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Michel Foucaults Verständnis von Ethik

Título: Michel Foucaults Verständnis von Ethik

Trabajo Escrito , 2013 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Florian Boss (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Ethik, verstanden als moralische Philosophie, die den Menschen im klassischen Verständnis Leitlinien an die Hand gibt, „was gut ist“, verbindet man zunächst nicht mit postmodernen Theoretikern wie Michel Foucault. So macht es Sinn, zu untersuchen, wie Foucault, der universale Normen zurückweist, sich dieser traditionell normativen Disziplin der Philosophie nähert.

Spannend ist hierbei vor allem zu sehen, was er überhaupt unter Ethik versteht, und wie er sie von der Moral abgrenzt. Wer bereits Schriften von Foucault kennt, wird nicht überrascht sein, dass dies zunächst eine historische Analyse umfasst, also der Frage, wie sich die Auffassung von Ethik und Moral in verschiedenen historischen Gesellschaften verändert hat.

Doch was ist Foucaults eigene Auffassung von Ethik? Lässt sich in seinen eigentlich rein beschreibenden historischen Analysen herauslesen, mit welcher ethischen Tradition er sich identifiziert? Und wenn ja, wird seine philosophische Tätigkeit dieser Tradition gerecht?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurze Vorstellung Michel Foucaults

3. Moral und Ethik

4. Historische Ethikanalyse

4.1. Die ethische Substanz

4.2. Die Unterwerfungsweise

4.3. Die ethische Arbeit

4.4. Die Teleologie

5. Die Sorge um sich und parrhesia

6. Foucault'sche Ethik

7. Einordnung in Foucaults Werk & Rezeption

8. Schluss

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Michel Foucaults Verständnis von Ethik, grenzt es von klassischen moralphilosophischen Ansätzen ab und analysiert die Rolle von Subjektivierungstechniken sowie der „Sorge um sich“ in seinem späten Werk.

  • Unterscheidung zwischen Moral und Ethik bei Foucault
  • Die vier Elemente der historischen Ethikanalyse (Substanz, Unterwerfungsweise, Arbeit, Teleologie)
  • Die Bedeutung der „Sorge um sich“ und der parrhesia als antike Selbstpraktiken
  • Foucaults Philosophie als kritische Arbeit am Selbst und die Einordnung in sein Gesamtwerk

Auszug aus dem Buch

4.1. Die ethische Substanz

Die ethische Substanz ist der Teil, der beim handelnden Individuum den Fokus und „Hauptstoff seines moralischen Verhaltens“ bildet. Sie ist das Material oder der Aspekt des Selbst, das moralisch problematisch ist, als Objekt für die ethische Reflektion genommen wird und in ethische Arbeit umgewandelt wird.

Die ethische Substanz und somit der zentrale Gegenstand ethischer Sorge der antiken Epoche, ist laut Foucault die aphrodisia, also „Akte, Gesten, Berührungen, die eine bestimmte Form von Lust verschaffen“ und die verdächtigt wurden, jede Form von Ordnung und Vernunft zu sprengen. Warum ausgerechnet die aphrodisia zum Gegenstand moralischer Beunruhigung geworden ist und nicht etwa andere Bedürfnisse des täglichen Lebens, begründet Foucault in Der Gebrauch der Lüste wie folgt:

„Weil sie die gewaltigste aller Lüste ist, weil sie kostspieliger ist als die meisten physischen Aktivitäten, weil sie zum Spiel des Lebens und des Todes gehört, ist sie ein besonders wichtiger Bereich für die ethische Formierung des Subjekts: eines Subjekts, das sich durch die Fähigkeit auszeichnen soll, die Kräfte, die sich in ihm entfesseln, zu beherrschen, die freie Verfügung über seine Energie zu bewahren und aus seinem Leben ein Werk zu machen, das über seine vergängliche Existenz hinaus dauert. Die Leibordnung der Lüste und die von ihr auferlegte Ökonomie sind Bestandteil einer ganzen Kunst seiner selber“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, die Abgrenzung von Moral und Ethik bei Foucault sowie der methodische Rahmen der Arbeit.

2. Kurze Vorstellung Michel Foucaults: Ein Abriss der Biografie und der zentralen philosophischen Projekte Foucaults.

3. Moral und Ethik: Definition der Foucault'schen Begriffe Moralcode, Moralverhalten und moralische Lebensführung.

4. Historische Ethikanalyse: Detaillierte Untersuchung der vier Elemente der Ethik (Substanz, Unterwerfungsweise, Arbeit, Teleologie) anhand antiker Beispiele.

5. Die Sorge um sich und parrhesia: Analyse der antiken Sorge um sich als Selbsttechnologie und der Bedeutung der parrhesia für die philosophische Praxis.

6. Foucault'sche Ethik: Skizzierung einer Foucault'schen Ethik als reflektiertes Praktizieren von Freiheit.

7. Einordnung in Foucaults Werk & Rezeption: Diskussion um die sogenannte „ethische Wende“ und die Einordnung der Ethik in Foucaults Gesamtkonzept.

8. Schluss: Fazit zur Bedeutung von Foucaults Ethik als parrhesiastische Aktivität.

9. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Michel Foucault, Ethik, Moral, Selbsttechnologie, Sorge um sich, parrhesia, Subjektivierung, aphrodisia, askēsis, Machtverhältnisse, Freiheit, Kritik, diskursive Praktiken, Poststrukturalismus, Geschichte des Denkens.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Foucaults Spätwerk, insbesondere seine Sicht auf Ethik als „Verhältnis des Selbst zu sich“ und dessen Abgrenzung zu herkömmlichen moralphilosophischen Systemen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Untersuchung ethischer Problematisierungen, die Rolle von Selbstpraktiken wie der „Sorge um sich“ sowie der Zusammenhang zwischen Macht, Wissen und Ethik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Foucaults eigene Auffassung von Ethik herauszuarbeiten und zu zeigen, wie er diese in seine Analyse der „Geschichte des Denkens“ integriert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die Foucaults Texte dekonstruiert, um die Elemente ethischer Subjektivierung freizulegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der vier Ethik-Elemente (Substanz, Unterwerfungsweise, Arbeit, Teleologie) und die Untersuchung spezifischer antiker Praktiken wie parrhesia.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Ethik, Moral, Sorge um sich, parrhesia, Subjektivierung und Freiheit.

Wie unterscheidet Foucault zwischen Moralcode und moralischer Lebensführung?

Der Moralcode besteht aus vorgegebenen Regeln von Institutionen, während die moralische Lebensführung die aktive, reflektierte Arbeit des Individuums an sich selbst bezeichnet.

Was bedeutet der Begriff „parrhesia“ im Kontext der Arbeit?

Parrhesia beschreibt die Pflicht und Technik, als Individuum furchtlos die Wahrheit zu sagen, um sich selbst oder andere zu kritisieren und zum Besseren zu bekehren.

Gibt es eine „ethische Wende“ in Foucaults Werk?

Die Arbeit diskutiert diese kontroverse Frage und kommt zu dem Schluss, dass Foucaults ethische Überlegungen eher eine tiefere Dimension seines bereits bestehenden Projekts darstellen.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Michel Foucaults Verständnis von Ethik
Universidad
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Curso
Ethik der Sozialen Arbeit
Calificación
1,0
Autor
Florian Boss (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
22
No. de catálogo
V353135
ISBN (Ebook)
9783668392243
ISBN (Libro)
9783668392250
Idioma
Alemán
Etiqueta
Michel Foucault Macht Ethik Soziale Arbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Florian Boss (Autor), 2013, Michel Foucaults Verständnis von Ethik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353135
Leer eBook
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