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Strategien zur Entwicklung einer Fehlerkultur an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen

Fehler am Lernort Praxis als pädagogische Chance und Herausforderung

Titel: Strategien zur Entwicklung einer Fehlerkultur an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen

Bachelorarbeit , 2012 , 77 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Sindy Griechen (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, Bedeutungen und Auswirkungen von Fehlern auf den Lernprozess von Auszubildenden an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen herauszuarbeiten und verschiedene Strategien zur Entwicklung einer Fehlerkultur zu extrahieren. Denn in der beruflichen Sozialisation der zukünftigen Pflegenden ist es von ausschlaggebender Bedeutung, sich mit der eigenen Fehlbarkeit und dem Erlernen eines konstruktiven, ehrlichen und offenen Umgangs mit den eigenen Fehlern und den Fehlern anderer auseinanderzusetzten. Pflegekräfte, welche dies schon in ihrer Ausbildung lernen, stellen eine wichtige personelle Ressource für den Einsatz von Fehlervermeidungsstrategien in der Pflegepraxis dar.

Zu Beginn werden die beiden Begriffe »Fehler« und »Fehlerkultur« genau definiert. Dazu werden vorwiegend Erkenntnisse aus der Pflegewissenschaft, Erziehungswissenschaft und deren Bezugsdisziplinen genutzt. Es werden verschiedene Fehlerarten, deren Ursachen sowie Folgen erörtert. Strategien aus dem Pflegemanagement zur Entwicklung einer Fehlerkultur werden aufgeführt und prägnant erklärt, da diese ausschließlich in der Pflegepraxis eingesetzt und von examinierten Pflegenden genutzt werden. Auf Auszubildende üben sie daher keinen relevanten Verhaltenseinfluss aus. Im dritten Kapitel werden zu Beginn Folgen von Fehlern auf das Erleben und den Lernprozess beschrieben. Anschließend wird der Stellenwert eines Fehlers auf den Lernprozess erläutert. So wird die Bedeutung von Fehlverhalten in diesem Kapitel aus verschiedenen Perspektiven dargelegt und interpretiert. Im Kapitel »Strategien zur Entwicklung einer Fehlerkultur in der Ausbildung« werden mögliche zu implementierende curriculare Bestandteile der Fehlerthematik extrahiert und erklärt. Dazu werden verschiedene Curricula aus der Pflege und deren Bezugsdisziplinen herangezogen. Curriculatheorien finden hierbei jedoch keine Anwendung, da sie die gesamte Struktur eines Curriculums darstellen und in dieser Arbeit keine Festlegung auf ein Curriculum erfolgen soll. So bleibt die Übertragung auf andere Curricula gewahrt. Es werden didaktische Methoden für die Umsetzung im unterrichtlichen Kontext dargestellt. Zuletzt wird konstruktives Verhalten von Pflegepädagog_innen und Praxisanleiter_innen in Fehlersituationen mit Auszubildenden erläutert. Die Arbeit endet mit einem Resümee, in dem notwendiger Forschungsbedarf, Forderungen an Pflegemanagement und –pädagogik sowie Gesundheitspolitik gestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen und Abgrenzungen

2.1 Fehler

2.2 Fehlerkultur

3 Bedeutung eines Fehlers für Auszubildende – (k)eine Lernmöglichkeit

4 Strategien zur Entwicklung einer Fehlerkultur in der Ausbildung

4.1 Curriculare Einbindung

4.2 Didaktische Methoden in Schule und Praxis

4.3 Konstruktives Verhalten in Fehlersituation

5 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Fehlern im Lernprozess von Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege und leitet daraus Strategien zur Entwicklung einer konstruktiven Fehlerkultur am Lernort Praxis ab. Ziel ist es, den Umgang mit Fehlverhalten von einer tabuisierten, sanktionierten Handlung hin zu einem lernförderlichen und präventionsorientierten Verständnis zu transformieren, um sowohl die Patientensicherheit zu erhöhen als auch die berufliche Kompetenzentwicklung der Lernenden zu stärken.

  • Definition und Differenzierung der Begriffe Fehler und Fehlerkultur
  • Analyse der Auswirkungen von Fehlern auf den Lernprozess von Auszubildenden
  • Curriculare Verankerung der Fehlerthematik in der Pflegeausbildung
  • Einsatz didaktischer Methoden (z.B. szenisches Lernen, Simulationen) in Schule und Praxis
  • Konstruktives Führungsverhalten und Kommunikation in Fehlersituationen

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Das Ziel der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung ist die Förderung von „(…) Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung (…) bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten (…)“ (Dielmann 2006, S. 88). Dies ist nicht nur das Ausbildungsziel, sondern auch das Berufsziel einer verantwortungsbewussten Gesundheits- und Krankenpflege. Dieses Berufsziel schließt gleichzeitig die Verhinderung und Prävention von Fehlern in der pflegerischen Versorgung mit ein.

