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Bestimmen Schulform und sozialer Status allein die Lesekompetenz? Einflüsse soziostruktureller und psychologischer Faktoren auf die Lesekompetenz

Título: Bestimmen Schulform und sozialer Status allein die Lesekompetenz? Einflüsse soziostruktureller und psychologischer Faktoren auf die Lesekompetenz

Trabajo , 2015 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Marcus Sommer (Autor)

Pedagogía - Psicología pedagógica
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Eine hohe Lesekompetenz wird als eine der zentralen Schlüsselqualifikationen angesehen, die eine angemessene Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben gewährleistet. Folglich ist eine geringe Lesefähigkeit demnach mit etlichen Risiken verbunden und birgt einen enormen Chancennachteil für die Betroffenen. Unter dem Begriff Lesekompetenz wird nach der PISA-Definition mehr verstanden, als einfach nur „lesen“ zu können. Demnach umfasst die internationale Konzeption zur Lesekompetenz das Verstehen, die zielgerichtete Informationsentnahme und Reflektion und Bewertung von lebenspraktisch relevantem Textmaterial.

Dabei sind die Ergebnisse zur Lesekompetenz deutscher Schüler zu Beginn der PISA-Erhebungen im Jahr 2001 niederschmetternd gewesen. So haben 21 % der 15-Jährigen nicht die Kompetenzstufe II (von insgesamt fünf Stufen) erreicht. Über ein Fünftel der deutschen Schülerinnen und Schüler besitzt bzw. besaß also nicht die Fähigkeit, zumindest einfache Verknüpfungen in Texten herzustellen. Diese Ergebnisse haben sich im Lauf der vergangenen Jahre verbessert und deutsche Schülerinnen und Schüler konnten im Laufe der folgenden PISA-Erhebungswellen deutliche Zuwächse in der Lesekompetenz verzeichnen.

Im Folgenden soll den Fragen nachgegangen werden, ob sich die aufgeführten Befunde auch für die Ergebnisse aus dem vorliegenden PISA-Daten-Output aus der ersten Erhebungswelle aus dem Jahr 2000 für das Land Brandenburg rekonstruieren lassen. Im Fokus stehen dabei vor allem die Fragen, ob sich der Einfluss sozialstruktureller Merkmale replizieren lässt, über die sozialstrukturellen Merkmale hinaus auch psychologische Merkmale Einfluss auf die Vorhersage der Lesekompetenz haben und diese Effekte geschlechtsunabhängig sind. In einer Nebenfragestellung soll zusätzlich der Frage nachgegangen werden, ob sich diese Effekte auch auf andere schulische Kompetenzen übertragen lassen. Dies soll exemplarisch am Beispiel der mathematischen Kompetenz getan werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und theoretischer Hintergrund

2. Hypothesen

3. Methoden

3.1. Beschreibung des Datensatzes und der Stichprobe

3.2. Datenanalyse

4. Ergebnisse

5. Diskussion der Ergebnisse

6. Referenzen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Einfluss von soziostrukturellen und psychologischen Faktoren auf die Lesekompetenz von Schülern. Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, ob sich bisherige Erkenntnisse über die Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Schulform mit PISA-Daten aus dem Jahr 2000 für das Land Brandenburg replizieren lassen und inwieweit psychologische Merkmale zusätzlich zur Varianzaufklärung beitragen.

  • Analyse sozialstruktureller Determinanten (sozialer Status, Schulform) auf schulische Kompetenzen
  • Untersuchung des Einflusses psychologischer Faktoren wie Selbstkonzept, Anstrengungsbereitschaft und Kooperationsorientierung
  • Überprüfung der Ergebnisse auf Geschlechtsunabhängigkeit
  • Transfer der Erkenntnisse auf den Leistungsbereich der mathematischen Kompetenz
  • Statistische Auswertung mittels hierarchischer Regressionsanalyse

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung und theoretischer Hintergrund

Eine hohe Lesekompetenz wird als eine der zentralen Schlüsselqualifikationen angesehen, die eine angemessene Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben gewährleistet (Artelt, Stanat, Scheider, Schiefele & Lehmann 2004). Folglich ist eine geringe Lesefähigkeit demnach mit etlichen Risiken verbunden und birgt einen enormen Chancennachteil für die Betroffenen (ebd.). Unter dem Begriff Lesekompetenz wird nach der PISA-Definition mehr verstanden als einfach nur „lesen“ zu können (Artelt, Schiefele & Schneider 2002). Demnach umfasst die internationale Konzeption zur Lesekompetenz das Verstehen, die zielgerichtete Informationsentnahme und Reflektion und Bewertung von lebenspraktisch relevantem Textmaterial (ebd.).

