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Italiano o Americano? Aspekte der Identität in der italoamerikanischen Literatur

Die 1. und 2. Generation im Vergleich

Titre: Italiano o Americano? Aspekte der Identität in der italoamerikanischen Literatur

Thèse de Bachelor , 2016 , 46 Pages , Note: 1,8

Autor:in: Jessica Sciascia (Auteur)

Romanistique - Philologie italienne et sarde
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Ist von Italo-Amerikanischer Literatur die Rede, so stellt die Autobiographie das wesentlichste Element der gesamten Italo-Amerikanischen Migrationserfahrung sowohl der ersten als auch der zweiten Generation dar.

Von 1890 bis 1930 emigrierten circa fünf Millionen Italiener in die Vereinigten Staaten, getrieben von der Sehnsucht nach Wohlstand und auf ein besseres Leben als in der Heimat. Etwa 90% der Auswanderer stammten aus Süditalien, aus den Regionen Kampanien, Sizilien, Abruzzien, Basilicata und Kalabrien; nur eine Minderheit stammte aus den nördlichen Gebieten des Piemonts, der Lombardei, der Toskana und dem Veneto. Bei der Auswanderung handelte es sich um eine unqualifizierte Migration mit einer Analphabetenrate von etwa 70%.

Es waren überwiegend Landarbeiter, die ihre Heimat wegen Unterdrückung, Elend und Hunger verließen, um anderswo ein besseres Leben zu führen. Die Auswanderung nach Übersee bedeutete nicht nur Hoffnung auf finanzielle Verbesserung; vielmehr war es eine Begegnung mit einer neuen Kultur, anderen Sitten und Bräuchen sowie die Konfrontation mit Vorbehalten seitens der Aufnahmegesellschaft gegenüber Neuankömmlingen. Infolgedessen bedeutete dies eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. Mit dieser konfrontiert waren auch die Kinder der Einwanderer, die sogenannte zweite Generation, welche in den USA geboren wurde und sich gespalten zwischen zwei Kulturen sah: der des Herkunftslandes und der des Aufnahmelandes.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 ZIEL DER ARBEIT

1.2 METHODISCHES VORGEHEN

2 DIE 1. GENERATION: L’ITALIANITÁ ALS IDENTITÄTSSTIFTENDES MERKMAL

2.1 STA TERRA NUN FA PI MIA - ARBEITS- UND LEBENSVERHÄLTNISSE

2.2 „LA MIA CITTÁ“ – SEHNSUCHT NACH DER HEIMAT

2.2.1 Little Italies

2.2.2 Diskriminierungserfahrungen

2.2.3 Weiterpflegen von Sitten und Bräuchen

2.3 FEMMENI AMERICANE – GESCHLECHTERROLLE UND L‘ONORE DELLA FAMIGLIA

3. DAS AUFKOMMEN DER 2. GENERATION – ZWISCHEN WUNSCH NACH ANPASSUNG UND VERTEIDIGUNG DER ITALIANITÁ

3.1 DER FIKTIVE AUTOBIOGRAPHISCHE ROMAN

4 JOHN FANTE: WAIT UNTIL SPRING, BANDINI

4.1 DER ANPASSUNGSWUNSCH

4.1.1 Die Gegenüberstellung zu Svevo Bandini

4.1.2 Mary Fante

4.1.4 Armut und Xenophobie

4.2 VERTEIDIGUNG DER ITALIANITÁ

4.2.1 Die Liebe zu Rosa Pinelli

4.2.2 Die Stellung zur Religion

4.2.3 Der handwerkliche Beruf und die Bewunderung Svevos

5. FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist der Vergleich des kulturellen Zugehörigkeitsgefühls zwischen der ersten und der zweiten Generation italo-amerikanischer Einwanderer unter Berücksichtigung von Literatur, sozialen Realitäten und dem Einfluss der Aufnahmegesellschaft.

  • Die Identitätskrise und der kulturelle Konflikt der zweiten Generation.
  • Die Bedeutung von italianitá als identitätsstiftendes Merkmal bei Migranten.
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren und Diskriminierungserfahrungen.
  • Analyse des autobiographischen Romans "Wait until spring, Bandini" von John Fante.
  • Der Generationenkonflikt in Bezug auf Geschlechterrollen und traditionelle Werte.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Die Gegenüberstellung Svevo Bandini

Svevo Bandini ist ein italienischer Einwanderer, der seine Heimat Abruzzien verlassen hat, um in Amerika sesshaft zu werden und seine Lebenssituation aufzubessern. Beruflich ist er ebenfalls, wie die Mehrzahl seiner Landsleute, Steinmetz und Maurer.

Livorni (2000) beobachtet in John Fantes Roman die Wiederholungen, die Arturo ausführt, mit dem Ziel, die Unterschiede zwischen Vater und Sohn zu verdeutlichen: „His name was Svevo Bandini“ versus „His name was Arturo Bandini“ weiter geht es: „He was a bricklayer“ versus „he wanted to be the pitcher for the Chicago Cubs.“ Dieser Vergleich deutet auf ein Zeichen, sich vom typischen Migrantenberuf, der als Zeichen der italianitá gilt, zu distanzieren bzw. einen eher anerkannten amerikanischen Beruf auszuüben und in der Baseball Liga spielen. John Fante will sich mit der Erzähltextperspektive in der dritten Person in die Lage anderer hineinversetzen. Dem Vater Svevo Bandini gelingt die Akkulturation in den Vereinigten Staaten nicht.

