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Soziale Ungleichheit. Wie bedingen und beeinflussen soziale Ungleichheiten die Bildungschancen von Migranten in Deutschland?

Herkunftseffekte als Zugangsbeschränkung zur Hochschule

Título: Soziale Ungleichheit. Wie bedingen und beeinflussen soziale Ungleichheiten die Bildungschancen von Migranten in Deutschland?

Trabajo Escrito , 2015 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Neema Li (Autor)

Sociología - Sistemas sociales y Estructuras sociales
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In der vorliegenden Hausarbeit erörtere ich, welchen Einfluss die sozialen Ungleichheiten auf die Bildungschancen, besonders auch am Übergang in die Sekundarstufe ausüben, da das erfolgreiche Absolvieren des Gymnasiums (oder des Berufskollegs) in Deutschland Voraussetzung für den Eintritt in eine Hochschule ist. Außerdem soll, nach Erhalt des Abiturs der Übergang in die Hochschule ebenfalls zum Thema werden.

Der Hauptteil meiner Hausarbeit gliedert sich in zwei Teile: Im ersten Teil werden die theoretischen Grundlagen dargelegt, welche relevant für die vorhergehenden Bildungsentscheidungen von Migranten bis hin zum Hochschuleintritt sind. In der Erklärung der Übertrittsentscheidungen sollen die primären und sekundären Herkunftseffekte näher erläutert werden, wie auch die höheren Bildungsaspirationen der Migranten. Des weiteren wird darauf eingegangen, weshalb sich die höheren Bildungsaspirationen nicht in entsprechende Bildungsergebnisse umwandeln lassen.

Im zweiten Teil sollen die theoretischen Grundlagen durch den Nachweis ausgewählter empirischer Studien Bestätigung finden. Zunächst wird die Bedeutung der primären und sekundären Effekte anhand der Studie von Relikowski, Schneider und Blossfeld (2010) für den Sekundarschulübertritt besprochen. Die zweite vorgestellte Studie von Relikowski, Yilmaz und Blossfeld (2012) bezieht sich auf die hohen Bildungsaspirationen der Migranten und deren Ursachen. Die dritte Studie, nach Kirsten, Reimer und Kogan (2006) untersucht den Übertritt der studienberechtigten Migranten in die Hochschule. Schließlich sollen im letzten Teil die Ergebnisse zusammengefasst und ein Überblick über die Arbeit gegeben werden. Es werden Schlussfolgerungen gezogen, wie auch mögliche Ideen zur Verbesserung der derzeitigen Situation genannt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Primäre und sekundäre Herkunftseffekte

2.2 Bildungsaspirationen von Migranten

2.3 Umsetzung der Aspirationen in Bildungserfolg

3. Empirische Studien

3.1 Primäre und Sekundäre Herkunftseffekte

3.2 Bildungsaspirationen von Migranten

3.3 Studienentscheidung von Migranten

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Ungleichheiten auf die Bildungschancen von Migranten in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die Übergänge im Bildungssystem bis hin zum Hochschulzugang. Dabei wird analysiert, inwiefern Herkunftseffekte und Bildungsaspirationen den Bildungserfolg und die Studienentscheidungen von Migranten im Vergleich zu Einheimischen beeinflussen.

  • Primäre und sekundäre Herkunftseffekte nach Boudon
  • Theoretische Erklärungsansätze für Bildungsaspirationen (Immigrant-Optimism-Hypothese)
  • Informationsdefizite als Hürde im deutschen Schulsystem
  • Der Einfluss des sozialen und kulturellen Kapitals auf den Bildungserfolg
  • Empirische Analyse von Übergangsentscheidungen zum Gymnasium und zur Hochschule

Auszug aus dem Buch

2.1 Primäre und sekundäre Herkunftseffekte

Bezüglich der Bildung, wird unterschieden in Investitionen hinsichtlich der Leistung und Investitionen hinsichtlich der Bildungsübergänge (ebd.). Diese Unterscheidung wurde erstmals nach Boudon (1974, S.29 f.) vorgenommen, der diese als primäre und sekundäre Herkunftseffekte betitelte.

Die primären Herkunftseffekte beschreiben, welchen Einfluss die soziale Herkunft auf den Kompetenzerwerb hat. Es geht dabei um die Lernvoraussetzungen des Individuums und die Ressourcenausstattung innerhalb dessen familiärer Umgebung. Letztere kann maßgeblich sein für einen Sozialisationsvorteil von Kindern aus höheren sozialen Schichten – und dies bereits beim Beginn deren Bildungsweges.

