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Der Konservatismus-Begriff in der Alternative für Deutschland. Eine Begriffsdefinition

Título: Der Konservatismus-Begriff in der Alternative für Deutschland. Eine Begriffsdefinition

Trabajo Escrito , 2016 , 16 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Melina Schönknecht (Autor)

Politíca - Métodos, investigación
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In dieser Hausarbeit wird versucht, anhand von ausgewählten Reden und Programmpunkten eine Begriffsdefinition des Konservatismus seitens der AfD zu leisten.

Der Alternative für Deutschland, kurz AfD, ist innerhalb der letzten drei Jahre ein vergleichsweise beispielloser Aufstieg in der deutschen Parteienlandschaft gelungen. Scheiterte der Einzug in den Bundestag 2013 noch an der 5 Prozent-Hürde, ist die Partei im Jahr 2016 in über der Hälfte der deutschen Landtage vertreten. Ein Phänomen, das viele Fragen zu dieser Partei aufwirft und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit generiert. Dies nicht zuletzt durch in den Medien als durchaus brisant aufgenommene Aussagen in Hinblick auf Themen wie die Flüchtlingskrise oder die ablehnende Haltung gegenüber der europäischen Integration und des Euros als gemeinsame Währung. Diese und noch weitere Aussagen zur politischen Situation Deutschlands seitens der AfD lassen nicht nur deutlich werden, dass die Partei durchaus Interessen unterschiedlicher Standpunkte vertritt, vielmehr kommen angesichts dieses Umstandes die unterschiedlichsten Beschreibungen und Betitlungen für die Partei auf.

Vertritt sie nach Meinung vieler eine rechtspopulistische Position, wird in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht selten die Beschreibung wirtschaftsliberal verwendet. Ein immer unüberschaubares Maß an Begrifflichkeiten scheint sich in Korrelation mit der doch recht schnell zu überblickenden Historie der AfD entwickelt zu haben. Gibt die Partei sogar selbst an, unter anderem wirtschaftsliberale und wertkonservative, aber auch sowohl rechte, als auch linke Positionen zu vertreten. Eine Selbstbeschreibung, die es unter Hinzunahme der öffentlichen Meinung nicht sonderlich vereinfacht, diese Partei im politischen Spektrum zu verorten, respektive ihr eine politische Ideologie zuzuschreiben zu können. Daraus ergibt sich folgendes Thema dieser Untersuchung: Der Konservatismus-Begriff in der Alternative für Deutschland – eine Begriffsdefinition.

Zum Forschungsstand sei hierbei zu sagen, dass es bezüglich des Konservatismus als im 18. Jahrhundert entstandene Ideologie, ein entsprechend umfangreiches Maß an wissenschaftlichen Untersuchungen gibt, wodurch sich eine eindeutige Beschreibung dessen als dementsprechend schwierig erweist, während die Forschungsliteratur zur der AfD, als doch recht junges Phänomen vergleichsweise überschaubar gestaltet. Eine Schnittmenge dessen galt es im Zuge dieser Untersuchung herauszuarbeiten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Fragestellung

2 Konservatismus-Begriff

2.1 Begriffsgeschichte und-definition

2.2 Konservatismus im 21. Jahrhundert

3 Die Alternative für Deutschland

3.1 Historie und Entwicklung

3.2 Programmatik

4 Der Konservatismus-Begriff in der AfD

4.1 ausgewählte Programmatiken am Beispiel der Familienpolitik

4.2 ausgewählte Reden Alexander Gaulands zur Einwanderungspolitik

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, wie der Begriff des Konservatismus durch die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) verwendet und definiert wird. Ziel ist es, die ideologische Verortung der Partei im Spektrum zwischen Konservatismus, Rechtspopulismus und wirtschaftsliberalen Positionen zu analysieren, wobei insbesondere die Programmatik sowie öffentliche Äußerungen führender Politiker wie Alexander Gauland betrachtet werden.

  • Historische Herleitung und Definition des Konservatismus-Begriffs.
  • Entwicklung und parteipolitische Historie der AfD.
  • Analyse der AfD-Familienpolitik als Ausdruck konservativer Werte.
  • Untersuchung der einwanderungspolitischen Rhetorik unter dem Aspekt des Nationalkonservatismus.
  • Einordnung der AfD-Selbstbeschreibung gegenüber externer Wahrnehmung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsdefinition und -geschichte

Wird zunächst von der reinen Begriffsbedeutung des Wortes „konservativ“ (lat. conservare) ausgegangen, scheint es Ziel dieser politischen Ideologie zu sein, etwas bewahren zu wollen. Wenngleich jener Begriff vergleichsweise häufig im allgemeinen Sprachgebrauch auftritt, fast schon inflationär benutzt wird, ist die Frage, wie er zu definieren ist, dennoch ebenso alt wie der Konservatismus selbst.

