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Demokratie, Repräsentation und Republik - Eine bibliographische Studie

Titel: Demokratie, Repräsentation und Republik - Eine bibliographische Studie

Essay , 2002 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Christian Tröster (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das vorliegende Essay beinhaltet eine bibliografische Studie der Begriffe Demokratie, Repräsentation und Republik.
Ziel einer bibliografischen Studie wird es sein, einen Überblick der in der Literatur zu diesen Begriffen vorhandenen Schriften zu liefern und sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede aufzuzeigen.
Nun liegt es auf der Hand, dass eine komplette Erfassung aller verfassten Schriften nicht im Rahmen dessen, was mir möglich ist, zu schaffen sein wird.
Daher wird der Anwendungsbereich dieser Studie beschränkt sein.
Der Ausgangspunkt der Arbeit soll die 8. Auflage des Buches „ Das Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland“ sein, das von Joachim J. Hesse und Thomas Ellwein verfasst wurde und 1997 im Westdeutschen Verlag in Opladen/ Wiesbaden erschienen ist.
Gerechtfertigt wird dies dadurch, das das Buch nicht nur normative Vorstellungen der zu untersuchenden Begriffe enthält und diese mit dem tatsächlich vorfindbarem Regierungssystem vergleicht, sondern insbesondere auch dadurch, das es ein Fundus an Thesen darstellt.
Interessant ist es nun nicht nur zu untersuchen, inwiefern solch provokante Behauptungen wie „Der Dualismus ist obrigkeitsstaatlich und demokratiefremd“ oder „Die repräsentative Demokratie erschwert dem Gelegenheitspolitiker das Leben und begünstigt denjenigen, der
eine politische Rolle übernimmt“ im Kontext des Buches selber begründet sind, sondern ob sich solche Aussagen auch woanders in der Literatur wiederfinden lassen. Ziel dieser Arbeit wird es sein, so einen Einblick in die Funktionsweise des deutschen Staates
und des ihm zugrundelegenden Systems zu ermöglichen.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Demokratie

2.1 Definition des Begriffs Demokratie

2.2 Die Demokratie in der BRD

2.3 Kritik an der deutschen Demokratie

3.Repräsentation

3.1 Definition des Begriffs Repräsentation

3.2 Repräsentation in der BRD

3.3 Kritik am System der Repräsentation

3.3.1 systematische Kritik

3.3.2 historisch – orientierte Kritik

4.Republik

4.1 Definition des Begriffs Republik

4.2 Die deutsche Republik

5.Schlussteil

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine bibliographische Analyse der Begriffe Demokratie, Repräsentation und Republik durchzuführen, um deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie deren Funktion im deutschen Staatssystem zu beleuchten.

  • Bibliographische Untersuchung von Grundbegriffen der politischen Ordnung.
  • Analyse des deutschen Regierungssystems basierend auf Fachliteratur.
  • Kritische Auseinandersetzung mit repräsentativen Demokratiemodellen.
  • Erörterung der historischen und normativen Aspekte des Begriffs Republik.
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit staatlicher Strukturen im Hinblick auf Partizipation.

Auszug aus dem Buch

Systematische Kritik

Bereits im Zitat von Reinhart Beck, wird klar gemacht, dass von den Repräsentanten die Gefahr ausgeht, ihre Aufgabe, dem Gesamtinteresse des Volkes zu dienen, zu vernachlässigen und sich hingegen anderen Machtpositionen entgegenzuwenden.

Es ist nämlich zwischen dem Modell, nach dem die Macht eng beim Volk liegen soll, und den realen Machtsstrukturen innerhalb der deutschen Gesellschaft zu unterscheiden. Dies fällt aber durch die zunehmende Komplexität immer schwerer, da Macht nicht nur allein als Führungsbefugnis auftritt. Vielmehr äußert sich Macht in Besitz, Verfügungsgewalt, Wissen und schlichtweg in der Möglichkeit Interessen zu artikulieren und auch umzusetzen.

