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Erarbeitung einer Krafttrainingsempfehlung für den 200-Meter-Sprint im Kanu-Rennsport

Auf der Grundlage eines zuvor erstellten biomechanischen und physiologischen Anforderungsprofils

Título: Erarbeitung einer Krafttrainingsempfehlung für den 200-Meter-Sprint im Kanu-Rennsport

Tesis (Bachelor) , 2013 , 60 Páginas , Calificación: 1,6

Autor:in: Manuel Matzka (Autor)

Deportes - Teoría y Práctica
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Mit dem 200-m-Sprint hat die Sportart Kanu-Rennsport bei den Olympischen Spielen 2012 in London eine neue Wettkampfdistanz im olympischen Programm erhalten. Die im internationalen Programm der International Canoe Federation (ICF) erst im Jahr 1994 eingeführte Wettkampfstrecke pflegte bis dahin lediglich ein Schattendasein im Kanu-Rennsport. Mit Wettkampfzeiten um 35 Sekunden ist die Belastungsstruktur auf dieser Strecke deutlich abzugrenzen von den bisherigen Olympischen Distanzen über 500m und 1000m (ca. 1:40 min bzw 3:40 min, Jahn u. a., 2011). Die Belastung ist demnach zeitlich zwischen dem leichtathletischen 200m- und 400m-Sprint anzusiedeln. Nach Weineck (2009) fallen die 1000m und 500m in den Bereich der Mittelzeitausdauer (2 – 8 min) bzw. der Kurzzeitausdauer (45 – 120 s) und unterscheiden sich somit deutlich von der neuen olympischen Disziplin. Die aerobe Energiebereitstellung spielt bei diesen Belastungen eine herausragende Rolle (van Someren & Howatson, 2008). Im Gegensatz dazu sind die 200m in die Belastungsstruktur der Schnelligkeitsausdauer einzugliedern und weisen somit ein differierendes Profil der Energiebereitstellung auf (Weineck, 2009). Es ist davon auszugehen, dass die anaerobe Energiebereitstellung deutlich an Bedeutung für eine erfolgreiche Wettkampfleistung gewinnt.

Die Kraft ist in der Kraftausdauer-Sportart Kanu eine mitentscheidende Leistungskomponente und für einen Athleten auf internationalem Niveau von hoher Wichtigkeit (dos Santos & da Silva, 2010). Mit kürzer werdender Belastungszeit gewinnt die Kraft stetig an Bedeutung. Demnach ist davon auszugehen, dass für den 200m-Sprint die Fähigkeit hohe Kräfte zu generieren zu einem der wichtigsten leistungsbestimmenden Faktoren wird. Zudem spricht der erhöhte Einfluss der Startphase auf die kürzere Wettkampfstrecke für den gestiegenen Stellenwert der Kraft (Ualí u. a., 2012). Auf diesen ersten Schlägen wirken sehr hohe Kräfte, um die Trägheit des Bootes aus der Ruhelage zu überwinden und es möglichst schnell auf die Maximalgeschwindigkeit zu treiben. Jahn u. a. (2011) gehen davon aus, dass als Grundlage für schnelle 200m-Leistungen die Erhöhung der mittleren Vortriebskräfte über die Strecke zu sehen sind. Da eine hohe Kraftgenerierung entscheidend von den Maximalkraftfähigkeiten eines Athleten abhängt, ist zu vermuten, dass die Steigerung dieser Fähigkeiten eine zentrale Rolle im Krafttraining der Sprinter einnehmen muss. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Anforderungsprofil des 200m-Sprints

