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Der Einfluss von Leistungsmotivation auf die Aufgabenwahl in einem Handballwurfspiel bei Kindern

Título: Der Einfluss von Leistungsmotivation auf die Aufgabenwahl in einem Handballwurfspiel bei Kindern

Tesis (Bachelor) , 2016 , 48 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Tabea Heitkamp (Autor)

Deporte - Psicología deportiva
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Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Leistungsmotivation von Kindern im Sport auseinander. Die Achievement Motives Scale – Sport Studie von Elbe, Wenhold und Müller (2005), welche auf der Theorie des Risikowahlmodells von Atkinson (1957) beruht, zeigt einen Zusammenhang zwischen der Leistungsmotivation und dem Risikowahlverhalten von Erwachsenen auf. Aufgrund der Annahme von Heckhausen (2010), dass Kinder im frühen Alter ein ausgeprägtes Leistungsmotiv aufweisen, soll die vorliegende Untersuchung überprüfen, welchen Einfluss die Leistungsmotivation auf die Aufgabenwahl in einer sportlichen Leistungssituation bei Kindern hat.

Aus der Annahme von Heckhausen (2010) lässt sich die Hypothese ableiten, dass Versuchspersonen, die eine erfolgsmotivierte Tendenz aufweisen, eine realistische Aufgabe wählen, entsprechend des mittleren Schwierigkeitsgrades. Als Methode der Datenerhebung wurde auf das Messinstrument Fragebogen zurückgegriffen. Dieser ermittelt die Motivtendenz der Versuchspersonen, die sich in einer erfolgsmotivierten oder misserfolgsmotivierten Tendenz widerspiegeln. In Anlehnung an den Fragebogen von Elbe wurde als Risikowahlaufgabe ein Handballwurfspiel eingesetzt.

Ziel des Handballwurfspiels ist es, einen Handball in eine Kiste zu werfen. Dabei haben die Kinder die Möglichkeit von verschiedenen Distanzen einen Treffer zu erzielen. Zuvor wurden die unterschiedlichen Distanzen in drei Schwierigkeitsstufen unterteilt, indem die Kinder eine subjektive Einschätzung der Aufgabenschwierigkeit angeben. Das Risikowahlverhalten der Kinder kann aufgrund der Distanzwahl ermittelt werden. Der Versuch zeigt, dass erfolgsmotivierte Kinder nicht ausschließlich die mittlere Schwierigkeitsstufe bevorzugen, welche einer realistischen Zielsetzung entspricht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Leistungsmotivation

2.1.1 Leistungsmotivation im Kindesalter

2.2 John William Atkinson – Risikowahlmodell

2.3 AMS – Sport

2.4 Forschungsstand AMS – Studie

2.5 Hypothesen

3 Empirischer Teil

3.1 Stichprobe

3.2 Beschreibung der ausgewählten Methode und Messinstrumente

3.2.1 AMS – Sport Fragebogen

3.2.2 Handballwurfspiel

3.3 Die Durchführung

3.4 Die Auswertung

4 Ergebnisse

5 Diskussion

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der Leistungsmotivation auf das Risikowahlverhalten bei Kindern in einer sportlichen Leistungssituation. Basierend auf dem Risikowahlmodell von Atkinson (1957) wird überprüft, ob erfolgsmotivierte Kinder in einem Handballwurfspiel bevorzugt Aufgaben mittlerer Schwierigkeit wählen, um eine realistische Zielsetzung zu realisieren.

  • Grundlagen der Leistungsmotivation im Kindesalter
  • Anwendung und Validierung des Risikowahlmodells von Atkinson
  • Einsatz der Achievement Motives Scale (AMS) – Sport bei Kindern
  • Empirische Analyse des Wahlverhaltens in einem Handballwurfspiel
  • Diskussion von methodischen Anpassungen für sportpsychologische Untersuchungen mit Kindern

Auszug aus dem Buch

Ringwurfspiel

Als Methode, um die Aufgabenwahl in einer Leistungssituation zu überprüfen, hat Atkinson (1964) ein Ringwurfspiel eingesetzt. Das Ringwurfspiel verfolgt das Ziel, aus unterschiedlichen Distanzen, einen Ring auf einen Stab zu werfen. Dabei konnten die Probanden die Distanz frei wählen, welche in 15 verschiedenen Stufen eingeteilt sind. Eine große Distanz weist auf eine geringe Erfolgserwartung hin. Daraus erschließt sich, dass eine geringe Distanz eine hohe Erfolgserwartung aufzeigt. Mit der Erfassung der Erfolgserwartung wird auch der verbundene Erfolgsanreiz ermittelt. Denn je schwieriger die Aufgabe, desto höher der Erfolgsanreiz. Das Experiment weist eine unabhängige und eine abhängige Variable auf. Die unabhängige Variable spiegelt sich in dem Erfolgsmotiv und Misserfolgsmotiv wider, welche mit dem TAT bzw. TAQ erfasst werden konnten. Mit diesem Verfahren werden zwei Motivkonstellationen demonstriert. Personen mit einem hohem Erfolgsmotiv und geringem Misserfolgsmotiv, außerdem Personen mit einem geringem Erfolgsmotiv und hohem Misserfolgsmotiv. Die abhängige Variable stellt die Distanz dar, welche die Probanden frei wählen. Anhand dieser wird eine Schwierigkeitsstufe ermittelt. Daraufhin werden die Ergebnisse mit der mathematischen Formel errechnet und ausgewertet. Die Werte werden verglichen und auf Zusammenhänge überprüft.

