In der Arbeit werden Maßnahmen gegen die Schweiz als sogenannter Tax Haven, insbesondere durch die Vereinigten Staaten, behandelt. Neben der Klärung grundlegender Begrifflichkeiten wird im Verlauf der Arbeit auf Beispielfälle von Geldwäsche beziehungsweise Steuerhinterziehung in großen Banken, den volkswirtschaftlichen Auswirkungen von Geldwäsche, und die Bekämpfung mittels verschiedener internationaler Pakte und deren Auswirkungen eingegangen (insbesondere FATF, FATCA und automatischer Informationsaustausch).
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffserläuterungen
2.1 Der Begriff Geldwäsche
2.2 Das Konzept Geldwäsche
2.3 Tax-Haven
2.4 Financial Secrecy Index
2.5 Internal Revenue Service
3 Beispielfälle
3.1 UBS Bank
3.2 Credit Suisse
4 Auswirkungen von Geldwäsche
4.1 Allgemeine Auswirkungen von Geldwäsche
4.2 Finanzielle Auswirkungen von Geldwäsche auf die USA
4.3 Maßnahmen zur Bekämpfung
4.3.1 Behörden, Bündnisse und Gesetze
4.3.1.1 Financial Action Task Force
4.3.1.2 FATCA….
4.3.1.3 Automatischer Informationsaustausch
4.3.2 Eigensicherung der Banken
4.4 Auswirkungen erfolgreicher Anti-Geldwäsche Politik
5 Fazit
6 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die globale Problematik der Geldwäsche mit einem besonderen Fokus auf die Rolle der Schweiz als Finanzplatz und die Maßnahmen der US-Steuerbehörden. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie internationale Bestrebungen, insbesondere durch Gesetze wie FATCA, versuchen, Finanzkriminalität und Steuerhinterziehung effektiv zu bekämpfen.
- Grundlagen und Definitionen des Geldwäschekonzepts.
- Analyse prominenter Beispielfälle (UBS und Credit Suisse).
- Auswirkungen von Geldwäsche auf Volkswirtschaften und den Fiskus.
- Strategien und Bündnisse zur Bekämpfung, inklusive FATF, FATCA und AIA.
- Eigensicherungsmaßnahmen des Bankensektors (Know-Your-Customer).
Auszug aus dem Buch
2.2 Das Konzept Geldwäsche
Bei dem Konzept der Geldwäsche handelt es sich nicht um eine einzelne Handlung, sondern viel mehr um einen langwierigen Prozess. In Zeiten, in denen organisierte Kriminalität und Terrorismus stetig zunehmen, bedarf es ständig neuer Möglichkeiten der Finanzierung dieser Aktivitäten. Als wichtigstes Instrument dienen den Geldwäschern Banken und Kreditinstitute, die als Intermediär zwischen Kriminellen und dem Geldmarkt auftreten. Um diese allerdings nutzen zu können, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden. Generell kann das Vorgehen allerdings in drei unterschiedliche Phasen eingeteilt werden (vgl. Abbildung 2.1 Phasenverlauf des Geldwäschevorganges ):
• Einspeisung (Placement Stage)
• Verschleierung (Layering Stage)
• Integration (Integration Stage).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Geldwäsche als globales Phänomen und die Relevanz für die Schweiz sowie die USA.
2 Begriffserläuterungen: Definition zentraler Begriffe wie Geldwäsche, Steueroasen und relevanter Akteure oder Indizes.
3 Beispielfälle: Darstellung der konkreten Fälle der UBS und Credit Suisse und deren Auseinandersetzung mit US-Behörden.
4 Auswirkungen von Geldwäsche: Analyse der gesellschaftlichen, ökonomischen und steuerlichen Folgen sowie der Bekämpfungsstrategien.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der Maßnahmen und des Drucks auf den Finanzplatz Schweiz.
6 Ausblick: Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen im Kampf gegen Steuerhinterziehung und zur internationalen Standardisierung.
Schlüsselwörter
Geldwäsche, Steueroasen, Finanzkriminalität, Schweiz, USA, FATCA, Bankgeheimnis, Steuerhinterziehung, FATF, Finanztransaktionen, Steuerverlust, Compliance, Know-Your-Customer, Automatischer Informationsaustausch, Finanzinstitute
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das globale Problem der Geldwäsche und beleuchtet die Spannungen zwischen dem Schweizer Finanzplatz und den US-Steuerbehörden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Geldwäsche, Fallbeispiele großer Banken, steuerliche Verluste sowie moderne Bekämpfungsmechanismen auf internationaler Ebene.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Maßnahmen die USA ergreifen, um gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche vorzugehen, und welche Auswirkungen diese auf Schweizer Banken haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse und wertet Daten aus Berichten von Organisationen wie der FATF sowie aktuelle Fallstudien aus.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Geldwäsche, stellt die Fälle UBS und Credit Suisse gegenüber und erläutert detailliert Instrumente wie FATCA und den automatischen Informationsaustausch.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Geldwäsche, Finanzkriminalität, FATCA, Steuerhinterziehung, Bankgeheimnis und Compliance.
Wie unterscheidet sich der Fall Credit Suisse vom Fall UBS?
Im Gegensatz zum Fall UBS, bei dem Kunden ihr Geld selbst hinterzogen haben, wurde im Fall Credit Suisse aktiv um US-Kunden geworben und Beratung zur Steuerhinterziehung geleistet.
Warum ist das Know-Your-Customer-Prinzip so bedeutend?
Es dient der Eigensicherung der Banken, um durch die Identifikation wirtschaftlich Berechtigter Geldwäsche bereits im Vorfeld durch eine Früherkennung von Risikokunden zu unterbinden.
Welche Bedeutung hat das FATCA-Abkommen für Schweizer Banken?
Es zwingt Schweizer Banken zur Kooperation mit US-Behörden, was zu erheblichen Implementierungskosten führt und das Ende des traditionellen Bankgeheimnisses gegenüber den USA bedeutet.
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- T. R. (Author), 2014, Wäscht die Schweiz weißer? Schweizer Banken im Visier von US-Steuerbehörden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353659