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Die NS-Sturmabteilung (SA). Entstehung, Ausbreitung und Niedergang

Titel: Die NS-Sturmabteilung (SA). Entstehung, Ausbreitung und Niedergang

Hausarbeit , 2012 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Antje Karger (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die nationalsozialistische «Bewegung» stützte sich bis Juni 1934 auf zwei Pfeiler, zum einen die Sturmabteilung (SA) und zum anderen auf das politische Konzept der NSDAP. Sie gestalteten ein Gefüge, das erst durch Adolf Hitler als «Oberster SA-Führer» und «Parteiführer» zur NS-Bewegung verbunden wurde.

Die SA trug beim Aufstieg der NSDAP, von einer bedeutungslosen Splitterpartei zu einer Massenbewegung eine entscheidende Rolle, als Werkzeug für Propaganda und Terroraktionen, wie es bis dato in der Weimarer Republik nicht bekannt war. Gleichzeitig zeigte sich die SA für das NS-Regime als eine wachsende Bedrohung, da die Neigung zu Gewaltakten die «legale» Machtergreifung Hitlers bezweifeln ließ. Nach der Ernennung Hitlers zum deutschen Reichskanzler am 30. Januar 1933 bestand die SA aus mehreren Millionen Mitgliedern, die Forderungen bezüglich ihrer finanziellen Absicherung an den NS-Staat richteten. Diesen Ansprüchen wurde das neue Regime nur mangelhaft gerecht und die SA-Führerschaft, ehemalige Freikorps und Soldaten, strebten eigene politische und militärische Ziele an und gefährdeten damit das Machtgefüge in Nazi-Deutschland. Die Ereignisse am 30. Juni 1934 beendeten letztlich die Losung «zweite Revolution».

Die Geschichte der SA ist bereits vielfach erforscht worden. Hierzu sind die Abhandlungen „Die Mobilmachung der Gewalt“ von Wolfgang Sauer, das Werk „Hitler und die SA“ des ehemaligen SA-Führers Heinrich Bennecke, weiterhin „Stormtroopers. A Social, Economic and Ideological Analysis“ von Conan Fischer sowie „Die braunen Bataillone“ von Peter Longerich zu erwähnen. Aus diesem Grunde stützt sich die Arbeit auf einen Großteil dieser Publikationen.

Als Hauptanliegen dieser Hausarbeit soll anhand der Geschichte der Sturmabteilung der Fragestellung nachgegangen werden, ob die Gewaltakte der SA vom 9. und 10. November 1938 dem Typus der Organisation entsprachen oder ob sie «von oben» gesteuert wurden. Weiterhin wird insbesondere ein Überblick über Entstehung, Ausbreitung und den Niedergang der Organisation gegeben werden. Hierbei beleuchtet diese Arbeit das Aggressionsverhalten der SA-Männer und das Verhältnis zwischen der NS-Führung und der SA-Basis im besonderen Maße.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Von den Anfängen bis zum Reichstagsbrand

3. Vereitelte «Revolutionsarmee»

3.1 Gewalt der SA nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler

3.2 Röhm-Putsch

4. Die gebändigte Sturmabteilung

4.1 Säuberung und Neuordnung der Sturmabteilung

4.2 Unzufriedenheit und verdeckte Aggressionen

4.3 Novemberpogrom 1938

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Geschichte der Sturmabteilung (SA) mit dem zentralen Ziel zu klären, ob die Gewaltakte während des Novemberpogroms 1938 organisatorisch vorgegeben waren oder ob diese eine autonome Entladung angestauter Aggressionen der SA-Basis darstellten. Dabei wird der Wandel der Organisation von einer politischen Kampftruppe zu einem disziplinierten, aber frustrierten Veteranenverband analysiert.

