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Paul Follenius. Deutscher Freiheitskämpfer und 'romantischer' Idealist des frühen 19. Jahrhunderts

Titre: Paul Follenius. Deutscher Freiheitskämpfer und 'romantischer' Idealist des frühen 19. Jahrhunderts

Thèse de Bachelor , 2017 , 58 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Andrea Steinebach (Auteur)

Histoire globale - Histoire moderne
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Das Ziel der Arbeit ist es, das Leben von Paul Follenius als revolutionären Kämpfer für Freiheit, Bildung und Demokratie in Deutschland, aber auch in den USA, nachzuzeichnen. Mit seinem „romantischen“ Idealismus untrennbar verbunden war die Vision, durch die „massenweise Auswanderung Deutscher in die freien Staaten der USA“ den Aufbau einer liberalen Gemeinschaft deutscher Prägung in die Wege zu leiten, die ihre Basis in „christlicher Tugendhaftigkeit“ und „sittlichem Handeln“ zu verankern gedachte.

Welche Rolle spielte nun die „Romantik“ in Hinblick auf das Leben von Paul Follenius, warum bezeichne ich ihn als „romantischen Idealisten“ und worin liegt die Wichtigkeit und damit die Hervorhebung der „romantischen Einflüsse“?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bestandsaufnahme: Das Europa der Jahrhundertwende (1800)

2.1. Der Untergang Alteuropas

2.2. Anthropologie als „Fundamentaldisziplin“ des 18. Jahrhunderts

2.3. Romantik und Revolution

3. Paul Follenius: Sein Leben in Deutschland 1799 – 1834

3.1 Kindheit und Jugend

3.2 Studium und politische Aktivitäten

3.3 Der „romantische Nationalismus“ der Gebrüder Follenius

3.4 Die politische Radikalisierung im „Bund der Schwarzen“

3.5 Die Attentate auf Kotzebue und Ibell

3.6 Die Gründung der „Gießener Auswanderungsgesellschaft“

3.7 Die Überfahrt nach Amerika

4. Paul Follenius – Sein Leben in den USA (1834 – 1844)

4.1 Die Ankunft in der „Neuen Welt“

4.2 Das Leben als „Latin Farmer“ in Warren County, Missouri

4.3 Intellektuelle Herausforderungen in Amerika

4.4 „Die Wage“

4.4.1 Voraussetzungen der Entstehung der „Wage“

4.4.2 Konzeption der „Wage“

4.4.3 Das Ende der „Wage“

4.5 Neue Hoffnungen und Pläne

4.6 Der Tod von Paul Follenius – das Leben seiner Kinder

5. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Leben des deutschen Freiheitskämpfers und „romantischen“ Idealisten Paul Follenius, dessen Wirken sowohl den politischen Kontext des frühen 19. Jahrhunderts in Deutschland als auch die Utopie einer deutschen Musterrepublik in den USA umfasst. Ziel ist es, seine Radikalisierung, die Emigration und das Scheitern seiner visionären Projekte historisch nachzuzeichnen.

  • Politischer Widerstand und Radikalisierung im frühen 19. Jahrhundert
  • Die Bedeutung von Romantik und „romantischem“ Idealismus im politischen Handeln
  • Geschichte der „Gießener Auswanderungsgesellschaft“ und deren Scheitern
  • Transatlantische Migrationsgeschichte und das Leben als „Latin Farmer“
  • Publizistische Versuche zur gesellschaftlichen Einflussnahme in den USA

Auszug aus dem Buch

3.5 Die Attentate auf Kotzebue und Ibell

Im Frühling 1818 promovierte Karl Follen als „Doktor der Rechte“ und begann auf Einladung von Professor Fries seine Lehrtätigkeit als Privat-Dozent in Jena. Mit ihm verließen auch andere „Schwarze“ die Universität zu Gießen, so dass sich der alte Bund aufzulösen begann.

