirtschaft gegenüber.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Samstags, Sonn- und Feiertags-, Abend- und Nachtarbeit Gesamtwirtschaft und Gesundheitsdienstberufe im Vergleich

Das Statistische Bundesamt ermittelte, dass im Gesundheitsbereich etwa 20% mehr Wochenend- und Feiertagsarbeit, sowie Abendarbeit abgeleistet wird. Im Bereich der Nachtarbeit ist der Gesundheitsbereich um etwa 14% mehr involviert als der Gesamtwirtschaftliche Bereich.

Der Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege sticht jedoch ganz besonders hervor.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Personalgewinnung und Personalbindung im Pflegebereich.Welche Wege geht das Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg?
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V351937
ISBN (eBook)
9783668394438
ISBN (Buch)
9783668394445
Dateigröße
640 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Personalgewinnung, Personalbindung, Pflegenotstand, Pflegepersonal, Krankenpflege, Krankenhaus
Arbeit zitieren
Ulrike Hensel (Autor:in), 2016, Personalgewinnung und Personalbindung im Pflegebereich.Welche Wege geht das Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351937

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