Sekundäre Herkunftseffekte beziehen sich auf das Entscheidungsverhalten der Akteure an den entscheidenden Übergängen ihres Bildungsweges. Dieses spezifische Entscheidungsverhalten wirkt auch unabhängig von fachlichen Kompetenzen, also primären Effekten, und ergibt sich aufgrund von Vorerfahrungen, besonderer Motivation oder dem Wunsch den sozialen Status ihrer Familie zu erhalten. Damit verbunden kommt es zu einer Abwägung möglicher Alternativen bezüglich des Ertrags (Vermeidung der Abwärtsmobilität) und den Kosten der Bildungsentscheidung.

Individuen aus höheren sozialen Schichten entscheiden sich demnach eher für einen tertiären Bildungsweg, der ihren sozialen Status sichert. Individuen aus Familien niedrigeren sozialen Schichten begnügen sich oft schon mit einer Berufsausbildung, da diese für den Erhalt ihres sozialen Status ausreicht (vgl. auch Relikowski, Yilmaz & Blossfeld, 2012; Kirsten & Dollmann, 2009).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Hochschulen und die Unterrepräsentation von Studierenden mit Migrationshintergrund, wobei die Forschungsfrage nach dem Einfluss sozialer Ungleichheiten auf den Hochschulzugang gestellt wird.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Konzepte der primären und sekundären Herkunftseffekte sowie die Bildungsaspirationen und deren Umsetzung in den Bildungserfolg unter Rückgriff auf die Rational-Choice-Theorie.

3. Empirische Studien: Der empirische Teil belegt anhand ausgewählter Studien die theoretischen Annahmen zu Herkunftseffekten, Aspirationen und der tatsächlichen Studienentscheidung von Migranten.

4. Resümee: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass nach Überwindung primärer Hürden, sekundäre ethnische Effekte den Hochschulübergang von Migranten positiv beeinflussen können.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Bildungsaspirationen, Migrationshintergrund, Herkunftseffekte, Hochschulzugang, Rational-Choice-Theorie, Immigrant-Optimism-Hypothese, Informationsdefizit, Bildungserfolg, Sekundarschulübertritt, Studienentscheidung, Humankapital, Bildungsbarrieren, Bildungsressourcen, soziale Herkunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse, wie soziale Ungleichheiten die Bildungschancen von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland beeinflussen, insbesondere im Hinblick auf den Übergang in die Hochschule.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind primäre und sekundäre Herkunftseffekte, die Rolle elterlicher Bildungsaspirationen sowie die Bedeutung von Bildungsressourcen und Wissen über das deutsche Schulsystem.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu erörtern, warum trotz teilweise hoher Bildungsaspirationen von Migranten der Weg zum Hochschulabschluss durch soziale und institutionelle Faktoren erschwert wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf die Auswertung existierender empirischer Studien, wie beispielsweise der BiKS-Studie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Herkunftseffekte und Bildungsentscheidungen sowie eine anschließende Validierung dieser Theorien durch empirische Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen soziale Ungleichheit, Migrationshintergrund, Bildungsaspirationen, Herkunftseffekte und der Hochschulzugang.

Wie unterscheidet sich die Immigrant-Optimism-Hypothese von der Informationsdefizit-Hypothese?

Während die Immigrant-Optimism-Hypothese besagt, dass Migranten aufgrund der Erwartung sozialen Aufstiegs höhere Aspirationen haben, fokussiert die Informationsdefizit-Hypothese auf eine Unterschätzung schulischer Hürden aufgrund mangelnder Systemkenntnis.

Welche Rolle spielen primäre Herkunftseffekte für Migranten?

Primäre Herkunftseffekte beeinflussen den Kompetenzerwerb und die Schulleistungen maßgeblich; ihre Überwindung ist oft eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Schullaufbahn und den späteren Hochschulzugang.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Soziale Ungleichheit. Wie bedingen und beeinflussen soziale Ungleichheiten die Bildungschancen von Migranten in Deutschland?
Subtítulo
Herkunftseffekte als Zugangsbeschränkung zur Hochschule
Universidad
University of Bamberg
Calificación
2,0
Autor
Neema Li (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
16
No. de catálogo
V352733
ISBN (Ebook)
9783668391093
ISBN (Libro)
9783668391109
Idioma
Alemán
Etiqueta
soziale ungleichheit ungleichheiten bildungschancen migranten deutschland herkunftseffekte zugangsbeschränkung hochschule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Neema Li (Autor), 2015, Soziale Ungleichheit. Wie bedingen und beeinflussen soziale Ungleichheiten die Bildungschancen von Migranten in Deutschland?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352733
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