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Repräsentieren die Medien Stereotypen und Vorurteile? Nationale und internationale Berichterstattung über den Islam

Title: Repräsentieren die Medien Stereotypen und Vorurteile? Nationale und internationale Berichterstattung über den Islam

Term Paper , 2016 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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In dieser Arbeit soll die Dynamik in der Darstellung von Muslimen in den Medien analysiert werden. Es ist festzuhalten, dass die politischen Entwicklungen der letzten zehn Jahre maßgeblich die Wahrnehmung von Muslimen beeinflusst hat.

Medien sind die primäre Informationsquelle, die uns anhand von Printmedien, Internet, Radio oder den Fernseher darüber informieren, was sich auf der Welt ereignet. Durch sie können Menschen aber auch manipuliert werden, weil mediale Darstellungen häufig nicht soziokulturellen Realitäten entsprechen. Unsere Wahrnehmung wird durch sie strukturiert, wodurch wir Stereotype und Vorurteile aufbauen, die eine negative Haltung gegenüber bestimmten sozialen Gruppen begünstigen.

Die Ambivalenz gegenüber dem muslimischen Glauben hat sich seit dem 11.09.2001, dem Anschlag auf das World Trade Center, in Deutschland erheblich vergrößert. Ein Großteil der Bevölkerung hat Angst vor dem Islam und assoziiert Gefahr und Bedrohung mit ihm. Der Islam ist die zweitgrößte Religion auf der Welt, somit sind viele Menschen von Vorurteilen betroffen. Da Medien so viel Einfluss auf Menschen ausüben, ist es Ziel dieser Arbeit, herauszuarbeiten, inwieweit nationale und internationale Medien Stereotype und Vorurteile repräsentieren oder schaffen.

Durch die Medien werden Stereotypen in unserer Gesellschaft erhalten, indem sie immer wieder zum Thema gemacht und somit in den Gedächtnissen fest verankert werden. Die Autorin möchte den Fokus bezüglich der Medien auf Fernsehberichterstattungen legen. Dies liegt zum einen daran, dass das Fernsehen in vielen Ländern intensiver und häufiger als andere Medien genutzt wird. Zum anderen wird das Fernsehen immer mehr als Informationsquelle genutzt. Interessant ist es auch, zu wissen, ob es Unterschiede in der Darstellung des Islams zwischen nationalen und internationalen Fernsehsendern gibt. Die Diskussion und die Reflexion über das mediale Islambild ist eine unabdingbare Basis für den Gesellschaftsfrieden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Definitionen von Stereotyp und Vorurteil

2 Islam in internationalen und nationalen Medien

2.1 ARD und ZDF

2.2 Al Jazeera English und BBC World

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit nationale und internationale Fernsehmedien Stereotype und Vorurteile gegenüber Muslimen repräsentieren oder aktiv durch ihre Berichterstattung konstruieren. Im Zentrum steht die Analyse, ob der Islam in den untersuchten Sendeformaten einseitig als Konfliktherd dargestellt wird und welche Mechanismen der Nachrichtenselektion und -gestaltung zu einer negativen Wahrnehmung beitragen.

  • Mediale Konstruktion von Stereotypen und Vorurteilen
  • Techniken der Berichterstattung (Framing, Zeigen/Ausblenden, Symbole statt Information)
  • Vergleichende Analyse des Islambilds bei ARD und ZDF
  • Kontrastierung internationaler Sender (Al Jazeera English vs. BBC World)
  • Einfluss der Nachrichtenselektion auf das gesellschaftliche Bild des Islams

Auszug aus dem Buch

2 Islam in internationalen und nationalen Medien

Medien als primäre Informationsquelle spielen eine entscheidende Rolle bei der Konstruktion und Vermittlung von Vorurteilen und Stereotypen. Je unzugänglicher die Themen für den Großteil der Gesellschaft sind, desto höher ist der Einfluss der Medien. Einerseits erfahren wir durch sie Ereignisse, die wir nicht miterleben, andererseits wird unsere Wahrnehmung währenddessen von ihnen strukturiert, wodurch verzerrte Vorstellungen entstehen (Vgl. Schiffer 2005, S. 23). Dabei stehen den Medienschaffenden bestimmte Techniken der Medienberichterstattung zur Verfügung. Diese Techniken lassen Stereotype und Vorurteile aufkommen und können diese sogar verstärken.

