Das Thema Inklusion findet immer mehr Beachtung und soll auf Grundlage von Gleichberechtigung immer mehr weiterentwickelt werden. Jeder Mensch ist unterschiedlich und doch gleich. Das bedeutet, dass jeder individuelle Merkmale aufweist und Bedürfnisse mitbringt, aber jeder die gleichen Rechte zur Erfüllung dieser Bedürfnisse besitzt.
Inklusion ist so gesehen eine Weiterentwicklung der Integration, die ebenfalls die Absicht hat, Menschen mit besonderen Bedürfnissen nicht auszuschließen. Die Definition beider Begriffe sind im zweiten Kapitel vorhanden.
Ein wichtiger Aspekt in der inklusiven Pädagogik ist die Vielfalt. Was diese bedeutet, kann ebenfalls im zweiten Kapitel nachgelesen werden.
Um in dieser Hausarbeit den Schwerpunkt auf den Elementarbereich zu legen, geht es im dritten Kapitel um die Umsetzung von inklusiver Pädagogik in diesem Bereich. Zunächst geht es um die Individualität von Kindern, welche Beachtung eine große Rolle in der Inklusionspädagogik spielt.
Maßgeblich sind in der Kindertageseinrichtung zur Umsetzung inklusiver Pädagogik auch die Rahmenbedingungen, die erfüllt und eingehalten werden müssen. Hierbei geht es vor allem um die Raumgestaltung und das Spielmaterial, die den individuellen Bedürfnissen der Kinder angepasst sein sollten. Ebenso beachtlich ist auch die Zusammenarbeit im Team, durch die die Umsetzung von Inklusion immer wieder reflektiert und weiterentwickelt werden kann. Das Hinzuziehen von Fachkräften aus anderen Institutionen kann hierbei durch Tipps und Ratschläge unterstützend zur Seite stehen.
Zur Erfüllung einer positiven Qualität, die ausschlaggebend für eine gelungene Umsetzung der inklusiven Pädagogik ist, gibt es unterschiedliche Hilfestellungen, von denen eine Auswahl im Kapitel der Rahmenbedingungen vorgestellt wird.
Selbstverständlich gibt es Anforderungen an die Erzieher in der inklusiven Arbeit mit Kindern, die erfüllt werden sollten, damit die Umsetzung des Konzeptes gelingen kann.
Im vierten Kapitel wird dann implizit auf die Bedeutung der Umsetzung inklusiver Pädagogik im Elementarbereich eingegangen.
Alle in den Kapiteln bearbeiteten Aspekte bilden das Thema dieser Seminararbeit, welches den Namen „Grundlagen inklusiver Pädagogik – Der Weg von der Integration zur Inklusion: Wichtige Aspekte und deren Bedeutung für die Umsetzung im Elementarbereich“ trägt. Am Ende der hier vorliegenden Ausarbeitung ist dann abschließend ein Fazit des Hausarbeitsthemas nachzulesen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition von Grundbegriffen
2.1 Integration
2.2 Inklusion
2.3 Pädagogik der Vielfalt
3. Aspekte zur Umsetzung von Inklusion im Elementarbereich
3.1 Jedes Kind ist individuell
3.2 Rahmenbedingungen einer Kindertageseinrichtung bei der Umsetzung inklusiver Pädagogik
3.3 Anforderungen an Erzieher
4. Bedeutung der Umsetzung von wichtigen Aspekten der Inklusion im pädagogischen Alltag im Elementarbereich
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Inklusion im frühpädagogischen Kontext und beleuchtet deren praktische Umsetzung sowie die damit verbundenen Anforderungen an Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen.
- Abgrenzung der Begriffe Integration und Inklusion
- Bedeutung der Pädagogik der Vielfalt
- Rahmenbedingungen und Strukturvorgaben für inklusive Kitas
- Anforderungsprofile und Handlungskompetenzen für Erzieher
- Die Rolle der Beobachtung und Gestaltung von Spielsituationen
Auszug aus dem Buch
3.2 Rahmenbedingungen einer Kindertageseinrichtung bei der Umsetzung inklusiver Pädagogik
Zunächst ist es sinnvoll, Vielfalt in das pädagogische Konzept mit einfließen zu lassen, damit Inklusion möglich gemacht werden kann. Dazu gehört, dass sich alle Fachkräfte für das Thema sensibilisieren und mit den dazugehörigen Individualitäten der Kinder und deren Familien auseinandersetzen und ihnen aufgeschlossen begegnen (Albers, 2012, S. 161). Auf die Rolle der Erzieher und Erzieherinnen wird in einem späteren Teil der Ausarbeitung spezifischer eingegangen.
