Der Auszubildende kann den Arbeitsablauf des Körnens erklären und weiß, wann er das Körnen anwenden muss. Mit den notwendigen Sicherheitsvorschriften ist er vertraut.
Der Auszubildende arbeitet sorgfältig und genau, er hält seinen Arbeitsplatz sauber und wendet somit die gelernten Sicherheitsvorschriften in der Praxis an.
Der Auszubildende ist in der Lage, fachgerecht und selbstständig anzukörnen, als Grundlage für weitere Arbeitsschritte.
Inhaltsverzeichnis
2. Thema Der Unterweisung
2.1 Einordnung in den Lehrplan
3. Situationsdarstellung
4. Lernziele
4.1 Richtlernziel
4.2 Groblernziel
4.3 Feinlernziel
5. Lernzielbereiche
5.1 Kognitiver Bereich
5.2 Affektiver Bereich
5.3 Psychomotorischer Bereich
6. Vier – Stufen – Methode
7. Arbeitszergliederung
8. Lern – und Lösungshilfen
9. Abschlussgespräch
10. Nachbereitung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit dient als praktische Unterweisung für einen Auszubildenden zum Industriemechaniker mit dem Ziel, die fachgerechte Technik des Ankörnens von Bohrungsmittelpunkten zu erlernen und sicher auszuführen.
- Vermittlung der manuellen Fertigungstechnik des Körnens
- Anwendung der Vier-Stufen-Methode in der Ausbildung
- Sicherheitsrelevante Aspekte bei der Werkzeugführung
- Strukturierte Arbeitszergliederung und Prozesskontrolle
- Förderung der eigenständigen Qualitätsprüfung durch den Auszubildenden
Auszug aus dem Buch
Vier – Stufen – Methode
Vormachen ca. 3 Minuten: Der Ausbilder versammelt die Auszubildenden um die Werkbank, auf der bereits die benötigten Werkzeuge und Arbeitsmittel bereitliegen, Schritt für Schritt zeigt er ihnen das richtige Vorgehen beim Körnen: Arbeitszergliederung -Körner schräg auf Anreißlinie ansetzen -Körner senkrecht aufstellen -leichter Schlag mit dem Hammer -Sichtkontrolle (überprüfen ob Körnung richtig sitzt) -ggf. Korrektur (durch schräges Ansetzen des Körners beim Schlagen) -Endkontrolle. Im Anschluss an die Vorführung beantwortet der Ausbilder eventuell Auftretende Fragen.
Nachmachen ca. 5 Minuten: Die Auszubildenden wiederholen schrittweise den Arbeitsgang. Dabei erklären und begründen sie ihr jeweiliges Vorgehen. Der Ausbilder hat die Möglichkeit, falsches Einüben eines Arbeits-Schrittes durch Hilfestellungen zu vermeiden. Wenn alle Auszubildenden über die richtige Vorstellung des Arbeitsablaufes verfügen, erhalten sie die Möglichkeit, diesen einzuüben.
Üben ca. 4 Minuten (je nach Bedarf): In der Übungsphase sollen die Auszubildenden Gelegenheit haben, den Arbeitsablauf zu trainieren, d. h. sie führen ihn selbständig aus. Der Ausbilder hält sich hierbei im Hintergrund, bleibt aber in der Nähe, um bei Fehlern oder Fragen seiner Auszubildenden sofort zur Verfügung zu stehen. Von Zeit zu Zeit kontrolliert er die Ergebnisse der Übung. Wenn der Arbeitsgang bei allen Auszubildenden sicher abläuft, können die Werkzeuge wieder aufgeräumt werden. Der Ausbilder sammelt die Übungswerkstücke ein und bespricht mit den Auszubildenden die Ergebnisse, wobei auf Fehler aufmerksam gemacht wird, aber auch gute Arbeiten herausgestellt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Thema Der Unterweisung: Definiert den organisatorischen Rahmen, den Ausbildungsberuf sowie die spezifischen Rahmenbedingungen der praktischen Unterweisung.
Situationsdarstellung: Beschreibt die Lernumgebung und die individuellen Voraussetzungen des Auszubildenden sowie die Lernziele der Einheit.
Lernziele: Unterteilt die angestrebten Kompetenzen in Richt-, Grob- und Feinlernziele im Kontext der Metallbearbeitung.
Lernzielbereiche: Konkretisiert die Anforderungen in den drei Kompetenzbereichen kognitiv, affektiv und psychomotorisch.
Vier – Stufen – Methode: Erläutert den didaktischen Aufbau der Unterweisung von der Vorbereitung über das Vormachen und Nachmachen bis zur Übungsphase.
Arbeitszergliederung: Detailliert die einzelnen Arbeitsschritte des Körnens inklusive der Kernpunkte und der jeweiligen Begründungen.
Lern – und Lösungshilfen: Listet unterstützende Maßnahmen auf, falls während des Lernprozesses Schwierigkeiten auftreten.
Abschlussgespräch: Definiert den Prozess der Reflexion und das Feedbackgespräch nach der praktischen Übung.
Nachbereitung: Beschreibt den Umgang mit Fehlern und die Evaluation des Erreichens der Ausbildungsziele.
Schlüsselwörter
Industriemechaniker, Ankörnen, Bohrungsmittelpunkt, Vier-Stufen-Methode, Ausbildung, Werkstück, Arbeitssicherheit, Handhabung, Metallbearbeitung, Fertigungsverfahren, Qualitätskontrolle, Unterweisung, Lehrwerkstatt, Arbeitszergliederung, Auszubildender
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen praktischen Unterweisung eines Auszubildenden zum Industriemechaniker im Bereich der manuellen Metallbearbeitung, spezifisch dem Ankörnen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Vermittlung der korrekten Arbeitstechnik, der Einhaltung von Sicherheitsstandards und der strukturierten Vorgehensweise bei der Fertigung.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Feinlernziel ist das fachgerechte und selbstständige Ankörnen eines Bohrungsmittelpunktes in Arbeitsstahl als Grundlage für weitere Fertigungsschritte.
Welche wissenschaftliche bzw. didaktische Methode wird verwendet?
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode angewandt, bestehend aus Vorbereitung, Vormachen, Nachmachen und Üben.
Was wird im Hauptteil der Unterweisung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die schrittweise Demonstration des Arbeitsablaufs durch den Ausbilder, das anschließende schrittweise Nachmachen durch den Auszubildenden und die eigenständige Übungsphase.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Industriemechaniker, Ankörnen, Ausbildung, Vier-Stufen-Methode und Arbeitssicherheit bilden die zentralen Begrifflichkeiten.
Warum ist das Entgraten des Werkstücks für das Körnen wichtig?
Das Entgraten ist notwendig, um eine sichere Auflage auf der Grundplatte zu gewährleisten und Verletzungsgefahren sowie Ungenauigkeiten beim Ansetzen des Körners zu vermeiden.
Welche Rolle spielt die Arbeitssicherheit bei der Vorbereitung?
Die Sicherheit ist essenziell, da der Auszubildende vor Beginn den Zustand von Werkzeugen (z.B. Hammer ohne Absplitterungen) und Materialien prüfen muss, um Unfälle zu vermeiden.
Wie korrigiert der Auszubildende eine falsch gesetzte Körnung?
Eine leichte Korrektur ist möglich, indem der Körner etwas schräg angesetzt wird, um den Punkt in die gewünschte Richtung zu treiben, bevor die finale Körnung erfolgt.
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- Luigi Pacinella (Author), 2005, Ankörnen von Bohrungsmittelpunkten (Unterweisung Industriemechaniker / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35397