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Die Lizenzpresse der alliierten Besatzungsmächte und deren Auswirkungen

Das Erbe des Nationalsozialismus

Título: Die Lizenzpresse der alliierten Besatzungsmächte und deren Auswirkungen

Trabajo , 2017 , 9 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Hendrik Wonsak (Autor)

Medios / Comunicación: Periodismo, publicidad
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Wenn man heutzutage an einem Kiosk vorbeigeht und einen kurzen Blick in die Auslage wirft, dann fällt sofort auf, dass in der Bundesrepublik Deutschland einige große Zeitungen, wie zum Beispiel die „Bild“-Zeitung, „Die Welt“ oder die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ neben nahezu unzähligen Blättern mit einer geringeren Auflage bestehen.

Die Auslage des Kiosks zeigt, repräsentativ für die deutsche Zeitungslandschaft, eine bunte Vielfalt zwischen großen politischen Publikationen und kleinen Lokalblättern. Dies war nicht immer so und entscheidend für die heutige Presselandschaft ist, unter Anderem, das Ende des nationalsozialistischen Regimes und die mediale Aufbauarbeit der vier Besatzungsmächte USA, Frankreich, Großbritannien und der Sowjetunion von 1945 bis 1949. Mit den Maßnahmen und Auswirkungen dieser auf deutsche Zeitungen, wie wir sie heutzutage kennen, beschäftigt sich diese Hausarbeit.

Nach einem Rückblick auf die Presselandschaft während der Diktatur Adolf Hitlers und auf den Status Quo der deutschen Zeitungslandschaft zum Ende des Zweiten Weltkrieg wird der Umgang der Besatzungsmächte mit der deutschen Nachkriegspresse erläutert. Hierbei fokussiert sich diese Hausarbeit explizit auf die Entstehung der Lizenzpresse. Im Anschluss werden die Problematiken erläutert, die sich den deutschen Lizenzträgern zwischen den Jahren 1945 und 1949 erboten. Abschließend soll resümiert werden, inwiefern der Eingriff der Alliierten in die deutsche Presse die Zeitungslandschaft in Nachkriegsdeutschland verändert und beeinflusst hat.

Es wird die These vertreten, dass insbesondere die Medienpolitik der drei westlichen Besatzungsmächte Propaganda aus der “neuen” deutsche Presse verbannte und somit den Grundstein für eine Presselandschaft, wie wir sie heutzutage kennen, gesetzt hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ausgangslage – Presse von 1933 bis 1945

3. Deutsche Presse in der Nachkriegszeit

3.1. Lizenzvergabeverfahren

3.2. Auswirkungen der Lizenzvergabe

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der deutschen Presselandschaft nach 1945 unter dem Einfluss der alliierten Besatzungsmächte. Im Zentrum steht die Analyse der Lizenzpresse als Instrument der medialen Demokratisierung sowie deren langfristige Bedeutung für die Pressefreiheit in Deutschland.

  • Pressewesen unter der nationalsozialistischen Diktatur
  • Strukturen und Ziele der alliierten Medienpolitik
  • Verfahren zur Vergabe von Presse-Lizenzen
  • Konflikte zwischen Alliierten und deutschen Lizenzträgern
  • Grundsteinlegung für die heutige deutsche Presselandschaft

Auszug aus dem Buch

3.1. Lizenzvergabeverfahren

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vergab die Alliierte Hochkommission mit zunächst starken Einschränkungen Zeitungslizenzen an deutsche Verleger, die während dem Regime der NSDA-Partei nicht in der Nachrichtenbranche tätig waren. Die Vergabe dieser Lizenzen wurde jedoch, von Besatzungszone zu Besatzungszone, anders gehandhabt:

Während in der amerikanischen Zone nur eine kleine Gruppe von Herausgebern mit verschiedenen politischen Hintergründen Lizenzen erhielt, um sogenannte „Gruppenzeitungen“ zu gründen, die für eine unabhängige und überparteiliche Presse standen, wurden in der britischen Zone Lizenzen fast ausschließlich an parteinahe Persönlichkeiten ausgehändigt (vgl. Dussel 2004: 215). Mit dieser Maßnahme sollte die Demokratisierung der Bevölkerung gefördert werden, die sich, anhand von verschiedenen Zeitungen mit unterschiedlichen politischen Hintergründen, ein eigenes politisches Bild machen sollte. In der sowjetischen und der französischen Zone entstanden sowohl überparteiliche als auch parteiliche Zeitungen, wobei die überparteilichen Blätter in der sowjetischen Zone bis Anfang der 1950er Jahre komplett eingestellt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die heutige deutsche Zeitungslandschaft und führt die historische Forschungsfrage zur Entstehung der Lizenzpresse zwischen 1945 und 1949 ein.

