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„Des Meeres und der Liebe Wellen“ von Franz Grillparzer. Die Widersprüchlichkeit des Tempelbezirks zur realen Wirklichkeit

Titre: „Des Meeres und der Liebe Wellen“ von Franz Grillparzer. Die Widersprüchlichkeit des Tempelbezirks zur realen Wirklichkeit

Dossier / Travail , 2012 , 11 Pages , Note: 2,00

Autor:in: Sophie Marie Scharner (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Die Welt inner- und außerhalb eines Tempelbezirks weist große Diskrepanzen auf. Oft lässt sich das wahre alltägliche Leben nicht mit dem Dasein in den scheinbar zeitlosen Bauwerken vergleichen. Damals im Jahre 1831 als das Werk "Des Meeres und der Liebe Wellen" von Franz Grillparzer erstmals veröffentlicht wurde, kam eine ganz besondere Ansichtsweise zur antiken Tempelordnung unter die Menschen. Diese beschrieb der Autor speziell anhand der Lebensgeschichte seiner Protagonistin Hero, die sich als angehende Priesterin in den Schutz der Göttin Aphrodite flüchtet.

Eine genauere Erläuterung dieses Themas wird in der Arbeit folgen. Was einen Tempelbezirk ausmacht, nach welchen Regeln er funktioniert, wie die Bevölkerung mit ihm umgeht, ob die praktizierte Tempelordnung mit der Realität vereinbar ist, welche Probleme sich im Konflikt mit menschlichen Bedürfnissen ergeben, wie die Figuren in Grillparzers Drama mit gestellten Bedingungen umgehen und vieles mehr, werden die Hauptfragestellungen sein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Staatlicher Götterkult

2.1. Tempel

2.2. Göttliche Vertreter

3. Disharmonie

3.1. Spannungen im Tempelbereich

3.2. Innere Zerrissenheit der Figuren

4. Exposé

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen der idealisierten Ordnung innerhalb eines Tempelbezirks und der realen menschlichen Lebenswirklichkeit im Drama „Des Meeres und der Liebe Wellen“ von Franz Grillparzer, um aufzuzeigen, wie rigide religiöse Strukturen mit menschlichen Bedürfnissen und Emotionen kollidieren.

  • Analyse der Funktion und Symbolik von Tempelanlagen in der Antike
  • Untersuchung der Rolle göttlicher Vertreter und ihrer rituellen Anforderungen
  • Konflikt zwischen religiöser Pflicht (Zölibat/Priestertum) und individueller Liebesfähigkeit
  • Die Rolle von Autorität und Machtmissbrauch durch religiöse Entscheidungsträger
  • Emanzipatorische Entwicklungen bei den Protagonisten im Verlauf der Handlung

Auszug aus dem Buch

3.1. Spannungen im Tempelbereich

In der Tempelanlage der Aphrodite herrschen gewisse Reibungen. Obwohl hier ein Ort der Liebe suggeriert wird, ist der Schutz in Herzensangelegenheiten nicht gegeben. Denn sogar der Priester selbst, der in der hierarchischen Tempelordnung an der Spitze steht, gibt den Auftrag: „Kein Vogel baut beim Tempel hier sein Nest, nicht girren ungestraft im Hain die Tauben, […] all, was sich paar, bleibt ferne diesem Hause, und jene dort fügt heut sich gleichem Los.“ Allein dieser Befehl jegliche Geschöpfe, die einander in gewisser Art und Weise lieben, zu beseitigen ist eine „absurde Anwendung der Zölibatsregel auf Tiere und Pflanzen.“ Eigentlich würde man gerade an diesem heiligen Ort meinen, dass die Liebe, Fortpflanzung und Leidenschaft gefördert werden. Doch das Gegenteil ist der Fall. Diese „männliche Vergewaltigung der Natur“ und deren Triebe beruhen auf einer falschen Annahme des Priesters. Er sieht den Geist und Körper als getrennt an und beurteilt die zwei nach verschiedenen Faktoren. Demnach scheltet er auch seine Nichte Hero, die versucht das Nest der Tauben zu bewahren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die thematische Diskrepanz zwischen der scheinbar zeitlosen Tempelordnung und dem menschlichen Leben ein und benennt die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.

2. Staatlicher Götterkult: Dieses Kapitel erläutert die bauliche und religiöse Funktion von Tempeln als „Inseln der göttlichen Ordnung“ sowie die Notwendigkeit ritueller Handlungen im Kontakt mit den Göttern.

3. Disharmonie: Hier wird der inhaltliche Konflikt zwischen den rigiden Regeln der Tempelanlage und den natürlichen Bedürfnissen der Charaktere sowie die daraus resultierende psychische Belastung analysiert.

4. Exposé: Das abschließende Exposé reflektiert die Aktualität der Themen Korruption und Machtmissbrauch und regt eine vergleichende Untersuchung der Liebesauffassungen in weiteren Dramen Grillparzers an.

Schlüsselwörter

Franz Grillparzer, Des Meeres und der Liebe Wellen, Tempelbezirk, Götterkult, Hero, Leander, Zölibat, Religion, Disharmonie, Machtmissbrauch, menschliche Bedürfnisse, Antike, Emanzipation, geistige und körperliche Anziehung, Liebesmysterium.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen religiös legitimierten Normen in einem Tempelbezirk und der Realität menschlicher Leidenschaft anhand von Franz Grillparzers Werk.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der antike Götterkult, die Strenge priesterlicher Regeln, der Konflikt zwischen Körper und Geist sowie die menschliche Emanzipation gegenüber autoritären Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum die im Tempel gepredigte Ordnung oft im Widerspruch zu den Bedürfnissen der Figuren steht und welche Folgen dieser Konflikt für die Akteure hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse des Dramentextes unter Einbeziehung mythologischer und kulturhistorischer Kontextualisierung.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der widersprüchlichen Natur des Tempels, dem Verhalten des Priesters als Autoritätsperson und der Entwicklung der Protagonistin Hero.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Grillparzer, Tempelbezirk, Götterkult, Zölibat, Machtmissbrauch und die Spannung zwischen Liebe und Gesetz.

Wie beurteilt die Autorin das Handeln des Priesters?

Der Priester wird kritisch als eine Art Tyrann betrachtet, der religiöse Dogmen vorschiebt, um absolute Macht auszuüben und menschliche Regungen zu unterdrücken.

Welche Rolle spielt das Meer im Kontext der Tempelordnung?

Das Meer fungiert als Gegenpol zum sterilen Tempel; es ermöglicht Leander den Zugang zu seiner Geliebten und steht symbolisch für die Lebendigkeit, die die starre Tempelordnung aufzulösen versucht.

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Résumé des informations

Titre
„Des Meeres und der Liebe Wellen“ von Franz Grillparzer. Die Widersprüchlichkeit des Tempelbezirks zur realen Wirklichkeit
Université
University of Vienna  (Institut für Germanistik)
Cours
PS Grillparzers Dramen
Note
2,00
Auteur
Sophie Marie Scharner (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
11
N° de catalogue
V353779
ISBN (ebook)
9783668407763
ISBN (Livre)
9783668407770
Langue
allemand
mots-clé
Grillparzer Des Meeres und der Liebe Wellen Tempel Tempelbezirk göttlich Götter Disharmonie Gott Franz Grillparzer
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sophie Marie Scharner (Auteur), 2012, „Des Meeres und der Liebe Wellen“ von Franz Grillparzer. Die Widersprüchlichkeit des Tempelbezirks zur realen Wirklichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353779
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Extrait de  11  pages
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