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Kreatives Schreiben im Deutschunterricht in der Sekundarstufe I

Theorie und Praxis

Title: Kreatives Schreiben im Deutschunterricht in der Sekundarstufe I

Term Paper , 2016 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sevim Toker (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Zentral für diese Arbeit ist die Frage, wie die Schreibfähigkeit durch Kreatives Schreiben im Deutschunterricht gefördert werden kann. So ist es das Ziel der vorliegenden Arbeit, auf theoretischer und praktischer Ebene das Kreative Schreiben als ein „innovatives“ Schreibkonzept zu untersuchen. Dazu werden im folgenden Kapitel zunächst die theoretischen Grundlagen erarbeitet. Es folgen eine Darstellung von Methoden (Kapitel 3) und eine Erörterung der Benotungsproblematik (Kapitel 4). Die Arbeit schließt mit einer Diskussion der Chancen und Grenzen des Kreativen Schreibens.

In einer Kleinstudie wurde das freizeitliche Schreibverhalten von 650 Jugendlichen erfasst: 94% erklärten, dass sie ab und zu in der Freizeit schrieben. Als Schreibanlass gaben 60% der Mädchen das Bedürfnis nach Weitergabe von Erlebnissen und Problemen an, knapp 60% der Jungen den Wunsch, ihre Erinnerungen festzuhalten.

Dem steht ein traditionelles Verständnis der schulischen Schreiberziehung gegenüber, das primär auf Normorientierung und Fehlervermeidung ausgerichtet ist und insbesondere Lern- und Übungszwecken dient. Die Diskrepanz zwischen individuellem Ausdrucksbedürfnis der Jugendlichen und entfremdenden Schreiberwartungen der Institution Schule führt dazu, dass Schüler das Schreiben als schwierige, wenig lustvolle und anstrengende Tätigkeit empfinden. Das Bedürfnis der Heranwachsenden, Erlebtes und Gedachtes mitzuteilen, Ideen zu entwickeln, sich selbst auszudrücken, mit Schrift spielerisch umzugehen, wird stark vernachlässigt.

Wenn die Schreibmotivation sowie Sprach- und Ausdrucksfähigkeiten nachhaltig gefördert werden sollen, reicht die Vermittlung isolierter und entfremdender Aufsatzarten nicht. Daraus erwächst die didaktische Herausforderung, einen methodisch vielfältigen Schreibunterricht zu gestalten, der etwaige Einseitigkeit der Praxis aufbricht und subjekt-, prozess- und entwicklungsorientierte Schreibdidaktiken anwenden lernt. Daraus leitet sich die Frage ab: Wie und welche Schreibarrangements sollten im Unterricht generiert werden, um die Schreibmotivation von Lernenden zu wecken und sie dauerhaft an das eigene Verfassen von Texten heranzuführen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. BEDEUTUNG DER THEMATIK UND DARSTELLUNG DER ZIELVORSTELLUNG

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1 DEFINITION KREATIVITÄT UND KREATIVES SCHREIBEN

2.2 DER KREATIVE SCHREIBPROZESS

2.3 VERORTUNG IM KERNLEHRPLAN

3. METHODEN DES KREATIVEN SCHREIBENS

3.1 SECHS METHODENGRUPPEN

3.1.1 Assoziative Verfahren

3.1.2 Sprachspiele

3.1.3 Schreiben nach Vorgaben, Regeln und Mustern

3.1.5 Schreiben zu Stimuli

4. BEWERTUNG KREATIVER SCHREIBPRODUKTE

4.1 HÜRDEN BEI DER BEWERTUNG KREATIVER SCHREIBLEISTUNGEN

4.2 DAS PROZESS- UND ENTWICKLUNGSORIENTIERTE BEURTEILEN

4.3 PORTFOLIO ZUR LEISTUNGSERFASSUNG

5. DISKUSSION

6. BEISPIELE (DOKUMENTATION)

1. ASSOZIATIVE VERFAHREN

2. SPRACHSPIELE

3. SCHREIBEN NACH VORGABEN, REGELN UND MUSTERN

4. SCHREIBEN ZU UND NACH (LITERARISCHEN) TEXTEN

5. SCHREIBEN ZU STIMULI

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Konzept des Kreativen Schreibens als innovativen Ansatz im Deutschunterricht der Sekundarstufe I theoretisch zu durchleuchten und praxisorientierte Methoden vorzustellen, um die Schreibmotivation sowie die sprachliche Ausdrucksfähigkeit von Jugendlichen nachhaltig zu fördern.

