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Förderung der interkulturellen Kompetenz in Berufsschulen. Das Lernprozessmodell nach David S. Hoopes in der Anwendung

Title: Förderung der interkulturellen Kompetenz in Berufsschulen. Das Lernprozessmodell nach David S. Hoopes in der Anwendung

Seminar Paper , 2016 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefanie Pentz (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Ziel dieser Arbeit ist es, Möglichkeiten einer methodischen Ausgestaltung des Lernprozessmodells von Hoopes hinsichtlich des Erwerbs von interkultureller Kompetenz aufzuzeigen, die innerhalb der berufsschulischen Ausbildung anwendbar sind.

Im ersten Abschnitt erfolgt die terminologische Auseinandersetzung mit der interkulturellen Kompetenz. Da der Begriff ein in der Literatur viel diskutiertes und komplexes System ist, dient dieser Abschnitt zur Eingrenzung für diese Arbeit und soll zum Verständnis von interkultureller Kompetenz beitragen. Die Erklärung des Lernprozessmodells sowie dessen mögliche methodische Ausgestaltung werden im zweiten Abschnitt thematisiert. Dabei wird darauf geachtet, dass die Methoden im Unterricht Anwendung finden können. Abschließend erfolgen eine kritische Reflexion und eine Auseinandersetzung mit Problemen bei der interkulturellen Kompetenzentwicklung bei Berufsschülern.

Im europäischen Vergleich wird Deutschland als das beliebteste Zielland von Flüchtlingen gesehen. Allein im Jahr 2015 suchten 1.091.894 Flüchtlinge Schutz in Deutschland. Dadurch werden Bund und Länder herausgefordert, die Integration von Flüchtlingen verstärkt zu fördern. Einer der wichtigsten Aspekte im Hinblick auf die Integration von Flüchtlingen ist die Bildung. Das Erlernen der deutschen Sprache und die Eingliederung in Schule, Ausbildung und Studium sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration in unsere Gesellschaft.

In der beruflichen Schule beträgt der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund oft über 40 %. Dadurch wird der Berufsschulalltag vermehrt durch interkulturelle Situationen geprägt und die Schüler und Schülerinnen müssen Herausforderungen bewältigen, wie das Überwinden von Missverständnissen oder Konflikten, die auf die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe zurückzuführen sind. Um sich in solchen interkulturellen Situationen richtig zu verhalten, benötigen sie Wissen, Fähigkeiten, Verhaltensgrundlagen und -einstellungen, die zusammengefasst als interkulturelle Kompetenz bezeichnet werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Interkulturelle Kompetenz als Werkzeug für interkulturelle Herausforderungen

2. Interkulturelle Kompetenz

2.1 Kulturbegriff und Interkulturalität

2.2 Kompetenz

2.3 Interkulturelle Kompetenz und ihre Dimensionen

3. Das Lernprozessmodell und mögliche Methoden zur Ausgestaltung

3.1 Stufen des Lernprozessmodells nach Hoopes

3.2 Mögliche Methoden zur Ausgestaltung

4. Kritische Reflexion

5. Probleme der Entwicklung der interkulturellen Kompetenz bei Berufsschülern

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie durch das Lernprozessmodell nach Hoopes die interkulturelle Kompetenz von Berufsschülern und -schülerinnen gezielt gefördert werden kann, um den Herausforderungen einer zunehmend kulturell heterogenen Lernumgebung zu begegnen.

  • Grundlagen der interkulturellen Kompetenz und ihrer Dimensionen.
  • Erläuterung der sechs Stufen des Lernprozessmodells nach Hoopes.
  • Methodische Ansätze zur Förderung interkultureller Kompetenz im Unterricht.
  • Herausforderungen bei der Implementierung interkultureller Lernprozesse in der beruflichen Bildung.

