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Rapid progressive Glomerulonephritis als Komplikation nach einer Hüft- oder Knie-Operation mit Totalendoprothesen

Titre: Rapid progressive Glomerulonephritis als Komplikation nach einer Hüft- oder Knie-Operation mit Totalendoprothesen

Travail de Recherche , 2014 , 11 Pages

Autor:in: Mohammed Albittar (Auteur), Frieder Keller (Auteur)

Médecine - Urologie, Néphrologie
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Kann eine Glomerulonephritis nach Operation einer Totalendoprothese von Hufte oder Knie entstehen? Operationen von Huft und Knie Prothesen nehmen fast jedes Jahr nicht nur in Deutschland, sondern in Weltweit zu. Unter einer Totalendoprothese (TEP) wird ein künstlicher Gelenkersatz (Gelenkendoprothese) verstanden, wobei das komplette Gelenk ersetzt wird. Die Komplikationen nach einem Hüft- oder Knieersatz wie zum Beispiel Prothesenlockerung, Prothesenabrieb oder Infektionen sind selten, stellen aber dennoch ein Risiko nach jedem gelenkersetzenden Eingriff dar.

Andererseits ist die Glomerulonephritis die zweithäufigste Ursache für ein Nierenversagen. Die Ursache ist vom Immunsystem abhängig. Dies entwickelt sich jedoch so schnell, dass ohne eine rechtzeitige Behandlung eine Schädigung beider Nieren zustande kommt. Folgende Zusammenhänge bezüglich Nieren sowie Autoimmunerkrankungen und Totalendoprothesen sind in der Literatur bereits beschrieben worden:

- Akutes Nierenversagen nach einer Operation einer Totalendoprothese;
- Akutes Nierenversagen verursachte durch die Gabe von Antibiotika während der Revision einer Totalendoprothese;
- Allergiebedingte toxische Tubulo-interstitielle Nephritis;
- erhöhter Blutspiegel der Metallionen, wenn die Implantate der Totalendoprothesen aus Metall auf Metall - bestehen. Diese entsteht durch Metalabrieb nach einer Totalendoprothese;
- Allergische Reaktion auf Knochenzementbestandteile;

Bis jetzt wurde ein Zusammenhang zwischen Glomerulonephritis nach Operation einer Totalendoprothese von Hüfte oder Knie noch nicht beschrieben. Hierzu ist keine Literatur bekannt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Patienten & Methoden

Ergebnisse

Diskussion

Metallabrieb , Metallunvertraglichkeit und Glomerulonephritis

Infektion der TEP-Implantat und Glomerulonephritis

Prothese wechseln

Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den bisher wenig erforschten Zusammenhang zwischen operativen Eingriffen an Hüft- oder Kniegelenken mittels Totalendoprothesen (TEP) und der Entstehung einer Glomerulonephritis. Ziel ist es, mögliche immunologische Komplikationen oder Infektionsfolgen, die nach einer solchen Implantation auftreten können, retrospektiv zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Nierenfunktion zu bewerten.

  • Retrospektive Analyse klinischer Patientendaten zur Identifikation von Zusammenhängen zwischen TEP und Glomerulonephritis.
  • Untersuchung von Metallabrieb und Metallunverträglichkeiten als potenzielle Auslöser für Nierenschädigungen.
  • Bewertung von bakteriellen Infektionen an Implantaten und deren Einfluss auf die Nierengesundheit.
  • Evaluation therapeutischer Ansätze wie Immunsuppression und operativer Prothesenwechsel bei betroffenen Patienten.

Auszug aus dem Buch

Metallabrieb , Metallunvertraglichkeit und Glomerulonephritis

Bei den Patienten TEP-GN 1 (RPGN) und TEP-GN 2 (IgA-Nephritis) wurde ein Metallabrieb,vor allem Spiegel von Kobalt, in Urin nachgewiesen. Die metallischen Werkstoffe, die in einer Knie- oder Huftgelenksprothese enthalten sind, unterliegen im Organismus chemischen und mechanischen Korrosionsprozessen. Dies geht zwangslaufig mit einer Erhohung der Abriebpartikel und der Metallionenkonzentration im Blut einher. Strategien, die dieser Art von Belastung vermeiden konnte, sind bis jetzt nicht bekannt (Menge 2011), (Luetzner 2006 und 2007).

Patienten die eine Metall-Metall-Gelenkprothese erhalten haben, entwickelten laut Studien eine Empfindlichkeit gegenuber Cobalt, Nickel und Chrom (Gawkrodger 2003), (Paul 2011), (Hart 2014), (Wolfgang 2014), (Clarke ,2003), (Menge 2011), (Cohen 2012), (Forte 2008). Laut einer weiteren Untersuchung wurden bei einigen Patienten Abriebpartikel gebildet, die zum Verschleis und Lockerung der Gelenkprothese fuhrten (Shetty 2006). Die Komplikationen von Gelenkersatzen sind vielfaltig, wie zum Beispiel die aseptische Lockerung und der Protheseninfekt (Attinger 2014). Die aseptische Lockerung fuhrte in diesem Fall auch zur Entstehung der Abriebpartikel.

