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Steven Spielbergs "Lincoln" als metadokumentarisches Porträt

Der Umgang mit Fakten und Fiktion im Historienfilm

Título: Steven Spielbergs "Lincoln" als metadokumentarisches Porträt

Trabajo Escrito , 2016 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: David Beckmann (Autor)

Estudios de América - Otros
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Regisseur Steven Spielberg hat dem 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten und seinem politischen Schaffen, aber auch seiner Person, mit dem 2012 veröffentlichen Film "Lincoln" ein Denkmal gesetzt. Der Film behandelt die zweite Amtszeit Lincolns und im Mittelpunkt steht der Konflikt über den Erlass des 13. Zusatzartikels bzw. Lincolns Bemühungen, diesen vor Beendigung des Krieges zu erwirken. Neben lautstarken politischen Debatten im Kongress, zeichnet das Werk auch die Situation in Washington, im Weißen Haus und u. a. der Familie Lincoln zu Beginn des Jahres 1865 nach. Abraham Lincoln wird sowohl als politisches Genie als auch als menschlicher, konfliktbehafteter Vater und Ehe- und Privatmann gezeigt.

Welche im Film als Tatsachen hingestellte Dinge sind tatsächliche Fakten, welche Aspekte sind rein fiktiv bzw. der filmästhetischen Wirkung wegen enthalten oder nehmen sonstigen Einfluss auf das Werk?
Steven Spielbergs "Lincoln" dient als Analysegegenstand: Ist der Film historisch genau? Und was macht ihn "metadokumentarisch"?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Protagonist: Daniel Day-Lewis als Abraham Lincoln

2.1 Das Kostüm

2.2 Die Rolle

3. Die Handlung: Frühjahr 1865

4. Die filmische Form

5. Die Symbolik

6. Die rekonstruierten Fakten

6.1 Der Drehort: Richmond, Virginia als Washington, D.C.

6.2 Die akustischen Fakten

6.2.1 Die Musik

6.2.2 Die Taschenuhr

7. Die Metaebene

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Historienfilm „Lincoln“ von Steven Spielberg hinsichtlich seines Umgangs mit Fakten und Fiktion. Ziel der Analyse ist es aufzuzeigen, wie der Film durch akribische Authentizitätsbemühungen, eine gezielte filmische Form und die Einbindung metadokumentarischer Elemente ein historisch fundiertes, emotional greifbares Porträt des Präsidenten schafft, das über reine Unterhaltung hinausgeht.

  • Analyse der schauspielerischen und optischen Darstellung von Abraham Lincoln.
  • Untersuchung der historisch-politischen Handlung und des Umgangs mit Fakten.
  • Evaluierung der filmischen Inszenierung und Symbolik zur Vermittlung von Authentizität.
  • Diskussion der „metadokumentarischen“ Ebene und deren Wirkung auf den Rezipienten.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Kostüm

Laut Produzentin Kathleen Kennedy wurde bei Lincoln schon bei der Wahl der Schauspieler, nebst Talent, auf möglichst große Ähnlichkeit mit den dargestellten historischen Persönlichkeiten geachtet. Das Aussehen vieler Vorlagen der im Film auftretenden Figuren ist durch Fotografien aus dem 19. Jahrhundert überliefert. So gibt es auch von Abraham Lincoln verschiedene Aufnahmen, u. a. von 1865, Lincolns letztem Lebensjahr, in dem sich die Handlung des Films entfaltet (Abb. 1). Dies ermöglichte sowohl den Filmschaffenden als auch dem Darsteller, Daniel Day-Lewis (Abb. 2), ein genaues Porträt des Präsidenten abzuliefern.

Zusätzlich zu der ohnehin bestehenden Ähnlichkeit tragen Frisur, Maske und Kleidung zu der Vorstellung bei, den echten Abraham Lincoln vor sich zu sehen. Day-Lewis überragt die anderen Schauspieler (siehe Abb. 2), wie der „ungewöhnlich große“ Präsident mit seinen 1,95m seine Zeitgenossen ebenfalls überragt haben muss.

Der eigenwillige Kleidungsstil des Präsidenten ist zudem über Fotodokumente hinaus überliefert. Abraham Lincoln trug typischerweise „ein kurz tailliertes, dünnes Schwalbenschwanz-Jacket, eine kurze Weste und dünne Hosen, die kaum bis zu seinen Knöcheln reichten.“ Day-Lewis' Kostüm entspricht dieser Beschreibung (vgl. Abb. 1 u. 2). Zudem trug Lincoln einen auffälligen Zylinder, in dem er verschiedene Dokumente transportierte, wie z. B. Manuskripte für öffentliche Reden – ein Fakt, der auch im Film am Rande Erwähnung findet, als Lincoln seine Rede vor dem Weißen Haus hält und sie daraufhin in seinem Hut verstaut.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Lincoln, die Relevanz der historischen Figur und die Fragestellung nach der Balance zwischen Fakten und Fiktion im Film.