So ergeben sich aus zahlreichen Erklärungsversuchen diese politische Ideologie betreffend, gleichermaßen viele Definitionen, welche zu unterschiedlichen, sich teilweise widersprechenden Aussagen darüber kommen, was es bedeutet, konservativ zu sein. Datieren beispielsweise zahlreiche Untersuchungen die Entstehung des Konservatismus auf 1789 und somit den Beginn der französischen Revolution, sieht wiederum Kondylis hierin den Untergang jener Ideologie. Wird diesbezüglich in der Regel davon ausgegangen, die konservative Position wäre daraus entwachsen, dass der Adel seine Herrschaftsansprüche gegen das aufstrebende Bürgertum habe schützen wollen, ging für Kondylis damals der eigentliche Konservatismus in einem bürgerlichen Liberalismus unter, welcher folglich als Interessengemeinschaft der Besitzenden agierte.

Doch wäre es wohl wenig passend, alle nicht-sozialistischen Strömungen nach 1789 als liberal zu deklarieren, weshalb folglich davon ausgegangen wird, der anfangs gegen die bürgerliche Gesellschaft gerichtete Konservatismus, wurde zum Produkt ihrer selbst. Allerdings sollte hierbei nicht von einer „glatten Transformation des Altkonservatismus hin zum bürgerlichen Konservatismus“ ausgegangen werden, vielmehr bestanden beide Strömungen lange nebeneinander.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in den Aufstieg der AfD ein und thematisiert die Schwierigkeit, die Partei ideologisch im politischen Spektrum zwischen Konservatismus und Rechtspopulismus zu verorten.

2 Konservatismus-Begriff: Dieser Teil erörtert die historische Entwicklung des Konservatismus als Ideologie und beleuchtet die Herausforderungen einer eindeutigen Definition sowie die moderne Verwendung des Begriffs im 21. Jahrhundert.

3 Die Alternative für Deutschland: Es wird die Entstehungsgeschichte der AfD von der Gründung 2013 bis zu ihren parteiinternen Konflikten sowie die allgemeine programmatische Ausrichtung der Partei dargestellt.

4 Der Konservatismus-Begriff in der AfD: Anhand konkreter Beispiele, namentlich der Familienpolitik und der Reden von Alexander Gauland zur Einwanderungspolitik, wird die spezifische konservative bzw. nationalkonservative Auslegung der Partei untersucht.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die AfD den Begriff des Konservatismus insbesondere über ein überholtes Familienleitbild und eine explizite nationalkonservative Abgrenzung in der Migrationspolitik definiert.

Schlüsselwörter

AfD, Konservatismus, Nationalkonservatismus, Rechtspopulismus, Familienpolitik, Einwanderungspolitik, Alexander Gauland, Parteiprogrammatik, politische Ideologie, Identität, Werteordnung, moderne Transformation, politische Verortung, Europäische Integration, Bürgertum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der inhaltlichen und ideologischen Definition des Konservatismus-Begriffs innerhalb der AfD und wie die Partei versucht, sich damit im politischen Raum zu positionieren.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Besonders fokussiert wird auf die programmatische Ausrichtung, die Familienpolitik und die migrationspolitischen Äußerungen führender Parteiexponenten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der parteieigenen Selbstbeschreibung als „moderne konservative“ Kraft und der inhaltlichen Ausprägung ihrer Forderungen kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methodik wird für diese Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Untersuchung, die auf der Analyse von Parteidokumenten, Programmschriften und ausgewählten Reden sowie der Auswertung bestehender Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung des Konservatismus, einen Abriss der Parteigeschichte der AfD sowie eine tiefgehende Analyse von Familienpolitik und Einwanderungsrhetorik als Kernbereiche konservativer Identität.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den zentralen Begriffen zählen AfD, Nationalkonservatismus, Familienleitbild, politische Ideologie und Parteiprogrammatik.

Wie unterscheidet sich der in der AfD propagierte Konservatismus von klassischen Strömungen?

Laut der Untersuchung nutzt die AfD konservative Rhetorik häufig zur Abgrenzung gegenüber gesellschaftlichem Wandel und zur Etablierung nationaler Identitätsmerkmale, was oft über traditionelle bürgerliche Konservativismus-Ansätze hinausgeht.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der Familienpolitik der AfD?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die AfD ein teils überholtes Leitbild der traditionellen Familie propagiert, welches moderne Lebensmodelle kaum berücksichtigt oder gar benachteiligt.

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Detalles

Título
Der Konservatismus-Begriff in der Alternative für Deutschland. Eine Begriffsdefinition
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Sozialwissenschaften)
Calificación
1,7
Autor
Melina Schönknecht (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
16
No. de catálogo
V353689
ISBN (Ebook)
9783668397361
ISBN (Libro)
9783668397378
Idioma
Alemán
Etiqueta
AfD Alternative für Deutschland Konservatismus konservativ Alexander Gauland Begriffsdefinition Reden Familienpolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Melina Schönknecht (Autor), 2016, Der Konservatismus-Begriff in der Alternative für Deutschland. Eine Begriffsdefinition, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353689
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