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Glomerulonephritis nach Operation einer Totalendoprothese von Hüfte oder Knie

Titre: Glomerulonephritis nach Operation einer Totalendoprothese von Hüfte oder Knie

Thèse de Doctorat , 2015 , 60 Pages

Autor:in: Mohammed Albittar (Auteur)

Médecine - Chirurgie, Médecine des accidents
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Résumé Extrait Résumé des informations

Kann eine Glomerulonephritis nach einer Operation einer Totalendoprothese der Hüfte oder des Knies entstehen? Operationen von Hüft- und Knieersatzprothesen nehmen fast jedes Jahr in Deutschland zu. Unter einer Totalendoprothese(TEP) wird ein künstlicher Gelenkersatz (Gelenkendoprothese) verstanden, wobei das komplette Gelenk ersetzt wird. Laut dem Endoprotheseregister in Deutschland 2014 werden jährlich etwa 390000 künstliche Hüftprothesen und Knieprothesen implantiert, gleichzeitig sind jedoch jährlich zirka 37000 Wechseloperationen erforderlich. Über die Gründe ist bisher wenig bekannt. Die Komplikationen nach einem Hüft- oder Knieersatz wie zum Beispiel Prothesenlockerung, Prothesenabrieb oder Infektionen sind selten, stellen aber dennoch ein Risiko nach jedem gelenkersetzenden Eingriff dar.

Andererseits ist die Glomerulonephritis die zweithäufigste Ursache für ein Nierenversagen. In Deutschland führen 15 % der Glomerulonephritis nach einem Nierenversagen zu einer Dialysepflicht oder Nierentransplantation. Die Ursache ist von dem Immunsystem abhängig. Es entstehen Antigen-vermittle T-Zellen Antiköper oder Autoantikörper, die sich wie bei anderen Autoimmunerkrankungen gegen Körpereigene Strukturen richten. Dadurch werden die Glomeruli beider Nieren entzündet. Dies entwickelt sich jedoch so schnell, dass ohne eine rechtzeitige Behandlung eine Schädigung beider Nieren zustande kommt (Gehring 2014), (Korn 2015), (Siegenthaler et al. 2013). Folgende Zusammenhänge bezüglich Nierenerkrankungen sowie Autoimmunerkrankungen und Totalendoprothesen sind in der Literatur bereits beschrieben worden: [...]
Bis jetzt wurde ein Zusammenhang zwischen Glomerulonephritis nach Operation einer Totalendoprothese von Hüfte oder Knie noch nicht beschrieben. Hierzu ist keine Literatur bekannt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Niere

1.1.1 Funktionen der Niere

1.2 Nierenerkrankung

1.2.1 Autoimmunerkrankung

1.2.2 Glomerulonephritis

1.2.3 Rasche progressive Glomerulonephritis

1.3 Die orthopädischen Implantate

1.3.1 Endoprothese

1.3.2 Werkstoffe/Werkstoffpaarungen

1.3.3 Hüftgelenksprothesen und Kniegelenksprothesen

1.3.4 Komplikationen einer TEP-implantation

1.4 TEP als Konsequenz einer Immunsuppressions-Therapie bei GN

1.5 Ziele dieser Arbeit

2 Material und Methoden

2.1 Studiendesign

2.1.1 Patientenauswahl

2.1.2 Erhobene Patientendaten

2.1.3 Statistische Methoden

2.1.4 Verwendete Nierenwerte

2.1.5 Nierenbiopsie

2.1.6 Werte von Metallabrieb

2.1.7 Zeit der TEP vor der Diagnosestellung und des Wechsels einer TEP

2.1.8 Therapie Verlauf

2.1.9 Einschlusskriterien

2.1.10 Ausschlusskriterien

2.2 Literaturrecherche

3 Ergebnisse

3.1 Allgemeine Patientencharakteristika

3.2 Durchführung der Patientenauswahl mittels SAP-Suchanfrage

3.3 Patienten mit TEP-GN

3.4 Zeitraum zwischen TEP vor GN-Diagnosestellung und TEP wechseln

3.5 Nierenwerte vor und nach TEP-GN

4 Diskussion

4.1 Diskussion der Ergebnisse

4.1.1 Metallabrieb , Metallunverträglichkeit und Glomerulonephritis

4.1.2 Infektion der TEP-Implantate und Glomerulonephritis

4.1.3 Prothese wechseln

4.2 Diskussion der Methodik

4.2.1 Patientenauswahl

4.3 Schlussfolgerung

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende retrospektive Beobachtungsstudie untersucht einen möglichen Zusammenhang zwischen der Implantation einer Totalendoprothese (TEP) an Hüfte oder Knie und dem Auftreten einer nachfolgenden Glomerulonephritis. Ziel ist es, bei nephrologischen Patienten, bei denen eine solche zeitliche Abfolge diagnostiziert wurde, die klinischen Verläufe und potenziellen Kausalzusammenhänge, wie etwa Metallabrieb oder Infektionen, zu analysieren.