Eine hohe Menge an freigesetzten Metallionen, die aus der Gelenkprothese und später mit Urin ausgeschieden wurde, fuhrte zu einer hohen Belastung im Nierengewebe, welche mit der Zeit mit Nierenschadigung einhergehen (Corradi 2011), (Luetzner 2006 und 2007). Diese Exposition der Metallionen verursacht moglicherweise und letztendlich eine Nephrotoxizitat (Corradi 2011).Des Weiteren wurde eine Uberempfindlichkeit der korpereigenen Abwehrzellen (Lymphozyten) gegenuber Metallabrieb beschrieben (Hallab 2005 und 2008). Die hohen Serum-Ionenkonzentrationen, in Folge von M-M-TEP, konnen eine Sensibilisierung vom Typ IV induzieren (Bizzotto 2015). Es wurde gezeigt, dass die Metallabriebprodukte von M-M-TEP fur das Entstehen eines ALVAL-Syndrome verantwortlich sind und es wurde diese ALVAL –SYNDROM als Allergie bezeichnet (Witzleb 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Untersuchung und stellt die Forschungsfrage, ob ein Zusammenhang zwischen Totalendoprothesen und einer Glomerulonephritis besteht.

Patienten & Methoden: Hier wird das methodische Vorgehen der retrospektiven Beobachtungsstudie beschrieben, einschließlich der Einschlusskriterien und der Datenquellen am Universitätsklinikum Ulm.

Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die klinische Analyse der erfassten Patienten, wobei insbesondere die Korrelation zwischen TEP-Implantaten und dem Auftreten renaler Erkrankungen hervorgehoben wird.

Diskussion: Dieses Kapitel analysiert die wissenschaftlichen Hintergründe zu Metallabrieb, Metallunverträglichkeit und Protheseninfektionen im Kontext der Nierenschädigung.

Schlussfolgerung: Hier werden die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst, insbesondere die Empfehlung zur Vermeidung von Metall-Metall-Prothesen und der mögliche Nutzen eines Prothesenwechsels.

Schlüsselwörter

Glomerulonephritis, TEP-Komplikationen, Autoimmunerkrankung, Infektionen, TEP-Wechseln, Metallabrieb, Kobalt, Nierenfunktion, RPGN, IgA-Nephritis, Metallunverträglichkeit, Endoprothese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den bisher nicht ausreichend beschriebenen Zusammenhang zwischen der Implantation von Totalendoprothesen (TEP) an Hüfte oder Knie und der Entwicklung einer Glomerulonephritis.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen von Metallabrieb, immunologischen Reaktionen auf Metallionen sowie bakteriellen Protheseninfektionen auf die Nierengesundheit.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob und auf welchem Wege eine Totalendoprothese eine Glomerulonephritis auslösen kann, um entsprechende klinische Empfehlungen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um eine nicht-interventionelle, retrospektive Beobachtungsstudie, die auf der Auswertung von Patientendaten des Universitätsklinikums Ulm im Zeitraum 2004 bis 2014 basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Patientenkollektive, die Darstellung der klinischen Ergebnisse und eine detaillierte Diskussion über die Mechanismen (Metallabrieb und Infektionen) der Nierenschädigung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Glomerulonephritis, Metallabrieb, TEP-Komplikationen, Autoimmunerkrankung sowie der operative Prothesenwechsel als therapeutische Maßnahme.

Welche Rolle spielt Kobalt im Kontext der Studienergebnisse?

Bei den untersuchten Patienten mit renalen Komplikationen konnten erhöhte Kobaltspiegel im Urin nachgewiesen werden, was auf einen toxischen Einfluss des Metallabriebs der Prothesen hindeutet.

Warum wird der Wechsel des Prothesenimplantats empfohlen?

Ein operativer Prothesenwechsel, sofern dieser nicht wieder durch eine Metall-Metall-Gleitpaarung ersetzt wird, kann zur Besserung der Nierenwerte und zur Unterbrechung der immunologischen Belastung beitragen.

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Résumé des informations

Titre
Rapid progressive Glomerulonephritis als Komplikation nach einer Hüft- oder Knie-Operation mit Totalendoprothesen
Auteurs
Mohammed Albittar (Auteur), Frieder Keller (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
11
N° de catalogue
V352243
ISBN (ebook)
9783668389311
ISBN (Livre)
9783668389328
Langue
allemand
mots-clé
rapid glomerulonephritis komplikation hüft- knie-operation totalendoprothesen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mohammed Albittar (Auteur), Frieder Keller (Auteur), 2014, Rapid progressive Glomerulonephritis als Komplikation nach einer Hüft- oder Knie-Operation mit Totalendoprothesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352243
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Extrait de  11  pages
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