  • Historische Entwicklung der SA von 1920 bis 1938
  • Die Rolle der SA bei der nationalsozialistischen Machtergreifung
  • Strukturelle Neuordnung und Disziplinierung nach dem Röhm-Putsch
  • Ursachen und Mechanismen des gewalttätigen Verhaltens der SA-Mitglieder

Auszug aus dem Buch

4.3 Novemberpogrom 1938

Die Beteiligung der SA während des Novemberpogroms vom 9. und 10. November 1938 wertet Peter Longerich „angesichts der an der SA-Basis nach wie vor vorhandenen Mentalität nicht als eine überraschende und eigentlich kaum verständliche Abkehr von der in den letzten Jahren eingeschlagenen «harmlosen» Linie der SA“ 28 . Es ist eher von einer Entladung der unterdrückten Gewalt zu sprechen, die sich jahrelang durch Beschränkungen, Beschäftigungsmaßnahmen, Ablenkung und sozialer Zufriedenstellung angestaut hatte. Somit sind der „Wechsel-Mechanismus“29 von Aggressivität und Frust, mit der Suche nach Halt einerseits und das befriedigende Gefühl des Triumphs, das die SA nach dem Einsatzbefehl des Regimes am 09.November 1938 überkam andererseits, Erklärungsversuche für die gewaltige Grausamkeit der SA in dieser Nacht. Das Rückbesinnen der politischen Führung auf die erprobten Ausschreitungen aus der Kampfzeit bot eine Möglichkeit zur Wiederherstellung der Parteitruppe nach den Jahren der legitimen Arbeitsweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Rolle der SA als Instrument der NSDAP und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Steuerung der Gewaltakte im November 1938.

2. Von den Anfängen bis zum Reichstagsbrand: Dieses Kapitel beschreibt den Aufstieg der SA als paramilitärische Organisation und deren Rolle in den Straßenschlachten während der Weimarer Republik.

3. Vereitelte «Revolutionsarmee»: Hier werden die Gewalteskalation nach der Machtübernahme 1933 und die politische Ausschaltung der SA-Führerschaft beim Röhm-Putsch analysiert.

4. Die gebändigte Sturmabteilung: Das Kapitel behandelt die Restrukturierung der SA, den Verlust an politischer Bedeutung und die gewaltsame Beteiligung am Novemberpogrom.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Gewalt der SA ein Ventil für unterdrückte Aggressionen war und der Novemberpogrom keine Renaissance, sondern eine Entladung darstellte.

Schlüsselwörter

Sturmabteilung, SA, Nationalsozialismus, Röhm-Putsch, Machtergreifung, Novemberpogrom 1938, Gewaltbereitschaft, NSDAP, Antisemitismus, paramilitärische Organisation, SS, Wehrsport, Disziplinierung, Parteiarmee.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Geschichte und Entwicklung der Sturmabteilung (SA) innerhalb des nationalsozialistischen Deutschlands zwischen 1920 und 1938.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Rolle der SA bei der Machtergreifung, die Konflikte zwischen SA und NS-Führung, der Röhm-Putsch sowie das aggressive Verhalten der SA-Basis bei den Novemberpogromen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu klären, ob die gewaltsamen Übergriffe der SA im November 1938 systemisch von oben gesteuert wurden oder ob sie aus einer autonomen, psychologischen Entladung der SA-Männer resultierten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse, die auf der Auswertung etablierter Fachpublikationen und zeitgenössischer Berichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Wandel der SA von der frühen "Kampfzeit" bis zur "gebändigten" Organisation nach 1934 sowie der Rolle bei der Radikalisierung der Judenpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die wichtigsten Begriffe sind Sturmabteilung, Machtergreifung, Röhm-Putsch, Novemberpogrom, Gewaltbereitschaft und NS-Staat.

Inwiefern veränderte der Röhm-Putsch die SA?

Der Röhm-Putsch führte zur Entmachtung der SA-Führerschaft, einer drastischen Reduzierung der Mitgliederzahlen und der Umgestaltung der Organisation zu einem reinen Wehrsport- und Veteranenverband.

Wie erklärt der Autor das Verhalten der SA im November 1938?

Der Autor argumentiert, dass das Pogrom keine überraschende Abkehr von einer "harmlosen" Linie war, sondern eine Entladung jahrelang unterdrückter Gewalt und Frustration der SA-Basis.

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Details

Titel
Die NS-Sturmabteilung (SA). Entstehung, Ausbreitung und Niedergang
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,7
Autor
Antje Karger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V353029
ISBN (eBook)
9783668391659
ISBN (Buch)
9783668391666
Sprache
Deutsch
Schlagworte
SA Sturmabteilung Nationalsozialismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antje Karger (Autor:in), 2012, Die NS-Sturmabteilung (SA). Entstehung, Ausbreitung und Niedergang, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353029
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Leseprobe aus  20  Seiten
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