Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Otto IV. und Innozenz III. Beurteilung der päpstlich-welfischen Allianz

Title: Otto IV. und Innozenz III. Beurteilung der päpstlich-welfischen Allianz

Bachelor Thesis , 2016 , 48 Pages , Grade: 2,1

Autor:in: Christina Geiger (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die 2016 verfasste Bachelorarbeit mit dem Titel "Otto IV. und Innozenz III." behandelt den deutschen Thronstreit im 12. Jahrhundert.

Wie konnte es zu einer doppelten Königswahl kommen und weshalb entschied sich Papst Innozenz III., der als Vermittler zwischen der staufischen und der welfischen Partei agierte – für Otto von Braunschweig und nicht für Philipp von Schwaben?

Ziel der Arbeit ist es, die päpstlich-welfische Allianz – aus heutiger Sicht – zu beurteilen. Denn schließlich kam es trotz anfänglicher Übereinkunft zwischen Papst und König zu einer drastischen Wende bishin zur Exkommunikation Ottos IV. – wobei die Rolle der Fürsten nicht außer Acht gelassen werden darf. Als Hauptquelle wurde das sogenannte Thronstreitregister - kurz RNI - herangezogen. Das sogenannte "Regestum super negotio imperii" ist eine Quelle von unschätzbarem Wert und schildert die königlich/kaiserlich-päpstlichen Beziehungen, sowie die eindrucksvolle Politik Innozenz III. zwischen 1198 und 1209.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Königtum und Papsttum im Mittelalter

II. Otto IV. und Innozenz III.

1. Heinrichs Tod

2. Die Kandidaten der doppelten Königswahl

2.1. Philipp von Schwaben

2.2. Otto von Braunschweig

3. Das Thronstreitregister

3.1. Sinn und Zweck

3.2. Aufbau

4. Innozenz III.

4.1. Päpstliche Autorität

4.2. Innozenz als Vermittler zwischen den Weltmächten

5. Der Vertrag zwischen Otto IV. und Innozenz III.

5.1. Inhalte des Vertragsangebotes

5.2. Entscheidung der Kurie zugunsten Ottos IV.

5.3. Die Neußer Erklärung

5.4. Die Erfüllung des Vertrages durch den Papst

5.4.1. Die Anerkennung Ottos IV. und die Dekretale Venerabilem

5.4.2. Päpstliches Agieren in der Fürstenproblematik

6. Die Wende in der päpstlich-welfischen Allianz

6.1. Innozenz‘ kurzzeitiger Umschwung

6.2. Ursachen der endgültigen Entzweiung

6.3. Die öffentliche Exkommunikation Ottos IV.

6.3.1. Begründung der Exkommunikation

6.3.1.1. Vertragsbruch

6.3.1.2. Vertrauensbruch

6.3.2. Das Ende des Welfen

III. Die Beurteilung der päpstlich-welfischen Allianz aus heutiger Sicht

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem welfischen Thronanwärter Otto von Braunschweig und Papst Innozenz III. im Kontext des deutschen Thronstreits nach dem Tod Kaiser Heinrichs VI. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich die wechselhafte päpstlich-welfische Allianz entwickelte, welche rechtlichen und politischen Motive hinter den Bündnisentscheidungen des Papstes standen und warum das Verhältnis letztlich in den Bruch und die Exkommunikation Ottos IV. mündete.

  • Die Analyse des sogenannten Thronstreitregisters (RNI) als zentrale Quelle.
  • Die Dynamik zwischen päpstlicher Rekuperationspolitik und kaiserlichen Machtansprüchen.
  • Die Rolle der Dekretale Venerabilem als rechtliche Grundlage päpstlicher Eingriffe.
  • Die Auswirkungen der internationalen Rivalität zwischen England und Frankreich auf den deutschen Thronstreit.
  • Die Beurteilung der gescheiterten Allianz aus heutiger wissenschaftlicher Sicht.

