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Inhalte der Kinderbuchdebatte 2013

In Bezug auf unterschiedliche Rassismus- und Diskurstheorien

Título: Inhalte der Kinderbuchdebatte 2013

Trabajo Escrito , 2015 , 15 Páginas , Calificación: 12

Autor:in: Sophie Jung (Autor)

Literatura - Literatura comparada
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Die ausgewählte Literatur wird auf die Vermittlung rassistischen Gedankenguts hin reflektiert und auf drei verschiedene Rassismus- oder Diskurstheorien übertragen: Anhand der Theorie von Stuart Halls rassischen Klassifikationssystem und seiner Auffassung von Ausschließungspraxen, lässt sich eine Verbindung zwischen den in den Kinderbüchern debattierten inkorrekten Satzstellen aufbauen.

Mark Terkessidis zweifelt ein genetisches Herkunftswissen, welches in Schulen vermittelt wird - eben durch solche Literatur - stark an. Bestimmte, als aus grenzend wahrgenommene Prozesse führen zum Akt der Entfremdung. Dieses Gefühl der Ausgrenzung wird durch die alltägliche Wiederholung immer weiter verstärkt.

Zu guter Letzt wird durch Roland Barthes auf die schwere Bedeutung der Sprache eingegangen und deren feste Verknüpfung an Freiheit auf der einen Seite und Macht auf der anderen.

Nach ausführlicher Darlegung der drei Theorien, wird der Sachverhalt der Kinderbuchdebatte näher betrachtet und erklärt worum es tatsächlich geht. Außerdem wird in Frage gestellt, ob es sinnvoll ist die heute als rassistisch geltenden Begriffe aus alteingesessener Literatur zu verbannen und sie mit vielleicht weniger passenden, jedoch politisch korrekten, Worten zu ersetzen.

Eine analytische Gliederung führt letzten Endes zu keiner einzigen richtigen Meinung in dieser Problematik, jedoch wird ein besserer Überblick der Gesamtsituation verschafft. Außerdem geht es darum, ob Ansätze der Rassismus und Diskurstheorien in die Form der angeblich vielen Arten des Rassismus im Kinderbuch passen, beziehungsweise sich die Vorgehensweisen in den Kinderbüchern auf ein klares rassistisches bzw. rassisches Muster übertragen lassen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund

3. Sachverhalt der Kinderbuchdebatte 2013

4. Rassismus- und Diskurstheorien im Vergleich

4.1. Definition

4.2. Stuart Hall

4.3. Mark Terkessidis

4.4. Roland Barthes

5. kritische Kinderliteratur in Bezug auf Rassismustheorien

5.1. Astrid Lindgren - Pippi Langstrumpf

5.2. Ottfried Preußler - Die kleine Hexe

5.3. Dr. Heinrich Hoffmann - Der Struwwelpeter

6. Fazit - Diskriminierungsfreie Sprache oder Werktreue?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Debatte um diskriminierende Sprache in Kinderbuchklassikern, indem sie die Kontroverse zwischen notwendiger sprachlicher Anpassung im Sinne der politischen Korrektheit und dem Erhalt der Werktreue beleuchtet. Dabei wird analysiert, wie rassistische Denkmuster in der Literatur vermittelt werden und inwieweit eine Neugestaltung der Texte zur Entkräftung dieser Muster beitragen kann.

  • Analyse der Kinderbuchdebatte 2013
  • Vergleich verschiedener Rassismus- und Diskurstheorien
  • Untersuchung klassischer Kinderliteratur hinsichtlich diskriminierender Inhalte
  • Reflexion über Machtstrukturen in Sprache und Literatur
  • Abwägung zwischen politischer Korrektheit und Werktreue

Auszug aus dem Buch

4.2. Stuart Hall - Rassismus als ideologischer Diskurs

Der ideologische Diskurs ist eine Art Weltanschauung, die ein bestimmtes Wissensystem produziert, dass die Menschen verbündet und ihre Ansichten steuert. In vielen Fällen ist es eine Notwendigkeit zum Erhalt einer sozialisierten Gesellschaft. Agiert jedoch der Rassismus, das Klassifizieren in Unter- und Überlegende, in der Position einer Ideologie, so ist es Missbrauch einer kapitalistischen Macht. Nach Stuart Hall behaupten Rassisten, dass alle Merkmale eines Menschen, körperlich wie auch geistig, von einer hohen Intelligenz bis hin zu einer kriminellen Ader, bestimmt sind durch die Gene. Diese Gene jedoch sind unterschiedlich verteilt - sozusagen sortiert nach sozialem Rang und jeweiliger „Menschenrasse“.

