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Einwanderungs- und Stadtsprachenforschung in Buenos Aires. Varietätenlinguistische Untersuchungen

Titre: Einwanderungs- und Stadtsprachenforschung in Buenos Aires. Varietätenlinguistische Untersuchungen

Dossier / Travail , 2015 , 18 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Romanistique - Philologie latino-américaine
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In dieser Arbeit soll untersucht werden, warum viele Europäer sich dazu entschieden haben, ihre Heimat zu verlassen, d.h. in welcher Situation sich Europa im 19. und 20. Jahrhundert befand und warum ausgerechnet Argentinien so ein populäres Ziel darstellte.

Des Weiteren wird erklärt, warum Argentinien Millionen von Immigranten mit offenen Armen empfangen hat und wie deren Einwanderung erfolgte. Hierbei wird ein besonderes Augenmerk auf die italienische Nation gelegt, da aus dieser die mit Abstand größte Anzahl von Einwanderern stammte.

Im weiteren Verlauf werden die sprachlichen Veränderungen, die ab Ende des 19. Jahrhunderts in Buenos Aires stattfanden und durch die Masseneinwanderung verursacht wurden, beschrieben. Die Entstehung der beiden bekannten Kontaktvarietäten Cocoliche und Lunfardo wird erklärt, außerdem werden Gründe für ihre Verwendung gegeben. Auch das Belgranodeutsch, welches im Zuge der Migration von Deutschen nach Argentinien entstand, wird näher erläutert.

Denken wir an Argentinien, so sind unsere ersten Assoziationen meist das Finale der Fußballweltmeisterschaft 2014, Ushuaia, auch genannt Feuerland, oder natürlich auch der Tango. Was jedoch nur wenige wissen, ist, dass der Großraum Buenos Aires, in dem auch die argentinische Hauptstadt, die autonome Stadt Buenos Aires, liegt, gegenwärtig zu den 15 größten Metropolen der Welt gehört. Die argentinische Hauptstadt ist außerdem die zweitgrößte spanischsprachige Stadt der Welt. Zu dieser Größe konnte die Region jedoch nur aufgrund der Einwandererströme aus Europa zum Ende des 19. Jahrhunderts hin anwachsen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Buenos Aires

3. Geschichtliches

3.1 Situation in Argentinien

3.2 Situation in Europa

3.3 Masseneinwanderung

4. Sprachliche Varietäten

4.1 Cocoliche

4.2 Lunfardo

4.3 Belgranodeutsch

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziolinguistischen Auswirkungen der europäischen Masseneinwanderung nach Argentinien, insbesondere im Raum Buenos Aires, zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, unter welchen historischen Bedingungen sich die Einwanderungsströme entwickelten und wie dieser Prozess zur Entstehung spezifischer sprachlicher Kontaktvarietäten beitrug.

  • Historische Analyse der europäischen Auswanderungsgründe und der argentinischen Aufnahmepolitik.
  • Untersuchung der demografischen Veränderungen in Buenos Aires durch die Masseneinwanderung.
  • Detaillierte Beschreibung der Kontaktvarietäten Cocoliche und Lunfardo.
  • Erläuterung des Belgranodeutschen als spezifisches Resultat der deutschen Migration.
  • Betrachtung der sozialen Funktionen dieser Varietäten (Integration vs. Abgrenzung).

Auszug aus dem Buch

4.1 Cocoliche

Der Begriff Cocoliche tauchte das erste Mal um 1890 im Theater in Uruguay auf. In das Theaterstück Juan Moreira wurde die Figur eines italienischen Immigranten mit dem Namen Cocoliche eingebaut, dieser basiert auf dem Nachnamen eines italienischen Arbeiters des Theaters, der Cocoliccio oder Cocolicchio lautete.

Mit seiner schlechten Kleidung und seinem gebrochenen Spanisch, versetzt mit vielen Italianismen, stieg die Figur des Cocoliche zum Archetyp des italienischen Immigranten auf. Seitdem bezeichnet Cocoliche neben der „italienischen personaggi im Theater“ auch die Einwanderer aus Italien und die Sprache, die sie sprachen.

