Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Medias / Communication - Mass média

Das Bild der Niederlande in den deutschen Medien. Klompen und Königshaus

Titre: Das Bild der Niederlande in den deutschen Medien. Klompen und Königshaus

Dossier / Travail , 2014 , 18 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Medias / Communication - Mass média
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

In der Fachliteratur wird oft über Ressentiments geschrieben, die die Niederländer vermeintlich oder tatsächlich gegenüber den Deutschen haben. Weniger gut untersucht sind jedoch die Vorurteile der Deutschen gegenüber der Niederlande und den Niederländern. Doch auch sie bestehen – mehr oder weniger ausgeprägt – mindestens seit dem 18. Jahrhundert. Damals wie heute sind die Vorurteile natürlich nicht bei jeder Person gleichermaßen ausgeprägt. Jedoch kann man festhalten, dass die Stereotypen allgemein bekannt sind und zumindest unterbewusst einen gewissen Effekt erzeugen. Dies ist vor allem bei Deutschen zu beobachten, die keinen oder kaum Bezug zu den Niederlanden oder den Niederländern haben.

Aus der deutschen Perspektive ist die Niederlande eines von vielen Nachbarländern, welches weder als bedrohlich, noch als besonders exotisch wahrgenommen wird. Die Deutschen kennen die Niederlande vom Urlaub an der Nordsee oder der Hauptstadt Amsterdam, welche oft mit dem weniger bekannten Rest des Landes gleichgesetzt wird und aus der Werbung der niederländischen Milchwirtschaft, die den holländischen Käse mit Frau Antje nach Deutschland bringt. Weiter schätzen die Deutschen die talentierten niederländischen Fußballer und die traditionsreichen Duelle der beiden Nationalmannschaften. Lange galten die Niederlande in Deutschland gesellschaftlich und politisch als tolerant und links. Diese Wahrnehmung ist vor allem durch die Drogen-, Abtreibungs- und Sterbehilfepolitik zu erklären und wird je nach dem persönlichen politischen Standpunkt als positiv oder negativ erachtet. Dieses liberale Bild von der Niederlande verändert sich aktuell allerdings, da Berichte über die Rechtspopulisten Pim Fortuyn und Geert Wilders sowie die Ermordung des Regisseurs Theo van Gogh durch einen Islamisten für Irritationen über die vermeintlich multikulturelle Niederlande sorgen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das historische Niederlandebild der Deutschen

3. Die Clingendael-Studie 1993

4. Beispiele aus den Medien

4.1 “Frau Antje in den Wechseljahren“

4.2 “Kiffen, Kicken, Käse - Unser drolliger Nachbar”

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das differenzierte Bild, das Deutsche von den Niederlanden und ihren Bewohnern haben, wobei der Fokus auf der Zeit nach 1990 liegt. Ziel ist es, die Gründe für diese spezifischen deutschen Bildformungen zu analysieren und dabei die Rolle von Medien sowie historischen Vorurteilen aufzuzeigen, um ein besseres Verständnis für die wechselseitigen Wahrnehmungen der beiden Nachbarländer zu entwickeln.

  • Historische Entwicklung der gegenseitigen Wahrnehmung und Vorurteile.
  • Analyse der Clingendael-Studie von 1993 und deren Auswirkungen auf das Imagebild.
  • Der Einfluss von Medienberichterstattung am Beispiel von "Der Spiegel" und "Der Stern".
  • Die Rolle von Symbolfiguren wie "Frau Antje" in der Identitätskonstruktion.
  • Vergleichende Perspektiven der deutsch-niederländischen Beziehungen.

Auszug aus dem Buch

4.1 “Frau Antje in den Wechseljahren“

Der Artikel vom deutschen Journalisten Erich Wiedemann geschriebene Artikel “Frau Antje in den Wechseljahren“ wurde im Februar 1994 im wöchentlich erscheinenden Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ publiziert und kann als eine Reaktion auf die Clingendael-Studie gesehen werden (vgl. Anlage 1). Die Kernfragen des Artikels sind, ob die Niederländer ihre liberale Tradition aufgeben und „Frau Antje“ in die Wechseljahre kommt. In diesem Artikel schreibt Wiedemann, dass die Krise des sozialen Wohlfahrtsstaats, die hohe Kriminalitätsrate und das abnehmende Verbundenheitsgefühl mit dem Staat eine Gefahr für den traditionellen Liberalismus des Landes darstellen. Auch benennt er die inkonsequente Drogenpolitik, das Verschwinden der Moral, den Verlust von Tradition und Werten und das schlechte Image der niederländischen Landwirtschaft wegen genmanipulierter Tomaten.

