Die Frauenbilder der Annaberger Kirche im Kontext der Aetates Lehre des Augustinus

Eine Analyse der Symbolik der Lebensalterdarstellungen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2015

29 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung und Material

2. Die Zahl 10

3. Die Aetates Lehre des Augustinus

4. Die Emporenreliefs der Lebensalterdarstellung
4.1. Die 10 jährige - X anni
4.2. Die 20 Jährige - XX anni
4.3. Die 30 Jährige - XXX anni
4.4. Die 40 Jährige - XL anni
4.5. Die 50 Jährige - L
4.6. Die 60 Jährige - LX
4.7. Die 70 Jährige - LXX
4.8. Die 80 Jährige - LXXX anni
4.9. Die 90 Jährige - XC anni
4.10. Die 100 Jährige - C anni

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

1. Fragestellung und Material

Nach Einsetzen des Berggeschreys wurde am 21. September 1496 auf Veranlas- sung von Herzog Georg von Sachsen (1471-1539) die „Neustadt am Schrecken- berge“ gegründet.1 Oberhalb des Marktplatzes gab es zu diesem Zeitpunkt eine 1498 erbaute, kleine Holzkirche zu Ehren der heiligen Anna.2 Aufgrund des hohen Bevölkerungszustroms wurden bald Forderungen nach einer größeren, dem örtlichen Reichtum angemessenen Kirche laut, was im Jahr 1499 zur Grundstein- legung der Stadtkirche Annaberg3 führte. Dieser, für die damalige Zeit gewaltige Bau,4 wurde 1512 durch die Fertigstellung von Schiff und Turm, sowie dem Abtragen der noch im Inneren des Neubaus befindlichen Holzkirche abgeschlos- sen, um anschließend mit dem bis 1525 andauernden Ausbau des Innengewölbes zu beginnen.5 Die Grundlage dessen bildeten unter anderem Spenden in Höhe von 2551 fl.6 durch Herzog, Kurfürst und Ablässe der Bevölkerung.7 In der prunkvoll ausgeschmückten spätgotischen Predigerkirche befindet sich eine einzigartige, „hin und wieder mit Benutzung der Dürerscher Kompositionen“8 Emporen- brüstung, welche dem Meister Franz Maidburg zugerechnet wird.9 Die aus 100 Chemnitzer Sandsteinen bestehenden Empore unterteilt sich in eine achtzigteilige biblia pauperum,10 sowie je einer zehnteiligen weiblichen und männlichen Lebensalterdarstellung, welche 1524 mit dem „illuminieren“ der Darstellungen abgeschlossen wurde.11

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einem Teil dieser Emporenbrüstung, der weiblichen Lebensalterdarstellung, und wird diese im Kontext von Exegese, Katechismus und Ikonographie, in Verbindung mit idealtypischen Vorstellungen der Frau in der Gesellschaft analysieren. Des Weiteren wird die mit 100 Jahren veranschlagte Gesamtlebenszeit in Verbindung zur Aetates Lehre des Augustinus gesetzt, um die Eigenschaften und Besonderheiten dieser Einteilung darzustellen. Die Grundlagen dieser Analyse bilden zum einen die ab 1970 restaurierten Reliefdarstellungen, sowie historische Quellen von Paulus Jenisius, Christoph Emmerling und Oswald Schmidt.12

2. Die Zahl 10

Die Aufteilung in 10 Reliefs kann auf vielfältige Weise erklärt und interpretiert werden. Die Anzahl kann erstens durch den künstlerischen Anspruch Franz Maidburgs und der damit verbundenen Ästhetik des Optischen erklärt werden.13 Um diesen zu verwirklichen, liegt die Vermutung nahe, dass er sich des Goldenen Schnittes bediente, und somit zur eher ungewöhnlichen Einteilung in zehn Dar- stellungen gelangte. Die Höhe der einzelnen Reliefs in ihrem Verhältnis zur Breite beträgt 5:3. Ausgenommen hiervon sind die Bilder L, LX und LXX, welche sich auf einer kleinen Balkonbrüstung befinden, wobei die Gesamtbreite der Brüstung derer zwei „normaler“ Reliefs entspricht.14

Alle folgenden Auslegungen gehen auf diese Grundlage zurück, und versuchen diese Einteilung in den Kontext von menschlichen Voraussetzungen und katechetischen und exegetischen Grundlagen zu setzen.