2.1. Biomechanisches Anforderungsprofil

2.2. Metabolisches Anforderungsprofil

2.2.1. Spezifische Studien zu den metabolischen Prozessen

2.2.2. Metabolismus bei Schnelligkeitsausdauerbelastungen

3. Erarbeitung einer Krafttrainingsempfehlung

3.1. Dimensionen der Kraft

3.1.1. Maximalkraft

3.1.2. Schnellkraft

3.1.3. Kraftausdauer

3.2. Neuromuskuläre Anpassungen an ein Krafttraining

3.3. Krafttrainingsmethoden

3.3.1. Methoden zur Steigerung der Maximalkraft

3.3.2. Methoden zur Steigerung der Schnellkraft

3.3.3. Methoden zur Steigerung der Kraftausdauer

3.4. Empfehlungen für das Krafttraining

3.4.1. Kurzfassung des Anforderungsprofils

3.4.2. Maximalkraft als Basis

3.4.3. Kraftausdauertraining

3.4.4. Schlussfolgerungen zur Schwerpunktlegung

3.4.5. Periodisierung

4. Diskussion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit erarbeitet ein umfassendes biomechanisches und metabolisches Anforderungsprofil für den 200-Meter-Sprint im Kanu-Rennsport, um daraus fundierte Empfehlungen für die Gestaltung des Krafttrainings abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Kraftfähigkeiten für diese neue olympische Distanz entscheidend sind und wie diese durch gezielte Trainingsmethoden und Periodisierung optimal entwickelt werden können.

  • Analyse der biomechanischen Anforderungen und des Bootsvortriebs
  • Untersuchung des metabolischen Anforderungsprofils und der Energiebereitstellung
  • Bestimmung der Kraftfähigkeiten (Maximalkraft, Schnellkraft, Kraftausdauer) für den Kanu-Sprint
  • Methodenentwicklung für ein spezifisches Krafttraining und dessen Periodisierung

Auszug aus dem Buch

Physikalische Betrachtung des Bootsvortriebs

Ziel im Wettkampf ist es immer, die vorgegebene Wettkampfdistanz - in diesem Fall die 200m-Strecke - in einer möglichst kurzen Zeit zurückzulegen. Die Wettkampfzeit kann man also als das ultimative Leistungskriterium bezeichnen (Ualí u. a., 2012). Dieses wird ausschlaggebend durch die mittlere Bootsgeschwindigkeit über die 200-Meter bestimmt (McDonnell, Hume, & Nolte, 2013). Grundlage für eine möglichst hohe Wettkampfgeschwindigkeit ist die mittlere Vortriebskraft, die der Sportler mit jedem einzelnen Paddelschlag über die Strecke aufbringt (Jahn u. a., 2011). Diese kann nach Jahn u. a. (2011) über verschiedene Komponenten erlangt werden. (1) Durch eine Erhöhung der Kraft pro Einzelschlag und (2) durch eine verlängerte Dauer der Krafteinwirkung über die Strecke. Letzteres ist wiederum über zwei verschiedene Wege möglich: (2.1) Sie kann durch eine größere Einzelzyklusdauer (der Kanute generiert pro Schlag längere Zeit Vortrieb mit dem Paddelblatt im Wasser) und / oder (2.2) sie kann durch eine erhöhte Schlagfrequenz erreicht werden (Jahn u. a., 2011).

Wirth & Schmidtbleicher (2007) erklären, dass die Geschwindigkeit (v) physikalisch betrachtet das Produkt aus der Beschleunigung (a) und der Zeit (t), in der die Beschleunigung auf eine bestimmte Masse (m) wirken kann, ist:

v = a * t

Die Höhe der Beschleunigung ist wiederrum abhängig von dem Verhältnis der wirkenden Kraft (F) auf die zu bewegende Masse:

a = F / m.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung der neuen olympischen 200-m-Sprintdistanz im Kanu-Rennsport und Begründung des Bedarfs an einer spezifischen Trainingskonzeption.

2. Anforderungsprofil des 200m-Sprints: Detaillierte Analyse der biomechanischen und metabolischen Anforderungen dieser Kurzzeitbelastung.

3. Erarbeitung einer Krafttrainingsempfehlung: Theoretische Herleitung der notwendigen Kraftfähigkeiten und konkrete Methodenvorschläge für das Training.

4. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der aktuellen Studienlage und Identifikation von Forschungsbedarf.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz der Maximalkraft für den Kanu-Sprint und Ausblick auf die praktische Umsetzung im Training.

Schlüsselwörter

Kanu-Rennsport, 200m-Sprint, Krafttraining, Maximalkraft, Schnellkraft, Kraftausdauer, Biomechanik, Metabolismus, Energiebereitstellung, Trainingsmethoden, Periodisierung, Paddeltechnik, Anaerobe Kapazität, Leistungsdiagnostik, Sportphysiologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Krafttrainingsempfehlung für den 200-Meter-Sprint im Kanu-Rennsport auf Basis biomechanischer und physiologischer Analysen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Analyse der Leistungsfaktoren im 200-m-Kanu-Sprint, die Charakterisierung der Kraftfähigkeiten und deren Training sowie die periodisierte Einbindung in das Gesamttraining.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Trainern fundierte Richtlinien und ein theoretisches Fundament zu liefern, um für Sprint-Kanuten ein individuell angepasstes und effektives Krafttraining zu planen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden theoretischen Ausarbeitung unter Sichtung bestehender nationaler und internationaler Studien sowie Grundlagenliteratur aus den Bereichen Trainingswissenschaft und Sportphysiologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erstellung des Anforderungsprofils, die Erläuterung verschiedener Krafttrainingsmethoden und die konkrete Ableitung von Trainingsempfehlungen inklusive Periodisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Kanu-Rennsport, 200m-Sprint, Maximalkraft, Krafttrainingsmethoden, Periodisierung und anaerobe Energiebereitstellung.

Warum ist Maximalkraft für den 200-m-Kanu-Sprint so wichtig?

Die Maximalkraft bildet die fundamentale Basis, um im Paddelzug hohe Vortriebskräfte zu generieren, die Trägheit des Bootes zu überwinden und diese Kraftleistungen über die gesamte Distanz ökonomisch aufrechtzuerhalten.

Ist ein Kraftausdauertraining für diesen Sprint sinnvoll?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein klassisches Kraftausdauertraining nur begrenzten Benefit bietet, da die Spezifität des Paddelschlags besser durch spezifisches Wassertraining und die Maximalkraft durch Kraftraumtraining abgedeckt wird.

Wie sollte das Krafttraining periodisiert werden?

Es wird eine Periodisierung empfohlen, die im Vorbereitungszeitraum mit Hypertrophietraining beginnt und zur Wettkampfphase hin in ein IK-Training (Intramuskuläre Koordination) übergeht, um maximale Kraftwerte zu erreichen.

Welche Rolle spielt die Kombination von Kraft- und Ausdauertraining?

Da Kanusportler beide Fähigkeiten benötigen, muss die gleichzeitige Entwicklung so gesteuert werden, dass durch "Interferenz-Phänomene" keine negativen Anpassungen entstehen, was durch Blockperiodisierung optimiert werden kann.

Final del extracto de 60 páginas  - subir

Detalles

Título
Erarbeitung einer Krafttrainingsempfehlung für den 200-Meter-Sprint im Kanu-Rennsport
Subtítulo
Auf der Grundlage eines zuvor erstellten biomechanischen und physiologischen Anforderungsprofils
Universidad
Sport Academy Cologne  (Institut für Trainingswissenschaften und Sportinformatik)
Calificación
1,6
Autor
Manuel Matzka (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
60
No. de catálogo
V354096
ISBN (Ebook)
9783668403284
ISBN (Libro)
9783668403291
Idioma
Alemán
Etiqueta
Anforderungsprofil Kanu Kajak Krafttraining Ausdauertraining Periodisierung Biomechanik Stoffwechsel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Manuel Matzka (Autor), 2013, Erarbeitung einer Krafttrainingsempfehlung für den 200-Meter-Sprint im Kanu-Rennsport, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354096
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Extracto de  60  Páginas
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