In dieser Arbeit geht es um die Prävention von Drogenmissbrauch für Jugendliche in der Sozialarbeit. Dabei werden anhand von Beispielen die Primär- , Sekundär und die Terziärprävention veranschaulicht.
Das Konzept der Salutogenese (lat., wörtl.: Gesundheitsentstehung) des US-israelischen Soziologen Aaron Antonovsky (1923-1994) basiert auf die Frage, was einen Menschen gesund hält. Diese Sichtweise steht im Gegensatz zum Risikofaktorenmodell, das der Frage nachgeht, was Menschen krank macht.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Konzept der Salutogenese
2. Phasen der Prävention
3. Die Drogenhilfe Köln e.V. „das Partypack.de“
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Konzept der Salutogenese nach Aaron Antonovsky auseinander und untersucht dessen Bedeutung für gesundheitsförderliche Präventionsmaßnahmen in verschiedenen Lebensphasen sowie im Bereich der Suchtprävention für Jugendliche.
- Grundlagen der Salutogenese und das Kohärenzgefühl
- Die klassische Präventionstriade (Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention)
- Methoden der Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen
- Praxisbeispiele zur Suchtprävention im Nachtleben
Auszug aus dem Buch
Die Drogenhilfe Köln e.V. „das Partypack.de“
Die Drogenhilfe Köln e.V. „das Partypack.de“ unternahm im Jahr 2000 mit vier kommunalen Kooperationspartnern die Drogenmissbrauchs aufklärende „Nachts leben – Veranstaltung“ für Jugendliche. Auf dem Musikevent (Housemusic) gab es nebst Tanzfläche einen Chill out Raum (Ruheraum in Clubs), der mit interessanten Infomaterial-Ständen und mit jungen Ansprechpartnern für die Jugendlichen präsent war. Die Drogenhilfe bot auch online Beratungen und Online Drogenkonsumverhaltenschecks auf zwei Terminals an, auf die die Jugendliche gerne zugriffen.
Es gab auch Infomaterial über die Wirkung diverser Substanzen und Infos zu gesundheitlichen Folgeschäden. Im Club gab es Zugang zu Trinkwasser und die nichtalkoholischen Getränke waren wesentlich billiger als das billigste alkoholische Getränk. Oft wählen Partygänger preislich „notgedrungen“ eher ein alkoholisches Getränk, welches nicht gerade zu deren Schutz ist. Ein Büffet mit leichter Kost war auch vorhanden.
Im Chill out Raum gab es auch gemütliche Sitzmöglichkeiten, damit die Partygänger sich auch mal zwecks Unterhaltungen und Entspannung zurückziehen konnten. Ruheecken wie diese sind nicht überall die Regel. Mindmaschines, die über eine Verknüpfung von Musik und Lichtimpulsen eine legale Rausch- und Entspannungsalternative herstellten, wurden gerne genutzt. Durch die Mindmaschines wird die Thematik Rausch besonders gut reflektiert, da ein illegal erwirkter Rauschzustand als teuer und krankmachend erkannt wird von den jungen Gästen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Konzept der Salutogenese: Dieses Kapitel erläutert den Ansatz von Aaron Antonovsky, der den Fokus auf die Entstehung von Gesundheit statt auf Risikofaktoren legt und das Kohärenzgefühl als zentralen Schutzfaktor definiert.
2. Phasen der Prävention: Hier wird die Präventionstriade in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention unterteilt und anhand von Fallbeispielen wie Bewegungsmangel oder Suchtprävention bei Jugendlichen erläutert.
3. Die Drogenhilfe Köln e.V. „das Partypack.de“: Dieses Kapitel beschreibt ein konkretes Praxisprojekt im Bereich der sekundären Suchtprävention, das durch niedrigschwellige Informationsangebote im Club-Kontext Jugendliche zur Reflexion ihres Konsumverhaltens anregt.
Schlüsselwörter
Salutogenese, Kohärenzgefühl, Prävention, Primärprävention, Sekundärprävention, Tertiärprävention, Gesundheitsförderung, Suchtprävention, Aaron Antonovsky, Partypack.de, Selbstwirksamkeit, Identitätsfindung, Jugendhilfe, Konsumverhalten, Aufklärung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das salutogenetische Modell nach Antonovsky und dessen Anwendung im Rahmen der präventiven Gesundheitsförderung über verschiedene Lebensphasen hinweg.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Entstehung von Gesundheit (Salutogenese), das Kohärenzgefühl sowie die dreistufige Prävention (Primär, Sekundär, Tertiär).
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den theoretischen Hintergrund der Salutogenese mit praktischen Interventionsmaßnahmen zu verknüpfen, um die psychische und physische Widerstandsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Praxisbeispielen aus der präventiven Arbeit mit Jugendlichen.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert die drei Stufen der Prävention anhand konkreter Beispiele und untersucht ein spezifisches Projekt der Drogenhilfe Köln als Fallstudie.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Zu den prägenden Schlüsselbegriffen gehören Salutogenese, Kohärenzgefühl, Suchtprävention und Identitätsentwicklung.
Wie wirkt das Kohärenzgefühl in der Suchtprävention?
Das Kohärenzgefühl vermittelt Jugendlichen die Zuversicht, ihren Lebensalltag und soziale Situationen kompetent und sinnerfüllt zu bewältigen, was den Drang nach illegalem Rauschmittelkonsum reduziert.
Welche Rolle spielen Mindmaschines im Projekt der Drogenhilfe?
Sie dienen als legale Alternative zur Entspannung und regen durch ihre technische Funktionsweise zur kritischen Reflexion über die schädlichen Folgen illegaler Drogen an.
- Citation du texte
- Susanne S. (Auteur), 2016, Salutogenese, Kohärenz, Prävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353643