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Untersuchung zur Moralentwicklung bei Jugendlichen

Title: Untersuchung zur Moralentwicklung bei Jugendlichen

Term Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Matthias Kraut (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Im Rahmen des Seminars „Entwicklung und Lernen – Psychologie für Erziehungswissenschaftler(innen)“ bekamen wir den Auftrag, eine Kleinstudie anzufertigen. Im Seminar, als auch in der Vorlesung, wurden wir mit unterschiedlichen entwicklungs-psychologischen Schwerpunkten vertraut gemacht. Wir entschieden, eine Kleinstudie zur Moralentwicklung bei Kindern und Jugendlichen anzufertigen. Im Verlauf des Seminars, wurden wir über ausgewählte Methoden der Untersuchung zum Gegenstandsbereich, sowie über den Stand der Forschung informiert.
Wir erhoffen uns durch diese Arbeit, Einblicke in forschungspraktische Methoden und Vorgehensweisen zu gewinnen. Bestandteil dieser Arbeit ist der Test zweier Verfahren zur Messung der Moralentwicklung. Hierbei geht es uns um Möglichkeiten der empirischen Messung und um die Auswertung der gewonnenen Daten. Die beiden Verfahren (MUT, MJI), werden in Kapitel 6 vorgestellt. Weiter möchten wir mit Hilfe beider Verfahren die Moralentenwicklung an verschiedenen Schulen untersuchen. Hierfür haben wir die Waldorfschule, das Gymnasium und die Berufschule ausgewählt. Wir wollen wissen, ob die staatlich kontrollierten Bildungseinrichtungen Berufsschule und Gymnasium und die in freier Trägerschaft agierende Waldorfschule die Moralentwicklung der Schüler beeinflussen. Für uns stellt sich die Frage, ob es messbare Variablen gibt, die einen Vergleich der unterschiedlichen Schultypen überhaupt zulassen. Im Folgenden dokumentieren wir die Durchführung unserer Untersuchung von der Vorstellung des Themas und des Forschungsstandes (Kapitel 3, 4), über die Fragestellung (Kapitel 5 und 6) bis zur Untersuchung (Kapitel 7, 8) und der Auswertung und Interpretation der gewonnenen Ergebnisse (Kapitel 9 ,10, 11).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Vorbemerkungen

2. Einleitung

3. Vorstellung des Themas und des Forschungsstandes

4. Schultypen

4.1 Die Waldorfschule

4.2 Das Gymnasium

4.2 Die Berufsschule

5. Fragestellung

6. Messinstrumente

6.1 Moralisches –Urteil –Test

6.2 Moral Judgement Interview

7. Pretest zur Interviewschulung

8. Ablauf der Untersuchung an den Schulen

8.1 Stichprobenbeschreibung

8.2 Durchführung

9. Ergebnisse

10. Auswertung

11. Bewertung

12. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das moralische Urteilsvermögen bei Jugendlichen an verschiedenen Schultypen, um herauszufinden, ob unterschiedliche pädagogische Konzepte einen Einfluss auf die moralische Entwicklung der Schüler haben. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, messbare Variablen zu identifizieren, die einen Vergleich zwischen Waldorfschulen, Gymnasien und Berufsschulen hinsichtlich ihrer moralischen Urteilsfähigkeit ermöglichen.

  • Vergleich der Moralentwicklung bei Schülern unterschiedlicher Bildungseinrichtungen.
  • Analyse der Konzepte von Waldorfschule, Gymnasium und Berufsschule.
  • Einsatz und Validierung von Messinstrumenten wie dem Moralischen-Urteil-Test (MUT) und dem Moral Judgement Interview (MJI).
  • Untersuchung des Einflusses von Unterrichtsgestaltung und Lernklima auf die moralische Diskursfähigkeit.
  • Diskussion forschungsmethodischer Herausforderungen in der pädagogischen Psychologie.

Auszug aus dem Buch

3 Vorstellung des Themas und des Forschungsstandes

Über Moral und deren Ausprägung wurde schon viel geschrieben und berichtet. Zahlreiche Standpunkte beleuchten dieses Thema. Ob nun Philosophen, Anthropologen, Soziologen oder Politologen, sie alle untersuchen die Moral aus unterschiedlicher Perspektive. Zum Beispiel unterscheidet K.E. Nipkow vier klassische und zwei neue Bereiche der Moral [Nipkow 1996, S. 40].

Er nennt: Partnerschafts-, Sexual-, Ehe- und Familienmoral, Moral der zwischenmenschlichen Beziehungen, Arbeits- und Berufsmoral, öffentlich-politische Moral und die zwei neueren Moralbereiche Umweltmoral und wissenschaftsethische Moral, die sich beispielsweise mit Fragen der Gentechnologie befasst [Nipkow 1996, S. 40].

Siegmund Freuds Sichtweise ist etwas differenzierter. Er ist der Auffassung, dass die Formung der Persönlichkeit des Kindes dadurch bestimmt wird, wie es Konflikte zwischen den Trieben des Es und den elterlichen Forderungen löst. Um zu vermeiden, dass es ständig in Konflikt mit den elterlichen Forderungen gerät, identifiziert sich das Kind mit den Eltern und übernimmt dabei ihre moralischen Einstellungen und Werte [Joas 2000, S.130]. Carol Gilligan wirft die Frage der geschlechtsdifferenzierten Sozialisation auf. Demnach orientieren sich Männer an abstrakten Prinzipien wie Gerechtigkeit und Billigkeit, Frauen hingegen sind zu Bindungsfähigkeit an Familie und Freunde sozialisiert und neigen dazu moralische Fragen im Kontext persönlicher Beziehungen und sozialer Verpflichtungen zu beurteilen [Joas 2000, S.131].

Diese Beispiele zeigen, wie schwierig es ist, Moral zu beschreiben und einzugrenzen. Wir beschränken uns im Folgenden auf die entwicklungspsychologische Sichtweise. Diese ist vor allem geprägt durch Arbeiten von Piaget, Kohlberg und Lind, die als Grundlage dieser Arbeit dienen. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Theorien und Vertreter der entwicklungspsychologischen Moralforschung vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Allgemeine Vorbemerkungen: Information über die Urheberschaft und den Entstehungszeitraum der Hausarbeit.

2. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Kleinstudie und der Auswahl der untersuchten Schultypen.

3. Vorstellung des Themas und des Forschungsstandes: Theoretische Herleitung des Moralbegriffs und der entwicklungspsychologischen Modelle von Piaget und Kohlberg.

4. Schultypen: Charakterisierung der Waldorfschule, des Gymnasiums und der Berufsschule sowie ihrer pädagogischen Hintergründe.

5. Fragestellung: Formulierung der Hypothese zur moralischen Urteilsfähigkeit im Vergleich der Schultypen.

6. Messinstrumente: Erläuterung der angewandten Testverfahren MUT und MJI.

7. Pretest zur Interviewschulung: Reflexion über die Testdurchführung an einer Grundschule zur Vorbereitung auf die Hauptuntersuchung.

8. Ablauf der Untersuchung an den Schulen: Beschreibung des methodischen Vorgehens bei der Stichprobenerhebung und Durchführung der Interviews.

9. Ergebnisse: Tabellarische Aufbereitung der erhobenen Daten aus MUT und MJI.

10. Auswertung: Analyse der Probleme bei der Datenverknüpfung und methodische Reflexion der Ergebnisse.

11. Bewertung: Interpretation der Ergebnisse und kritische Auseinandersetzung mit der Validität der Untersuchung.

12. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Moralentwicklung, Jugendliche, Waldorfschule, Gymnasium, Berufsschule, Moralurteilsvermögen, Lawrence Kohlberg, Georg Lind, Moral Judgement Interview, Moralisches-Urteil-Test, Entwicklungspsychologie, Diskursfähigkeit, Dilemmadiskussion, empirische Sozialforschung, Schulpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit ist eine Kleinstudie, die untersucht, wie sich die moralische Urteilsfähigkeit bei Jugendlichen unterschiedlicher Schultypen entwickelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Moralentwicklung nach Piaget und Kohlberg, der Vergleich pädagogischer Profile von Waldorfschulen, Gymnasien und Berufsschulen sowie die Anwendung empirischer Messverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist die Prüfung der Hypothese, ob Schüler an Waldorfschulen aufgrund ihres speziellen pädagogischen Umfelds eine höhere moralische Urteilsfähigkeit aufweisen als ihre Altersgenossen an staatlichen Schulen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren setzen den „Moralisches-Urteil-Test“ (MUT) von Georg Lind und das „Moral Judgement Interview“ (MJI) von Lawrence Kohlberg ein.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst den theoretischen Forschungsstand, die Vorstellung der Schultypen, die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung sowie die Auswertung und kritische Bewertung der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Moralentwicklung, Kohlbergs Stufenmodell, Schultyp-Vergleich, Diskursfähigkeit und empirische Messmethodik beschreiben.

Warum stellte die Auswertung des MUT die Autoren vor Probleme?

Die Autoren berichteten von Schwierigkeiten bei der Stufenzuordnung aufgrund widersprüchlicher Argumentationsbewertungen und mangelnder Literatur zur statistischen Auswertung des MUT.

Welche Erkenntnisse ergab der Vergleich der Schulen?

Die Untersuchung zeigte, dass Gymnasiasten im MJI tendenziell höhere moralische Stufen erreichten als Auszubildende, wobei die Autoren vermuten, dass dies an der stärkeren Übung mit Dilemmadiskussionen im gymnasialen Unterricht liegen könnte.

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Details

Title
Untersuchung zur Moralentwicklung bei Jugendlichen
College
University of Leipzig
Grade
1,7
Author
Matthias Kraut (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V35325
ISBN (eBook)
9783638352796
ISBN (Book)
9783638902076
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Kraut (Author), 2003, Untersuchung zur Moralentwicklung bei Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35325
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