Im März 1819 erfolgte die Ermordung von August von Kotzebue durch Karl Ludwig Sand, eine Tat, die von der Bevölkerung als „wilder Fanatismus“ oder „Schwärmerei“ aufgenommen wurde, jedoch beteuerte Münch: „[...]so dürfen die Leser mir es doch glauben, daß [sic] die Tat ebenso kühl ausgedacht war, wie sie mit entschiedenem Willen vollführt wurde, und daß [sic] alle Folgen, die sich daran knüpfen sollten, überlegt und berechnet waren, und zwar nicht in Sand’s Innerem allein.“

Er führt dann genauer aus, dass das Attentat genauso geplant gewesen war – und zwar mit Karl Follen als Initiator: „Und warum verrichtete Follen die Tat nicht selbst? Aus reiner Oekonomie [sic]; denn der Gedanke der Selbstaufopferung war ihm in der That [sic] einer der liebsten. Ihm aber war eine höhere Aufgabe gestellt, seiner konnte die künftige Revolution als eines Führers nicht entbehren [...]“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Paul Follenius wird als radikaler Freiheitskämpfer vorgestellt, dessen „romantischer“ Idealismus sein Leben in Deutschland und später in den USA prägte.

2. Bestandsaufnahme: Das Europa der Jahrhundertwende (1800): Das Kapitel beleuchtet den Zusammenbruch Alteuropas durch die Französische Revolution und die aufkommende Bedeutung von Anthropologie und Romantik.

3. Paul Follenius: Sein Leben in Deutschland 1799 – 1834: Fokus auf die Sozialisation, die politische Radikalisierung in Burschenschaften und das Scheitern der revolutionären Bestrebungen in Deutschland.

4. Paul Follenius – Sein Leben in den USA (1834 – 1844): Detaillierte Schilderung der Auswanderung, des Überlebenskampfes als Farmer und der Versuche, durch publizistische Arbeit Einfluss zu nehmen.

5. Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Ergebnisse, wobei das Handeln des Autors in den Kontext des „romantischen“ Zeitgeists gestellt wird.

Schlüsselwörter

Paul Follenius, Romantik, Idealismus, Gießener Auswanderungsgesellschaft, 19. Jahrhundert, Deutschland, USA, Auswanderung, politischer Radikalismus, Latein-Farmer, „Die Wage“, Friedrich Münch, revolutionärer Freiheitskämpfer, Liberalismus, deutsche Musterrepublik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit analysiert das Leben und Wirken von Paul Follenius, einer zentralen Figur des deutschen Frühliberalismus, die versucht hat, ihre idealistischen Visionen zunächst in Deutschland und später in den USA zu verwirklichen.

Welche Themenbereiche werden zentral behandelt?

Zentrale Themen sind die studentische Protestbewegung, die politische Rolle der Romantik, die Geschichte der deutschen Auswanderung nach Amerika sowie der Aufbau einer liberalen Gemeinschaft im Exil.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung von Follenius vom militanten Revolutionär in Deutschland zum Siedler und intellektuellen Publizisten in den USA unter dem Aspekt seines „romantischen“ Idealismus nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Arbeit, die primär Quellen wie Korrespondenzen, Memoiren (insbesondere von Friedrich Münch) und Zeitungsartikel sowie einschlägige Forschungsliteratur auswertet.

Was steht im Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Biographieteile: Das Leben in Deutschland bis zur Flucht 1834 und das Leben als „Latin Farmer“ in den USA bis zu seinem Tod 1844.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie politischer Idealismus, transatlantische Migration, Gießener Schwarze und romantische Politk beschreiben.

Warum spielt die Zeitschrift „Die Wage“ eine so große Rolle für Paul Follenius?

Die Zeitung war sein letzter Versuch, aus der intellektuell unterfordernden Rolle des Farmers auszubrechen und seine politische Überzeugung in den USA durch Bildung und freies Denken wirksam werden zu lassen.

Inwiefern beeinflusste Karl Follen seinen Bruder Paul?

Karl Follen wird als charismatische Führungspersönlichkeit dargestellt, deren Radikalität und „Lehre der Unbedingten“ Paul maßgeblich prägten und in seine eigene politische Haltung überführten.

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Résumé des informations

Titre
Paul Follenius. Deutscher Freiheitskämpfer und 'romantischer' Idealist des frühen 19. Jahrhunderts
Université
University of Hagen  (Historisches Institut)
Cours
Geschichte der Europäischen Moderne
Note
2,0
Auteur
Andrea Steinebach (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
58
N° de catalogue
V355002
ISBN (ebook)
9783668410442
ISBN (Livre)
9783668410459
Langue
allemand
mots-clé
Paul Follenius Gießener Auswanderungsgesellschaft Die Wage Die Gießener Schwarzen Deutsche Auswanderung nach Missouri Politische Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andrea Steinebach (Auteur), 2017, Paul Follenius. Deutscher Freiheitskämpfer und 'romantischer' Idealist des frühen 19. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355002
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Extrait de  58  pages
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