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Die Stadtgeschichte von Danzig. Das Konkurrenzverhältnis zwischen Stadt und Landesherr

Título: Die Stadtgeschichte von Danzig. Das Konkurrenzverhältnis zwischen Stadt und Landesherr

Trabajo , 2016 , 30 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Laurenz Müller (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Für die Erforschung einer Stadtgeschichte, aber auch für die Frage nach den Verhältnissen zwischen Stadt und Stadtherren, lassen sich mit Untersuchungen zur stadtrechtlichen Entwicklung vielfältige Erkenntnisse sammeln. Denn gerade in dieser Entwicklung spiegelt sich noch vor der baulichen Entwicklung die Entstehung der stadttypischen Bauten wie Rathaus, Pfarrkirche, Markt und Befestigungen wieder.

Im Falle Danzigs wechselte nicht nur der Stadtherr häufig, es kam auch zu mehrmaligen Änderungen im Stadtrecht und auch die Struktur der Stadt sowie ihre Symbolik am Beispiel des Stadtsiegels, sind von diesen Rechtsverleihungen geprägt. Mit der Stadtrechtsverleihung trat die Stadt in eine gewisse Unabhängigkeit oder Autonomie. Diese Begrifflichkeit muss zunächst geklärt werden.

Es soll dann in dieser Arbeit aufgezeigt werden, wie sich diese Entwicklung und Autonomiebestrebungen bzw. Beschränkungen abzeichneten. Nach einem Überblick zur Forschungs- und Quellenlage, sollen kurz die Standortfaktoren sowie die ersten Siedlungen bis zur slawischen Burgstadt thematisiert werden, da hier zum einen am Schluss der erste Stadtrechtsverleiher auftritt und zum anderen diese Voraussetzungen maßgebend für die spätere Struktur der Stadt waren.

Den Schwerpunkt der Arbeit bildet das Konkurrenzverhältnis zwischen Stadt und Landesherr im Falle des Deutschen Ordens ab 1308. Zur Verdeutlichung werden am Ende auch kurz die wesentlichen Rechtsänderungen unter polnischer Herrschaft ab 1454 skizziert. Die Stadtgeschichte ist dementsprechend in drei größere Teile gegliedert, wobei einige Sprünge zu verzeichnen sind, deren detaillierte Darstellung der Rahmen der Arbeit nicht zuließ.

Dem untergeordnet wird ein Einblick in die bauliche Geschichte gegeben, wobei ein kleiner Exkurs zum Artushof den Machtzuwachs einer bürgerlichen Oberschicht verdeutlichen soll, da diese Oberschicht zum späteren selbstbewussten Auftreten der Stadt und zum Ausbau der Rechte unter polnischer Herrschaft beigetragen haben wird.

Die politischen Machtkämpfe unter den Landesherren sollen zur besseren Einordnung des Geschehens erwähnt, aber nicht näher thematisiert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff: Autonomie

3. Quellenlage und Forschungspositionen

4. Voraussetzungen und naturräumliche Gegebenheiten

5. Der Stadtentstehungs- und Ausbauprozess in fünf Teilen

5.1 Die slawische Burgstadt

5.2 Von einer deutschen Kaufmannssiedlung zur Stadt nach deutschem Recht

5.3 Politische Unruhen bis zur Eroberung durch den Deutschen Orden

5.4 Ausbau und Entwicklung Danzigs unter dem Deutschen Orden

5.4.1 Die Rechtstadt

5.4.2 Die Neustadt

5.4.3 Die Vorstadt

5.4.4 Die Altstadt

5.4.5 Die Jungstadt

5.5 Rechts- und Verwaltungsänderungen nach 1454

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die stadtrechtliche Entwicklung Danzigs im Mittelalter und beleuchtet das komplexe Spannungsfeld zwischen der aufstrebenden Stadtgemeinde und ihren wechselnden Stadtherren. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie sich Autonomiebestrebungen unter dem Einfluss des Deutschen Ordens sowie der späteren polnischen Herrschaft baulich und rechtlich manifestierten.

  • Analyse des städtischen Autonomiebegriffs im Kontext der deutschen Stadtentwicklung.
  • Untersuchung der Stadtwerdung von der slawischen Burgsiedlung bis zur deutschrechtlichen Stadt.
  • Bewertung des Konkurrenzverhältnisses zwischen Stadt und Landesherr unter dem Deutschen Orden.
  • Betrachtung der rechtlichen und administrativen Zäsuren im Übergang zur polnischen Herrschaft nach 1454.

Auszug aus dem Buch

5.4.1 Die Rechtstadt

Wirklich Bedeutung sollte in den Jahren der Ordensherrschaft aber zunächst die Rechtstadt mit ihren Erweiterungen um die Neustadt und Vorstadt erlangen. Die Rechtstadt entwickelte sich auf der früheren deutschrechtlichen Stadt und wurde Rechtstadt genannt, weil es sich hierbei um die „rechte“, das heißt richtige, Stadt handelte. Nur diesem Teil Danzigs verlieh der Orden unter Hochmeister Ludolf König von Waitzau vermutlich 1342 (1346 und 1378 ergänzt) in einer Handfeste Kulmisches Recht und unterstellte es so der Gerichtsbarkeit des Oberhofes in Kulm. Dies bedeutete, dass die Ratsherren in Kulm für Anfragen zur städtischen Gerichtsbarkeit zuständig waren. Somit wurde die Danziger Rechtsstadt zwar mit Stadtrecht versehen, unterstand aber dennoch dem Gerichtsbereich im Gebiet des Deutschen Ordens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der städtischen Entwicklung, die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Begriff: Autonomie: Definition des Begriffs Autonomie im stadtgeschichtlichen Kontext und Darlegung der konstitutiven Merkmale mittelalterlicher Städte.