Des Weiteren besitzt der Vater typische Verhaltensweisen, die sich stark von den amerikanischen unterscheiden. De facto erklären Mangione & Morreale (1992), dass während der 1920er und 1930er Jahre unter den Generationen oftmals Konflikte bestanden, insbesondere zwischen Vätern und Söhnen. Die Kinder bemängelten an ihren Vätern die typisch italienischen Lebens- uns Verhaltensweisen, sie sich stark von den amerikanischen unterschieden, sodass sich die Kinder außerhalb des Hauses wie Fremde fühlten. So ähnlich erging es Arturo Bandini mit seinem Vater. Svevo Bandini, der in Italien geboren wurde und nach Amerika emigrierte, weist nach Arturo typische Elemente der italianitá auf, die der Sohn kritisiert und sie als Hindernis sieht, sich in amerikanischen Kultur zu assimilieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der italo-amerikanischen Migrationserfahrung, Zielsetzung der Arbeit und Vorstellung des methodischen Vorgehens.

2 DIE 1. GENERATION: L’ITALIANITÁ ALS IDENTITÄTSSTIFTENDES MERKMAL: Analyse der Lebensverhältnisse, der Sehnsucht nach Heimat, der Rolle von Little Italies und traditioneller Rollenbilder bei Migranten der ersten Generation.

3. DAS AUFKOMMEN DER 2. GENERATION – ZWISCHEN WUNSCH NACH ANPASSUNG UND VERTEIDIGUNG DER ITALIANITÁ: Untersuchung des Identitätsgefühls und des gesellschaftlichen Drucks auf die in den USA geborene zweite Generation.

4 JOHN FANTE: WAIT UNTIL SPRING, BANDINI: Detaillierte Analyse des Romans von John Fante hinsichtlich des Anpassungswunsches des Protagonisten Arturo Bandini und der gleichzeitigen Verteidigung seiner ethnischen Identität.

5. FAZIT: Zusammenfassender Vergleich des Identitätsbewusstseins zwischen erster und zweiter Generation sowie Reflexion der Einflüsse von Herkunfts- und Aufnahmekultur.

Schlüsselwörter

Italo-amerikanische Literatur, Identität, italianitá, erste Generation, zweite Generation, Migration, John Fante, Assimilation, Diskriminierung, Little Italy, Geschlechterrollen, Familienehre, Nostalgie, autobiographischer Roman, Kulturschock.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das kulturelle Zugehörigkeitsgefühl von italo-amerikanischen Einwanderern der ersten und zweiten Generation und wie diese ihre Identität im Spannungsfeld zwischen Herkunftskultur und amerikanischer Aufnahmegesellschaft konstruieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung der italianitá, der sozioökonomische Status der Migranten, Diskriminierungserfahrungen, Generationenkonflikte sowie die Rolle von Religion und traditionellen Geschlechterrollen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Identitätsbewusstsein der beiden Generationen aufzuzeigen und die Ursachen für die jeweiligen Identitätskrisen zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt einen literaturwissenschaftlichen Ansatz und analysiert autobiographische Zeugnisse, Migrantenlieder und insbesondere den Roman "Wait until spring, Bandini" von John Fante.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der ersten Generation als ethnische Gruppe und die darauf folgende Analyse der zweiten Generation, wobei der Fokus stark auf dem fiktiven autobiographischen Roman als Medium der Identitätsreflexion liegt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Identitätskrise, Assimilation, italianitá, Migration und Generationenkonflikt charakterisieren.

Warum ist das Verhältnis von Arturo zu seinem Vater Svevo so zwiespältig?

Arturo schämt sich zunächst für die italienischen Verhaltensweisen und die Armut seines Vaters, entwickelt jedoch im Laufe der Geschichte Empathie für dessen harte Arbeit als Steinmetz und bewundert schließlich dessen handwerkliches Können und seine ethnische Herkunft.

Welche Rolle spielt die Religion im Leben der Familie Bandini?

Während die Mutter Mary Fante Trost im Glauben und im Rosenkranz sucht, begegnet Arturo der Religion mit einer Mischung aus kindlicher Angst vor göttlicher Strafe und einer distanzierten Haltung, da er sie als Hindernis für seine Integration wahrnimmt.

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Résumé des informations

Titre
Italiano o Americano? Aspekte der Identität in der italoamerikanischen Literatur
Sous-titre
Die 1. und 2. Generation im Vergleich
Université
University of Trier
Note
1,8
Auteur
Jessica Sciascia (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
46
N° de catalogue
V352204
ISBN (ebook)
9783668389434
ISBN (Livre)
9783668389441
Langue
allemand
mots-clé
Italoamerikanische Literatur - John Fante - Migration - Identität - 2. Generation - Amerika
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jessica Sciascia (Auteur), 2016, Italiano o Americano? Aspekte der Identität in der italoamerikanischen Literatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352204
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Extrait de  46  pages
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