Ein wichtiger Punkt bei der Umsetzung inklusiver Pädagogik im Elementarbereich ist die Raumgestaltung, denn Kita-Räume sind Bildungsräume. Kinder leben, spielen und lernen in ihnen. In der Einrichtung sollte es genügend Möglichkeiten für grobmotorische Bewegungen geben (Herm, 2015, S. 58), in denen sich die Kinder ausreichend ohne große Verletzungsrisiken und Einschränkungen bewegen können. Flexibel verwendbares und nutzbares Mobiliar für unterschiedliche Aktivitäten ist empfehlenswert (ebd.), damit die Umgebung den individuellen Bedürfnissen angepasst werden kann. Adäquates Werkzeug und Material, mit dem auch Kinder mit Behinderung die Möglichkeit haben zu experimentieren und zu forschen (ebd.) dient dazu, dass diese von allen Kindern genutzt werden können. Sehr wichtig für die Anregung der Sinne aller Kinder sind Materialien und Spielgeräte wie zum Beispiel Kartons, Wannen, Schüsseln gefüllt mit Erbsen, Bohnen, Kastanien, Eicheln, etc. (ebd.). Spielmöglichkeiten, wie Schaukeln, Hängematten, usw. sollten für alle Kinder ohne erwachsene Hilfe gefahrenlos genutzt werden können.
Höhenunterschiede, die beispielsweise durch Podeste, Mattenberge, einen aufgeschütteten Erdhügel oder anderes ermöglicht werden können, machen das Krabbeln, Klettern, Rollen und Steigen für Kinder interessant. Bei bereits vorhandenen Spielgeräten sollte darauf geachtet werden, ob diese für Kinder mit Behinderung gesichert oder umgestaltet werden müssen, damit diese ohne Gefahren und eigenständig genutzt werden können. Rückzugsmöglichkeiten in den Gruppen zum Ausruhen, Kuscheln und „Für-sich-sein“ (ebd.) sind wichtig für alle Kinder. Häufig reichen einfache Umbauten oder geringfügige Veränderungen, um die Räume zu interessanten und lebendigen Erfahrungs- und Bildungsräumen zu gestalten (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Inklusion ein, betont die Bedeutung der Vielfalt und skizziert den Aufbau der Hausarbeit von den theoretischen Grundlagen bis hin zur praktischen Umsetzung im Elementarbereich.
2. Definition von Grundbegriffen: Dieses Kapitel arbeitet die begrifflichen Unterschiede zwischen Integration und Inklusion heraus und erläutert den Ansatz der Pädagogik der Vielfalt als Basis für eine wertschätzende Pädagogik.
3. Aspekte zur Umsetzung von Inklusion im Elementarbereich: Hier werden die zentralen Voraussetzungen für Inklusion beleuchtet, insbesondere die Individualität der Kinder, die notwendigen institutionellen Rahmenbedingungen sowie die spezifischen Kompetenzanforderungen an die pädagogischen Fachkräfte.
4. Bedeutung der Umsetzung von wichtigen Aspekten der Inklusion im pädagogischen Alltag im Elementarbereich: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Anforderungen mit dem gesetzlichen Auftrag und betont die Notwendigkeit von Förderplänen und interdisziplinärer Zusammenarbeit.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und unterstreicht, dass Inklusion ein kontinuierlicher, systemischer Entwicklungsprozess ist, der hohe Ansprüche an alle Beteiligten stellt.
Schlüsselwörter
Inklusion, Integration, Elementarbereich, Pädagogik der Vielfalt, Kindertageseinrichtung, Raumgestaltung, Erzieher, Individualität, Spielsituationen, Beobachtung, Förderplanung, soziale Qualität, Heterogenität, Bildungsgerechtigkeit, Inklusionspädagogik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Inklusion innerhalb des Elementarbereichs unter Berücksichtigung von Vielfalt und individuellen Bedürfnissen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Integration und Inklusion, die Gestaltung inklusiver Bildungsräume sowie die notwendigen Kompetenzen und Rollen von pädagogischem Personal.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um Inklusion in Kindertageseinrichtungen erfolgreich als Konzept zu implementieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung erziehungswissenschaftlicher Diskurse und Konzepte zur Inklusionspädagogik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Individualität der Kinder, die strukturellen Rahmenbedingungen der Kita sowie die pädagogischen Anforderungen an Erzieherinnen und Erzieher.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, Vielfalt, Rahmenbedingungen, Spielumgebung und pädagogische Handlungskompetenz charakterisiert.
Was besagt das Mehrebenenmodell nach Heimlich?
Das Modell strukturiert den Inklusionsprozess in fünf Ebenen, darunter die Kinder selbst, Spiel- und Lernsituationen, Teamkooperation, Konzeptionsentwicklung und externe Unterstützungssysteme.
Welche Rolle spielt die Spielumgebung für Inklusion?
Eine kindgerechte Spielumgebung ist essenziell, da sie durch gezielte Gestaltung (z.B. barrierefreie Räume und vielfältiges Material) die Interaktion und Entfaltung aller Kinder unabhängig von etwaigen Beeinträchtigungen ermöglicht.
- Quote paper
- Sina Löhr (Author), 2016, Von der Integration zur Inklusion. Grundlagen inklusiver Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355173