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Die Problematik der Vollbeschäftigung als sozialpolitisches Ziel und das Bedingungslose Grundeinkommen als Alternative

Titre: Die Problematik der Vollbeschäftigung als sozialpolitisches Ziel und das Bedingungslose Grundeinkommen als Alternative

Dossier / Travail , 2009 , 26 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Florian Boss (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Popularität des Bedingungslosen Grundeinkommens und der zunehmende aktionistische Charakter der Bewegung verlangt nach einer tieferen Auseinandersetzung mit dem Thema. Wie lauten die Kritikpunkte an den jetzigen Arbeitsverhältnissen und der aktuellen Arbeitsmarktpolitik, die letztlich zu dieser Idee hinführen? Wie lässt sich beschäftigungspolitisch argumentieren? Eine Kritik der Vollbeschäftigung als wichtigstes wirtschaftspolitisches Ziele ist hier ein wichtiger Argumentationsstrang. Die zentrale Frage des ersten Abschnitts der Arbeit ist deshalb: Wieso ist Vollbeschäftigung unmöglich (geworden)? Einer kurzen Definition des Ziels der Vollbeschäftigung folgt die Erkenntnis, dass wir uns seit über dreißig Jahren immer weiter davon zu entfernen scheinen. Grund genug für alle großen Parteien, zur Bundestagswahl 2009 eine massive Arbeitsplatzbeschaffung bis hin zur Vollbeschäftigung zu versprechen. Dem zugrunde liegt ein Zeitgeist, der in den Veränderungen des Sozialrechts durch die Hartz-Reformen Ausdruck findet. Abgesehen davon, dass das erklärte Ziel der Hartz-Kommission, durch die Reformen Vollbeschäftigung herzustellen, bisher nicht einmal ansatzweise erfüllt wurde, stellt sich dann die Frage, ob es überhaupt heutzutage Sinn macht, alle Menschen in Arbeit zu bringen. Dem Ziel der Vollbeschäftigung liegt nämlich ein grundsätzlicher Denkfehler zugrunde, der später näher erläutert wird.

Doch wie können alternative Ziele aussehen? Beim Versuch einer Antwort kommt man am Bedingungslosen Grundeinkommen nicht vorbei: dieser Idee widmet sich der zweite Abschnitt der Arbeit. Einer kurzen Vorstellung folgt das größte Pro-Argument, das der Autonomie des Menschen. Die Reaktionen vieler, die von der Idee das erste Mal hören, sind: „Das ist nicht bezahlbar!“ und: „Dann würden viele nicht mehr arbeiten, das ist ungerecht!“ Diese Hauptzweifel, wenn auch offensichtlich zu pauschal, sind nicht von der Hand zu weisen. In späteren Abschnitten werde ich sie jedoch etwas differenzierter betrachten, was uns zu einem zentralen Realisationsdilemma der Idee führt. Auf die Haltbarkeit der gesellschaftlichen und ökonomischen Befürchtungen gehe ich in den letzten zwei Unterpunkten ein. Schließlich wendet sich die Arbeit drittens der Frage zu, wie die Idee in Europa diskutiert wird und wie wahrscheinlich eine Änderung des aktuellen Politikkurses angesichts der offensichtlichen Notwendigkeit ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vollbeschäftigungsnorm versus Realität

1.1. Was ist Vollbeschäftigung?

1.2. Realität auf dem Arbeitsmarkt

1.3. Vollbeschäftigung als aktuelles wirtschaftspolitisches Ziel

1.4. Zeitgeist Hartz IV

1.5. Ein Recht auf Arbeit für alle?

1.6. Das Ende der Vollbeschäftigung

2. Das Bedingungslose Grundeinkommen als Alternative

2.1. Was ist das BGE?

2.2. Neue Arbeit und das Autonomieargument

2.3. Finanzierbarkeit

2.3.1. Die Höhe der Leistung

2.3.2. Die langfristigen Kosteneinsparungen

2.4. Gerechtigkeit des BGE

2.5. Realisation und Durchsetzbarkeit

2.6. Ökonomische Auswirkungen

3. Aussichten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritischen Defizite des Leitbildes der Vollbeschäftigung im Kontext aktueller arbeitsmarktpolitischer Entwicklungen und analysiert das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) als eine mögliche sozialpolitische Alternative zur Überwindung der bestehenden Erwerbsarbeitslogik.

  • Kritische Analyse der Vollbeschäftigungsnorm und ihrer gesellschaftlichen Relevanz
  • Untersuchung der Auswirkungen von Hartz IV auf den Arbeitsmarkt
  • Evaluation des Bedingungslosen Grundeinkommens als finanzierbares Modell
  • Diskussion des Gerechtigkeitsbegriffs im Zusammenhang mit einer Entkoppelung von Arbeit und Einkommen
  • Betrachtung der ökonomischen und soziologischen Durchsetzbarkeit einer neuen Gesellschaftsordnung

Auszug aus dem Buch

1.2. Realität auf dem Arbeitsmarkt

Unabhängig von den verschiedenen Definitionen lässt sich festhalten, dass Vollbeschäftigung ganz allgemein formuliert eine sehr geringe Arbeitslosigkeit bei ausreichender Bereitstellung von Arbeitsplätzen bedeutet, eben „Arbeit für alle“. Eine Situation, der dieser Definition auch annähernd gerecht wird, herrschte in Deutschland zuletzt Mitte der Siebziger Jahre. Seit damals die Zahl der Arbeitslosen erstmals eine Million überschritt, tut sich eine Schere auf zwischen der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der des Bruttosozialprodukts: während das Wachstum des BSP stets gemäß des Wirtschaftszyklus verlief, nahm die Arbeitslosigkeit stufenweise zu, wobei sie in Rezessionen stieg und in Expansionsphasen auf dem erreichten Level einrastete, um beim folgenden Abschwung weiter anzusteigen. In dieser Weise entstand seitdem eine kontinuierlich wachsende Massenarbeitslosigkeit, die mit Einführung der Hartz-IV-Reform im Januar 2005 die historische Fünf-Millionen-Marke erstmals seit Kriegsende überschritt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vollbeschäftigungsnorm versus Realität: Analysiert den historischen Wandel und das Scheitern des Vollbeschäftigungsziels sowie die Auswirkungen restriktiver Reformen wie Hartz IV.

2. Das Bedingungslose Grundeinkommen als Alternative: Stellt das BGE als Lösungsansatz vor, erörtert Finanzierungsmodelle und diskutiert die ethischen sowie ökonomischen Herausforderungen der Implementierung.

3. Aussichten: Reflektiert die zunehmende gesellschaftliche Relevanz der BGE-Debatte und skizziert die Notwendigkeit, das bisherige Arbeitsmarkt-Paradigma grundlegend zu überdenken.

Schlüsselwörter

Vollbeschäftigung, Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Hartz IV, Arbeitsmarktpolitik, Erwerbsarbeit, Sozialstaat, Autonomieargument, Finanzierbarkeit, Sozialgerechtigkeit, Massenarbeitslosigkeit, Arbeitsethik, Rationalisierung, Existenzsicherung, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der traditionellen politischen Zielsetzung der Vollbeschäftigung auseinander und hinterfragt deren Angemessenheit angesichts der heutigen wirtschaftlichen Realität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Kritik an der gegenwärtigen Arbeitsmarktpolitik, das Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) sowie die ethische und ökonomische Debatte um die Entkoppelung von Arbeit und Einkommen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, warum die Vollbeschäftigung als sozialpolitisches Ziel zunehmend an ihre Grenzen stößt und inwiefern das BGE eine tragfähige Alternative darstellen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse bestehender arbeitsmarktpolitischer Daten, soziologischer Theorien und programmatischer Konzepte großer Parteien sowie Fachautoren basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Vollbeschäftigungsproblematik sowie eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Finanzierbarkeit, Gerechtigkeit und praktischen Umsetzbarkeit des BGE.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Vollbeschäftigungsnorm, Hartz IV, BGE, Entkoppelung von Arbeit und Einkommen sowie ökonomische Rationalisierung definiert.

Warum wird Hartz IV in der Arbeit so kritisch betrachtet?

Hartz IV wird als ein Instrument analysiert, das das Ziel der Vollbeschäftigung verfehlt hat und stattdessen zu einer Stigmatisierung der Arbeitslosen sowie zur Etablierung eines Niedriglohnsektors beigetragen hat.

Welche Rolle spielt die Finanzierbarkeit bei der Diskussion um das BGE?

Die Finanzierbarkeit wird als zentrale Hürde identifiziert; dabei werden verschiedene Modelle wie die Anpassung von Steuersystemen oder die Einsparung von bürokratischen Kosten im Sozialsektor gegeneinander abgewogen.

Wird das BGE als vollkommene Lösung dargestellt?

Nein, der Autor beleuchtet das BGE als radikale, aber notwendige Antwort auf die Krise der Erwerbsarbeit, diskutiert jedoch gleichzeitig die komplexen Herausforderungen bei dessen gesellschaftlicher Realisierung.

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Résumé des informations

Titre
Die Problematik der Vollbeschäftigung als sozialpolitisches Ziel und das Bedingungslose Grundeinkommen als Alternative
Université
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Cours
Politologische und sozialpolitische Grundlagen Sozialer Arbeit
Note
1,0
Auteur
Florian Boss (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
26
N° de catalogue
V353136
ISBN (ebook)
9783668392281
ISBN (Livre)
9783668392298
Langue
allemand
mots-clé
Bedingungsloses Grundeinkommen Soziale Arbeit Vollbeschäftigung Sozialpolitik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Florian Boss (Auteur), 2009, Die Problematik der Vollbeschäftigung als sozialpolitisches Ziel und das Bedingungslose Grundeinkommen als Alternative, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353136
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Extrait de  26  pages
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