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Sprachentwicklung im ersten Lebensjahr. Wie vollzieht sich der Übergang von der Phase des Babbelns zur Produktion erster Wörter?

Title: Sprachentwicklung im ersten Lebensjahr. Wie vollzieht sich der Übergang von der Phase des Babbelns zur Produktion erster Wörter?

Term Paper , 2013 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics
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Die Arbeit beschreibt zunächst den Verlauf des Erstspracherwerbs bei Kindern. Anschließend wird diskutiert, wie und zu welchem Zeitpunkt der Übergang vom Babbeln zu ersten Wörtern verläuft und an welchen Faktoren man diesen Übergang festmachen kann.

Die Entwicklung der Sprache des Kindes beginnt schon weit vor der Produktion seiner ersten Wörter. Diese treten meist im Verlauf der ersten zwölf Lebensmonate auf, in denen für die Sprachwahrnehmung vor allem die Prosodie der Muttersprache eine wichtige Rolle spielt. In der Sprachentwicklung differenzieren sich Laute, die Größe des eigenen Lautinventars des Kindes steigt stetig an, und es entwickelt Strategien zur Silben- und Worterkennung.

In den ersten zwölf Monaten durchläuft ein Kind mehrere Phasen der Sprachentwicklung von anfänglichen Gurrlauten über Silbenplappern bis zu den ersten eigenen Wörtern. Gisela Klann-Delius hat in ihrem Buch „Spracherwerb“ diese Phasen des Erstspracherwerbs dargestellt. In diesem Zusammenhang ergibt sich eine Reihe von Fragen. Was veranlasst ein Kind, ab einem gewissen Zeitpunkt neben dem wahllos scheinenden Aneinanderreihen und Wiederholen von Silben auch bezugnehmende Wörter zu produzieren und schließlich sinngemäße Sätze zu bilden? Welche Strategien nutzt es zur Wiedererkennung von Wörtern im Fluss der gesprochenen Sprache? Welche Charakteristika der Sprache helfen ihm dabei, Wortgrenzen zu differenzieren? Wie gelingt es ihm, schlussendlich den Übergang vom Babbeln zu ersten eigenen Wörtern zu meistern?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Phasen des Erstspracherwerbs

3. Die Produktion erster Wörter

3.1 Strategien zur Worterkennung und Segmentierung

3.2 Die Abgrenzung zwischen Babbeln und Wort

3.3 Die Wahl der ersten Wörter

4. Zusammenfassung der Ergebnisse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den komplexen Übergang in der Sprachentwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr, speziell den Prozess von der vorsprachlichen Phase des Babbelns hin zur Produktion der ersten Wörter. Ziel ist es, die hierbei vom Kind angewandten Strategien zur Worterkennung und Wortsegmentierung sowie die Kriterien zur Differenzierung von lautmalerischen Äußerungen und tatsächlichen Wörtern wissenschaftlich zu beleuchten.

  • Phasen der Sprachentwicklung im ersten Lebensjahr
  • Strategien der Wortsegmentierung (z.B. prosodische Merkmale)
  • Abgrenzungskriterien zwischen Babbeln und Wortproduktion
  • Einfluss der Interaktion und des Umfelds auf die Wortwahl
  • Wiedererkennungswert von Lautmustern

Auszug aus dem Buch

3.1 Strategien zur Worterkennung und Segmentierung

Die Wahrnehmung der Unterschiede von Sprachlauten beginnt schon viel früher als die eigene Produktion (Höhle 2005, 16).

Die Unterscheidung bezieht sich nicht nur auf verschiedene Laute und Lautsequenzen, sondern auch auf die prosodischen Muster wie Sprachrhythmus, Satzmelodie und Betonungsmuster. Um eine Sprache zu erlernen, muss sich das Kind auf die Unterscheidung und Wiedererkennung von Lautmustern konzentrieren. Hierzu ist es nötig, die Unterschiede zwischen verschiedenen Sprechern zu vernachlässigen, um Lautmuster kategorial wahrnehmen zu können. Entsprechende Fähigkeiten sind bei Babys schon nach dem ersten Lebensmonat erkennbar. Sie können in der ersten Hälfte ihres ersten Lebensjahres schon Laute hinsichtlich ihres Artikulationsortes unterscheiden, dieses betrifft einzelne Konsonanten und Vokalen. Sie können beispielsweise schon sehr früh Unterschiede zwischen stimmhaften und stimmlosen Konsonanten wie [p] und [b] wahrnehmen (Szagun 5 2013, 43ff). In den ersten 6 Monaten ihres Lebens ist die kategoriale Wahrnehmung noch sehr universell, da Babys nicht nur die Lautkontraste ihrer Muttersprache wahrnehmen können, sondern auch solche, die in anderen Sprachen vorkommen. Jedoch nimmt während der ersten Hälfte des ersten Lebensjahres die Sensibilität gegenüber nicht muttersprachlichen Lautkontrasten ab. Zu dieser Zeit entwickelt das Kind eine gewisse Präferenz für die Muttersprache. Es findet eine Entwicklung von einer universellen zu einer spezifischen Sprachwahrnehmung statt (Szagun 5 2013, 50ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Spracherwerbs ein und skizziert die Fragestellung bezüglich des Übergangs vom Babbeln zur ersten Wortproduktion.