Wie bereits angedeutet, lässt sich das Cocoliche als Übergangssprache zwischen dem Italienischen und dem Spanischen verstehen und nicht wie es die Real Academia Española beschreibt, als Jargon. Dort heißt es:

cocoliche. m. Argent. y Urug. Jerga híbrida y grotesca que hablan ciertos inmigrantes italianos mezclando su habla con el español. || 2. Argent. Y Urug. Italiano que habla de este modo.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert Argentinien als „migrationsgeschichtlichen Extremfall“ und erläutert die Relevanz der italienischen Einwanderung für die sprachliche Entwicklung in Buenos Aires.

2. Buenos Aires: Dieses Kapitel stellt die historische Entwicklung der Stadt dar und beleuchtet die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

3. Geschichtliches: Das Kapitel beleuchtet die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe der Einwanderung in Argentinien sowie die prekäre soziale Situation in Europa, die als treibende Kraft der Auswanderung diente.

4. Sprachliche Varietäten: Hier werden die drei entstandenen Kontaktvarietäten Cocoliche, Lunfardo und Belgranodeutsch detailliert analysiert und deren Entstehungsweisen sowie Funktionen erklärt.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie die europäischen Einwanderer Argentinien wirtschaftlich und kulturell nachhaltig geprägt haben, mahnt jedoch auch zur Wertschätzung indigener Identitäten.

Schlüsselwörter

Argentinien, Buenos Aires, Masseneinwanderung, Migration, Kontaktvarietäten, Cocoliche, Lunfardo, Belgranodeutsch, Sprachkontakt, Soziolekt, Identität, Integration, italienische Einwanderung, historische Sprachwissenschaft, Mehrsprachigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem sprachlichen Einfluss der europäischen Einwanderung auf Argentinien, insbesondere auf die Hauptstadt Buenos Aires, im 19. und 20. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind die historische Analyse der Migrationsbewegungen aus Europa nach Südamerika sowie die daraus resultierenden sprachlichen Kontaktphänomene.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, welche soziopolitischen Gründe zur Auswanderung führten und wie die entstehende kulturelle Durchmischung zur Bildung der Kontaktvarietäten Cocoliche, Lunfardo und Belgranodeutsch beitrug.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen und linguistischen Literaturanalyse, um die Entstehung von Stadtsprachen im Kontext von Migration zu dokumentieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Ausgangssituation in Argentinien und Europa, die Phasen der Masseneinwanderung und eine detaillierte linguistische Analyse der drei spezifischen Kontaktvarietäten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Migration, Kontaktvarietäten, Cocoliche, Lunfardo, Belgranodeutsch sowie die soziale Identitätsbildung im urbanen Raum Buenos Aires.

Was zeichnet die Entstehung des Cocoliche aus?

Das Cocoliche entstand nicht als bewusster Jargon, sondern als spontane Übergangssprache zwischen Italienisch und Spanisch, um die Kommunikation und Integration der italienischen Einwanderer zu erleichtern.

Welche Bedeutung hat der Lunfardo heute?

Obwohl er ursprünglich als Geheimsprache der Unterschicht diente, hat der Lunfardo seinen Geheimcharakter weitgehend verloren und ist heute als Umgangssprache und Bestandteil der Tangokultur fest in Argentinien verankert.

Was macht das Belgranodeutsch einzigartig?

Das Belgranodeutsch ist eine spezifische Mischsprache, bei der spanische Wörter in deutsche Sätze eingebettet und nach deutschen grammatikalischen Regeln konjugiert werden, was auf die deutsche Community im Stadtteil Belgrano zurückzuführen ist.

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Résumé des informations

Titre
Einwanderungs- und Stadtsprachenforschung in Buenos Aires. Varietätenlinguistische Untersuchungen
Université
University of Potsdam
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
18
N° de catalogue
V353683
ISBN (ebook)
9783668401570
ISBN (Livre)
9783668401587
Langue
allemand
mots-clé
Argentinien Buenos Aires Stadtsprache Linguistik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2015, Einwanderungs- und Stadtsprachenforschung in Buenos Aires. Varietätenlinguistische Untersuchungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353683
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Extrait de  18  pages
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