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Das Fachkonzept der Produktionsschule als berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme

Titel: Das Fachkonzept der Produktionsschule als berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme

Hausarbeit , 2015 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Robert Behrens (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In aktuellen Debatten rund um das Thema des Übergangs von der Schule in den Beruf sieht sich Deutschland, nicht zuletzt aufgrund der demographischen Entwicklungen, vor immer neuen Herausforderungen. Wie dem Berufsbildungsbericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu entnehmen ist, wurden im Jahr 2014 wieder weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Jahr 2013. Gleichzeitig gibt es eine hohe Anzahl unbesetzter betrieblicher Ausbildungsplätze. Hier zeigt sich ein paradoxes Dilemma.

Es gibt zu viele Ausbildungsplätze und es gibt zu viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Im besonderen Maße sind benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene ohne Schulabschluss von einer schlechten Übergangsquote von der Schule in den Beruf betroffen. Ein Konzept, welches sich mit einer Verbesserung der Übergangsquote dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen von der Schule in den Beruf beschäftigt und die Breite und Qualität der bestehenden berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen um ein neues Angebot erweitern soll, ist das Fachkonzept der Produktionsschule.

Diese Arbeit setzt sich mit den Fragen auseinander, ob die Einordnung des Fachkonzeptes der Produktionsschulen innerhalb der berufsvorbereitenden Maßnahmen noch aktuell ist oder ob das Fachkonzept die Möglichkeit bietet, Teil einer direkten Berufsausbildung zu sein. Es geht also um die Frage, ob das Fachkonzept der Produktionsschule nicht ausschließlich im Übergangssystem zwischen Schule und Beruf agieren, sondern selbst zu einer direkten Ausbildung für die Betriebe und somit der Vermeidung von Ausbildungsplatzlücken beitragen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Berufliche Förderpädagogik

2.1 Adressaten der Förderung für Benachteiligte

2.2 Gegenstandsbereich der beruflichen Förderpädagogik

3 Übergangssystem

3.1 Definition des beruflichen Übergangssystems

3.2 Fachkonzept der Produktionsschule im Übergangssystem

4 Konzept der Produktionsschule

4.1 Definitionen des Konzeptes

4.2 Ziele des Fachkonzeptes der Produktionsschule

5 Darstellung der Ergebnisse

5.1 Überprüfung der These

5.2 Ausblick und Chancen

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Fachkonzept der Produktionsschule hinsichtlich seiner Einordnung im beruflichen Übergangssystem und analysiert, ob das Konzept Potenziale bietet, als Alternative oder Ergänzung zur direkten Berufsausbildung zu fungieren, um Ausbildungsplatzlücken für benachteiligte Jugendliche zu minimieren.

  • Analyse der beruflichen Förderpädagogik und ihrer Relevanz für benachteiligte Jugendliche.
  • Definition und Einordnung des Übergangssystems im deutschen Bildungswesen.
  • Erläuterung des Fachkonzepts der Produktionsschule und dessen spezifischer Zielsetzungen.
  • Evaluation der Wirksamkeit durch Studien sowie Identifikation von Chancen für eine engere Kooperation mit der regionalen Wirtschaft.

Auszug aus dem Buch

4.1 Definitionen des Konzeptes

Zunächst soll hier der erste Absatz der vier Definitionsbereiche genannt werden:

(1) „Produktionsschulen bieten als eigenständige betriebsähnliche Bildungseinrichtungen zwischen allgemein bildender Schule und Arbeitsmarkt jungen Menschen (von 15 bis 25) auf Basis von Freiwilligkeit und auf Grundlage eines Bewerbungsverfahrens je nach ihrem Lernstand jederzeit eine mögliche Hilfe beim Übergang Schule-Beruf.“

Innerhalb des ersten Teiles der Definition wird die Produktionsschule als eine eigenständige betriebsähnliche Bildungseinrichtung eingeordnet. Betriebsähnlich meint hier, dass die Produktionsschule Realaufträge in den Werkstätten und im Dienstleistungsbereich annimmt und den jungen Menschen ein Entgelt bezahlt, was einem ‚normalen‘ Arbeitsverhältnis nahe kommt. Überdies richtet sich das Angebot an Personen zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr, wobei entscheidend ist, dass die allgemeine Schulpflicht erfüllt wurde. Neben der Eingrenzung des Alters richtet sich das Angebot der Produktionsschulen vor allem an junge Menschen mit fehlender Berufseignung, mit Lernbeeinträchtigungen und Lernbehinderungen, Schulmüde und Schulverweigernde, Un- und Angelernte, sozial Benachteiligte, Personen mit Migrationshintergrund und Personen denen die Aufnahme einer Ausbildung nicht gelungen ist. Wie dem Ende der ersten Definition zu entnehmen ist, gibt es keine Pflicht die Produktionsschule zu besuchen. Jeder Teilnehmer ist freiwillig vor Ort und handelt somit nicht aus einer Fremdbestimmung heraus. Das Prinzip der Freiwilligkeit ist ein typisches Merkmal der außerschulischen Berufsvorbereitungsmaßnahmen und zielt auf die eigene Motivation der jungen Leute ab. Ist diese vorhanden und erfolgt eine Anmeldung an einer Produktionsschule, ist laut dem Fachkonzept ein erster wichtiger Schritt für eine erfolgreichere Zukunft für die benachteiligten Jugendlichen getan.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Übergangsquoten von der Schule in den Beruf in Deutschland und führt die Fragestellung ein, ob Produktionsschulen mehr als nur eine Maßnahme im Übergangssystem sein können.