Dabei ist zwischen zwei Arten der Komplexität zu unterscheiden. Zum einen entsteht die tatsächliche Komplexität durch die Interpendenz zwischen allem und jedem. So rückt menschliche Spontaneität bei Entscheidungsprozessen in den Hintergrund, wenn nicht sogar in die Versenkung. Sie muss einem System von Instanzen, Regeln und Kontrollen Platz machen, so das die Zeiträume zwischen Planung und Entstehung immer weiter auseinander rücken.

Noch mehr führt die Notwendigkeit, an die Stelle von ad – hoc – Entscheidungen langfristige Konzepte zu setzen, zum Erlahmen traditioneller demokratischer Energien oder dessen, was man dafür gehalten hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Es wird der Gegenstand der bibliographischen Studie definiert und die methodische Herangehensweise unter Bezugnahme auf zentrale Standardwerke begründet.

2.Demokratie: Dieses Kapitel erörtert die Definition des Demokratiebegriffs, untersucht die spezifische Form der Demokratie in der BRD und diskutiert theoretische Kritikpunkte.

3.Repräsentation: Hier wird der Begriff der politischen Repräsentation geklärt, dessen Anwendung in Deutschland erläutert und eine tiefgehende systemische sowie historische Kritik geübt.

4.Republik: Der Fokus liegt auf der etymologischen Herleitung des Begriffs „Res Publica“ und der historischen sowie politischen Entwicklung des Begriffs „Freistaat“ in Deutschland.

5.Schlussteil: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und kritisch reflektiert, wobei das Spannungsfeld zwischen theoretischem Ideal und politischer Wirklichkeit hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Demokratie, Repräsentation, Republik, Regierungssystem, Bundesrepublik Deutschland, Politische Willensbildung, Volkssouveränität, Indirekte Demokratie, Machtverteilung, Res Publica, Freistaat, Partizipation, Politische Ordnung, Bibliographische Studie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Begriffe Demokratie, Repräsentation und Republik im Kontext des deutschen politischen Systems.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Definitionen dieser Begriffe, ihre Anwendung in der Bundesrepublik Deutschland sowie kritische Perspektiven auf Machtstrukturen und Partizipationsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist es, durch eine bibliographische Analyse der Fachliteratur einen Überblick über die genannten Begriffe zu liefern und deren Funktionsweise im deutschen Staatssystem kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet eine bibliographische Analyse, bei der vornehmlich Standardwerke zur Politikwissenschaft herangezogen werden, um Thesen zu vergleichen und zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Demokratie, Repräsentation und Republik, wobei jeweils erst definitorische Grundlagen geschaffen und anschließend kritische Analysen vorgenommen werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Demokratie, Repräsentation, Republik, indirekte Demokratie, Partizipation und die kritische Distanz zwischen staatlichem Ideal und politischer Wirklichkeit.

Welche Rolle spielt die „wehrhafte Demokratie“ in der Argumentation?

Die wehrhafte Demokratie dient als Beispiel für die Konsequenz aus historischen Fehlern, um antidemokratischen Strömungen durch rechtliche Instrumente entgegenzuwirken.

Wie bewertet der Autor den Begriff „Freistaat“?

Der Autor analysiert den Begriff „Freistaat“ als deutsche Entsprechung für Republik, beleuchtet seine historische Entwicklung und wie er insbesondere in Bayern als identitätsstiftendes Markenzeichen umgedeutet wurde.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Demokratie, Repräsentation und Republik - Eine bibliographische Studie
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Politikwissenschaften)
Veranstaltung
Propädeutikum Der Staat
Note
2,0
Autor
Christian Tröster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
18
Katalognummer
V3543
ISBN (eBook)
9783638121873
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demokratie Repräsentation Republik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Tröster (Autor:in), 2002, Demokratie, Repräsentation und Republik - Eine bibliographische Studie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3543
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Leseprobe aus  18  Seiten
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