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Eigenanlage- und Liquiditätssteuerung gemäß Bankenaufsicht

Analyse der Ertragssituation eines genossenschaftlichen Kreditinstituts unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Liquiditätsanforderungen

Titel: Eigenanlage- und Liquiditätssteuerung gemäß Bankenaufsicht

Bachelorarbeit , 2016 , 65 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Niklas Werner (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Aufbau dieser Bachelor Thesis gliedert sich in drei wesentliche Themengebiete. Nach der Einleitung werden im zweiten Kapitel Begrifflichkeiten der Liquidität charakterisiert sowie aufsichtsrechtliche Grundlagen, insbesondere die quantitativen Liquiditätskennziffern Liquidity Coverage Ratio und Net Stable Fund Ratio, dargelegt. Darüber hinaus wird die Verbindung der Liquiditätssteuerung auf die Gesamtbanksteuerung konkretisiert. Erarbeitete Inhalte bilden hierbei die Basis weiterführender Ergebnisse.

Im dritten Kapitel werden Voraussetzungen der Eigenanlage sowie der Allokationen am Beispiel der Kasseler Bank eG, einem genossenschaftlichen Kreditinstitut, vorgestellt und die Folgen durch die Einführung der Liquidity Coverage Ratio exemplarisch abgebildet. Das Kapitel schließt mit Quantifizierung der Auswirkungen der Liquiditätskennziffer auf die Eigenanlage- und Liquiditätsausrichtung des genossenschaftlichen Finanzverbundes.

Im vierten Kapitel erfolgt eine kritische Würdigung gewonnener Erkenntnisse anhand von Chancen und Risiken, welche mit den aufsichtsrechtlich definierten Liquiditätskennziffern einhergehen. Handlungsalternativen zur Optimierung der Liquidity Coverage Ratio runden diesen Bereich inhaltlich ab.

Mit der Schlussbetrachtung werden die wesentlichen Erkenntnisse dieser Bachelor Thesis zusammengefasst und abschließend dokumentiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Liquidität und Liquiditätsrisiken

2.1.1 Grundlegende Betrachtung des Liquiditätsbegriffs

2.1.2 Liquidität in Kreditinstituten

2.1.3 Liquiditätsrisiken in Kreditinstituten

2.2 Regulierung von Liquiditätsrisiken gemäß Bankenaufsicht

2.2.1 Grundlagen der europäischen Finanzmarktregulierung

2.2.2 Liquidity Coverage Ratio

2.2.3 Net Stable Fund Ratio

2.3 Liquiditätsrisikosteuerung im Kontext der Gesamtbanksteuerung

2.3.1 Aufbau einer Liquiditätsrisikostrategie

2.3.2 Integration des Liquiditätsrisikos in die Risikotragfähigkeit eines Kreditinstituts

2.3.3 Integration der Liquiditätsrisikostrategie in die Gesamtbankstrategie

3 Eigenanlage- und Liquiditätsstrategie eines genossenschaftlichen Kreditinstituts

3.1 Vorgaben zur Allokation eines Eigenanlagedepots

3.1.1 Verantwortlichkeiten bei der Eigenanlage

3.1.2 Relevante Assetklassen und Anlagerestriktionen des Eigenanlagedepots

3.1.3 Liquiditätsvereinbarung im genossenschaftlichen Finanzverbund

3.2 Beispielallokation eines genossenschaftlichen Eigenanlagedepots

3.2.1 Beispielallokation nach Assetklassen

3.2.2 Beispielallokation nach Managementstil

3.2.3 Beispielallokation anhand der Liquiditätswirkung

3.3 Auswirkungen durch die Einführung der Liquidity Coverage Ratio auf die Eigenanlage eines genossenschaftlichen Kreditinstituts

