Diese Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, welche Instrumente und Methoden, die seit der Arbeitsmarktreform von 2003 bis 2005 in Deutschland angewandt werden, um Langzeitarbeitslose auf den Arbeitsmarkt zu (re-)integrieren, im foucaultischen Sinne unter den Begriff der politischen Technologien subsumiert werden können.
Einleitend werden im ersten Kapitel Überlegungen angeführt, die das Sujet der Langzeitarbeitslosigkeit aus der Perspektive des Staates beschreiben sollen. Dabei steht vor allem die Neuausrichtung des Sozialstaates im Mittelpunkt. Im folgenden Kapitel steht die Arbeitsmarktreform selbst im Vordergrund. Bündig und beschränkt auf die relevanten Fakten sollen hier die Hintergründe, Akteure und die Gesetze beschrieben werden, um anschließend eine kurze Bilanz zu ziehen. Im dritten Kapitel werden ausführlich die Instrumente und Methoden beschrieben, die mit der Hartz-Reform Einzug in die Arbeitsvermittlung erhielten. Folgend soll eine Synthese zwischen der arbeitsmarktpolitischen Praxis und dem machtanalytischen Verständnis Foucaults vorgenommen werden. Resümierend werden im letzten Kapitel die Ergebnisse besprochen und diskutiert.
Seit einigen Jahren sind sowohl in den Medien als auch in der Politik Debatten um diese und ähnliche Begriffe zu erkennen. Grundlegend geht es um die empirisch zu beobachtenden und gewachsenen sozialen, ökonomischen und gesellschaftlichen Unterschiede zwischen dem „Unten und den Eliten“. Einigkeit besteht bei den Forschern und Theoretikern allerdings nur darüber, dass „Langzeitarbeitslosigkeit und deren Regulation als Katalysator von sozialstrukturellen und mentalen Veränderungen in den unteren Gesellschaftssegmenten gelten.“ Um die terminologischen Feinheiten der Begrifflichkeiten nicht zu sabotieren, wird sich in dieser Arbeit konsequenterweise auf den regierungspolitischen Umgang Langzeitarbeitsloser konzentriert.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Vorwort
- 1 Das Problem der Langzeitarbeitslosen im regierungspolitischen Aktionsraum....
- 2 Die Arbeitsmarktreform von 2003 bis 2005.
- 2.1 Die politischen Hintergründe zu der Arbeitsmarktreform………………….
- 2.2 Die Akteure der Reform.
- 2.3 Die Hartz-Gesetze.
- 2.4 Bilanz zur Arbeitsmarktreform 2003 bis 2005.
- 3 Instrumente und Methoden der Hartz-Reform .........
- 4 Synthese: politische Technologien in der Hartz-Reform
- 5 Schlussfolgerungen
- Literaturverzeichnis.....
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die vorliegende Arbeit untersucht die Instrumente und Methoden der Hartz-Reform im Kontext der Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland. Sie analysiert die politischen Technologien, die in der Reform implementiert wurden, um Langzeitarbeitslose auf den Arbeitsmarkt zu (re-)integrieren. Die Arbeit greift dabei auf die machtanalytische Perspektive Michel Foucaults zurück.
- Politische Technologien im Kontext der Hartz-Reform
- Die Arbeitsmarktreform 2003 bis 2005: Hintergründe, Akteure und Gesetze
- Instrumente und Methoden der Hartz-Reform: Einordnung und Analyse
- Die Neuausrichtung des Sozialstaates und die Reformprozesse
- Langzeitarbeitslosigkeit als gesellschaftliches und ökonomisches Problem
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Kapitel 1: Dieses Kapitel beleuchtet das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit aus der Perspektive des Staates, insbesondere im Hinblick auf die Neuausrichtung des Sozialstaates und die Auswirkungen der Hartz-Reform.
- Kapitel 2: In diesem Kapitel wird die Arbeitsmarktreform von 2003 bis 2005 näher betrachtet. Es werden die politischen Hintergründe, die beteiligten Akteure, die wichtigsten Gesetze und eine kurze Bilanz zur Reform vorgestellt.
- Kapitel 3: Dieses Kapitel widmet sich den Instrumenten und Methoden der Hartz-Reform, die in die Arbeitsvermittlung eingeführt wurden.
Schlüsselwörter (Keywords)
Langzeitarbeitslosigkeit, Hartz-Reform, politische Technologien, Sozialstaat, Arbeitsmarktpolitik, Michel Foucault, Machtverhältnisse, Regulierung, Integration, Arbeitsvermittlung.
- Quote paper
- Friederike Stange (Author), 2014, Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Hartz-Reform, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353554