Schiffer benennt verschiedene Techniken durch welche verzerrte Vorstellungen begünstigt werden können (Vgl. Schiffer 2005, S. 24). Eine der Techniken ist das Zeigen und das Ausblenden. Hier wird bewusst auf spezifische Themen eingegangen, während andere Themen gezielt ausgeblendet werden. Durch die Technik des Zeigens und Ausblendens wird unsere Wahrnehmung der Medienberichterstattung enorm geformt.Teilweise werden auch ergänzende Informationen weggelassen, die für das Sachverhaltsverständnis relevant sind (Vgl. Schiffer 2005, S. 25). Diese werden nicht zur Hauptsendezeit mit den höchsten Einschaltquoten gezeigt, sondern erst spät ab 23 Uhr (Vgl. Schiffer 2005, S. 28). Zu dieser Uhrzeit ist die Medienresonanz jedoch deutlich geringer.

Auch aufgrund marketing- und absatzstrategischen Faktoren, ist es für die Medien sinnvoller einer krisenorientierten Berichterstattung gemäß dem Leitbild „only bad news are good news“ (Schiffer 2005, S. 25) nachzugehen. Diese Technik nennt man Framing (Vgl. Schiffer 2005, S. 25). Das Augenmerk liegt darauf, viel zu pauschalisieren und wenig zu differenzieren. Als Beispiel dient die durch die Medien dargestellte vermeintlich homogene Gruppe der Muslime, die grundsätzlich nicht existiert. Dadurch verbleibt meistens eine notwendige differenziertere Darstellung (Vgl. Schiffer 2005, S. 25).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert die Rolle der Medien als primäre Informationsquelle und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Darstellung des Islams im Fernsehen.

1 Definitionen von Stereotyp und Vorurteil: Dieses Kapitel arbeitet die begrifflichen Unterschiede zwischen Stereotypen als kognitive Schemata und Vorurteilen als emotional bewertende Einstellungen heraus.

2 Islam in internationalen und nationalen Medien: Es werden mediale Techniken der Berichterstattung wie Framing und Symbolik analysiert und deren Anwendung auf die Darstellung des Islams überprüft.

2.1 ARD und ZDF: Auf Basis von Studien wird dargelegt, dass diese Sender den Islam überwiegend im Kontext von Konflikt, Terrorismus und Bedrohung präsentieren.

2.2 Al Jazeera English und BBC World: Dieses Kapitel vergleicht internationale Sender und kommt zu dem Ergebnis, dass auch hier eine ähnliche, konfrontative Nachrichtengestaltung dominiert.

3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer aktiven Medienreflexion sowie mehr Aufklärungsarbeit, um Stereotype abzubauen.

Schlüsselwörter

Islam, Medienanalyse, Stereotype, Vorurteile, Fernsehberichterstattung, Framing, ARD, ZDF, Al Jazeera English, BBC World, Konfliktorientierung, gesellschaftliche Wahrnehmung, Islamismus, Integration, Nachrichtenselektion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der medialen Darstellung des Islams im Fernsehen und untersucht, inwiefern dabei Stereotype und Vorurteile reproduziert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von Vorurteilen, verschiedene Techniken der Medienberichterstattung sowie der Vergleich nationaler und internationaler Sendeformate.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit nationale und internationale Medien Stereotype und Vorurteile bezüglich des Islams repräsentieren oder aktiv durch ihre Darstellung erschaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um bestehende Studien zur Medienberichterstattung (u.a. von Hafez & Richter sowie Schenk) auszuwerten und die mediale Dynamik zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Techniken wie „Zeigen und Ausblenden“ und „Framing“ und wendet diese auf Beispiele aus dem Programm von ARD, ZDF, Al Jazeera English und BBC World an.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Medienanalyse, Islam, Stereotype, Vorurteile, Framing, Konfliktdarstellung und internationale Berichterstattung.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung von Al Jazeera English zu westlichen Sendern?

Obwohl Al Jazeera English einen vermeintlich anderen Blickwinkel beansprucht, zeigt die Untersuchung, dass die formale und inhaltliche Berichterstattung über den Islam weitgehend deckungsgleich mit westlichen Sendern wie BBC World ist.

Welche Rolle spielt die Technik des "Framings" für das Islambild?

Framing führt durch die Fokussierung auf krisenorientierte "Bad News" zu einer Pauschalisierung, bei der der Islam oft als homogene, konfliktorientierte politische Ideologie dargestellt wird.

Welche konkrete Empfehlung spricht der Autor aus, um Manipulation zu vermeiden?

Der Autor empfiehlt eine aktive, selbstkritische Reflexion der Medienkonsumenten sowie eine stärkere Förderung des persönlichen Kontakts zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen.

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Details

Title
Repräsentieren die Medien Stereotypen und Vorurteile? Nationale und internationale Berichterstattung über den Islam
College
University of Cologne
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V354921
ISBN (eBook)
9783668410169
ISBN (Book)
9783668410176
Language
German
Tags
Stereotypen Vorurteile Islam Medienrezeption Berichterstattung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Repräsentieren die Medien Stereotypen und Vorurteile? Nationale und internationale Berichterstattung über den Islam, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354921
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