2. Die Phasen des Erstspracherwerbs: Dieses Kapitel beschreibt die frühe lautliche Entwicklung des Kindes, vom Schreien über Gurrlaute bis hin zur Phase des repetitiven Silbenplapperns.

3. Die Produktion erster Wörter: Der Hauptteil erläutert die Mechanismen, wie Kinder Sprache segmentieren und wie zwischen lautlichen Experimenten und intentionalen Wörtern unterschieden werden kann.

3.1 Strategien zur Worterkennung und Segmentierung: Hier werden kognitive Strategien wie die Nutzung von Betonungsmustern und phonotaktischen Sequenzen analysiert.

3.2 Die Abgrenzung zwischen Babbeln und Wort: Es werden verschiedene wissenschaftliche Kriterien vorgestellt, um den Übergang von bloßem Silbenplappern zu echten Wortbildungen zu definieren.

3.3 Die Wahl der ersten Wörter: Dieses Kapitel beleuchtet, welche Faktoren – insbesondere das soziale Umfeld und die Bezugspersonen – die Auswahl der ersten produzierten Wörter beeinflussen.

4. Zusammenfassung der Ergebnisse: Die zentralen Erkenntnisse über die vorsprachliche Entwicklung und die Strategien zur Wortidentifikation werden systematisch zusammengeführt.

5. Fazit: Das Fazit reflektiert die Komplexität der Sprachentwicklung und diskutiert die pädagogische Relevanz für Grundschullehrer sowie offene Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Erstspracherwerb, Babbeln, Sprachentwicklung, Wortsegmentierung, Lautwahrnehmung, Prosodie, Kindersprache, Phonologie, Wortproduktion, Erstes Lebensjahr, Lautinventar, Sprachforschung, Bezugspersonen, Lautmuster

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den komplexen Prozessen der Sprachentwicklung bei Kindern innerhalb des ersten Lebensjahres, insbesondere mit dem Übergang von der vorsprachlichen Babbel-Phase zur bewussten Produktion erster Wörter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Lautentwicklung, die Mechanismen der Wortsegmentierung im Redefluss sowie der Einfluss von sozialen Bezugspersonen auf den kindlichen Spracherwerb.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, zu analysieren, wie Kinder Strategien entwickeln, um aus dem komplexen Fluss der Sprache einzelne Wörter zu filtern, und welche Kriterien dabei helfen, echte erste Wörter von reinem Silbenplappern abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender sprachwissenschaftlicher und psycholinguistischer Studien, um den aktuellen Stand der Spracherwerbsforschung zusammenzufassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Strategien zur Worterkennung (wie prosodische Merkmale), die wissenschaftliche Diskussion zur Abgrenzung von Babbel-Äußerungen und eine Analyse der Faktoren, die die Wahl der ersten Wörter des Kindes beeinflussen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Spracherwerb, Wortsegmentierung, prosodische Merkmale, Lautwahrnehmung, Babbeln und der Einfluss der Umgebungssprache.

Welche Rolle spielt die Prosodie bei der Wortsegmentierung?

Die Prosodie (Betonungsmuster, Rhythmus, Melodie) ist für das Kind ein zentrales Werkzeug. Da viele Sprachen, wie Deutsch oder Englisch, trochäische Muster bevorzugen, helfen betonte Silben dem Kind dabei, Wortanfänge im kontinuierlichen Sprachfluss zu identifizieren.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Babbeln" und "Wort" wissenschaftlich so schwierig?

Der Übergang ist fließend. Oft produziert ein Kind Lautketten, die wie Wörter klingen, aber noch nicht intentional eingesetzt werden. Da es keine einheitliche Definition gibt, variiert die Interpretation je nach Beobachtungsmethode und Kontext.

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Details

Title
Sprachentwicklung im ersten Lebensjahr. Wie vollzieht sich der Übergang von der Phase des Babbelns zur Produktion erster Wörter?
College
University of Münster
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V354650
ISBN (eBook)
9783668406926
ISBN (Book)
9783668406933
Language
German
Tags
Spracherwerb Erstspracherwerb erste Wörter Babbeling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, Sprachentwicklung im ersten Lebensjahr. Wie vollzieht sich der Übergang von der Phase des Babbelns zur Produktion erster Wörter?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354650
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