Die Aspekte der Arbeit wie Termin- und Leistungsdruck, Zeit, Führung und Multitasking können das Präsentismusverhalten der Beschäftigten begünstigen. Dabei führen psychische Belastungen nicht unablässig zu hohen Beanspruchungen und negativen Folgen für die Gesundheit der Beschäftigten, sondern es spielen die Höhe und die Summe der Anforderungen, aber auch das Ausmaß vorhandener Ressourcen und deren Zusammenwirken eine bedeutsame Rolle. Genau hier setzen die Autoren dieser Projektarbeit mit dem Mittel der qualitativen Forschung durch teilstandardisierte Interviews an, um sowohl personenbezogene als auch arbeitsbezogene Einflussfaktoren auf das Präsentismusverhalten bei neuen Führungskräften mit disziplinarer Personalverantwortung aufzudecken.
Einleitend wird der aktuelle Stand der wissenschaftlichen Theorie und Forschung zum Phänomen des Präsentismus vorgestellt, um daraufhin das Ziel dieser Projektarbeit und die Forschungsfragen zu definieren. Mithilfe von 8 Interviewpartnern konnten die in Kapitel 4 genannten Ergebnisse gewonnen werden. Der von den Autoren neu geprägte Begriff des verdeckten Präsentismus liefert einen Beitrag zur weiteren wissenschaftlichen Diskussion und Forschung. Die gewonnenen Ergebnisse, ihre Aussagefähigkeit und das wissenschaftliche Vorgehen der Autoren dieser Projektarbeit werden im Zuge der Diskussion in Kapitel 5 kritisch reflektiert. Abschließend wird ein Fazit gezogen, welches die wesentlichen Erkenntnisse dieser Projektarbeit zusammenfasst.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Einleitung
- Einordnung des Themas
- Gang der Arbeit
- Theoretischer Hintergrund und Forschungsfragen
- Definitionen - Was ist Präsentismus?
- Folgen und Auswirkungen
- Aktueller Forschungsstand
- Ziel und Forschungsfragen
- Methodik
- Qualitative Forschung
- Teilstandardisierte Interviews
- Erstellung des Interviewleitfadens
- Bestimmung und Rekrutierung der Stichprobe
- Durchführung der Interviews
- Auswertung der Interviews
- Transkription der Gesprächsaufnahmen
- Entwicklung des Kategoriensystems
- Einordnung der Interviewaussagen in das Kategoriensystem
- Gütekriterien der wissenschaftlichen Forschung
- Ergebnisse
- Beschreibung des Befunds
- Forschungsfrage 1
- Forschungsfrage 2
- Forschungsfrage 3
- Forschungsfrage 4
- Forschungsfrage 5
- Abgeleitete Erkenntnisse
- Diskussion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die vorliegende Projektarbeit untersucht das Phänomen des Präsentismus, also das Erscheinen am Arbeitsplatz trotz Krankheit, bei neu eingestellten Führungskräften mit disziplinarer Personalverantwortung. Sie zielt darauf ab, die Motivationsfaktoren und Hindernisse für das Präsentismusverhalten dieser Personengruppe zu identifizieren und zu analysieren.
- Motivationen für Präsentismusverhalten neuer Führungskräfte
- Einflussfaktoren auf die Entscheidung, krank zur Arbeit zu gehen
- Die Rolle der disziplinaren Personalverantwortung im Kontext von Präsentismus
- Potenzielle Folgen von Präsentismus für die betroffenen Personen und das Unternehmen
- Mögliche Handlungsempfehlungen zur Prävention von Präsentismus
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Die Einleitung führt in die Thematik des Präsentismus ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung. Es wird ein Überblick über den Aufbau der Arbeit gegeben.
Der theoretische Hintergrund beleuchtet die Definition und die Folgen von Präsentismus. Der aktuelle Forschungsstand wird dargelegt und die Forschungsfragen der Arbeit formuliert.
Die Methodik beschreibt die qualitative Forschung als Methode der Datenerhebung und -analyse. Es werden die durchgeführten Interviews und die Auswertungsmethode detailliert dargestellt.
Die Ergebnisse präsentieren die wichtigsten Befunde der Interviews, die auf die Forschungsfragen Bezug nehmen. Die abgeleiteten Erkenntnisse werden zusammengefasst.
Schlüsselwörter (Keywords)
Präsentismus, Führungskräfte, disziplinare Personalverantwortung, qualitative Forschung, Interviews, Motivation, Folgen, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Präsentismus?
Präsentismus bezeichnet das Verhalten von Beschäftigten, trotz einer Krankheit am Arbeitsplatz zu erscheinen, anstatt sich zu Hause zu erholen.
Warum gehen neue Führungskräfte oft krank zur Arbeit?
Gründe sind häufig Termin- und Leistungsdruck, die Sorge um die disziplinare Personalverantwortung sowie der Wunsch, sich in der neuen Position zu beweisen.
Was versteht man unter "verdecktem Präsentismus"?
Dies ist ein von den Autoren neu geprägter Begriff, der in der Arbeit erläutert wird, um spezifische Formen des Krank-Arbeitens bei Führungskräften zu beschreiben.
Welche Folgen hat Präsentismus für Unternehmen?
Langfristig führt Präsentismus zu Produktivitätsverlusten, einer Verschleppung von Krankheiten und einem erhöhten Risiko für Burnout oder chronische Leiden.
Wie wurde dieses Verhalten in der Projektarbeit untersucht?
Die Autoren führten qualitative, teilstandardisierte Interviews mit acht Führungskräften durch, um personenbezogene und arbeitsbezogene Einflussfaktoren aufzudecken.
- Quote paper
- Jan-Uwe Kastning (Author), Katharina Michael (Author), 2017, Krank zur Arbeit. Das Präsentismusverhalten neuer Führungskräfte mit disziplinarer Personalverantwortung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354324