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Kunstmarkt und Spekulation in Zeiten der Krise

Título: Kunstmarkt und Spekulation in Zeiten der Krise

Trabajo de Investigación (Colegio) , 2015 , 46 Páginas , Calificación: 10.00/10.00

Autor:in: Markus Kirchler (Autor)

Arte - Gestión, comercialización
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Künstler hatten in den aufstrebenden Städten des Mittelalters den sozialen Status von Handwerkern inne und wurden wie solche auch nach Aufwand und Materialverbrauch entlohnt. Sie arbeiteten im Auftrag von Freien Städten, Adeligen sowie kirchlichen Einrichtungen. Lange war es in der Öffentlichkeit verpönt mit der Kunst Geschäfte zu machen, und erst im ausgehenden Mittelalter ging das Handwerk teilweise von der Kunden- zur Warenproduktion über, weshalb die Künstler mehr und mehr darauf angewiesen waren, mit den Erzeugnissen ihrer Werkstatt auf der Straße oder dem Markt Handel zu treiben. Von einem Kunsthandel im modernen Sinne kann erst nach der Renaissance gesprochen werden.

Die Aktivität, mit der Kunst Geschäfte zu machen, war lange intellektuellen Kreisen und der reichen Elite überlassen. So lautstark und leidenschaftlich in der Öffentlichkeit und in den Feuilletons über Kunst gestritten wurde, so diskret und zurückhaltend war vom Geschäft mit ihr die Rede. Durch die starke Expansion in den letzten Jahrzehnten ist der Kunstmarkt jedoch zum Thema für Medien und breitere Gesellschaftsschichten geworden. Die Veranstaltungen traditionsreicher Auktionshäuser gelten sogar als Höhepunkte des gesellschaftlichen Lebens. Auf Auktionen überflügeln derzeit Werke der zeitgenössischen Kunst die Alten Meister wie Rembrandt und Rubens.

Die Gegenwartskunst erreicht dabei Rekordpreise und ruft bei Sammlern die Angst vor dem Platzen der Kunstblase hervor. Die erzielten Preise scheinen absurd, und dennoch wird der Kunstmarkt von Angebot und Nachfrage beherrscht. Gerade in Krisenzeiten erscheint ein berühmtes Werk als sichere Anlage. Kunst wird auch zum Statussymbol, durch dessen Besitz man überlegenen Geschmack oder Stil demonstriert. So gewinnt die Tätigkeit des Kunstsammelns an Popularität und lässt die Kunst zur globalen Währung des 21. Jahrhunderts werden.

Hier stellt sich zwangsläufig die Frage nach den Spielregeln und Interessen der Preisbildung am Kunstmarkt? Im Folgenden versuche ich darauf Antworten zu finden, ausgehend von der Annahme, dass am Kunstmarkt, wie in jedem anderen Markt auch, Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Ich widme mich hier insbesondere dem modernen und zeitgenössischen Kunstmarkt, seinen Akteuren und der Frage nach dem materiellen Wert der Kunst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Kunst?

3. Der Kunstmarkt

4. Die Akteure im Kunstbetrieb

4.1 Der Künstler

4.2 Der Kunstagent

4.3 Der Kunstkritiker

4.4 Der Galerist und seine Rolle als Kunsthändler

4.5 Der Kunstberater

4.6 Der Kunstsammler

4.7 Das Auktionshaus

4.8 Das Kunstmuseum

5. Die Wertbildung am Kunstmarkt

5.1 Angebot und Nachfrage

5.2 Preisfaktoren

5.2.1 Der Künstler

5.2.2 Die Werkposition

5.2.3 Die Provenienz

5.2.4 Das Thema und das Format

5.2.5 Die Marktfrische

5.2.6 Der Erhaltungszustand

5.2.7 Die Echtheit

5.3 Spekulation

5.4 Rekordpreise: Die teuersten Gemälde

6. Die Entwicklung des Kunstmarkts

6.1 Boom und Ernüchterung

6.2 Kunst als Investment

6.3 Kunstmarkt trotz Krise

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Mechanismen der Preisbildung auf dem modernen Kunstmarkt und analysiert, inwieweit Kunst als spekulatives Investmentobjekt fungiert, insbesondere unter dem Einfluss von globalen Krisen und wirtschaftlichen Schwankungen.