  • Analyse von Patientenakten hinsichtlich TEP und Glomerulonephritis.
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Metallabrieb, Metallionenbelastung und Nierenschädigung.
  • Bewertung des Einflusses von bakteriellen Infektionen der TEP-Implantate auf die Nierengesundheit.
  • Diskussion über therapeutische Prothesenwechsel als Reaktion auf Nierenfunktionsstörungen.
  • Vergleich der klinischen Daten mit bestehender Literatur zu autoimmunologischen Prozessen.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Kann eine Glomerulonephritis nach einer Operation einer Totalendoprothese der Hüfte oder des Knies entstehen? Operationen von Hüft- und Knieersatzprothesen nehmen fast jedes Jahr in Deutschland zu (Kumar et al. 2013). Unter einer Totalendoprothese (TEP) wird ein künstlicher Gelenkersatz (Gelenkendoprothese) verstanden, wobei das komplette Gelenk ersetzt wird (Fritz et al. 2014). Laut dem Endoprotheseregister in Deutschland 2014 werden jährlich etwa 390.000 künstliche Hüftprothesen und Knieprothesen implantiert, gleichzeitig sind jedoch jährlich zirka 37.000 Wechseloperationen erforderlich. Über die Gründe ist bisher wenig bekannt (Joachim 2014).

Die Komplikationen nach einem Hüft- oder Knieersatz wie zum Beispiel Prothesenlockerung, Prothesenabrieb oder Infektionen sind selten, stellen aber dennoch ein Risiko nach jedem gelenkersetzenden Eingriff dar (Gumpert 2014), (Fritz et al. 2014), (Van Rhee 2009). Andererseits ist die Glomerulonephritis die zweithäufigste Ursache für ein Nierenversagen. In Deutschland führen 15 % der Glomerulonephritis nach einem Nierenversagen zu einer Dialysepflicht oder Nierentransplantation. Die Ursache ist von dem Immunsystem abhängig. Es entstehen Antigen-vermittle T-Zellen Antiköper oder Autoantikörper, die sich wie bei anderen Autoimmunerkrankungen gegen Körpereigene Strukturen richten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung von Totalendoprothesen und die medizinische Problematik von Nierenerkrankungen, insbesondere der Glomerulonephritis, als potenziell folgenreiche Komplikation.

2 Material und Methoden: Hier wird das Studiendesign der nicht-interventionellen, retrospektiven Beobachtungsstudie beschrieben, die auf der Analyse von Patientendaten des Universitätsklinikums Ulm im Zeitraum 2004–2014 basiert.

3 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Daten der identifizierten Patienten, bei denen nach einer TEP-Operation eine Glomerulonephritis auftrat, unterteilt in allgemeine Charakteristika und spezifische Laborwerte.

4 Diskussion: Hier werden die Ergebnisse kritisch analysiert, insbesondere im Hinblick auf Metallabrieb, Metallunverträglichkeit und Infektionen als mögliche Ursachen für die beobachtete Nierenschädigung.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse der Studie und stellt fest, dass bisher kein direkter ursächlicher Zusammenhang wissenschaftlich zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte, jedoch eine klinische Relevanz besteht.

Schlüsselwörter

Totalendoprothese, TEP, Glomerulonephritis, GN, Nierenversagen, Metallabrieb, Autoimmunerkrankung, Metallunverträglichkeit, Prothesenwechsel, RPGN, IgA-Nephritis, Nierenbiopsie, Kreatinin, GFR, Immunsuppression.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Dissertation untersucht einen möglichen Zusammenhang zwischen einer Gelenkersatz-Operation (Totalendoprothese) und der Entstehung einer Glomerulonephritis bei Patienten des Universitätsklinikums Ulm.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen orthopädischer Chirurgie (TEP-Implantate) und Nephrologie (Glomerulonephritis) unter Berücksichtigung immunologischer Aspekte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Analyse, ob bei Patienten, die an einer Glomerulonephritis erkrankten, ein kausaler Zusammenhang mit einer vorangegangenen TEP-Operation besteht, um potenzielle Risikofaktoren wie Metallabrieb zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine nicht-interventionelle, retrospektive Beobachtungsstudie, die klinische Daten und Laborergebnisse von Patientenakten im Zeitraum von 2004 bis 2014 auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der systematischen Patientenauswahl, der Darstellung klinischer Verläufe bei den betroffenen Patienten und der Diskussion der Ergebnisse in Bezug auf Metalltoxizität und Infektionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Totalendoprothese (TEP), Glomerulonephritis, Metallabrieb, Autoimmunerkrankungen, Nierenwerte (wie Kreatinin und GFR) und Prothesenkomplikationen.

Welche Rolle spielt der Metallabrieb bei der Entstehung der Nierenerkrankung?

Der Autor diskutiert, dass Metallabrieb (insbesondere von Kobalt oder Chrom) im Gelenkbereich zu einer hohen Belastung im Nierengewebe führen und dort durch immunologische Prozesse oder toxische Effekte eine Glomerulonephritis begünstigen kann.

Warum wird ein Prothesenwechsel bei den Patienten durchgeführt?

Ein Prothesenwechsel wurde bei einigen Patienten vorgenommen, um entweder durch Infektionen verursachte Probleme zu beheben oder eine kontinuierliche Belastung durch Metallabrieb zu beenden und so die Nierensituation zu stabilisieren.

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Résumé des informations

Titre
Glomerulonephritis nach Operation einer Totalendoprothese von Hüfte oder Knie
Université
University of Ulm
Auteur
Mohammed Albittar (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
60
N° de catalogue
V352242
ISBN (ebook)
9783668389298
ISBN (Livre)
9783668389304
Langue
allemand
mots-clé
glomerulonephritis operation totalendoprothese hüfte knie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mohammed Albittar (Auteur), 2015, Glomerulonephritis nach Operation einer Totalendoprothese von Hüfte oder Knie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352242
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