3.3.1 Auswirkungen auf die Anlagestruktur und die Ertragskraft des Eigenanlagedepots

3.3.2 Auswirkungen auf die Überwachung und das Controlling

3.3.3 Auswirkungen auf die Anlagestruktur des genossenschaftlichen Finanzverbundes

4 Kritische Würdigung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen

4.1 Chancen durch die Einführung der Liquidity Coverage Ratio und Net Stable Fund Ratio

4.1.1 Chancen hinsichtlich der Ertragsstruktur

4.1.2 Chancen in Stresssituationen

4.1.3 Weitere Chancen durch die Einführung der Kennzahlen

4.2 Risiken durch die Einführung der Liquidity Coverage Ratio und Net Stable Fund Ratio

4.2.1 Risiken hinsichtlich der Ertragsstruktur

4.2.2 Risiken in Stresssituationen

4.2.3 Weitere Risiken durch die Einführung der Kennzahlen

4.3 Handlungsalternativen zur Optimierung der Liquidity Coverage Ratio

4.3.1 Vereinbarung einer Wertpapierleihe

4.3.2 Investition in eine kennzahlenoptimierte Fondslösung

4.3.3 Weitere Handlungsalternativen zur Kennzahlenoptimierung

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die regulatorischen Anforderungen der quantitativen Liquiditätskennzahlen (Liquidity Coverage Ratio und Net Stable Fund Ratio) auf die Eigenanlage- und Liquiditätssteuerung sowie die Ertragslage genossenschaftlicher Kreditinstitute auswirken, am Beispiel der Kasseler Bank eG.

  • Regulatorische Grundlagen von Liquidität und Liquiditätsrisiken in Kreditinstituten
  • Aufbau und Anforderungen der Liquiditätskennzahlen (LCR und NSFR)
  • Strategien zur Eigenanlageallokation im genossenschaftlichen Finanzverbund
  • Operative Auswirkungen der LCR auf Controlling und Anlagestruktur
  • Kritische Würdigung der Chancen und Risiken aufsichtsrechtlicher Liquiditätsvorgaben
  • Handlungsalternativen zur Optimierung der Liquiditätskennzahlen

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Relevante Assetklassen und Anlagerestriktionen des Eigenanlagedepots

Für die Bestimmung relevanter Assetklassen bei der Eigenanlage gilt es zunächst den Auftrag einer Genossenschaft und das Wesen des Eigenanlagedepots kurz zu betrachten.

Der Auftrag einer Genossenschaft basiert auf der Förderung ihrer Mitglieder, der Kundschaft und der Unterstützung der Region, in welcher das Kreditinstitut tätig ist. Hierbei stellt die Hereinnahme von Kundengeldern und deren Weitergabe in Form von Krediten die zentrale Aufgabe dar. Die hieraus entstehenden bilanziellen Positionen weisen keine zwangsläufige Fristenkongruenz auf, sodass sowohl Aktiv- als auch Passivüberhänge in der Zins- und Liquiditätsbindungsbilanz eines Kreditinstituts entstehen können. Der Kompensationsprozess zur Steuerung der Fristigkeiten kann über das Eigenanlagedepot eines genossenschaftlichen Kreditinstituts erfolgen. Hierbei steht die jederzeitige Zahlungsfähigkeit im Vordergrund und sollte mögliche Renditeforderungen überlagern. Zum Ausgleich passivischer Zins- und Fristenüberhänge kann die Kompensation durch verlängerte Kapitalbindungen von Eigenanlagen erreicht werden. Bei erhöhten Zins- und Fristenbindungen von Aktiva können Fristigkeiten der Eigenanlage reduziert werden, um die jederzeitige Liquidität zu sichern und eine Fristenkongruenz herzustellen. Die genutzten Assetklassen, insbesondere deren Fristigkeiten, variieren hierbei deutlich und entsprechen dem jeweiligen Anspruch, welcher aus der bilanziellen und strategischen Positionierung des Kreditinstituts resultieren.

Zu den wesentlichen Assetklassen bei der Eigenanlage eines Kreditinstituts im genossenschaftlichen Finanzverbund zählen:

i. Renten

ii. Aktien und Unternehmensbeteiligungen

iii. Liquidität

iv. Immobilien

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Finanzkrise 2007 als Auslöser für verschärfte regulatorische Anforderungen an die Liquidität und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen auf genossenschaftliche Kreditinstitute.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Liquiditätsbegriff, die regulatorischen Rahmenbedingungen durch die europäische Bankenaufsicht (Basel III, CRR/CRD IV) und die Integration von Liquiditätsrisiken in die Gesamtbanksteuerung.

3 Eigenanlage- und Liquiditätsstrategie eines genossenschaftlichen Kreditinstituts: Hier werden die organisatorischen Anforderungen an die Eigenanlage beschrieben sowie die Allokation von Assetklassen und der Einfluss der LCR-Einführung am Beispiel der Kasseler Bank eG analysiert.