Ausgehend von der menschlichen Natur, besitzen wir insgesamt zehn Finger (5 je Hand) und Zehen (5 je Fuß). Eine Zahl die uns unser ganzes Leben begleitet, und die Grundlage allen Zählens bildet. Die Mnemotechnik greift diese Grundlage des Naturgedächtnisses auf, um Wissen und Lehre zu vermitteln und zu speichern. Es sollen bewusst und unterbewusst Vorstellungen verbunden werden, so „daß, sobald die eine ins Bewußtsein tritt, sogleich ohne unsern Willen eine andere sich mit ihr verbindet.“.15 Alltägliche Darstellungen von Lebenssituationen der Frau werden mit christlich-ikonographischem Kontext von Exegese und Katechismus angereichert um den Betrachter zum gottesfürchtigen Menschen zu erziehen. Diese Ideenassoziationen16 werden in vier Gesetze unterteilt: aufeinander bezogene Gleichzeitigkeit und Ähnlichkeit (von Merkmalen), standardisierte Aufeinander- und Abfolge, sowie vorstellbare Gegensätzlichkeit (wie Himmel und Hölle, Reich- tum und Armut).17 Im vorliegenden Fall liegt die Assoziation von 10 Fingern und den Dekalog, die 10 Geboten Gottes,18 nahe. Jeden Tag soll man sich ebenso auf die christlichen Lehren besinnen, wie man seine eigenen Hände benutzt.

Eine weitere Interpretationsmöglichkeit bezüglich des mnemotechnischen Elementes liefern die biblischen 10 Plagen,19 und eine Mahnung, was Ungläubigen und Abtrünnigen bei der Abwendung von Gott und Kirche widerfahren kann. Des Weiteren sollte zu bedenken sein, dass die Grundzahlen der Bibel 1, 2, 3 und 4 - wobei 1 für das „Himmlische“, auch Zahl Gottes genannt, 2 für das „Irdische“ und die Schöpfung, 3 für Mann und 4 für Frau steht - in ihrer Summe 10 ergeben. Eine Nummer, die für das menschliche Leben mit Gott, und der Verantwortung des Menschen vor Gott, steht.20

3. Die Aetates Lehre des Augustinus

Bereits in der antiken Literatur entwickelte sich ein drei- beziehungsweise viertei- liges Metaphermodell der menschlichen aetates (Singular aetas lateinisch Lebens- alter, Altersstufe).21 Es stellt die Gliederung des Menschen von der Wiege - dem Urzustand des Wesens und seiner Entwicklung - über die Blüte- und Reifezeit - dem Höhepunkt der Leistungsfähigkeit und dem damit verflochtenen umfangrei- chen Wissen und Glauben - bis hin zur Verfallszeit - dem Greisenalter, also dem geistigen und körperlichen Abbaus des Menschen - dar.22 Ein Beispiel dieser Ein- teilung findet sich bei Hildegard von Bingen,23 welche das Leben des Menschen mit dem Zyklus der vier Jahreszeiten von Frühling (kalt), Sommer (warm), Herbst (feucht) und Winter (trocken)24 darstellt.

Aurelius Augustinus25 spezifiziert dieses Model im Kontext von altem und neuem Testament, also des alten und neuen Menschen.26 Er ordnet die Lebensalter den 6 Du sollst nicht ehebrechen. 7 Du sollst nicht stehlen. 8 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. 9 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. 10 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.“

sechs Weltalter: Von Adam bis Noah als infantia; von Noah bis Abraham als pueritia; von Abraham bis David als adolescentia; von David bis zur babyloni- schen Gefangenschaft/Nebukadnezar als iuventus; von Gefangenschaft bis zur Geburt Christi als gravitas/aetas senioris;27 von der Geburt Christi bis zum Ende der Welt als senectus, zu.28 Durch die Analogie von Augustinus zu den sechs Schöpfungstagen, grenzt er die aetates des Menschen folgendermaßen ab: das Kleinkindalter (infantia) wird bis einschließlich dem 7. Lebensjahr, das Knaben- alter (pueritia) bis 14, das Jünglingsalter (adolescentia) bis 25 oder 30 Jahre (hier wird im Wesentlichen unterschieden, ob eine Heirat bereits vollzogen wurde, oder ob es sich noch um einen Junggesellen handelt), das Alter des jungen Mannes (iuventus), das reife Mannesalter (gravitas/aetas senioris) von 45 - 60 Jahren und abschließend das Greisenalter (senectus) ab dem 60. Lebensjahr, wobei eine Gesamtlebenszeit von 70 Jahren zugrunde gelegt wird.29

