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Schule in der Migrationsgesellschaft. Interkulturelle Pädagogik

Título: Schule in der Migrationsgesellschaft. Interkulturelle Pädagogik

Trabajo Escrito , 2010 , 14 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Ronja Maus (Autor)

Pedagogía - Pedagogía intercultural
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Schüler/innen mit Migrationshintergrund haben in Deutschland wesentlich schlechtere Bildungschancen als die deutsche Vergleichsgruppe. Kinder und Jugendliche mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit besuchen deutlich seltener weiterführende Schulen. Im Gegenteil verlassen sie überdurchschnittlich häufig die Bildungsinstitution Schule ohne einen Abschluss. Wo liegen die Ursachen für diese Situation? Wie wurde in der Vergangenheit dieser Benachteiligung entgegengewirkt? Diesen Fragen wird diese Hausarbeit auf den Grund gehen.

Bereits einleitend möchte ich deutlich betonen, dass diese Problematik nicht etwa nur eine kleine soziale Randgruppe betrifft: Laut einer offiziellen Statistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge besitzen rund 10 Prozent aller Schüler/innen in der Bundesrepublik nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Des Weiteren zeigt der Mikrozensus von 2006, dass über ein Fünftel der Bevölkerung Deutschlands im Alter von 5 bis unter 20 Jahren einen Migrationshintergrund aufweisen. Somit stellen Kinder mit Migrationshintergrund längst keine Minderheit im deutschen Bildungssystem mehr dar.

Zunächst werde ich die terminologischen Grundlagen dieser Hausarbeit erläutern, indem ich die Konzepte „Migration“, „Migrationshintergrund“ und „Migrationsgesellschaft“ definiere. Anschließend werde ich einen kurzen Überblick über die Immigrationsgeschichte in die Bundesrepublik geben sowie aufzeigen, wie sich aktuell die Gruppe von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zusammensetzt. Im folgenden Kapitel stelle ich verschiedene Konzepte von interkultureller Pädagogik vor, mit denen die Erziehungswissenschaft auf eine zunehmende Anzahl von ausländischen Kindern in der Schule bisher reagierte. Im vierten Kapitel geht diese Hausarbeit auf die Situation von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem ein: So werden einerseits die Aspekte der Benachteiligung aufgezeigt und andererseits nach deren Ursachen gesucht. Den Abschluss bildet ein Ausblick über geplante Maßnahmen, die darauf zielen, die Situation der Schüler/innen mit Migrationshintergrund zu verbessern.

Extracto


Gliederung

1 Einleitung

2 Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

2.1 Definition „Migrationsgesellschaft“

2.2 Immigration in Deutschland

3 Konzepte Interkultureller Pädagogik

3.1 Umstrittene Schulpflicht für Gastarbeiterkinder in den 60er Jahren

3.2 Assimilationspädagogik

3.3 Interkulturelle Pädagogik

3.4 Antidiskriminierungspädagogik

4 Die Schlechterstellung von Schüler/innen mit Migrationshintergrund

4.1 Tendenzen

4.2 Ursachen

5 Lösungsansätze

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem. Ziel ist es, die strukturellen Ursachen dieser Disparitäten aufzuzeigen, pädagogische Konzepte im Umgang mit Vielfalt kritisch zu reflektieren und Ansätze für eine erfolgreiche Bildungsintegration zu diskutieren.

  • Entwicklung und Definition des Begriffs Migrationsgesellschaft
  • Historischer Abriss der Einwanderung in die Bundesrepublik Deutschland
  • Analyse pädagogischer Konzepte: Von der Assimilation zur Antidiskriminierung
  • Empirische Darstellung der Bildungsungleichheit
  • Erörterung von Lösungsstrategien für die Bildungspolitik

Auszug aus dem Buch

3.2 Assimilationspädagogik

Das Konzept der Assimilationspädagogik (in der früheren Ausgabe von Nohls Buch noch „Ausländerpädagogik“ genannt, Nohl 2006: 5) entstand als eine erste Reaktion auf die Einwanderung von Migranten und ihren Familien auf der Suche nach Arbeit in Deutschland (Nohl 2010: 18ff; Nieke 2008: 14f). Ethnische Minderheiten, deren Kultur unterschiedlich bzw. anders von den Standards der Mehrheitsgesellschaft war, wurden als Fremde betrachtet. Diese ethnische und kulturelle Verbundenheit wurde als Defizit angesehen, das sich besonders in mangelnden Sprachkenntnissen manifestierte. Das zentrale Ziel der Assimilationspädagogik war daher, jenes Defizit bei Migrantenkindern zu kompensieren. So sollten sie den kulturellen Standards der Mehrheitsgesellschaft angepasst werden (Nieke 2008: 14f; Nohl 2010: 18ff).

Die Pädagogik verfolgte in der Institution Schule das Ziel der Anpassung, indem sie z.B. zusätzlichen Sprachunterricht sowie spezielle Vorbereitungsklassen für die betroffenen Kinder anbot. In einigen Ländern wurden sie sogar in Nationalklassen oder Ausländerklassen separiert von den in Deutschland geborenen Schüler/innen unterrichtet (Nohl 2010: 23f). Krüger-Potratz bezeichnet diese Maßnamen als „Instrumente zur sprachlichen und kulturellen Homogenisierung und Assimilation“ (Krüger-Potratz: 15). Später ernteten die Vertreter der Assimilationspädagogik jedoch gerade für ihre Annahme, Kinder mit Migrationshintergrund litten unter einem Defizit, Kritik, denn diese führe zu einer problematischen Stigmatisierung der Kinder. Ebenso wurde die einseitige Ausrichtung der Veränderungserwartungen, das heißt die assimilative Angleichung durch Übernahme von Sprache, Werten und Kultur der Aufnahmegesellschaft, kritisiert (Griese 1984: 52).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund ein und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2 Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Migrationsgesellschaft und beschreibt die verschiedenen Phasen der Einwanderungsgeschichte in Deutschland.

3 Konzepte Interkultureller Pädagogik: Es werden chronologisch verschiedene pädagogische Ansätze, von der Assimilationspädagogik bis zur Antidiskriminierungspädagogik, vorgestellt und kritisch diskutiert.

4 Die Schlechterstellung von Schüler/innen mit Migrationshintergrund: Hier werden statistische Tendenzen der Bildungsbenachteiligung aufgezeigt sowie inner- und außerschulische Ursachen für den geringeren Bildungserfolg erörtert.

5 Lösungsansätze: Das Kapitel präsentiert Empfehlungen der Kultusministerkonferenz, um die Bildungschancen durch Sprachförderung, Elternarbeit und den Abbau von Diskriminierung zu verbessern.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Plädoyer für einen Perspektivenwechsel hin zur Anerkennung von Vielfalt als Chance.

Schlüsselwörter

Migrationsgesellschaft, Migrationshintergrund, Bildungsbenachteiligung, Assimilationspädagogik, Interkulturelle Pädagogik, Antidiskriminierungspädagogik, Schulpflicht, Sprachkompetenz, Bildungserfolg, institutionelle Diskriminierung, Migrationspädagogik, Chancengleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund innerhalb des deutschen Bildungssystems und analysiert, warum diese Gruppe statistisch gesehen häufiger von Bildungsbenachteiligung betroffen ist.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die Arbeit behandelt die Einwanderungsgeschichte Deutschlands, die begriffliche Abgrenzung von Migration, die historische Entwicklung pädagogischer Konzepte sowie die Ursachen und möglichen Lösungsansätze für Bildungsungleichheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Bildungssystem auf Kinder mit Migrationshintergrund reagiert und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um deren Bildungschancen zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, wobei aktuelle Berichte des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge sowie fachwissenschaftliche Beiträge zur Migrationspädagogik (z.B. Nohl, Mecheril) ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Migrationsgesellschaft, eine Auseinandersetzung mit pädagogischen Paradigmen und eine empirische Analyse der Bildungsbenachteiligung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Migrationshintergrund, Assimilationspädagogik, Interkulturelle Pädagogik, institutionelle Diskriminierung und Chancengleichheit.

Wie unterscheidet sich die Assimilationspädagogik von der Interkulturellen Pädagogik?

Die Assimilationspädagogik sah das Ziel in der Anpassung der Migranten an die Mehrheitskultur (Defizitorientierung), während die Interkulturelle Pädagogik kulturelle Unterschiede als gleichwertig anerkennt und einen Dialog zwischen allen Gesellschaftsmitgliedern anstrebt.

Welche Rolle spielt die Sprache beim Bildungserfolg?

Die Arbeit betont, dass die deutsche Sprachkompetenz eine Grundvoraussetzung für den Wissenserwerb ist, wobei die Förderung von Zwei- oder Mehrsprachigkeit als zusätzliche Chance angesehen wird.

Was versteht man unter dem Begriff institutionelle Diskriminierung in diesem Kontext?

Damit ist gemeint, dass die Organisation Schule durch ihre Strukturen und Entscheidungsprozesse (z.B. bei der Laufbahnempfehlung) Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund benachteiligen kann, selbst wenn dies nicht explizit beabsichtigt ist.

Welche Bedeutung kommt dem Elternhaus laut der Arbeit zu?

Das Elternhaus leistet einen wesentlichen Beitrag zum Schulerfolg. Deshalb wird die Ausweitung der Elternarbeit und die Unterstützung von Migrantenfamilien durch Integrationskurse als entscheidender Baustein für Bildungsgerechtigkeit hervorgehoben.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Schule in der Migrationsgesellschaft. Interkulturelle Pädagogik
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,3
Autor
Ronja Maus (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
14
No. de catálogo
V354775
ISBN (Ebook)
9783668410602
ISBN (Libro)
9783668410619
Idioma
Alemán
Etiqueta
Migration Migarationsgesellschaft Interkulturell Assimilationspädagogik Antidiskriminierungspädagogik Schule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ronja Maus (Autor), 2010, Schule in der Migrationsgesellschaft. Interkulturelle Pädagogik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354775
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