„Der schwierigste Gegner ist man meistens selbst.“ Diese Worte benutzte der Trainer der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Joachim Löw, im Oktober 2007 während der Pressekonferenz nach einem Endstand von 0:3 gegen Tschechien. Mit dieser Aussage suchte er nach einer Erklärung für die enttäuschende Leistung seines Teams und zeigte zugleich auf, wie wichtig die mentale Verfassung im Sport ist.
Der Kopf, das Zentrum des Denkens, hat maßgeblich Einfluss auf sportliche Leistungen, insbesondere im Wettkampfbereich. Beckmann und Elbe (2011, S. 18) gehen diesbezüglich einen Schritt weiter, indem sie konstatieren, dass von zwei gleichermaßen austrainierten und technisch entwickelten Athleten derjenige gewinnt, welcher mental stärker ist.
In diesem Kontext setzt sich die vorliegende Hausarbeit anhand eines Fallbeispiels aus der Sportart „Basketball“ mit der Erhöhung der Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) zur Optimierung der Wettkampf-leistung auseinander und erörtert auf Basis einer bestehenden mentalen Symptomatik eines jungen Spielers der "Itzehoe Eagles" eine entsprechende Maßnahme.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 VORGEHENSWEISE
3 ERSTGESPRÄCH / VERTRAG
3.1 Erläuterung der Problemstellung
3.2 Beschreibung der beteiligten Personen bzw. Institutionen
4 ZIELBESTIMMUNG
5 DIAGNOSE
6 ABLEITUNG VON INTERVENTIONSMAßNAHME
7 DURCHFÜHRUNG DER MAßNAHME
8 EVALUATION
9 KRITISCHE DISKUSSION
9.1 Kritische Diskussion der Vorgehensweise inklusive sich daraus ergebene Verbesserungsvorschläge für weitere Projekte
9.2 Kritische Diskussion der Zielerreichung inklusive sich daraus ergebene Verbesserungsvorschläge für weitere Projekte
9.3 Kritische Diskussion der Zufriedenheit des Klienten inklusive sich daraus ergebene Verbesserungsvorschläge für weitere Projekte
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand eines Fallbeispiels aus dem Basketball, wie die Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) eines Sportlers durch ein wettkampfnahes Prognosetraining (WPT) gesteigert werden kann, um dessen Wettkampfleistung bei Freiwürfen zu optimieren.
- Analyse der sportpsychologischen Ausgangslage und Problemanalyse eines Athleten.
- Erarbeitung und Anwendung eines wettkampfnahen Prognosetrainings (WPT).
- Überprüfung der Zielerreichung mittels diagnostischer Verfahren (Ist-Soll-Abgleich).
- Kritische Diskussion der Vorgehensweise und Ableitung von Empfehlungen für künftige sportpsychologische Betreuungsprozesse.
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
„Der schwierigste Gegner ist man meistens selbst.“
Diese Worte benutzte der Trainer der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Joachim Löw, im Oktober 2007 während der Pressekonferenz nach einem Endstand von 0:3 gegen Tschechien. Mit dieser Aussage suchte er nach einer Erklärung für die enttäuschende Leistung seines Teams und zeigte zugleich auf, wie wichtig die mentale Verfassung im Sport ist.
Der Kopf, das Zentrum des Denkens, hat maßgeblich Einfluss auf sportliche Leistungen, insbesondere im Wettkampfbereich (Imran, 2010, S. 5). Beckmann und Elbe (2011, S. 18) gehen diesbezüglich einen Schritt weiter, indem sie konstatieren, dass von zwei gleichermaßen austrainierten und technisch entwickelten Athleten derjenige gewinnt, welcher mental stärker ist.
Doch was ist die sogenannte mentale Stärke?
Nach Loehr (1996, S. 20) beschreibt die mentale Stärke die Fähigkeit, sich ungeachtet der Wettkampfbedingungen an seiner oberen Leistungsgrenze zu bewegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung der mentalen Stärke und Selbstwirksamkeit im Leistungssport anhand eines sportlichen Fallbeispiels.