Laut dem niederländischen Volk sind mit den Ausländern und vor allem mit den Asylsuchenden die Schuldigen für die Misere bereits gefunden. Drei von vier Niederländern sind der Meinung, dass sich die „Fremden“, wie sie von ihnen genannt werden, anpassen müssen oder ganz aus dem Land verschwinden müssen. Hochkonjunktur hat zudem auch das Bild vom “hässlichen” Deutschland, obwohl die beiden Länder auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet enge Partner sind. Die Veränderungen des Wertesystems bringt die alte Ordnung des Parteiensystems durcheinander und vor allem die Radikalen wittern ihre Chance. Laut der damals aktuellsten Prognosen mussten die beiden christlichen und sozialdemokratischen Volksparteien CDA und PvdA bei den nationalen Wahlen im Mai 1994 mit deutlichen Verlusten rechnen. Die Abkehr der Bevölkerung von der Politik hat sich auch auf die Politiker ausgeweitet. Seit dem Rücktritt des beliebten Amsterdamer Bürgermeisters Ed van Thyn konnte bisher kein Amtsnachfolger für die Hauptstadt gefunden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der gegenseitigen Vorurteile zwischen Deutschen und Niederländern ein und begründet den Fokus auf die Zeit nach 1990.

2. Das historische Niederlandebild der Deutschen: Dieses Kapitel gibt einen Abriss der historischen Wahrnehmung der Niederlande durch deutsche Intellektuelle seit dem 18. Jahrhundert.

3. Die Clingendael-Studie 1993: Hier werden die Ergebnisse der Umfrage unter niederländischen Jugendlichen zu ihrem Bild von Deutschland vorgestellt und analysiert.

4. Beispiele aus den Medien: Dieses Kapitel untersucht die mediale Darstellung der Niederlande in Deutschland anhand von zwei prägnanten Magazin-Titelthemen.

4.1 “Frau Antje in den Wechseljahren“: Analyse des Spiegel-Artikels von 1994 als Reaktion auf die Clingendael-Studie und die Rolle der Figur Frau Antje.

4.2 “Kiffen, Kicken, Käse - Unser drolliger Nachbar”: Untersuchung des positiveren medialen Bildes der Niederlande im Stern-Artikel von 2008.

5. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und blickt auf die zukünftige Entwicklung der deutsch-niederländischen Wahrnehmung.

Schlüsselwörter

Niederlande, Deutschland, Vorurteile, Stereotypen, Clingendael-Studie, Medien, Frau Antje, Identitätskrise, Wahrnehmung, Grenzregion, deutsch-niederländische Beziehungen, Publizistik, Gesellschaft, Liberalismus, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Vorurteilen und Bildern, die Deutsche von den Niederlanden und den Niederländern haben, insbesondere im Zeitraum nach der deutschen Wiedervereinigung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung nationaler Stereotypen, die Wirkung wissenschaftlicher Studien auf das öffentliche Image sowie der Einfluss einflussreicher deutscher Medien auf die Meinungsbildung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, zu verstehen, wie und warum sich das deutsche Bild der Niederlande formt, welche Rolle die Historie dabei spielt und wie mediale Inszenierungen dieses Bild beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie eine qualitative Untersuchung medialer Inhalte, um die Entwicklung der gegenseitigen Wahrnehmung und der Stereotypenbildung zu dokumentieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Abriss, die Untersuchung der Clingendael-Studie 1993 sowie eine detaillierte Analyse zweier Medienbeiträge aus "Der Spiegel" und "Der Stern".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Niederlande, Deutschland, Vorurteile, Stereotypen, Frau Antje, Medien und Wahrnehmung.

Welche Bedeutung hat die Figur "Frau Antje" in diesem Zusammenhang?

Frau Antje fungiert als zentrale Metapher für die niederländische Identität, deren Interpretation sich über die Jahrzehnte hinweg vom ländlich-idyllischen Agrar-Symbol bis hin zur Identitätskrise wandelte.

Warum wird die Clingendael-Studie von 1993 als Schlüsselereignis bezeichnet?

Sie gilt als Schlüsselereignis, da ihre kritischen Ergebnisse über das Deutschlandbild niederländischer Jugendlicher nicht nur in den Niederlanden eine Debatte auslösten, sondern auch in Deutschland zu politischem und gesellschaftlichem Reflexionsdruck führten.

Fin de l'extrait de 18 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Das Bild der Niederlande in den deutschen Medien. Klompen und Königshaus
Université
Radboud Universiteit Nijmegen
Note
1,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
18
N° de catalogue
V353773
ISBN (ebook)
9783668398788
ISBN (Livre)
9783668398795
Langue
allemand
mots-clé
bild niederlande medien klompen köningshaus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2014, Das Bild der Niederlande in den deutschen Medien. Klompen und Königshaus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353773
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint