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Alkoholmissbrauch im Jugendalter. Mögliche Auslöser und die aktuelle Situation in Deutschland

Titre: Alkoholmissbrauch im Jugendalter. Mögliche Auslöser und die aktuelle Situation in Deutschland

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Melissa Quantz (Auteur)

Psychologie - Psychologie du développement
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Résumé Extrait Résumé des informations

Wieso betrinken sich einige Jugendliche absichtlich bis in die Besinnungslosigkeit? Die Wichtigkeit dieses Themas ist unbestritten hoch. Das Jugendalter ist eine Zeit voller Umbrüche, Orientierungslosigkeit und Unsicherheit. Verglichen mit der Erfahrung, die bis zum Beginn des Jugendalters gesammelt werden kann, ist der Entwicklungsdruck scheinbar in keiner anderen Lebenszeit so hoch. Verständlich ist also das grenzüberschreitende Verhalten in Verbindung mit der Bewältigung dieser Aufgaben, wie zum Beispiel übermäßiger Alkoholkonsum oder -missbrauch. Beispielhaft ist die Studie zum Alkoholkonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland im Jahr 2012 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, deren Ergebnis u.a. ist, dass etwa jeder sechste Jugendlichen (17,4 %) zwischen 12 und 17 Jahren in den letzten 30 Tagen mindestens einmal Rauschtrinken, also der Konsum einer großen Menge Alkohols zu einer Gelegenheit, praktiziert hat. Problematisch ist also nicht der Alkoholkonsum im Jugendalter an sich, denn das ist keine neue Entwicklung. Problematisch ist aber die Art des Trinkens: schnell und hemmungslos in enormen Mengen. Außerdem ist Alkohol allgemein als Einstiegsdroge in der sog. Drogenkarriere klassifiziert.

Um auf diese Entwicklung zu reagieren, muss sie erst einmal verstanden werden. Bevor diese Arbeit auf die Gründe und Faktoren eingeht, die zum Alkoholmissbrauch im Jugendalter führt, wird zunächst die Definitionslage beleuchtet – wann ist jemand überhaupt abhängig, und was genau ist Alkoholmissbrauch? Auf dieser Grundlage wird auf die aktuelle Situation der Jugendlichen in Deutschland eingegangen, um schlussendlich einen großen Blickwinkel zu haben, aus dem der Alkoholmissbrauch im Jugendalter betrachtet werden kann. Hier werden allerdings keine universell anwendbaren Gründe für das Trinken im Jugendalter behandelt; die Komplexität des Menschen aus seiner Persönlichkeit und seinem Umfeld sind zu umfangreich, um den Grund für das Trinken eines bestimmten Jugendlichen zu kennen, ohne aber seine Individualität zuvor berücksichtigt zu haben. Vielmehr sollen hier damit häufig zusammenhängende Faktoren behandelt werden, die aber nicht automatisch bedeuten, dass das Zutreffen einiger Faktoren für eine Person den Rückschluss zuließe, dass sie trinkt. Dies gilt für die gesamte Arbeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definitionen

1.1 Das Jugendalter

1.2 Konsum, Missbrauch, Abhängigkeit und Sucht

1.3 Alkohol und seine Wirkungen

2. Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland (BZgA)

3. Warum sich Jugendliche in den Rausch trinken

3.1 Einführung in die Abwehrstrategien

3.2 allgemeine Einflüsse

3.3 distale Einflüsse

3.4 proximale Einflüsse

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und sozialen Ursachen sowie die Hintergründe des exzessiven Alkoholkonsums ("Rauschtrinken") bei Jugendlichen in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, welche Faktoren – von der individuellen Persönlichkeitsstruktur bis hin zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen – Jugendliche dazu bewegen, Alkohol in gesundheitsgefährdenden Mengen zu konsumieren.

  • Grundlagen der Definition von Jugendalter und Suchtphänomenen
  • Analyse der aktuellen Konsumsituation Jugendlicher in Deutschland
  • Psychologische Erklärungsansätze (Abwehrstrategien und Motivationsfaktoren)
  • Einfluss von Modelllernen, Gruppenzwang und gesellschaftlichen Rollenbildern
  • Betrachtung von allgemeinen, distalen und proximalen Einflussfaktoren

Auszug aus dem Buch

Kapitel 3.1: Warum sich Jugendliche in den Rausch trinken – Einführung in die Abwehrstrategien

Wie eingangs erwähnt werden Jugendliche vor große Herausforderungen gestellt. Neben den körperlichen Veränderungen der Pubertät müssen sie sich einer Vielzahl von fundamentalen Entwicklungs- und Alltagsaufgaben stellen. Unter Anderem gehören zu den Entwicklungsaufgaben auch die Übernahme der jeweiligen Geschlechtsrolle, das Akzeptieren der eigenen Erscheinung, die Entwicklung einer eigenen persönlichen sowie sexuellen Identität und eines Wertesystems, und schließlich die Vorbereitung auf Familie und Beruf. Auch sozial verantwortliches Verhalten wird in dieser Zeit gefestigt. Neben diesen Aufgaben stellt die Umwelt zusätzlich Anforderungen an das Individuum. Diese Veränderungen werden zu diesem Zeitpunkt quasi erstmalig erlebt und stellen deshalb eine umso größere Quelle für Unsicherheit und Vulnerabilität dar (vgl. Dreher & Dreher, 1997).