2. Die Ausgangslage – Presse von 1933 bis 1945: Dieses Kapitel beschreibt die ideologische Gleichschaltung der Presse im Nationalsozialismus und die darauffolgende Zersplitterung sowie Kontrolle des Mediensystems durch das Regime.

3. Deutsche Presse in der Nachkriegszeit: Der Abschnitt erläutert den dreistufigen Plan der Besatzungsmächte zum Aufbau einer neuen, kontrollierten Medienstruktur.

3.1. Lizenzvergabeverfahren: Hier werden die unterschiedlichen Ansätze der Besatzungszonen bei der Vergabe von Lizenzen an nicht vorbelastete Verleger detailliert dargestellt.

3.2. Auswirkungen der Lizenzvergabe: Dieses Kapitel thematisiert die unklaren Besitzverhältnisse und die inhaltlichen Spannungsfelder zwischen Besatzungsmächten und deutschen Journalisten.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, wie das Lizenzsystem trotz anfänglicher Kontrolle durch die Alliierten den Grundstein für die heutige Meinungs- und Pressefreiheit legte.

Schlüsselwörter

Lizenzpresse, Besatzungsmächte, Nachkriegszeit, Pressefreiheit, Demokratisierung, Medienpolitik, Zeitungslandschaft, NS-Regime, Gleichschaltung, Alliierte Hochkommission, Gruppenzeitungen, Zeitungsverlage, deutsche Pressegeschichte, Meinungsfreiheit, Grundgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der deutschen Presselandschaft von der NS-Zeit bis hin zur Etablierung einer neuen, von den Alliierten initiierten Lizenzpresse nach 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Mediensituation im Dritten Reich, die alliierte Besatzungspolitik, das Lizenzvergabeverfahren und die daraus resultierende moderne Pressefreiheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Medienpolitik der Besatzungsmächte die deutsche Presselandschaft nach 1945 nachhaltig veränderte und warum dies als Basis für heutige Medienstrukturen dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Literaturrecherche, die verschiedene medienhistorische Quellen und wissenschaftliche Fachliteratur auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ausgangslage 1933–1945, den dreistufigen Plan zum Neuaufbau der Presse, die spezifischen Lizenzvergabeverfahren in den Zonen sowie die Konflikte mit Altverlegern und Kontrolleuren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Lizenzpresse, Alliierte Besatzung, Pressegeschichte und Demokratisierung definieren.

Wie unterschied sich die Lizenzvergabe in den verschiedenen Besatzungszonen?

Während die US-Zone auf unabhängige „Gruppenzeitungen“ setzte, wurden in der britischen Zone eher parteinahe Verleger bevorzugt; die sowjetische Zone verfolgte hingegen eine Mischform, die später in eine parteiliche Ausrichtung mündete.

Welche Rolle spielten die sogenannten "Altverleger" bei der Entstehung der neuen Presse?

Altverleger besaßen oft noch die notwendigen technischen Ressourcen wie Maschinen und Druckereien, was zu komplexen Streitigkeiten und wirtschaftlichen Abhängigkeiten mit den neuen Lizenzträgern führte.

Warum betont der Autor die Bedeutung von Theodor Heuss in diesem Zusammenhang?

Theodor Heuss wird angeführt, da er als Lizenzträger und späterer erster Bundespräsident die Brücke zwischen der frühen Lizenzpresse und der festen Verankerung der Pressefreiheit im Grundgesetz verkörpert.

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Detalles

Título
Die Lizenzpresse der alliierten Besatzungsmächte und deren Auswirkungen
Subtítulo
Das Erbe des Nationalsozialismus
Universidad
University of Hamburg
Calificación
1,7
Autor
Hendrik Wonsak (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
9
No. de catálogo
V353946
ISBN (Ebook)
9783668404205
ISBN (Libro)
9783668404212
Idioma
Alemán
Etiqueta
lizenzpresse besatzungsmächte auswirkungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Hendrik Wonsak (Autor), 2017, Die Lizenzpresse der alliierten Besatzungsmächte und deren Auswirkungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353946
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