Atkinson (1964) hat vorausgesagt, dass erfolgsmotivierte Personen, Aufgaben mittlerer Schwierigkeit bevorzugen, da die subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit und die subjektive Aufgabenschwierigkeit individuell ausbalanciert sind. Die Aufgabe kann als eine Situation bewertet werden, in der die Bewältigung gleichermaßen gelingen oder misslingen kann. Demzufolge weist die Chance, die Aufgabe erfolgreich zu bewältigen, eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 50 % auf. Eine sehr leichte Aufgabe unterfordert die erfolgsmotivierte Person und eine sehr schwierige Aufgabe wird als eine Überforderung angesehen. Deshalb gilt die mittlere Schwierigkeitsstufe als realistisch die Aufgabe zu bewältigen. Grundsätzlich vermeiden misserfolgsmotivierte Personen leistungsbezogene Situationen, doch wenn sie die Möglichkeit haben eine Schwierigkeitsstufe auszuwählen, dann tendieren sie zu sehr leichten oder sehr schwierigen Aufgaben. In ihrer Aufgabenwahl versuchen sie das Gefühl von Misserfolg zu vermeiden, indem sie Leistungsaufgaben mit einem vorhersehbaren Ausgang bzw. Ergebnis auswählen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Leistungsmotivation im Sport ein und illustriert anhand des Beispiels Britta Steffen, wie essenziell mentale Faktoren und Feedback für den sportlichen Erfolg sind.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Leistungsmotivation im Kindesalter und erläutert ausführlich das Risikowahlmodell nach Atkinson sowie die AMS-Sport-Skala als wissenschaftliche Instrumente.

3 Empirischer Teil: Der empirische Teil beschreibt die durchgeführte Studie, die Stichprobe von 41 Kindern sowie die verwendeten Messmethoden inklusive der modifizierten Durchführung des Handballwurfspiels.

4 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der AMS-Sport-Erhebung und des Handballwurfspiels präsentiert, wobei der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen Nettohoffnung und der gewählten Schwierigkeitsstufe liegt.

5 Diskussion: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch, hinterfragt methodische Abweichungen von der ursprünglichen Theorie und diskutiert praktische Implikationen für Trainer und Lehrpersonen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die Hypothese zwar nicht vollständig gestützt werden konnte, aber wichtige Ansätze für die sportpsychologische Arbeit mit Kindern liefert.

Schlüsselwörter

Leistungsmotivation, Risikowahlmodell, Handballwurfspiel, Kinder, Erfolgsmotiv, Misserfolgsmotiv, AMS-Sport, Aufgabenwahl, Erfolgswahrscheinlichkeit, sportliche Leistungssituation, Nettohoffnung, Sportpsychologie, Motivtendenz, pädagogische Diagnostik, Zielsetzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Leistungsmotivation auf das Risikowahlverhalten von Kindern in einer sportlichen Leistungssituation, konkret in einem Handballwurfspiel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die motivationspsychologische Theorie nach John W. Atkinson, die Erfassung von Leistungsmotiven mittels des AMS-Sport Fragebogens und das beobachtbare Entscheidungsverhalten in Sportspielen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist zu prüfen, ob Kinder mit einer erfolgsmotivierten Tendenz bei der Wahl einer Wurfdistanz eine mittlere, realistische Schwierigkeitsstufe bevorzugen, wie es das Risikowahlmodell vorhersagt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Studie durchgeführt, die eine Kombination aus dem standardisierten psychologischen Fragebogen "AMS-Sport" und einer modifizierten motorischen Aufgabe (Handballwurfspiel) verwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Risikowahlmodells, die Beschreibung der methodischen Durchführung der Studie mit Kindern sowie die Auswertung und Diskussion der erzielten Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Leistungsmotivation, Risikowahlverhalten, Handballwurfspiel, Erfolgsorientierung und sportpsychologische Diagnostik charakterisieren.

Warum wurde das standardisierte Handballwurfspiel für die Studie modifiziert?

Die Modifikation war notwendig, da das für Erwachsene konzipierte Standardmodell räumlich und inhaltlich zu komplex für Kinder war, um eine valide Durchführung in einem sportpädagogischen Kontext zu gewährleisten.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Trainerrolle?

Die Autorin betont, dass Trainer und Lehrpersonen durch positive Kritik, individuelle Zielsetzungen und die Förderung der Selbstverantwortung maßgeblich zur Entwicklung einer erfolgsorientierten Leistungsmotivation bei Kindern beitragen können.

Final del extracto de 48 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Einfluss von Leistungsmotivation auf die Aufgabenwahl in einem Handballwurfspiel bei Kindern
Universidad
University of Paderborn
Calificación
2,3
Autor
Tabea Heitkamp (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
48
No. de catálogo
V352675
ISBN (Ebook)
9783668388758
ISBN (Libro)
9783668388765
Idioma
Alemán
Etiqueta
einfluss leistungsmotivation aufgabenwahl handballwurfspiel kindern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tabea Heitkamp (Autor), 2016, Der Einfluss von Leistungsmotivation auf die Aufgabenwahl in einem Handballwurfspiel bei Kindern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352675
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