Die hier vorliegende, nicht gängige Zehngliederung stellt somit eine Besonderheit dar. Erst ab dem 16. Jahrhundert erlebte diese Einteilung ihren Höhepunkt in Form der Lebenstreppe30, wie aus der brandenburgischen Begräbnisrede von 1612 hervor- geht: „Zehen jar: ein kint. zweinzec jar: eyn jungelinc. drizec jar: eyn man. vierzec jar: wol getan. vümfzec jar: stille stan. sehzec jar: abe gan. sibenzec jar: eyn grise. ahtzec jar: uz der wise. niunzec jar: der kinder spot. hundert jar: genade got!“31

4. Die Emporenreliefs der Lebensalterdarstellung

Im Folgenden sollen die Reliefs beschrieben, und in ihrem ikonographischen und mnemotechnischen Kontext von Exegese und Katechismus betrachtet und analy- siert werden.32 Es soll zudem versucht werden, eine Einordnung - basierend auf der aetates Lehre des Augustinus, nach Kapitel 3 - zu treffen. Dabei werden die Darstellungen gemäß ihrer Altersabfolge betrachtet (siehe Abbildung 1).33 Es soll an dieser Stelle darauf hingewiesen sein, dass es sich bei diesen Fotos um die Reliefs nach der Restaurierung 1884 handelt, in denen die Schildtafeln noch kei- nerlei Spruchbänder mit Alterszuordnung besaßen, diese wurden erst in der Restaurierung nach 1970 und unter Einbeziehung der vorliegenden Texte34 hinzugefügt, und dienen in der vorliegenden Arbeit als Namensgeber der einzel- nen Darstellungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Lebensalter der Frau aus: Schmidt, Oswald: Die St. Annenkirche zu Annaberg. Ihre Geschichte und ihre Kunstwerke. Leipzig: Teubner. 1908. S. 60f.

4.1. Die 10 jährige - X anni

Die Darstellung des zehnjährigen Mädchens von X anni, eröffnet die Reihe der Lebensalterdarstellung der Frau. Sie trägt im linken Arm ein Spielzeug, die rechte Hand liegt auf einem weiß-goldenen Schild mit dem Bild einer Wachtel. Gemäß der aetates mundi des Augustinus, stellt dieses Relief die Lebensalter der infantia, der frühen Kindheit, und einen Teil der pueritia, dem Anfang der Pubertät und der damit verbundenen Unterscheidungsfähigkeit von Gut und Böse, sowie die eingehende Lehre kirchlicher Werte, dar.35

Betrachtet man das Gewand im Vergleich zu denen der restlichen neun Bildern näher, fällt auf, dass es sich bei diesem züchtig hochgeschlossenen Kleid, mit seinen rosa, grauen und weißen Streifen, um das einzige Kleidungsstück der Serie mit einem Muster handelt. Dieses Farbspiel vermittelt eine der infantia eigene kindliche Unbefangenheit und Fröhlichkeit. Die Verzierungen durch Schmuck und Gold in Form von Kette und Ziergürtel, steht in Kohärenz mit der Schlichtheit des kindlichen, beziehungsweise jungen Geistes, sowie der alterstypischen Unmündigkeit bezüglich weltlicher Besitztümer.

Die Puppe als geschlechterspezifiziertes Spielzeug36 im Arm, dargestellt durch ein Mädchen mit Haube, in sittsamer Haltung, mit brav gefalteten Händen und signalträchtigem roten Gewand, geht in ihrer discriptio37 weit über die narrative Symboldeutung hinaus, sie verkörpert zusätzlich einen pädagogischen Anspruch der Exegese bezüglich der vorgesehenen Rolle als Ehefrau, Hausfrau und Mutter. Die Wahl einer Puppe als repräsentativen Gebrauchsgegenstand ist zudem nicht nur mit der geschlechtlichen Zuordnung zu spezifizieren, sie gehört auch zu den ältesten und häufigsten Spielzeugen des 15. Jahrhunderts, dem Beginn der kom- merziellen Puppenherstellung.38

Vergleicht man nun die sozialtypische Definition eines Kindes bezüglich des Tierbildes Wachtel, finden sich multiple Kongruenzen zur wissenschaftlichen Be- schreibung der Wachtel, auch coturnix coturnix39

[...]


1 Am 22. März 1501 wird der Name St. Annaberg erstmals urkundlich durch Kaiser Maximilian I erwähnt vgl.: Löffler, Fritz (Hrsg): Die Annenkirche zu Annaberg. Das Christliche Denkmal. Heft 7. Dresden: Union Verlag VOB, 1954, S. 1ff.