2 Berufliche Förderpädagogik: Dieses Kapitel definiert die Zielgruppe der beruflichen Förderpädagogik und erläutert deren vier zentrale Teilbereiche, um das theoretische Fundament für die Arbeit zu legen.

3 Übergangssystem: Es erfolgt die Definition des Übergangssystems sowie die Einordnung des Fachkonzepts der Produktionsschule als außerschulisches Berufsvorbereitungsprogramm.

4 Konzept der Produktionsschule: Dieses Kapitel analysiert das Konzept der Produktionsschule anhand definitorischer Schwerpunkte und untersucht die zugrunde liegenden Zielsetzungen.

5 Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse aus Studien werden zusammengeführt, um die These zu prüfen und Chancen für zukünftige Entwicklungen und Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft aufzuzeigen.

6 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der theoretischen Erkenntnisse und der Validierung des Fachkonzepts der Produktionsschule als notwendiges Instrument zur Förderung benachteiligter Jugendlicher.

Schlüsselwörter

Produktionsschule, Berufliche Förderpädagogik, Übergangssystem, Benachteiligtenförderung, Berufsvorbereitung, Ausbildungsmarkt, Bildungsbenachteiligung, Arbeitsmarktintegration, Realaufträge, Werkstattpädagogik, Schlüsselkompetenzen, Jugendliche, Berufsbildung, Schulabschluss, Fachkonzept.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem Fachkonzept der Produktionsschule und dessen Rolle bei der Unterstützung benachteiligter Jugendlicher beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die berufliche Förderpädagogik, das deutsche Übergangssystem zwischen Schule und Beruf sowie die spezifische Konzeption und Umsetzung von Produktionsschulen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Produktionsschulen lediglich ein Teil des Übergangssystems sind oder ob sie das Potenzial haben, direkt als Ausbildungspartner für Betriebe zu fungieren, um Ausbildungsplatzlücken zu schließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine dimensionale Analyse des Fachkonzepts und stützt sich auf die Auswertung existierender Studien und Literatur, um die Effektivität und Einordnung des Konzepts zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch die Förderpädagogik, die Definition des Übergangssystems, eine detaillierte Analyse des Produktionsschulkonzepts sowie die Darstellung und Interpretation von Studienergebnissen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Produktionsschule, Übergangssystem, Benachteiligtenförderung und berufliche Integration definieren.

Warum ist das Prinzip der Freiwilligkeit in der Produktionsschule so wichtig?

Freiwilligkeit ist entscheidend, da sie die Eigenmotivation der jungen Menschen anspricht, welche oft eine Geschichte von Misserfolgen im Bildungssystem hinter sich haben, und so die Basis für eine erfolgreiche Förderung bildet.

Welche Rolle spielen regionale Netzwerke für die Produktionsschule?

Regionale Netzwerke ermöglichen den Produktionsschulen, reale Aufträge aus der Wirtschaft zu akquirieren, was den Schülern eine praxisnahe Ausbildung und den Betrieben eine Kennenlernmöglichkeit der Jugendlichen bietet.

Welches Fazit zieht der Autor zur Effektivität des Konzepts?

Der Autor schließt, dass das Fachkonzept zwar einen sehr guten und effektiven Ansatz für benachteiligte Jugendliche bietet, aber allein nicht ausreicht, um die strukturellen Probleme der Übergangsquoten in Deutschland umfassend zu lösen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Fachkonzept der Produktionsschule als berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme
Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands
Note
1,0
Autor
Robert Behrens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
23
Katalognummer
V354600
ISBN (eBook)
9783668412286
ISBN (Buch)
9783668412293
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fachkonzept Produktionsschule Übergang Förderpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Behrens (Autor:in), 2015, Das Fachkonzept der Produktionsschule als berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354600
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