4 Kritische Würdigung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen: Das Kapitel reflektiert Chancen und Risiken der neuen Kennzahlen hinsichtlich Ertragsstruktur und Marktstabilität und zeigt Handlungsalternativen wie Wertpapierleihe und Fondslösungen zur Optimierung auf.

5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und ordnet die Auswirkungen der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsvorgaben für Banken und die Makroökonomie ein.

Schlüsselwörter

Liquidität, Liquiditätsrisiko, Eigenanlage, Genossenschaftliche Kreditinstitute, Liquidity Coverage Ratio, Net Stable Fund Ratio, Bankenaufsicht, Gesamtbanksteuerung, Anlagestruktur, Ertragssituation, Risikotragfähigkeit, Wertpapierleihe, Kasseler Bank eG, Finanzmarktregulierung, Fristentransformation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der durch Basel III eingeführten quantitativen Liquiditätskennziffern auf die Eigenanlage- und Liquiditätssteuerung sowie die Ertragssituation eines genossenschaftlichen Kreditinstituts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die aufsichtsrechtliche Regulierung von Liquiditätsrisiken (LCR, NSFR), das Management der Eigenanlage in Genossenschaftsbanken sowie die Auswirkungen auf Anlagestruktur und Controlling.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie sich die regulatorischen Anforderungen auf die Strategie und Ertragskraft eines genossenschaftlichen Instituts auswirken und welche Optimierungsmöglichkeiten bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Arbeit, die auf einer theoretischen Aufarbeitung regulatorischer Grundlagen basiert und diese durch eine Fallstudie (Analyse der Kasseler Bank eG) sowie einen Branchenvergleich mit dem genossenschaftlichen Finanzverbund illustriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen, der Organisation der Eigenanlage, der konkreten Beispielallokation einer Bank sowie einer kritischen Würdigung der neuen Kennziffern inklusive Handlungsalternativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Liquidität, Liquidity Coverage Ratio (LCR), Net Stable Fund Ratio (NSFR), genossenschaftliche Kreditinstitute, Eigenanlage, Risikotragfähigkeit und Bankenregulierung.

Warum spielt die Kasseler Bank eG eine zentrale Rolle in der Untersuchung?

Die Kasseler Bank eG dient als konkretes Praxisbeispiel, an dem die Auswirkungen der regulatorischen Änderungen auf die Anlagestruktur und die tägliche Controlling-Praxis detailliert nachvollzogen werden können.

Welche Bedeutung hat die Wertpapierleihe in diesem Kontext?

Die Wertpapierleihe wird als Handlungsalternative vorgestellt, um die Kennzahl LCR durch die temporäre Erhöhung des Bestandes an hochliquiden Aktiva (HQLA) effizient zu optimieren.

Welche Rolle spielt die Union Investment für die untersuchten Banken?

Union Investment fungiert als Kapitalanlagegesellschaft des genossenschaftlichen Finanzverbundes, die durch Spezialfonds das Management der Liquidität und die Anlagestruktur der angeschlossenen Banken maßgeblich unterstützt.

Welche Konsequenzen ergeben sich für die Ertragssituation der Banken?

Durch die Notwendigkeit, verstärkt in hochliquide (aber oft geringer verzinste) Aktiva zu investieren, können Margen unter Druck geraten, was die Banken dazu zwingt, nach optimierten oder derivativen Lösungen zu suchen.

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eigenanlage- und Liquiditätssteuerung gemäß Bankenaufsicht
Untertitel
Analyse der Ertragssituation eines genossenschaftlichen Kreditinstituts unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Liquiditätsanforderungen
Hochschule
Akademie Deutscher Genossenschaften ADG e.V.
Note
1,8
Autor
Niklas Werner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
65
Katalognummer
V353126
ISBN (eBook)
9783668393851
ISBN (Buch)
9783668393868
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Liquidity Coverage Ratio LCR Liquiditätsmanagement Eigenanlage NSFR Kreditinstitute Liquidität Net Stable Fund Ratio Beispielallokationen Eigenanlagesteuerung Liquiditätssteuerung Ertrag Ertragssituation Bank
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niklas Werner (Autor:in), 2016, Eigenanlage- und Liquiditätssteuerung gemäß Bankenaufsicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353126
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Leseprobe aus  65  Seiten
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