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Sirenen in der Literatur der Antike und des Mittelalters

Titre: Sirenen in der Literatur der Antike und des Mittelalters

Dossier / Travail , 2016 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Brünnel (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Ziel dieser Hausarbeit ist es, die literarische Wandlungsfähigkeit der Sirenen anhand von Texten der Antike und des Mittelalters zu ergründen.

Denkt man an die Sirenen, so assoziiert man das Bild wunderschöner Frauen, deren Unterleib in einen langen Fischschwanz übergeht und die, auf einem aus dem Meer aufragenden Felsen sitzend, die verführerischsten Gesänge anstimmen. Ein romantisches Bild, doch deckt sich diese moderne Auffassung nur wenig mit dem, was die alten Griechen vor Augen hatten, wenn sie mit dem Mythos dieser Mischwesen konfrontiert wurden.

Der Grund für diese Differenz ist jener, dass der Sirenenmythos seit seiner ersten schriftlichen Festlegung immer wieder neu erzählt worden ist, wobei zahlreiche Details, je nach Absicht des Autors, hinzugekommen sind, oder weggelassen wurden. Dieser Umstand führte unweigerlich zu der Konsequenz, dass sich sowohl die bildliche Darstellung als auch die Konnotation dieser Mischwesen im Laufe der Jahrtausende immer wieder veränderte.

Jene Veränderungen sind es, welche ich im Rahmen dieser Hausarbeit einer eingehenden Betrachtung unterziehen werde. Hierfür soll zu Beginn ein kurzer Einblick in den Sirenenmythos der griechischen Antike gegeben werden, um anschließend auf diesen aufzubauen und zu untersuchen, wie die Sirenen in der Literatur des antiken Griechenlands sowie des Mittelalters dargestellt wurden.

Bei dem Textkorpus, welcher für diese Untersuchung verwendet werden wird, handelt es sich um Homers "Odyssee" sowie um Ovids "Ars Amatoria" und "Metamorphosen", welche die Darstellung der Sirenen für die Antike repräsentieren. Nachdem ein kurzer Exkurs über den kirchlichen Einfluss auf den Sirenenmythos erfolgt ist, sollen für das Mittelalter Gottfried von Straßburgs "Tristan" sowie Konrad von Megenbergs "Buch der Natur" herangezogen werden, wobei ich für Letzteres auch immer wieder eine Verbindung zu den anderen Naturbüchern herstellen werde. Unterstützend zu dieser Untersuchung greife ich zudem auf unterschiedliche Sekundärliteratur zurück, von welcher besonders die Werke von Werner Wunderlich zu erwähnen sind, der in seinem Mythos Sirenen nicht nur einen Großteil der für die Fragestellung relevanten Quellen zusammenfasste, sondern auch einen detaillierten Einblick in den antiken Sirenenmythos lieferte, auf welchen ich nun im Folgenden eingehen werde.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sirenen in der griechischen Mythologie

2.1 Begriff und Sage

2.2 Darstellung

3 Sirenen in der Literatur der Antike

3.1 Sirenen in Homers Odyssee

3.2 Sirenen in Ovids Ars amatoria und Metamorphosen

4 Sirenen im Mittelalter

4.1 Sirenen in der allegorischen Deutung des Christentums

4.2 Sirenen als naturwunder in Konrad von Megenbergs Buch der Natur

4.3 Sirenen in Gottfried von Straßburgs Tristan

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die diachrone Entwicklung des Sirenenmythos von der griechischen Antike bis in das Mittelalter, um aufzuzeigen, wie sich die Darstellung und Konnotation dieser Mischwesen im literarischen Kontext unter dem Einfluss kultureller und moralischer Paradigmen wandelte.

  • Mythologische Grundlagen und etymologische Ursprünge der Sirenen
  • Die Darstellung als todbringende Dämonen bei Homer
  • Positive Umdeutung und erotische Aufladung bei Ovid
  • Allegorische Dämonisierung und kirchliche Rezeption im Mittelalter
  • Integration und Vergleich der Sirenen in mittelalterlichen Werken (Megenberg, Gottfried von Straßburg)

Auszug aus dem Buch

3.1 Sirenen in Homers Odyssee

Das Heldenepos ΟΥΣΣΑΣ (Odyssee) markiert das erste bekannte Werk, welches den Mythos der Sirenen schriftlich überlieferte. Es wurde im Jahr 800 v. Chr. von dem griechischen Dichter Homer geschrieben und ist die Fortsetzung des Epos ΛΑΟΣ (Ilias), in welchem der griechische König Odysseus als Teil einer großen Streitmacht in den trojanischen Krieg aufbrach und die Stadt Troja infolge einer zehnjährigen Belagerung mithilfe einer kriegsentscheidenden List eroberte. Die Fortsetzung dieser Geschichte schildert die Irrfahrt des Helden zurück in seine Heimat Ithaka und zu seiner Gattin Penelope.