2 VORGEHENSWEISE: Erläuterung des methodischen Vorgehens auf Basis des sportpsychologischen Prozessmodells von Beckmann und Elbe.
3 ERSTGESPRÄCH / VERTRAG: Darstellung der Ausgangssituation des Klienten, der konkreten Problemstellung bei Freiwürfen und des sportlichen Umfelds.
4 ZIELBESTIMMUNG: Definition eines konkreten Soll-Profils hinsichtlich der Selbstwirksamkeit und der Freiwurfquote unter Wettkampfbedingungen.
5 DIAGNOSE: Erhebung des Ist-Profils mittels standardisierter Fragebögen zur allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung.
6 ABLEITUNG VON INTERVENTIONSMAßNAHME: Theoretische Begründung der Wahl des wettkampfnahen Prognosetrainings als geeignete Interventionsmaßnahme.
7 DURCHFÜHRUNG DER MAßNAHME: Detaillierte Dokumentation des sechswöchigen Trainingsprogramms, der Konsequenzen bei Fehlwürfen und der sportlichen Durchführung.
8 EVALUATION: Überprüfung des Erfolgs der Intervention durch einen erneuten Abgleich des Ist-Profils mit den gesteckten Zielen nach Abschluss des Trainings.
9 KRITISCHE DISKUSSION: Reflexion über die Vorgehensweise, die Zielerreichung und die Zufriedenheit des Klienten sowie Ableitung von Optimierungsvorschlägen für zukünftige Projekte.
Schlüsselwörter
Sportpsychologie, Selbstwirksamkeitserwartung, SWE, Leistungssport, Basketball, Freiwurfquote, Wettkampfbedingungen, Interventionsmaßnahme, Prognosetraining, WPT, Mentales Training, Verhaltensoptimierung, Diagnostik, Zielerreichung, Leistungssteigerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung der Wettkampfleistung eines Basketballspielers durch die gezielte Steigerung seiner Selbstwirksamkeitserwartung (SWE).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Sportpsychologie, die Förderung mentaler Fertigkeiten, der Einsatz von Prognosetrainings sowie die diagnostische Messung von Selbstwirksamkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Freiwurfquote des Sportlers unter Wettkampfbedingungen durch ein sechswöchiges, strukturiertes Interventionsprogramm auf 85 % zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das Prozessmodell sportpsychologischer Intervention nach Beckmann und Elbe angewendet, kombiniert mit dem wettkampfnahen Prognosetraining (WPT) und standardisierter Fragebogendiagnostik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Diagnose der Ausgangslage, die Ableitung des Interventionsplans, die praktische Durchführung über sechs Wochen sowie die abschließende Evaluation der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Selbstwirksamkeit (SWE), Wettkampf-Prognosetraining (WPT), Sportpsychologie, Basketball und Leistungsoptimierung.
Warum wurde das wettkampfnahe Prognosetraining gewählt?
Es wurde gewählt, da es in der Lage ist, die spezifischen, stressinduzierenden Rahmenbedingungen eines Wettkampfs realistisch zu simulieren und so die notwendige Sicherheit für den Sportler zu generieren.
Wie wurde der Coach in den Prozess einbezogen?
Der Coach wurde als zentrale Bezugsperson aktiv in die Organisation des Trainings und die Durchführung der WPTs eingebunden, um den "Coach-the-Coach"-Ansatz zu nutzen.
Welches Ergebnis zeigte die abschließende Evaluation?
Die Evaluation zeigte, dass der Sportler das Soll-Profil erfüllte und die Freiwurfquote im ersten Ligaspiel nach der Intervention sogar auf 87 % steigern konnte.
Welche Verbesserungspotenziale identifiziert der Autor für künftige Projekte?
Empfohlen werden ein langfristigerer Interventionsplan, die Einbindung weiterer sportpsychologischer Fertigkeiten wie Entspannungstechniken und die Verwendung spezifischerer Messskalen für die sportbezogene Selbstwirksamkeit.
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- Anonym (Author), 2015, Der Coaching-Prozess im Sport. Ziel, Diagnose und Intervention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355113