2 Schutzheilige des Bergbaus und der Bergleute; vgl. Gurlitt, Cornelius: Kunst und Künstler am Vorabend der Reformation. Ein Bild aus dem Erzgebirge. Halle: Verein für Reformationsgeschichte, 1890, S. 91ff.

3 am 25.04.1999 vgl.: Löffler, 1954, S.2

4 65 Meter Länge, 27 Meter Breite, und 22 Meter Höhe. Schmidt, Oswald: Die St. Annenkirche zu Annaberg. Ihre Geschichte und ihre Kunstwerke. Leipzig: Teubner, 1908, S. 19

5 vgl.: Schmidt, 1908, S. 21ff.; sowie: Gurlitt, 1890, S. 91ff.

6 fl. ist die Bezeichnung der mittelalterliche Währung Gulden (Florentiner)

7 Herzog Georg (1000 fl.), Kurfürst Friedrich (200 fl.), Kapitel zu Meißen (20 fl.), Bürger Annabergs (1331 fl.), wobei sich die Summe der Bürger aus Ablässen und freiwilligen Spenden zusammensetzt. vgl.: Gurlitt, 1890, S. 93

8 vgl.: Schmidt, 1908, S. 56

9 auch Hyronymus von Wartburg; Bildhauer der Spätgotik und der Frührenaissance, 1480-1533, vgl.: Gurlitt, 1890, S. 113

10 Armenbibel, mit altem und neuem Testament vgl.: Schmidt, 1908, S. 53

11 vgl.: Gurlitt, 1890, 93

12 Paulus Jenisius: Annaberger Chronik. Zusammengestellt und bearbeitet von Helmut und Rein- hart Unger. Herausgegeben vom Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz: Leipziger Verlagsge- sellschaft, 1994; Emmerling, Christoph: Die Herrligkeit Des Berühmten Annaberger Tempels. Nebst denen von Erbauung der Stadt an darinnen gewesenen Predigern. Kürtzlich mit Fleiß be- schrieben Und auf Verlag u. Beförderung guter Freunde zum Druck überlassen von Christoph Emmerling, gebohrner Annaberger, und Schul-Collegen daselben. Schneeberg: Heinrich Fulden, 1713 sowie: Schmidt, Ernst Oswald: Die St. Annenkirche zu Annaberg. Ihre Geschichte und ihre Kunstwerke. Leipzig: Teubner, 1908

13 Jeder Künstler ist zuerst Ästhet, dann erst „Aufgabenerfüller“

14 Walser, Hans: Der Goldene Schnitt. Einblicke in die Wissenschaft. Stuttgart-Leipzig: Teubner, 1993, S. 9ff.

15 Kothe, Herrmann: Katechismus der Mnemotechnik oder Gedächtnislehre. Zweite sehr verbes- serte und vermehrte Auflage. Leipzig: Vertragsbuchhandlung von J.J. Weber. 1863, S. 29

16 Unterliegen allen Äußerungen des Gedächtnisses

17 Kothe, 1863, S. 29ff.

18 Die Bibel: Exodus. 2. Mose. 1 „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter ha- ben neben mir. 2 Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen. 3 Du sollst den Feiertag heiligen. 4 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. 5 Du sollst nicht töten.

19 Zusammengefasst aus: Die Bibel: Exodus. 2. Mose 7-12: Wasser wird zu Blut, Froschplage, Stechmückenplage, Stechfliegen, Viehpest, schwarze Blatter (Pest), Hagel, Heuschrecken, Finsternis, Tod aller Erstgeborenen

20 Zint, Paul Gerhard.: Zahlenwelt der Bibel, eine Einführung. 30.06.2002. http://www.zeitund zahl.de/Zahlen.htm#_Toc153597037

21 Pons: Online Wörterbuch Latein - Deutsch. Stuttgart 2014 http://de.pons.com/%C3%BCber setzung/latein-deutsch/aetas

22 Fuhrer, Therese: Erneuerung im Alter. Augustins Aetates Lehre. in: Fitzon et al: Alterszäsuren. Zeit und Lebensalter in Literatur, Theologie und Geschichte. Göttingen: De Gruyter, S. 262

23 Schipperges, Heinrich: Hildegard von Bingen. 5. Auflage. 2004. München: Beck. S. 59

24 Sassenhausen, Ruth: Wolfram von Eschenbach „Parzival“ als Entwicklungsroman. Gattungs- theoretischer Ansatz und literaturpsychologische Deutung. Studien zur Literatur und Gesell- schaft des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Band 10. Köln: Bühlau. 2007, S. 52f.