Auszug aus dem Buch

3.2. Aufbau

Was den Aufbau des Thronstreitregisters betrifft, wird sich im Folgenden v.a. auf den Beginn konzentriert, da es zu komplex wäre, die gesamte Gestaltung des RNI zu analysieren. Laufs berichtet, Winkelmann habe zu seiner Zeit bereits erkannt, dass der Anfang des Thronstreitregisters nach eigenen bestimmten Gesichtspunkten geformt wurde: Winkelmann betrachtete die Briefe 1 und 2 als Beweise, dass der Papst die deutschen Fürsten zur Versöhnung gemahnt hat, die Eintragungen 3 bis 11 als die Briefe Ottos IV. und dessen Anhänger sowie die Antwort Innozenz‘ darauf, die Briefe 12 bis 18 als den Niederschlag der Verhandlungen mit Philipp und dessen Anhängern und den Antworten Innozenz‘ darauf, die Schreiben 19 bis 28 als mehrfache Bittschreiben Ottos IV. um Anerkennung und die Antwort darauf und schließlich RNI 29 als die Motivierung des päpstlich gefassten Beschlusses.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass wir mit dem Thronstreitregister nicht bloß einzelne, isolierte Schreiben – die im Großen und Ganzen chronologisch angeordnet sind – vor uns haben, sondern „sie sind uns vielmehr in einem Zusammenhang überliefert, in einer sehr sorgfältig verknüpften Verbindung, die von dem Handelnden selbst stammt.“ Es gibt auch einige Kritiker, die behaupten, das Register müsste normalerweise mit Nr. 3 beginnen, weil die Briefe Nr. 1 und 2 angeblich erst nach dem Eintreffen der welfischen Gesandtschaft, welche wiederum die Einträge 3 – 10 mitgebracht hat, verfasst worden seien. Laufs kontert an dieser Stelle aber, dass das Register nach der Auffassung des Papstes richtig anfängt. Möglicherweise wollte Innozenz durch die anfänglich abweichende Chronologie bestimmte Effekte erzielen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Königtum und Papsttum im Mittelalter: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Verhältnisses zwischen deutschem Königtum und Papsttum seit Otto dem Großen und die zunehmenden Spannungen bei der Kaiserkrönung.

II. Otto IV. und Innozenz III.: Dieser Hauptteil analysiert den Thronstreit, die Rolle des Registers, die päpstliche Politik, das Vertragsverhältnis zwischen Otto IV. und dem Papst sowie die Eskalation, die zur Exkommunikation Ottos führte.

III. Die Beurteilung der päpstlich-welfischen Allianz aus heutiger Sicht: Hier erfolgt eine zusammenfassende Bewertung des Bündnisses, wobei die taktische Klugheit und die Zielsetzungen des Papstes sowie das Scheitern Ottos IV. kritisch reflektiert werden.

Schlüsselwörter

Otto IV., Innozenz III., deutscher Thronstreit, Thronstreitregister, RNI, päpstliche Autorität, Kaiserkrönung, Dekretale Venerabilem, Neußer Erklärung, Exkommunikation, welfisch-staufischer Konflikt, Rekuperationspolitik, Translationstheorie, Vertragstreue, Mittelalterliche Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen machtpolitischen Beziehung zwischen dem welfischen Kaiser Otto IV. und Papst Innozenz III. während des deutschen Thronstreits zu Beginn des 13. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die diplomatischen Verhandlungen im Thronstreit, die Rolle des Papstes als Schiedsrichter über die Königswürde sowie die rechtlichen Verträge zwischen Kurie und König.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für die päpstlich-welfische Allianz und deren letztendliches Scheitern nachzuvollziehen sowie das Verhalten Ottos IV. und Innozenz III. historisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine quellenkritische Analyse, wobei insbesondere das Thronstreitregister (RNI) als zentrale Quelle für die päpstliche Politik herangezogen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Akteure, die Untersuchung des Thronstreitregisters, die Analyse der Vertragsangebote und die chronologische Darstellung der Entfremdung, die zur Exkommunikation führt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Forschungsarbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Thronstreit, RNI (Regestum super negotio imperii), Dekretale Venerabilem, Neußer Erklärung und päpstliche Rekuperationspolitik.

Welche Rolle spielt das "Thronstreitregister" für die Argumentation der Autorin?

Das Register dient als wichtigste Quelle, um die kaiserlich-päpstlichen Beziehungen und die zielgerichtete Komposition päpstlicher Korrespondenz zur Durchsetzung der Kirchenpolitik nachzuweisen.

Warum kam es trotz der "Neußer Erklärung" zum Bruch zwischen Otto IV. und Innozenz III.?

Der Bruch entstand, weil Otto IV. seine vertraglichen Zusagen gegenüber der Kurie, insbesondere bezüglich der italienischen Besitzungen, nach seiner Kaiserkrönung nicht einhielt, was der Papst als schweren Vertrauens- und Vertragsbruch wertete.

Excerpt out of 48 pages  - scroll top

Details

Title
Otto IV. und Innozenz III. Beurteilung der päpstlich-welfischen Allianz
College
University of Regensburg  (Institut für Geschichte)
Grade
2,1
Author
Christina Geiger (Author)
Publication Year
2016
Pages
48
Catalog Number
V353461
ISBN (eBook)
9783668395138
ISBN (Book)
9783668395145
Language
German
Tags
Otto IV. Innozenz III. Königtum und Papsttum im Mittelalter Thronstreitregister Die Welfen Die Staufer Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Geiger (Author), 2016, Otto IV. und Innozenz III. Beurteilung der päpstlich-welfischen Allianz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353461
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  48  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint