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Der Irakkonflikt als Testfall eines außenpolitischen Strategiewechsels

Titre: Der Irakkonflikt als Testfall eines außenpolitischen Strategiewechsels

Dossier / Travail de Séminaire , 2003 , 27 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Diplom-Volkswirtin Friederike Krieger (Auteur)

Politique - Région: Etats-Unis
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die bisherige Bilanz des dritten Kriegs am Golf: Über 3000 getötete US-Soldaten, die meisten davon nach Beendigung der offiziellen Kampfhandlungen; in regelmäßigen Abständen neue Meldung über Bombenanschläge; eine handlungsfähige, stabile Demokratie in weiter Ferne - Warum haben die USA sich auf das Abenteuer Irak eingelassen?
Zunächst waren es die Massenvernichtungswaffen des Golfstaats, mit denen Amerika gegenüber der Weltöffentlichkeit seinen Einmarsch zu rechtfertigen versuchte – die Beseitigung einer Gefahr für das eigene Land und den Rest der Welt. Doch diese Begründung, die schon von vor der Offensive auf wackligen Füßen thronte, ist inzwischen endgültig in sich zusammengebrochen. Die amerikanischen Truppen suchten im eroberten Irak vergebens nach ihnen. Schließlich musste die USA zugeben, dass die im Vorfeld vor der UNO vorgetragenen Beweise über diese Waffen, welche die Intervention legitimieren sollten, nicht der Realität entsprachen.
Wenn nicht die Massenvernichtungswaffen, was war dann der Grund dem Irak den Krieg zu erklären? Es war das Öl der Golfregion, über das Amerika Kontrolle gewinnen wollte, sagen die einen. Es waren diffuse Rachegelüste an der arabischen Welt, nachdem die Terrororganisation al Qaeda das World Trade Center in New York am 11. September 2001 in Schutt und Asche gelegt hat, sagen die anderen.
Doch in erster Linie war es der Versuch, einen außenpolitischen Strategiewechsel einzuläuten. Einerseits wollten die USA im Sinne der realistischen Theorie der Politik ihrem durch das Ende des Kalten Kriegs Hohl gewordenen Hegemonieanspruch neues Leben einhauchen. Andererseits war es auch ein Versuch, eine „demokratische Kettenreaktion“ im Mittleren Osten auszulösen, um der Idee des liberalen Interventionalismus folgend die Region zu befrieden und der Terrorgefahr ein Ende zu setzen.
Dieser Aufsatz analysiert am Beispiel des Irakkriegs Ursache, Natur and Konsequenzen der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS), die sich die USA nach dem 11. September zugelegt haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A) Vorwort

B) 1. Teil: Die Irakpolitik der 90erJahre

B.1) Die Vorgeschichte: Der erste Golfkrieg

B.2) Bush senior und der Irak: Der zweite Golfkrieg

B.3) Amerikanischen Außenpolitik nach dem Ende der bipolaren Weltordnung

B.3.1) Die Kluft zwischen Hegemonie und dem Primat der Innenpolitik

B.3.2) Die USA und das internationale Umfeld

B.4) Clinton und der Irak: Containment

C) 2.Teil: Der dritte Krieg am Golf

C.1) Die offizielle Begründung: Die Bush-Doktrin

C.2) Widerlegung der offiziellen Kriegsgründe

C.3) Die wirklichen Gründe

C.3.1) Die historische Gelegenheit

C.3.2) Erkenntnis alter Fehler im Mittleren Osten

C.3.4) Regimewechsel im Irak als Chance zur Neuordnung

C.3.5) Verkauf des Irak-Krieges als „Kampf gegen den Terror“

C.3.6) Das internationale Umfeld: Konfrontation und Kooperation

D) Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die US-amerikanische Irakpolitik und analysiert dabei, inwiefern der Irakkrieg als Testfall für eine grundlegende außenpolitische Strategieneuausrichtung nach dem 11. September 2002 zu verstehen ist. Die Forschungsfrage fokussiert auf die rationalen Gründe der Administration unter George W. Bush sowie die Divergenz zwischen offiziellen Begründungen und tatsächlichen hegemonialen Zielen.

  • Analyse der Irakpolitik der 1990er Jahre und des "Containment"-Ansatzes.
  • Kritische Untersuchung der offiziellen Kriegsbegründungen (Bush-Doktrin).
  • Theoretische Einordnung des "Demokratie-Dominos" im Mittleren Osten.
  • Darstellung der Rolle der öffentlichen Meinung und des internationalen Umfelds.
  • Bewertung der Transformation von einer reaktiven zu einer präemptiven Sicherheitsstrategie.

Auszug aus dem Buch

C.1) Die offizielle Begründung: Die Bush-Doktrin

Seit den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon haben die USA dem Terrorismus den Krieg erklärt.

Zunächst galt dieser Feldzug dem für die Anschläge verantwortlichen Terrornetzwerk al-Qaeda und – da die USA „keinen Unterschied zwischen Terroristen und denen, die ihnen wissentlich Unterschlupf gewähren oder Unterstützung zukommen lassen“ machen – auch dem Taliban-Regime in Afghanistan, dem gescheiterten Staat, der den Terroristen als Basislager diente. Kurz nachdem diese Schlacht geschlagen war rückte, vom Rest der Welt mit Stirnrunzeln betrachtet, ein neuer Feind ins Visier Vereinigten Staaten: Der Irak.

„Die größte Gefahr für die Freiheit liegt an der Schnittstelle von Radikalismus und Technologie“ erläuterte Bush junior in seiner West Point-Rede am 1. Juni 2002. Übernommen wurde dieses Zitat in die Nationale Sicherheitsstrategie (NSS) der USA, die im September 2002 veröffentlicht wurde und die außenpolitische Neuausrichtungen der Vereinigten Staaten dokumentieren soll. Im Kapitel 5 der Strategie, das auch als „Bush-Doktrin“ bekannt geworden ist, machen die USA neben Terroristen auch sogenannte „Schurkenstaaten“ als Bedrohung für ihre Sicherheit aus.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Vorwort: Einleitung in die Problematik der Kriegsbegründung und der Verschiebung US-amerikanischer Außenpolitik nach dem 11. September.

B) 1. Teil: Die Irakpolitik der 90erJahre: Historischer Rückblick auf die wechselhaften Beziehungen zwischen den USA und dem Irak, von der Unterstützung im Ersten Golfkrieg bis zur "Containment"-Politik unter Clinton.

C) 2.Teil: Der dritte Krieg am Golf: Zentrale Analyse der Bush-Doktrin, der kritischen Widerlegung offizieller Kriegsgründe und der strategischen Ambitionen zur regionalen Neuordnung.

D) Fazit und Ausblick: Kritische Bewertung der Wirksamkeit der neuen Strategie und des beginnenden Vertrauensverlusts in die militärische Alleingangs-Option.

Schlüsselwörter

Irakkonflikt, Außenpolitik USA, Bush-Doktrin, Terrorismus, Präventivkrieg, Hegemonie, Massenvernichtungswaffen, Containment, Regimewechsel, Demokratisierung, Mittlerer Osten, Sicherheitsstrategie, Unilateralismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, ob der Irakkrieg 2003 lediglich als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September zu sehen ist oder ob er als Testfall für eine weitergehende, hegemoniale Strategieneuausrichtung der USA dient.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der US-Irakpolitik seit den 1990er Jahren, die theoretischen Konzepte der "Bush-Doktrin" und die innen- sowie außenpolitischen Auswirkungen der US-amerikanischen Sicherheitsstrategie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass die Entscheidung für den Irakkrieg auf rationalen geostrategischen Überlegungen beruht, die weit über die offiziell kommunizierte Terrorbekämpfung und die Existenz von Massenvernichtungswaffen hinausgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von sicherheitspolitischen Strategiepapieren, Regierungsreden und aktueller politikwissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der 90er Jahre sowie eine detaillierte Untersuchung der "Bush-Doktrin", deren theoretische Widerlegung und die anschließende Analyse der wahren Motive hinter dem Regimewechsel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Hegemonie, Präventivkrieg, Schurkenstaaten, Demokratisierung, "Kampf gegen den Terror" und nationale Sicherheitsstrategie.

Warum wird die "Bush-Doktrin" so kritisch hinterfragt?

Die Arbeit hinterfragt diese Doktrin, da sie die offizielle Begründung (Massenvernichtungswaffen) methodisch widerlegt und die Diskrepanz zwischen öffentlicher Rhetorik und geostrategischen Zielen (Demokratie-Dominos) offenlegt.

Welche Rolle spielt die öffentliche Meinung in der Strategie?

Die Arbeit zeigt auf, dass die US-Administration die öffentliche Meinung gezielt manipulierte oder steuerte, um Akzeptanz für eine interventionistische Außenpolitik zu schaffen, die das Volk eigentlich kritisch gegenüberstand.

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Résumé des informations

Titre
Der Irakkonflikt als Testfall eines außenpolitischen Strategiewechsels
Université
University of Cologne  (Seminar für politische Wissenschaft)
Cours
Die Außenpolitik der USA
Note
1,7
Auteur
Diplom-Volkswirtin Friederike Krieger (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
27
N° de catalogue
V35337
ISBN (ebook)
9783638352901
ISBN (Livre)
9783638704694
Langue
allemand
mots-clé
Irakkonflikt Testfall Strategiewechsels Außenpolitik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom-Volkswirtin Friederike Krieger (Auteur), 2003, Der Irakkonflikt als Testfall eines außenpolitischen Strategiewechsels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35337
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Extrait de  27  pages
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