2. Der Protagonist: Daniel Day-Lewis als Abraham Lincoln: Analyse der äußeren Erscheinung durch Kostümierung sowie der schauspielerischen Verkörperung der historischen Persönlichkeit durch Daniel Day-Lewis.

3. Die Handlung: Frühjahr 1865: Untersuchung der historischen Genauigkeit der Filmhandlung, insbesondere des Fokus auf den politischen Kampf um den 13. Zusatzartikel.

4. Die filmische Form: Betrachtung der inszenatorischen Mittel wie Kameraarbeit und Schnittfrequenz, die zur Authentizität und Fokussierung auf den Protagonisten beitragen.

5. Die Symbolik: Diskussion der symbolischen Bildsprache und wie diese zur emotionalen Tiefe und Vermittlung historischer Zusammenhänge eingesetzt wird.

6. Die rekonstruierten Fakten: Analyse der akribischen Bemühungen, historische Gegebenheiten (Drehorte, akustische Details) detailgetreu im Film abzubilden.

7. Die Metaebene: Erörterung der „metadokumentarischen“ Struktur des Films, die durch Hintergrundwissen dem Zuschauer eine tiefere, emotionale Verbindung zur Historie ermöglicht.

Schlüsselwörter

Lincoln, Steven Spielberg, Daniel Day-Lewis, Historienfilm, Sklaverei, 13. Zusatzartikel, Authentizität, Fiktion, Fakten, Metadokumentarisch, Porträt, Filmhandlung, Politische Debatte, Historische Genauigkeit, Bürgerkrieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Steven Spielbergs Film „Lincoln“ dahingehend, wie er historische Fakten und fiktive Elemente verwebt, um ein authentisches Porträt des 16. US-Präsidenten zu zeichnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der filmischen Inszenierung, der historischen Genauigkeit, der Charakterdarstellung und der Rolle des Films als zeitgeschichtliches Dokument.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob der Film ein historisch akkurates Werk darstellt oder lediglich Unterhaltung bietet, sowie die Analyse der Wirkung dieser Darstellung auf den Zuschauer.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche Analyse, vergleicht Filmszenen mit historischen Fotodokumenten und zieht zeitgenössische Biografien sowie Bonusmaterial der Produktion zur Überprüfung der Authentizität heran.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Kostümbildung, der schauspielerischen Leistung, der historischen Handlung, der Kameraführung, der Symbolik sowie der Rekonstruktion spezifischer akustischer Fakten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Historienfilm, Authentizität, Metadokumentarisch, Lincoln, Fakten und Fiktion.

Wie unterscheidet sich Spielbergs Film von klassischen Kriegsfilmen?

Der Film konzentriert sich nicht auf kriegerische Schlachten, sondern auf das politische Epizentrum Washington, D.C. und die persönlichen sowie politischen Konflikte Lincolns während des Endes des Bürgerkriegs.

Was bedeutet der Begriff „metadokumentarisch“ in dieser Arbeit?

Der Begriff beschreibt die Ebene, auf der der Film dem Zuschauer seine eigene Entstehungsgeschichte und die Einbettung echter historischer Relikte (wie Töne oder Schauplätze) offenbart, um die Distanz zur Geschichte aufzubrechen.

Warum wird die Taschenuhr von Abraham Lincoln im Film als besonders bedeutend hervorgehoben?

Sie dient als Musterbeispiel für den Authentizitätsanspruch, da für das Filmticken echte, historische Uhren aus Museen aufgenommen wurden, die Lincoln tatsächlich besessen hat.

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Detalles

Título
Steven Spielbergs "Lincoln" als metadokumentarisches Porträt
Subtítulo
Der Umgang mit Fakten und Fiktion im Historienfilm
Universidad
University of Osnabrück
Curso
Seminar Filmanalyse
Calificación
1,0
Autor
David Beckmann (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
24
No. de catálogo
V352704
ISBN (Ebook)
9783668395565
ISBN (Libro)
9783668395572
Idioma
Alemán
Etiqueta
steven spielbergs lincoln porträt umgang fakten fiktion historienfilm
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
David Beckmann (Autor), 2016, Steven Spielbergs "Lincoln" als metadokumentarisches Porträt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352704
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