Dennoch sind Pflegende wie auch andere Berufsgruppen, nicht vor eigenen Fehlern im Berufsalltag geschützt. Dies belegen zahlreiche statistische Daten und zunehmende juristische Klagen (vgl. Borgwart 2010, S. 2; Weiss, Zieres 2008, S. 35; Schrappe et al. 2007 in Löber 2012, S. 1; Imhof 2010 in Löber 2012, S. 2). Das Resultat von Fehlern in der Gesundheitsversorgung sind nicht nur hohe Folgekosten (vgl. Borgwart 2010, S. 2), sondern auch persönliche und familiäre Schicksale. Da den Pflegenden im Berufsalltag Fehler unterlaufen und dies, in der Arbeit mit Menschen schwere Schäden nach sich ziehen und zu letale Folgen für die Pflegebedürftigen führen kann, baut sich für Pflegende ein enormer Druck auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Fehlerthematik in der Pflegeausbildung vor dem Hintergrund der Patientensicherheit und der beruflichen Verantwortung.

2 Definitionen und Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Begriffe Fehler und Fehlerkultur erarbeitet und von verwandten Konzepten abgegrenzt.

3 Bedeutung eines Fehlers für Auszubildende – (k)eine Lernmöglichkeit: Hier wird die Wirkung von Fehlern auf den Lernprozess und das emotionale Erleben der Auszubildenden analysiert.

4 Strategien zur Entwicklung einer Fehlerkultur in der Ausbildung: Das Kapitel stellt pädagogische Maßnahmen vor, um eine Fehlerkultur durch curriculare Einbindung, didaktische Methoden und konstruktives Lehrerverhalten zu etablieren.

5 Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und formuliert Forderungen an Gesundheitspolitik und Pflegemanagement zur nachhaltigen Implementierung.

Schlüsselwörter

Fehler, Fehlerkultur, Pflegefehler, Pflegeausbildung, Patientensicherheit, Fehlerkompetenz, Risikomanagement, Lernprozess, Fehlervermeidung, Fehlermanagement, Pädagogik, Unterricht, Praxisanleitung, Simulation, Handlungsalternativen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Umgang mit Fehlern in der Ausbildung von Gesundheits- und Krankenpflegekräften und wie eine positive Fehlerkultur etabliert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Fehlern, den Konsequenzen für den Lernprozess, curricularen Implementierungsstrategien und didaktischen Ansätzen zur Fehlerreflexion.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Strategien aufzuzeigen, wie Auszubildende konstruktiv mit eigenen Fehlern umgehen lernen, anstatt diese aus Angst vor Sanktionen zu tabuisieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretisch-konzeptionelle Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse bestehender Curricula sowie pädagogischer Modelle basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Fehler als Lernchancen genutzt werden können, welche Rolle das pädagogische Personal spielt und wie praktische Konzepte wie Schulstationen den Umgang mit Fehlern fördern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wesentliche Begriffe sind Fehlerkultur, Patientensicherheit, Pflegeausbildung, Fehlerkompetenz und Fehlermanagement.

Wie unterscheidet sich die im Buch beschriebene "Schulstation" von der regulären Praxis?

Die Schulstation ermöglicht Auszubildenden ein selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten unter begleiteter Supervision, was den Übergang in die Berufswelt und die Reflexion von Fehlern in einem geschützten Rahmen fördert.

Warum ist laut der Arbeit eine "Null-Fehler-Strategie" in der Pflege unrealistisch?

Aufgrund der menschlichen Natur (conditio humana) und der Komplexität pflegerischer Arbeit sind Fehler unvermeidbar; daher ist eine Kultur, die Fehler analysiert und lernt, wertvoller als der bloße, oft erfolglose Versuch, diese gänzlich zu unterbinden.

Ende der Leseprobe aus 77 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Strategien zur Entwicklung einer Fehlerkultur an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen
Untertitel
Fehler am Lernort Praxis als pädagogische Chance und Herausforderung
Hochschule
Hochschule Esslingen
Note
1,5
Autor
Sindy Griechen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
77
Katalognummer
V354889
ISBN (eBook)
9783668409606
ISBN (Buch)
9783668409613
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Risikomanagement Patientensicherheit Lernen Ausbildungsstation Simulation Fehler Fehlerkultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sindy Griechen (Autor:in), 2012, Strategien zur Entwicklung einer Fehlerkultur an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354889
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  77  Seiten
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