Hier vollziehen sich laut Hall Ausschließungspraxen. „Rassismus ist eine soziale Praxis, bei der körperliche Merkmale zur Klassifizierung bestimmter Bevölkerungsgruppen benutzt werden, etwa wenn man die Bevölkerung nicht in Arme und Reiche, sondern z. B. in Weiße und Schwarze einteilt“ (vgl. Hall 1989: 913). Der hier durch jahrelange Kolonialfeindlichkeit produzierte Diskurs vermittelt eine Abgrenzung. Zwar hat sich diese Grenzziehung heute etwas relativiert, doch ein unterbewusstes Rassendenken ist bei fast allen verankert. Erst durch diesen Rassismus wird eine Identität produziert und eine Identifikation als Mitglied innerhalb einer Gesellschaft wird abgesichert. Menschen ohne diese Absicherung, die verurteilt werden nach oberflächlicher Klischeezuschreibung, die immer weiter getragen und vermittelt wird, bleiben ausgeschlossen (Hall 1989: 216).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Debatte um die Zensur und Anpassung von Kinderbuchklassikern ein, die durch die öffentliche Diskussion im Jahr 2013 ausgelöst wurde.

2. Historischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Kinderbücher historisch als Erziehungsmittel fungierten, um koloniale Denkweisen und soziale Hierarchien zu manifestieren.

3. Sachverhalt der Kinderbuchdebatte 2013: Es wird der Konflikt zwischen Befürwortern politisch korrekter Sprache und Verfechtern der literarischen Werktreue sowie die damit verbundene Kritik an der Modernisierung von Texten erläutert.

4. Rassismus- und Diskurstheorien im Vergleich: Dieses Kapitel definiert Rassismus und analysiert ihn mittels der Theorien von Stuart Hall, Mark Terkessidis und Roland Barthes im Kontext ideologischer Diskurse.

5. kritische Kinderliteratur in Bezug auf Rassismustheorien: Anhand der Werke von Astrid Lindgren, Ottfried Preußler und Heinrich Hoffmann wird untersucht, wie rassistische Stereotype in der Literatur konstruiert und tradiert werden.

6. Fazit - Diskriminierungsfreie Sprache oder Werktreue?: Das Fazit wägt die Argumente beider Seiten ab und plädiert für einen bewussten Umgang mit Literatur, der sowohl Diskriminierung abbaut als auch die Freude am Lesen erhält.

Schlüsselwörter

Kinderbuchdebatte, Rassismus, Diskriminierung, Politische Korrektheit, Werktreue, Literaturanalyse, Sprache, Kolonialrassismus, Stuart Hall, Mark Terkessidis, Roland Barthes, Ideologie, Stereotype, Erziehung, Pippi Langstrumpf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der öffentlichen Debatte um die sprachliche Anpassung von Kinderbuchklassikern, um diskriminierende Begrifflichkeiten und rassistische Stereotype zu entfernen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Untersuchung des historischen Erziehungsauftrags von Literatur, die Anwendung rassismustheoretischer Diskurse auf Kinderbücher sowie die gesellschaftliche Kontroverse um Zensur und Korrektheit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie rassistische Denkmuster in der Kinderliteratur vermittelt werden und ob eine Überarbeitung der Werke sinnvoll ist, um Diskriminierung abzubauen, ohne die literarische Substanz zu zerstören.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode, wobei soziologische und diskursanalytische Theorien von Hall, Terkessidis und Barthes auf konkrete literarische Beispiele übertragen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung von Rassismus und eine fallbasierte Analyse der Werke „Pippi Langstrumpf“, „Die kleine Hexe“ und „Der Struwwelpeter“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wesentlichen Schlagworte sind Kinderbuchdebatte, Rassismustheorie, Diskursanalyse, Werktreue und diskriminierungsfreie Sprache.

Warum wird gerade Roland Barthes als theoretische Stütze herangezogen?

Barthes dient dazu, die Macht der Sprache als System zu entlarven, das unser Denken und Fühlen beeinflusst, wodurch die Rolle der Literatur als Trägerin von Ideologien deutlicher wird.

Welche Rolle spielt die Kolonialgeschichte in der Analyse der Kinderbücher?

Die Kolonialgeschichte dient als historisches Fundament, um zu zeigen, wie koloniale Machtstrukturen und rassistische Hierarchien bewusst oder unbewusst in Kinderbücher eingebettet wurden.

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Detalles

Título
Inhalte der Kinderbuchdebatte 2013
Subtítulo
In Bezug auf unterschiedliche Rassismus- und Diskurstheorien
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Germanistik)
Curso
Rassismus und Migration in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
Calificación
12
Autor
Sophie Jung (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
15
No. de catálogo
V352147
ISBN (Ebook)
9783668385450
ISBN (Libro)
9783668385467
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rassismus Migration Gegenwartsliteratur Germanistik Kinderbuch Debatte Diskurs
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sophie Jung (Autor), 2015, Inhalte der Kinderbuchdebatte 2013, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352147
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