Dabei sind die Ergebnisse zur Lesekompetenz deutscher Schüler zu Beginn der PISA-Erhebungen im Jahr 2001 niederschmetternd gewesen. So haben 21 % der 15-Jährigen nicht die Kompetenzstufe II (von insgesamt fünf Stufen) erreicht. Über ein Fünftel der deutschen Schülerinnen und Schüler besitzt (bzw. besaß) also nicht die Fähigkeit, zumindest einfache Verknüpfungen in Texten herzustellen (Stanat & Schneider 2004). Diese Ergebnisse haben sich im Lauf der vergangenen Jahre verbessert und deutsche Schülerinnen und Schüler konnten im Laufe der folgenden PISA-Erhebungswellen deutliche Zuwächse in der Lesekompetenz verzeichnen (ebd.).

Dabei legen viele Befunde und Analysen im Rahmen der PISA-Studie nahe, dass der schulische Erfolg und im Besonderen die Lesekompetenz im Vergleich mit anderen OECD-Staaten insbesondere in Deutschland stark von der sozialen Herkunft beziehungsweise dem sozialen Status der Eltern abhängen (Artelt, Schiefele & Schneider 2002; Baumert & Schümer 2001; Solga & Dombrowski 2009; Sczesny & Watermann 2011). Stammt demnach ein Jugendlicher aus einer Familie, die dem unteren Viertel der Sozialstruktur zuzuordnen ist, so ist sein Risiko, zur Gruppe mit schwacher Lesekompetenz zu gehören, in Deutschland um fast das 2,5-fache höher als für Gleichaltrige aus Familien mit einem höheren Sozialstatus (Stanat & Schneider 2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und theoretischer Hintergrund: Vorstellung der Relevanz von Lesekompetenz und Diskussion der zentralen Einflussfaktoren wie sozialer Status und Schulform basierend auf bestehender Forschung.

2. Hypothesen: Herleitung der vier Forschungsfragen bezüglich des Einflusses von soziostrukturellen und psychologischen Variablen auf die Lese- und mathematische Kompetenz.

3. Methoden: Beschreibung des Datensatzes aus Brandenburg (PISA 2000) und der Anwendung der hierarchischen Regressionsanalyse.

4. Ergebnisse: Darstellung der statistischen Berechnungen, die bestätigen, dass sowohl soziostrukturelle als auch psychologische Variablen signifikante Prädiktoren für schulische Kompetenzen sind.

5. Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Befunde unter Einbezug der Diskrepanzen zu früheren Studien und Ausblick auf notwendige weiterführende Analysen.

6. Referenzen: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, PISA-Studie, sozialer Status, Schulform, Regressionsanalyse, Selbstkonzept, Anstrengungsbereitschaft, Kooperationsorientierung, mathematische Kompetenz, Bildungsforschung, Brandenburg, Leistungsdiagnostik, Schulerfolg, Chancengleichheit, psychologische Faktoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie soziostrukturelle Merkmale (wie die soziale Herkunft) und psychologische Faktoren (wie das Selbstkonzept) die Lese- und Mathematikleistung von Schülern beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Bildungsgerechtigkeit, der Einfluss des Schulsystems, die Bedeutung des Selbstkonzepts für den Lernerfolg sowie die Anwendung statistischer Regressionsmodelle in der Bildungsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die statistische Überprüfung, ob sich soziale Ungleichheiten in der Leistung replizieren lassen und ob zusätzliche psychologische Variablen einen messbaren Beitrag zur Erklärung dieser Leistungsunterschiede leisten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine hierarchische Regressionsanalyse mit dem Statistikprogramm SPSS durchgeführt, um den Einfluss der Prädiktoren in verschiedenen Modellen getrennt für Jungen und Mädchen zu berechnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Hypothesenbildung, die methodische Beschreibung des PISA-Datensatzes aus Brandenburg, die statistische Ergebnisauswertung und die fachliche Diskussion dieser Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Untersuchung wird maßgeblich durch die Begriffe Lesekompetenz, sozialer Status, Selbstkonzept, PISA-Studie und Regressionsanalyse charakterisiert.

Welche psychologischen Variablen erwiesen sich als besonders einflussreich?

Besonders das akademische Selbstkonzept zeigte sich in den Analysen als eine sehr starke Variable, die einen signifikanten positiven Einfluss auf die Leistung hat.

Gab es Überraschungen bei der Auswertung der Daten?

Überraschend war, dass Anstrengungsbereitschaft und Kooperationsorientierung im vorliegenden Datensatz keine signifikante Rolle spielten, was im Widerspruch zu anderen bisherigen Forschungsbefunden steht.

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Detalles

Título
Bestimmen Schulform und sozialer Status allein die Lesekompetenz? Einflüsse soziostruktureller und psychologischer Faktoren auf die Lesekompetenz
Universidad
University of Potsdam
Curso
Statistische Auswertungen zu den deutschen PISA-Daten
Calificación
1,0
Autor
Marcus Sommer (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
15
No. de catálogo
V352032
ISBN (Ebook)
9783668385559
ISBN (Libro)
9783668385566
Idioma
Alemán
Etiqueta
PISA Datenanalyse Lesekompetenz Statistische Auswertung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marcus Sommer (Autor), 2015, Bestimmen Schulform und sozialer Status allein die Lesekompetenz? Einflüsse soziostruktureller und psychologischer Faktoren auf die Lesekompetenz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352032
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