Kleine und mittelständische Unternehmen tragen die österreichische Wirtschaft. Ihr Wettbewerb untereinander ist der Antrieb für das Wirtschaftswachstum. 2005 wurde von der IMAD GmbH eine Befragung zur Wettbewerbsfähigkeit österreichischer KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) durchgeführt. Die erhobenen Daten werden in der folgenden Untersuchung analysiert und interpretiert. So soll folgenden Fragen nachgegangen werden: Welchen Herausforderungen sehen sich die befragten Unternehmen im Wettbewerb gegenüber? Hat die geografische Lage Einfluss auf den Erfolg der KMU? Welche Erfahrung haben die befragten Unternehmen mit aktuellen Managementkonzepten? Gibt es hier Branchenunterschiede und welche Erfahrungen unterscheiden erfolgreiche Unternehmen von nicht erfolgreichen?
Bevor diesen Fragen nachgegangen wird, ist in Kapitel 2 die Bedeutung der KMU für die österreichische Wirtschaft ausgeführt. Die Ergebnisse der ausführlichen Datenanalyse sind in Kapitel 3 dargestellt. Hierfür wird die Struktur der Stichprobe anhand unterschiedlicher Variablen erläutert und anschließend die oben genannten Fragen bearbeitet.
Um die Reliabilität der Befragung zu untersuchen, werden daraufhin die Items zu folgenden Themen jeweils auf interne Konsistenz geprüft: Wettbewerbsrelevante Herausforderungen, Wettbewerb aufgrund interner Funktionen sowie Wettbewerbsfähigkeit aufgrund unternehmensspezifischer Kompetenzen.
Schließlich erfolgt eine Dimensionsreduzierung der Items zur Wettbewerbsfähigkeit aufgrund interner Funktionen mit Hilfe einer explorativen Faktorenanalyse.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Klein- und mittelständische Unternehmen in Österreich
3. Datenanalyse
3.1. Verteilung auf Branchen, Bundesländer und Betriebsgrößenklassen
3.2. Unternehmenserfolg
3.3. Herausforderungen
3.4. Inferenzstatistische Analysen
3.4.1 Einfluss der geografischen Lage auf den Unternehmenserfolg
3.4.2 Erfahrung mit aktuellen Managementkonzepten
3.5. Reliabiliätsbestimmung: Untersuchung der internen Konsistenz
3.6. Explorative Faktorenanalyse: Wettbewerbsfähigkeit aufgrund interner Funktionen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) auf Basis einer Befragung aus dem Jahr 2005. Ziel ist es, die zentralen Herausforderungen, die Bedeutung interner Funktionen sowie den Einfluss aktueller Managementkonzepte auf den Unternehmenserfolg zu analysieren und erfolgreiche von weniger erfolgreichen Unternehmen zu differenzieren.
- Analyse der Branchenverteilung und geografischen Struktur österreichischer KMU
- Untersuchung von Unternehmenserfolg und relevanten Wettbewerbsfaktoren
- Identifikation und Bewertung von Herausforderungen im Marktumfeld
- Statistische Auswertung von Managementkonzepten und deren Einfluss auf den Erfolg
- Dimensionale Reduktion interner Funktionen mittels Faktorenanalyse
Auszug aus dem Buch
3. Datenanalyse
Es wurden 500 Klein- und Mittelständische Unternehmen zu unterschiedlichen Themen der Wettbewerbsfähigkeit befragt. Dabei wurde ausschließlich nach der Anzahl der Beschäftigten gefragt, nicht aber nach dem Jahresumsatz oder der Jahresbilanzsumme. Damit wird die Unterteilung in Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen in den folgenden Analysen und Interpretationen ausschließlich aufgrund des Kriteriums Betriebsgrößenklasse vorgenommen.
Nicht alle Fälle konnten in die folgenden Analysen einberechnet werden, da Daten fehlen. Zum Umgang mit fehlenden Daten wurde in SPSS die Option Listenweiser Fallausschluss gewählt. Das bedeutet, pro Analyse wurden alle Daten eines Falls ausgeschlossen, bei dem ein für die Analyse wichtiger Wert fehlt. Bei Analysen, für die der fehlende Wert keine Bedeutung hat, wurde dieser Fall jedoch einbezogen. Die fehlenden Daten wurden also nicht ersetzt. Dies führte gegebenenfalls zu verschiedenen Analysestichproben. Da sich die fehlenden Daten jedoch immer unter 5% der Stichprobengröße bewegen und es sich um eine Messung zu nur einem Zeitpunkt handelt, hat dies statistisch keine Nachteile.
Im Folgenden werden die Ergebnisse in einer deskriptiven Analyse dargestellt und anschließend einige inferenzstatistische Untersuchungen vorgenommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Bedeutung österreichischer KMU als Wirtschaftsmotor und stellt die zentralen Forschungsfragen zur Wettbewerbsfähigkeit sowie zur Rolle von Managementkonzepten vor.
2. Klein- und mittelständische Unternehmen in Österreich: Dieses Kapitel definiert den KMU-Begriff gemäß EU-Empfehlungen und beleuchtet deren ökonomische Relevanz sowie die heterogene betriebswirtschaftliche Situation in Österreich.
3. Datenanalyse: Der Hauptteil umfasst die detaillierte deskriptive sowie inferenzstatistische Auswertung der Umfragedaten zu Branchenstrukturen, Unternehmenserfolg, Herausforderungen und Managementpraktiken.
4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, wonach insbesondere Qualitätssicherung und Kundenorientierung im Fokus stehen, und diskutiert die Bedeutung von Managementkonzepten für den Unternehmenserfolg.
Schlüsselwörter
Österreichische Wirtschaft, KMU, Wettbewerbsfähigkeit, Datenanalyse, SPSS, Unternehmenserfolg, Preiswettbewerb, Managementkonzepte, Faktorenanalyse, interne Konsistenz, Unternehmensführung, Dienstleistungsqualität, Branchenanalyse, Innovationskraft, Klein- und Mittelbetriebe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Wettbewerbsfähigkeit von österreichischen KMU anhand einer Datenerhebung von 500 Unternehmen aus dem Jahr 2005.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Branchenverteilung, Herausforderungen im Wettbewerb, die Rolle interner Funktionen sowie der Einsatz von Managementkonzepten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist herauszufinden, was KMU in Österreich beschäftigt und welche Faktoren erfolgreiche Unternehmen von weniger erfolgreichen unterscheiden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative Datenanalyse mit SPSS durchgeführt, einschließlich deskriptiver Statistik, inferenzstatistischer Tests (Kruskal-Wallis, Mann-Whitney-U) und einer explorativen Faktorenanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Struktur der Stichprobe erläutert, deskriptive Ergebnisse zu Erfolgskennzahlen präsentiert und statistische Zusammenhänge zwischen Managementkonzepten und Erfolg untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit befasst sich intensiv mit Begriffen wie Wettbewerbsfähigkeit, KMU, Unternehmenserfolg, Managementkonzepten und statistischer Datenanalyse.
Welche Rolle spielt die Chemie-Industrie in den Ergebnissen?
Die Chemie-Industrie tritt als auffälliger Vorreiter bei der Anwendung von Wissens- und Lean-Management auf, zeigt jedoch aufgrund der geringen Stichprobenanzahl nur Tendenzen auf.
Warum wurde eine Faktorenanalyse durchgeführt?
Die Faktorenanalyse diente der Reduktion der neun untersuchten Unternehmensfunktionen auf drei latente Faktoren, um die Datenstruktur zu vereinfachen.
- Quote paper
- Natascha Koppermann (Author), 2016, Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354720