  • Bedeutung der Kreativitätsförderung im schulischen Kontext
  • Theoretische Leitprinzipien nach Kaspar Spinner (Irritation, Expression, Imagination)
  • Systematik und Kategorisierung kreativer Schreibmethoden
  • Herausforderungen und Ansätze der Leistungsbewertung bei kreativen Texten
  • Verankerung des kreativen Schreibens im Kernlehrplan NRW

Auszug aus dem Buch

Beispiel: Automatisches Schreiben

Die Schüler sitzen im stillen Klassenraum vor einem leeren Blatt, mit einem Stift in der Hand. Der Schreibstart beginnt, nachdem das Thema feststeht. Dieses kann selbstgewählt oder von der Lehrkraft vorgegeben sein. Reizwörter, kurze Sätze, eine Frage, ein Bild oder ein Zitat aus einem literarischen Text können eingesetzt werden. Das Ziel ist, möglichst ohne Sinnkontrolle und innerhalb einer begrenzten Zeit den gedanklichen Assoziationsfluss unaufhörlich niederzuschreiben, ohne dabei auf die die Vollständigkeit der Sätze, Orthografie und Grammatik zu achten. Wenn dieser Gedankenfluss unterbrochen werden sollte, wird der Stift trotzdem nicht abgesetzt und das letzte Wort wiederholt, bis der Schreiber wieder in seinen Gedankenfluss hereinkommt. Der Schüler stoppt mit dem Signal des Lehrers (nach ca. drei bis zehn Minuten). Es ist „ein Denk-Diktat ohne jede Kontrolle durch die Vernunft“.

Auf diese Weise entstehen unerwartete und kreative Produkte. Das Schreibprodukt kann auf vielfältige Weise zur Weiterarbeit genutzt werden. Es lassen sich einzelne Wörter zum Thema für lyrische oder erzählende Texte finden oder Kernwörter in einem anschließenden Text weiterverarbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. BEDEUTUNG DER THEMATIK UND DARSTELLUNG DER ZIELVORSTELLUNG: Analyse der Diskrepanz zwischen individuellem Ausdrucksbedürfnis Jugendlicher und dem traditionellen, normorientierten Schulunterricht.

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Herleitung des Kreativitätsbegriffs und Vorstellung der drei Leitprinzipien nach Spinner sowie der Phasen des kreativen Schreibprozesses.

3. METHODEN DES KREATIVEN SCHREIBENS: Systematisierung verschiedener Schreibmethoden in sechs Gruppen zur Aktivierung des kreativ-sprachlichen Potenzials.

4. BEWERTUNG KREATIVER SCHREIBPRODUKTE: Erörterung der Problematik der Notengebung bei kreativen Leistungen und Vorstellung alternativer prozessorientierter Beurteilungsmodelle.

5. DISKUSSION: Kritische Reflexion der Chancen und Grenzen des kreativen Schreibens sowie der Notwendigkeit einer Balance zwischen kreativem und normativen Unterricht.

6. BEISPIELE (DOKUMENTATION): Praktische Dokumentation und Illustration der zuvor theoretisch eingeführten Schreibtechniken anhand konkreter Beispiele.

Schlüsselwörter

Kreatives Schreiben, Schreibdidaktik, Sekundarstufe I, Deutschunterricht, Schreibprozess, Kreativitätstechniken, Leistungsbewertung, Schreibmotivation, Sprachspiele, Assoziative Verfahren, Portfolioarbeit, Lernchancen, Schreibarrangements, Schreibkompetenz, Produktorientiertes Schreiben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept des kreativen Schreibens und seine Bedeutung als didaktisches Werkzeug im Deutschunterricht der Sekundarstufe I.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Fundamente, die methodische Vielfalt, die spezifischen Herausforderungen der Leistungsbewertung sowie die praktische Anwendbarkeit im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Mehrwert des kreativen Schreibens für die Schreibmotivation zu belegen und Wege aufzuzeigen, wie dies methodisch sinnvoll in den Schulalltag integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, ergänzt durch die Dokumentation praktischer Anwendungsbeispiele aus Seminarkontexten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine methodische Systematik, Ansätze zur Bewertung von Schreibprodukten und eine abschließende Diskussion über Chancen und Grenzen des Konzepts.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kreativitätsförderung, Schreibdidaktik, prozessorientiertes Schreiben, Schreibblockaden-Abbau und individuelle Ausdrucksfähigkeit.

Welche Rolle spielen die drei Leitprinzipien nach Spinner?

Die Prinzipien der Irritation, Expression und Imagination dienen als Fundament, um Schüler aus festgefahrenen Sprachnormen zu lösen und ihre kreative Gestaltungskraft zu aktivieren.

Warum ist die Bewertung kreativer Texte so problematisch?

Die Bewertung ist schwierig, da kreatives Schreiben den Schüler ermutigen soll, freie und individuelle Wege zu gehen, was in einem standardisierten Notensystem potenziell entmutigend wirken kann.

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Details

Title
Kreatives Schreiben im Deutschunterricht in der Sekundarstufe I
Subtitle
Theorie und Praxis
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,0
Author
Sevim Toker (Author)
Publication Year
2016
Pages
22
Catalog Number
V353533
ISBN (eBook)
9783668397927
ISBN (Book)
9783668397934
Language
German
Tags
Kreatives Schreiben Deutschunterricht Praxis Methodengruppen Sekundarstufe I Bewertung Grenzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sevim Toker (Author), 2016, Kreatives Schreiben im Deutschunterricht in der Sekundarstufe I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353533
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