Ein allgemeines Merkmal ist – nicht nur, aber besonders in dieser Zeit – die Entwicklung eines akzeptablen Selbstbildes. Stress, Versagen oder schlicht die Herabwürdigung durch eine äußere Instanz, wie Familie, Freunde oder die Schule, bedrohen dieses Selbstbild. Um sich selbst zu schützen entwickeln Kinder schon früh Abwehrstrategien, die diese Spannungen und den unmittelbaren Stress mindern. Sind diese Strategien erfolgreich, so werden sie gemäß der operanten Konditionierung (Bandura, A., 1977) häufiger verwendet. Bei übermäßigem und neurotischem Anwenden solcher Strategien geschieht allerdings eine Realitätsverzerrung, die zu einem Kurzschluss realistischer Lösungen führt. Deshalb sind diese Abwehrstrategien immer nur als temporäre und übergangsweise Lösung kritisch zu betrachten.

Zu den Strategien gehören u. A. Isolation bzw. die emotionale Abgrenzung des Individuums; was sich durch das Senken der eigenen Bedürfnisse, Passivität, Resignation und eine zynische Haltung zeigt, um die Illusion der eigenen Hoffnungen nicht zu verletzten (vgl. Hebert, M., 1987), Fantasie; was sich durch eine Kompensierung oder Leugnung der Realität durch das Schaffen einer Fantasiewelt, in der produktiv verschiedene Lösungsstrategien der Realität durchgespielt werden können oder unproduktiv das eigene Versagen in der Realität durch die fantastische Scheinwirklichkeit wegerklärt wird (vgl. Hebert, M., 1987), zeigt, Rationalisierung; bei der das Individuum sozial gebilligte und scheinlogische Gründe für die Realität und ggf. sein Versagen erdenkt und es Enttäuschungen damit rechtfertigt (saure Trauben-süße-Zitronen-Haltung, vgl. Hebert, M., 1987), Projektion; bei der unannehmbare eigene Tendenzen anderen zugeschrieben werden, und der Verschiebung, bei der ein Gefühl oder eine Handlung vom eigentlichen Ziel auf ein anderes übertragen wird (vgl. Hebert, M., 1987).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Jugendalters als Phase der Umbrüche und führt in die Problematik des Rauschtrinkens als potenziell destruktive Bewältigungsstrategie ein.

1. Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Jugendalter, Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit definiert sowie die physiologischen Wirkungsweisen von Alkohol auf den menschlichen Organismus dargelegt.

2. Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland (BZgA): Basierend auf aktuellen Studien werden Daten zur Verbreitung des Alkoholkonsums und Rauschtrinkens bei Jugendlichen in Deutschland präsentiert und kritisch eingeordnet.

3. Warum sich Jugendliche in den Rausch trinken: Dieses Hauptkapitel analysiert in Unterpunkten die psychologischen Abwehrmechanismen sowie allgemeine, distale und proximale Einflussfaktoren, die den Einstieg in den exzessiven Alkoholkonsum begünstigen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die komplexen Wechselwirkungen zusammen, die zum Alkoholmissbrauch führen, und betont die Notwendigkeit eines verantwortungsbewussten Umgangs, der nicht allein durch rigide Verbote, sondern durch individuelle Reifung erlernt werden muss.

Schlüsselwörter

Jugendalter, Alkoholmissbrauch, Rauschtrinken, Binge-Drinking, Suchtprävention, Entwicklungsaufgaben, Abwehrstrategien, Modelllernen, Peergroup, Identitätsentwicklung, psychische Gesundheit, Adoleszenz, Substanzkonsum, gesellschaftliche Einflüsse, Eigenverantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der psychologischen und sozialen Problematik des Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen in Deutschland, insbesondere mit dem Phänomen des Rauschtrinkens.

Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, die Beweggründe für den exzessiven Alkoholkonsum zu verstehen und aufzuzeigen, wie Jugendliche Alkohol als teils destruktive Lösungsstrategie für ihre Entwicklungsaufgaben einsetzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Sucht, die Analyse statistischer Daten zum Alkoholkonsum, psychologische Abwehrmechanismen sowie soziale und biologische Einflussfaktoren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Repräsentativbefragungen (BZgA) basiert.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte im Hauptteil?

Im Hauptteil werden Abwehrstrategien (wie Fluchtverhalten oder Rationalisierung) sowie die Kategorisierung von Einflüssen in allgemeine, distale und proximale Faktoren detailliert untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Konzepte wie Adoleszenz, Identitätsfindung, psychische Konstitution, Suchtspirale und den sozio-kulturellen Einfluss der Peergroup charakterisiert.

Warum spielt das Thema der „Abwehrstrategien“ eine so zentrale Rolle?

Abwehrstrategien dienen dazu, den mit dem Erwachsenwerden einhergehenden Druck und Stress zu mindern; der Alkohol fungiert hierbei als ein (gefährliches) Instrument zur emotionalen Entlastung.

Welche Rolle spielt die Peergroup beim Alkoholkonsum?

Die Peergroup fungiert als zentraler sozialer Rahmen; durch den Konformitätsdruck und die Suche nach Anerkennung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche das Trinkverhalten der Gruppe übernehmen.

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Résumé des informations

Titre
Alkoholmissbrauch im Jugendalter. Mögliche Auslöser und die aktuelle Situation in Deutschland
Université
University of Koblenz-Landau  (Institut für Psychologie)
Note
1,3
Auteur
Melissa Quantz (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
19
N° de catalogue
V353320
ISBN (ebook)
9783668395787
ISBN (Livre)
9783668395794
Langue
allemand
mots-clé
alkoholkonsum alkoholmissbrauch alkohol jugendliche jugendalter Entwicklungspsychologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Melissa Quantz (Auteur), 2014, Alkoholmissbrauch im Jugendalter. Mögliche Auslöser und die aktuelle Situation in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353320
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Extrait de  19  pages
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