  • Historische Entwicklung des Kunstmarktes und Wandel des Kunstbegriffs
  • Die Rolle der Akteure (Künstler, Sammler, Auktionshäuser, Museen)
  • Faktoren der Wertbildung (Provenienz, Marktfrische, Echtheit, Preisfaktoren)
  • Analyse von Kunst als Assetklasse und Vergleich zu traditionellen Finanzinstrumenten
  • Einfluss von wirtschaftlichen Krisen auf Preisstabilität und Marktverhalten

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Künstler

„Ein Maler ist ein Mann, der malt, was er verkauft. Ein Künstler ist dagegen ein Mann, der das verkauft, was er malt.“ PABLO PICASSO, Künstler (1881–1973)

Der Künstler ist zunächst freischaffend ohne jegliche Verkaufsaussicht tätig. Zufällige Begegnungen mit Galeristen oder Sammlern können für sein künstlerisches Schaffen fördernd sein. Er versucht Marktlücken zu erkennen und nutzt Strategien zur Selbstvermarktung, da der Name eines Künstlers in Vermarktungszusammenhängen zur Handelsmarke werden kann. Die Bildung einer „Marke“ scheint in der Kunst ebenso bedeutsam zu sein wie in anderen Märkten. Erfolgreich verkaufte Kunst kommt von Künstlern, die wie eine Marke funktionieren und einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert haben. Dieser kann in den Werken des Künstlers liegen oder in dessen Persönlichkeit. Jeder Künstler, der ökonomischen Erfolg genießt, hat eine bestimmte und für ihn spezifische Formensprache, Materialverwendung oder ein charakteristisches Farbmuster.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel des Künstlers vom Handwerker zum Produzenten für den Kunstmarkt und führt in die Fragestellung nach der Preisbildung ein.

2. Was ist Kunst?: Dieses Kapitel setzt sich mit der Schwierigkeit einer allgemeinen Definition von Kunst auseinander und betrachtet die Erweiterung des medialen Spektrums in der Moderne.

3. Der Kunstmarkt: Hier werden das Volumen, die Akteure und die globale Struktur des Kunstmarktes sowie dessen Intransparenz beleuchtet.

4. Die Akteure im Kunstbetrieb: Dieses Kapitel detailliert die verschiedenen Rollen vom Künstler über Galeristen und Sammler bis hin zu Museen und Auktionshäusern.

5. Die Wertbildung am Kunstmarkt: Eine systematische Analyse von Faktoren wie Nachfrage, Preisfaktoren und dem Phänomen der Spekulation auf dem Kunstmarkt.

6. Die Entwicklung des Kunstmarkts: Die Analyse der historischen Booms, der Rolle von Kunst als Investment und des Verhaltens des Marktes in Krisenzeiten.

7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass der Kunstmarkt zunehmend von ökonomischen Mächten bestimmt wird und Kunst sich als spekulatives Investment in Krisenzeiten etabliert hat.

Schlüsselwörter

Kunstmarkt, Spekulation, Preisbildung, Künstler, Auktionshäuser, Kunstsammler, Provenienz, Kunst als Investment, Wirtschaftskrise, Galerie, Rendite, Wertbildung, Zeitgenössische Kunst, Kunstfälschung, Marktanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktionsweise des Kunstmarktes als komplexes soziales und wirtschaftliches System, in dem Angebot, Nachfrage und spekulative Interessen die Preise bestimmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Rollenverteilung im Kunstbetrieb, die Faktoren für die Preisfindung von Kunstwerken sowie die Entwicklung des Kunstmarktes als Anlagemarkt im Vergleich zur Börse.

Was ist das primäre Ziel der Facharbeit?

Das Ziel ist es, die scheinbare Unlogik der Preisbildung bei zeitgenössischen Kunstwerken zu durchleuchten und zu hinterfragen, wie ökonomische Faktoren und das "Markenimage" von Künstlern den Wert beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse ökonomischer Fachliteratur sowie auf die Auswertung aktueller Marktberichte und Auktionsdaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der Marktakteure, eine systematische Erläuterung der Preisfaktoren wie Marktfrische und Provenienz sowie eine kritische Betrachtung des Kunstmarktes während Finanzkrisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Kunstmarkt, Spekulation, Preisbildung, Rendite, Kunst als Investment und die Rollen von Galerien und Auktionshäusern.

Welche Rolle spielt die "Provenienz" für den Wert eines Kunstwerkes?

Die Provenienz, also die Herkunft und Historie eines Werkes, ist ein entscheidendes Kriterium für die Authentizität und kann den Marktwert massiv steigern, besonders wenn das Werk ehemals berühmten Sammlern gehörte.

Warum wird Kunst oft als "spekulatives Investment" bezeichnet?

Kunstwerke werden zunehmend als Sachwerte in Zeiten von Inflation und Börsenschwankungen genutzt, wobei Investoren auf eine langfristige Wertsteigerung setzen, die jedoch aufgrund mangelnder Transparenz und emotionaler Marktfaktoren hohe Risiken birgt.

Final del extracto de 46 páginas  - subir

Detalles

Título
Kunstmarkt und Spekulation in Zeiten der Krise
Calificación
10.00/10.00
Autor
Markus Kirchler (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
46
No. de catálogo
V354430
ISBN (Ebook)
9783668425811
ISBN (Libro)
9783668425828
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kunstmarkt Spekulation Krise Kunst Investment Boom Rekordpreise
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Markus Kirchler (Autor), 2015, Kunstmarkt und Spekulation in Zeiten der Krise, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354430
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