3. Quellenlage und Forschungspositionen: kritische Auseinandersetzung mit der Quellenbasis und den wissenschaftlichen Kontroversen zur Geschichte Danzigs.

4. Voraussetzungen und naturräumliche Gegebenheiten: Analyse der geografischen Faktoren und deren Einfluss auf die frühe Besiedlung und Standortwahl.

5. Der Stadtentstehungs- und Ausbauprozess in fünf Teilen: Detaillierte Betrachtung der urbanen Entwicklung Danzigs unter Berücksichtigung slawischer Strukturen, der deutschrechtlichen Stadtgründung sowie der ordenszeitlichen und polnischen Herrschaftsphasen.

5.1 Die slawische Burgstadt: Beschreibung der frühen slawischen Siedlungsstrukturen und deren Funktionen als Verwaltungsmittelpunkt.

5.2 Von einer deutschen Kaufmannssiedlung zur Stadt nach deutschem Recht: Untersuchung des Übergangs zur Kaufmannssiedlung und der rechtlichen Emanzipation.

5.3 Politische Unruhen bis zur Eroberung durch den Deutschen Orden: Darstellung der dynastischen Konflikte und der Machtübernahme durch den Orden 1308.

5.4 Ausbau und Entwicklung Danzigs unter dem Deutschen Orden: Analyse der ordenszeitlichen Stadterweiterungen und der administrativen Kontrolle.

5.4.1 Die Rechtstadt: Erörterung der privilegierten Rechtstadt und deren rechtliche Unterstellung unter den Deutschen Orden.

5.4.2 Die Neustadt: Betrachtung der Gründung und Entwicklung der Neustadt als ordenskonformes Projekt.

5.4.3 Die Vorstadt: Überblick über die wirtschaftliche Erweiterung nach Süden und die städtebauliche Funktion der Vorstadt.

5.4.4 Die Altstadt: Analyse des wirtschaftlichen Aufschwungs durch Mühlenbau und der Stadtrechtsverleihung.

5.4.5 Die Jungstadt: Untersuchung der Jungstadt als Instrument ordenspolitischer Konkurrenz zur Rechtstadt.

5.5 Rechts- und Verwaltungsänderungen nach 1454: Skizzierung der neuen Freiheiten und administrativen Vereinheitlichung unter polnischer Herrschaft.

6. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse zur wechselseitigen Beeinflussung von städtischer Autonomie und fürstlicher Herrschaft.

Schlüsselwörter

Danzig, Stadtgeschichte, Mittelalter, Autonomie, Deutscher Orden, Stadtrecht, Kulmisches Recht, Stadtentstehung, Rechtstadt, Siedlungsentwicklung, Wirtschaftsgeschichte, Herrschaftsverhältnisse, Stadtbürgertum, Verwaltung, Stadtbefestigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die stadtgeschichtliche Entwicklung Danzigs während des Mittelalters, wobei der Schwerpunkt auf den rechtlichen und administrativen Beziehungen zur Stadtherrschaft liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entstehung städtischer Autonomie, die Transformation von Siedlungsstrukturen sowie das Spannungsverhältnis zwischen dem Deutschen Orden und dem wachsenden Bürgertum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Autonomiebestrebungen der Stadt Danzig unter verschiedenen Herrschaftsformen – vom Deutschen Orden bis zur polnischen Krone – entwickelt und durch rechtliche Privilegien manifestiert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Auswertung der stadtgeschichtlichen Literatur sowie der Analyse erhaltener Rechtsurkunden (Handfesten) und archäologischer Forschungsberichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fünf Phasen, die den Prozess von der frühen slawischen Siedlung über die Kaufmannssiedlung bis hin zur komplexen Struktur der Recht-, Alt- und Jungstadt unter ordenszeitlicher und polnischer Verwaltung umfassen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Danzig, Stadtrecht, Autonomie, Deutscher Orden, Konkurrenzverhältnis, Stadtbauprozess und mittelalterliche Verwaltung.

Warum wurde die Stadt Danzig vom Deutschen Orden in mehrere Teilstädte gegliedert?

Die Aufteilung in Rechtstadt, Altstadt und Jungstadt diente als ordenspolitisches Instrument, um durch Konkurrenz zwischen den Gemeinwesen die Kontrolle über die einzelnen Stadtteile effektiver auszuüben und den Machtzuwachs der Rechtstadt zu begrenzen.

Welche Rolle spielte der Artushof für das bürgerliche Selbstbewusstsein?

Der Artushof fungierte als exklusiver Treffpunkt des wohlhabenden Bürgertums und diente als repräsentativer Ort für wirtschaftliche Kontakte, was das städtische Eigenverständnis und die bürgerliche Identität maßgeblich stärkte.

Was änderte sich für Danzig nach dem Ende der Ordensherrschaft 1454?

Unter polnischer Herrschaft erhielt die Rechtstadt weitgehende Freiheiten, darunter das Recht, eigene Willküren zu erlassen, und die administrative Vereinigung der Stadtteile unter einem gemeinsamen Rat.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Stadtgeschichte von Danzig. Das Konkurrenzverhältnis zwischen Stadt und Landesherr
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Calificación
1,3
Autor
Laurenz Müller (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
30
No. de catálogo
V352143
ISBN (Ebook)
9783668385597
ISBN (Libro)
9783668385603
Idioma
Alemán
Etiqueta
stadtgeschichte danzig konkurrenzverhältnis stadt landesherr
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Laurenz Müller (Autor), 2016, Die Stadtgeschichte von Danzig. Das Konkurrenzverhältnis zwischen Stadt und Landesherr, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352143
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