Im Verlauf dieser Reise muss sich der Held den unterschiedlichsten Gefahren stellen. So trifft Odysseus unter anderem auf Kirke, die Tochter einer Okeanide, welcher er für ein Jahr Gesellschaft leistet und deren Liebe er in dieser Zeit für sich gewinnt. Darauf begegnet er der Nymphe Kalypso, die seine Heimreise sogar für sieben Jahre hinauszögert. Zwischen diesen beiden Pausen begegnet der Held auch unterschiedlichen anderen Mythen, zu denen neben den Meeresungeheuern Charybdis und Skylla und den Nymphen Phaetusa und Lampetia auch die Sirenen zählen. Letzteres Zusammentreffen wird in dem Epos, welches insgesamt 24 Gesänge umfasst, lediglich an drei unterschiedlichen Stellen geschildert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein und erläutert die Auswahl des Textkorpus, das von Homer über Ovid bis hin zu mittelalterlichen Autoren wie Gottfried von Straßburg reicht.

2 Sirenen in der griechischen Mythologie: Dieses Kapitel behandelt die begrifflichen Grundlagen, die Etymologie sowie die frühen bildlichen Darstellungen der Sirenen als Mensch-Vogel-Hybriden.

3 Sirenen in der Literatur der Antike: Der Fokus liegt auf der Analyse der Sirenengestalt in der Odyssee als Bedrohung und ihrer veränderten Rolle in Ovids Werken, wo sie zu Symbolen der verführerischen Kunst werden.

4 Sirenen im Mittelalter: Das Kapitel beleuchtet die christliche Dämonisierung der Sirenen, ihre Einordnung als Naturwunder in Enzyklopädien und ihre Verwendung als rhetorische Vergleichsfiguren in der höfischen Literatur.

5 Schluss: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bestätigt den signifikanten Wandel des Sirenenbildes von der antiken Dämonin zur literarischen Metapher für Verführung und Kunst.

Schlüsselwörter

Sirenen, Griechische Mythologie, Homer, Ovid, Mittelalter, Allegorie, Dämonisierung, Tristan, Buch der Natur, Literaturgeschichte, Mensch-Vogel-Hybride, Verführung, Metaphorik, Antike, Rezeptionsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die literarische Entwicklung und den Bedeutungswandel des Sirenenmythos vom antiken Griechenland bis in das europäische Mittelalter.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die mythologische Herkunft, die antike literarische Ausgestaltung bei Homer und Ovid sowie die mittelalterliche Umdeutung im christlichen Kontext und in der höfischen Dichtung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, nachzuweisen, dass sich die Konnotation der Sirenen von einer todbringenden Gefahr hin zu einer komplexen Metapher für Erotik und künstlerische Verführung entwickelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die den Vergleich primärliterarischer Texte mit zeitgenössischer Sekundärliteratur zur Interpretation der Symbolik nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung antiker Texte sowie die Analyse mittelalterlicher Enzyklopädik (Konrad von Megenberg) und höfischer Romane (Gottfried von Straßburg).

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis essenziell?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sirenengesang, christliche Allegorese, monstra marina und die Typologie der sündhaften Frau.

Wie unterscheidet sich die Sirene bei Homer von der bei Ovid?

Bei Homer erscheinen Sirenen als lebensbedrohliche Dämonen, während sie bei Ovid von jeglicher negativen Konnotation befreit und als Meisterinnen der Verführung dargestellt werden.

Welche Rolle spielt die Allegorie in Konrad von Megenbergs Buch der Natur?

Megenberg nutzt die Sirenen, um moralische Lehren zu vermitteln, wobei er sie als Sinnbild für Frauen einsetzt, die Männer vom tugendhaften Pfad abbringen.

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Résumé des informations

Titre
Sirenen in der Literatur der Antike und des Mittelalters
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Note
1,3
Auteur
Sebastian Brünnel (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
22
N° de catalogue
V352653
ISBN (ebook)
9783668387881
ISBN (Livre)
9783668387898
Langue
allemand
mots-clé
sirenen literatur antike mittelalters
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Brünnel (Auteur), 2016, Sirenen in der Literatur der Antike und des Mittelalters, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352653
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Extrait de  22  pages
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