Auszug aus dem Buch

3. Das Lernprozessmodell und mögliche Methoden zur Ausgestaltung

Die einzelnen Dimensionen der interkulturellen Kompetenz implizieren gleichzeitig die Ziele, die erlernt werden müssen. Das kognitive Ziel ist der Erwerb interkultureller Inhalte. Dazu zählen neben kulturtypischen Fakten z.B. aus der Geschichte oder der Politik auch das Verständnis von Kultur im Allgemeinen, Wissen um eigene und fremde Kulturgebundenheit sowie kulturtheoretisches Wissen. Das affektive Ziel beinhaltet den Erwerb und Ausbau der interkulturellen Sensibilität, wohingegen das pragmatisch-kommunikative Ziel die Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten fokussiert. Diese Ziele werden in unterschiedlichem zeitlichen Rahmen, oft unabhängig oder aber in aufeinander abgestimmten und sich bedingenden Lernprozessen erreicht.25 Das Lernprozessmodell von Hoopes beinhaltet sechs Stufen, in denen verschiedene Lernprozesse stattfinden können. Sie können sowohl unabhängig voneinander sein, als auch im Zusammenhang stehen. Die sechs Stufen lauten wie folgt: Ethnozentrismus (1), Bewusstwerdung (2), Verständnis (3), Anerkennung (4), Wertschätzung (5) und selektive Annahme (6).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Interkulturelle Kompetenz als Werkzeug für interkulturelle Herausforderungen: Das Kapitel erläutert die zunehmende kulturelle Heterogenität in deutschen Berufsschulen und begründet, warum der Erwerb interkultureller Kompetenz für die Bewältigung von Konflikten notwendig ist.

2. Interkulturelle Kompetenz: Es erfolgt eine theoretische Einordnung der Begriffe Kultur, Kompetenz und der drei Dimensionen interkultureller Kompetenz (kognitiv, affektiv, pragmatisch-kommunikativ).

3. Das Lernprozessmodell und mögliche Methoden zur Ausgestaltung: Die sechs Stufen des Modells nach Hoopes werden vorgestellt und mit geeigneten Lehrmethoden wie Vorträgen, Simulationen oder Fallbeispielen verknüpft, um Lernziele praktisch umzusetzen.

4. Kritische Reflexion: Der Autor resümiert die erarbeiteten Inhalte und betont, dass der Erwerb interkultureller Kompetenz einen lebenslangen Prozess darstellt, der in der Schule lediglich angestoßen werden kann.

5. Probleme der Entwicklung der interkulturellen Kompetenz bei Berufsschülern: Das Kapitel analysiert Hürden wie fächerübergreifende Kooperationsschwierigkeiten, fehlende praktische Auslandserfahrungen und das Erfordernis einer entsprechenden Qualifizierung des Lehrpersonals.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kompetenz, Berufsschule, Hoopes, Lernprozessmodell, Integration, Flüchtlinge, Kulturelle Heterogenität, Interkulturelle Sensibilität, Pädagogik, Lernmethoden, Rollenspiel, Simulation, Kulturverständnis, Lehr-Lern-Situation, Bildungsauftrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Geflüchteten und der Förderung der interkulturellen Kompetenz bei Schülern in der beruflichen Bildung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Kulturbegriff, die Definition interkultureller Kompetenz, das Lernprozessmodell nach Hoopes sowie konkrete methodische Ansätze für den Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das Lernprozessmodell von Hoopes methodisch so ausgestaltet werden kann, dass es in der berufsschulischen Ausbildung effektiv anwendbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert, um Methoden für das interkulturelle Training im schulischen Kontext zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine terminologische Definition von Kompetenz und Kultur, die detaillierte Vorstellung der sechs Stufen nach Hoopes und die Darstellung verschiedener Lehr-Lern-Methoden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie interkulturelle Kompetenz, Lernprozessmodell, berufliche Bildung und interkulturelle Sensibilität gekennzeichnet.

Wie hilft das Modell von Hoopes bei der Integration?

Es bietet einen sechsstufigen Entwicklungsrahmen, der von einer ethnozentrischen Sichtweise bis hin zur selektiven Annahme fremder kultureller Aspekte führt, was den Schülern hilft, eigene Identitäten und fremde Kulturen reflektiert zu verbinden.

Warum ist die Ausbildung der Lehrkräfte ein zentrales Problem?

Lehrkräfte fungieren als Vorbilder; sie müssen selbst interkulturell handeln können, um die komplexe kulturelle Heterogenität in ihren Klassen angemessen zu moderieren.

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Details

Title
Förderung der interkulturellen Kompetenz in Berufsschulen. Das Lernprozessmodell nach David S. Hoopes in der Anwendung
College
University of Rostock
Grade
1,7
Author
Stefanie Pentz (Author)
Publication Year
2016
Pages
21
Catalog Number
V354470
ISBN (eBook)
9783668405608
ISBN (Book)
9783668405615
Language
German
Tags
Interkulturelle Kompetenz Schuldbildung Flüchtling Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Pentz (Author), 2016, Förderung der interkulturellen Kompetenz in Berufsschulen. Das Lernprozessmodell nach David S. Hoopes in der Anwendung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354470
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