25 auch unter dem Namen Augustinuss von Hippo bekannt, lebte 354-430. Er gilt als einer der vier Kirchengelehrten der Spätantike. vgl.: Horn, Christoph: Augustinus. Beck’sche Reihe. Nr.: 531: Denker. München: Oscar Beck. 1995, S. 12ff.

26 Sassenhausen, 2007, S. 51

27 in manchen Quellen findet sich auf die Beschreibung virilitas, welches sich jedoch nur auf das männliche Alter bezieht vgl.: Zimmermann, Christian (Hrg.): Zeitschrift für die Althertumswis- senschaft. Zweiter Jahrgang. Darmstadt: Eduard Heil. 1833, S. 1187

28 Fuhrer, Therese: Erneuerung im Alter. Augustins Aetates Lehre. in: Fitzon et al: Alterszäsuren. Zeit und Lebensalter in Literatur, Theologie und Geschichte. Göttingen: De Gruyter, 2009, S. 267ff.

29 ebd., S. 264f..

30 als Beispiel kann hier die Augsburger Lebenstreppe um 1660, oder die Nürnberger Lebenstrep- pe, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts genannt werden. Prinzip ist es, das der Mensch mit 50 Jahren seinen Höhepunkt, also die höchste Stufe des Lebens erreicht. Alles was folgt ist abstei- gend, bis hin zum Tod. vgl.: Ehmer, Josef: „The Life Stairs“: Aging, Generational Relations, and Small Commodity Production in Central Europe. in: Hareven, Tamara: Aging and Generational Relations over the Life Course: A Historical and Cross-Cultural Perspective. Berlin: De Gruyter. 1995, S. 73f.

31 Ehmer, Josef: „The Life Stairs“: Aging, Generational Relations, and Small Commodity Produc- tion in Central Europe. in: Hareven, Tamara: Aging and Generational Relations over the Life Course: A Historical and Cross-Cultural Perspective. Berlin: De Gruyter. 1995 S. 66f.

32 als Grundtext dient Die Bibel, nach der Übersetzung von Martin Luther (LUT) 1836 bzw. 1912.

33 Der Erkennbarkeit halber, wurden die Fotografien aus Schmidt, 1908, S. 60f. verwendet, um farbige, höher qualitative, jedoch leider unvollständigen Aufnahmen zu sehen, bietet sich Grund, Ariane, Dohle, Rainer: Sankt Annen. Bergmannsdom in Annaberg-Buchholz. Sondere- dition mit CD. 1. Auflage. Annaberg-Buchholz: Chemnitzverlag. 2011. S. 104ff.

34 Paulus Jenisius 1605, Emmerling 1713 und Schmidt 1908

35 vgl.: Fuhrer, Therese, 2012, S. 264f..

36 Bei der männlichen Darstellung handelt es sich um eine Pfeife, nach Schmidt, 1909, S.59 auch Tröte oder Trompete

37 lateinisch Beschreibung, Schilderung, Darstellung

38 Wikipedia: Die Puppe. Freie Enzyklopädie. http://de.wikipedia.org/wiki/Puppe

39 Bundesamt für Naturschutz: Naturdetektive. Vögel. München: Compact. 2010, S. 34 7

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Die Frauenbilder der Annaberger Kirche im Kontext der Aetates Lehre des Augustinus
Untertitel
Eine Analyse der Symbolik der Lebensalterdarstellungen
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Germanistik)
Veranstaltung
Heilige(s) in Sachsen I und II
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
29
Katalognummer
V354066
ISBN (eBook)
9783668404588
ISBN (Buch)
9783668404595
Dateigröße
1514 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aetates Lehre Frauenbilder Annaberg Stadtkirche Lebensalter, Goldener Schnitt, Mnemotechnik des Mittelalters, Bibel, Aetates Lehre, Augustinus, Annaberg, Maidburg, Paulus Jenisius, Christoph Emmerling, Oswald Schmidt, Exegese, Katechismus, Lebensalter, Stufen Lebensalter, Darstellung Lebensalter
Arbeit zitieren
Johanna Gebhardt (Autor), 2015, Die Frauenbilder der Annaberger Kirche im Kontext der Aetates Lehre des Augustinus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354066

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Frauenbilder der Annaberger Kirche im Kontext der Aetates Lehre des Augustinus



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden