Welche Auswirkungen zeigt die Methode Progressives therapeutisches Spiegelbild in der sechswöchigen Behandlung von PatientInnen mit komplexen PTBS bezogen auf die Korrektur der posttraumatischen dysfunktionalen Kognition?
Es soll die Wirkung der Methode Progressives therapeutisches Spiegelbild bei der o. g. Patientengruppe untersucht werden, um im Wesentlichen die Praxis zu verbessern, wovon in erster Linie die Betroffenen (PatientInnen, TherapeutInnen) profitieren sollen. Des Weiteren möchte ich die Aufmerksamkeit auf die klinischen Besonderheiten, Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Behandlung der o. g. Patientengruppe lenken.
Inhaltsverzeichnis
1 FORSCHUNGSFRAGE UND -ZIEL
1.1 Forschungsfrage
1.2 Forschungsziel
1.3 Hypothesen/Vorannahmen/Ausgangslage
2 FORSCHUNGSANSATZ UND METHODIK
3 AUSWAHLVERFAHREN UND REKRUTIERUNGSSTRATEGIE
4 DATENERHEBUNGSVERFAHREN UND ANALYTISCHES VERFAHREN
4.1 Datenerhebungsmethode:
4.2 Interview/Problemzentrierte Interview:
4.2.1 Die Grundpositionen des PZI sind
4.2.2 Problemzentrierung:
4.2.3 Gegenstandsorientierung:
4.2.4 Prozessorientierung
4.3 Ein gut strukturiertes Interviewleitfaden hat eine Einleitung, einen Kern und einen Abschluss.
4.3.1 Einleitung:
4.3.2 Kern
4.3.3 Schluss
4.4 Die Instrumente des PZI:
4.4.1 Tonträgeraufzeichnung
4.4.2 Leitfaden
4.4.3 Postskripte
4.5 Fragetypen
4.5.1 Einleitende Fragen
4.5.2 Weiterführende Fragen
4.5.3 Vertiefende Fragen
4.5.4 Spezifizierende Fragen
4.5.5 Direkte Fragen
4.5.6 Strukturierende Fragen (oder Anmerkungen)
4.5.7 Gesprächspausen
4.5.8 Organisation und Berichterstattung
5 DAS ANALYTISCHE VERFAHREN
5.1 Qualitative Inhaltsanalyse
5.2 Die strukturierende Inhaltsanalyse
5.3 Daten anhand von Kategorien analysieren – deduktives Vorgehen.
5.4 Schlussfolgerungen ziehen
6 FORSCHUNGSETHIK
6.1 Ethische Aspekte der Praxisforschung im Sozial- und Gesundheitswesen
6.2 Ethik
6.3 Die ethischen Prinzipien der Forschung.
6.3.1 Das Prinzip der informierten Einwilligung
6.3.2 Das Prinzip der Nichtschädigung
7 SYSTEMATISCHE FEHLER
8 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht die Auswirkungen der Methode „Das progressive therapeutische Spiegelbild“ auf die Korrektur posttraumatischer dysfunktionaler Kognitionen bei Patientinnen mit komplexer PTBS. Ziel ist es, durch eine explorative Studie neue Behandlungsperspektiven zu erschließen und die Wirksamkeit dieses kunsttherapeutischen Verfahrens im klinischen Kontext zu evaluieren.
- Wirkung kunsttherapeutischer Interventionen bei PTBS
- Qualitative Untersuchung dysfunktionaler Ich-Überzeugungen
- Explorativer Forschungsansatz und problemzentrierte Interviews
- Ethische Aspekte in der psychotherapeutischen Praxisforschung
- Kategorisierung und Inhaltsanalyse zur Datenaufbereitung
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Die Grundpositionen des PZI sind
Problemzentrierung bedeutet die Orientierung an einer gesellschaftlich relevanten Problemstellung. Der Forscher informiert sich vorab über die Rahmenbedingungen der zu erhebenden Realität, um die Aussagen des Interviewten besser nachvollziehen und gezielte Fragen stellen zu können. Während des Interviews interpretiert der Interviewer die Aussagen des Interviewten und stellt gezielte Fragen.
Wenn die Untersuchung gegenstandsorientiert ist, bleibt die Methodenwahl relativ flexibel. Das PZI kann mit anderen Methoden kombiniert und je nach Bedarf mehr freie Narration zugelassen oder mehr strukturierende Fragen verwendet werden. In meiner Untersuchung verwende ich offene und strukturierte Befragung als Methodenmix.
Wiedersprüche oder Korrekturen, die im Gesprächsverlauf entstehen, können genutzt werden, um weiterführende Fragen zu stellen und neue Interpretationen zu schaffen (Witzel 2000). Ein Interview muss eine Beschreibung des Ziels, des Modus, wie das Gespräch festgehalten oder aufgezeichnet wird, und der Vereinbarungen zur Wahrung der Anonymität und zur Rückkopplung der Ergebnisse umfassen. Das Interview soll logisch aufgebaut sein. Die einzelnen Fragen sollten in thematische Blöcke zusammengefasst und so geordnet werden, dass sie einen nachvollziehbaren Gesprächsverlauf ermöglichen.
Als Erstes wird die Frage nach der zurückliegenden, dann der aktuellen und abschließend der erwünschten Welt- und Ich-Bewertung gestellt. Als Nächstes geht es um die Frage, wie die Beforschten bei der Selbst- und Weltbewertung empfinden. Anschließend wird die Frage gestellt, wo die dysfunktionale Ich-Überzeugung in der Lebens- und Beziehungsgestaltung Einschränkungen verursacht. Wichtig ist es auch, dass Themen, die einiges an Konzentration und Nachdenken erfordern und möglicherweise belastend sind, nicht am Anfang eines Interviews, sondern erst besprochen werden, wenn das Gespräch in Gang gekommen ist und der Beforschte das Gefühl hat, das die Untersuchungssituation empathischen und transparenten Charakter hat.
Zusammenfassung der Kapitel
1 FORSCHUNGSFRAGE UND -ZIEL: Dieses Kapitel definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Korrektur posttraumatischer Kognitionen und legt die Hypothesen sowie das Ziel der Praxisverbesserung fest.
2 FORSCHUNGSANSATZ UND METHODIK: Hier wird die Entscheidung für einen qualitativen, explorativen Forschungsansatz begründet, um die subjektive Realität der Beforschten rekonstruieren zu können.
3 AUSWAHLVERFAHREN UND REKRUTIERUNGSSTRATEGIE: Dieses Kapitel beschreibt die systematische Selektion der Teilnehmerinnen anhand spezifischer klinischer Kriterien und die Vorgehensweise bei der Rekrutierung.
4 DATENERHEBUNGSVERFAHREN UND ANALYTISCHES VERFAHREN: Detaillierte Erläuterung der Methodik des problemzentrierten Interviews (PZI), des Leitfadenaufbaus und der verwendeten Interviewfragetypen.
5 DAS ANALYTISCHE VERFAHREN: Beschreibung der strukturierenden Inhaltsanalyse als dokumentarische Methode zur systematischen Auswertung der Interviewdaten durch deduktive Kategorienbildung.
6 FORSCHUNGSETHIK: Erörterung der ethischen Prinzipien, insbesondere der informierten Einwilligung und des Schutzes vor Schädigung, unter Berücksichtigung des therapeutischen Arbeitsumfelds.
7 SYSTEMATISCHE FEHLER: Auseinandersetzung mit potenziellen Fehlern bei der Selektion und Datenerhebung, wie etwa der Beeinflussung der Ergebnisse durch die therapeutische Beziehung.
8 FAZIT: Zusammenfassung der durchgeführten Forschungsplanung sowie der Zielsetzung hinsichtlich der Methode und der Neugestaltung der Behandlung.
Schlüsselwörter
Klinische Kunsttherapie, Komplexe PTBS, Progressives therapeutisches Spiegelbild, Qualitative Sozialforschung, Problemzentriertes Interview, Dysfunktionale Kognition, Praxisforschung, Traumatherapie, Ich-Überzeugung, Qualitative Inhaltsanalyse, Forschungsethik, Psychotraumatologie, Patientenorientierung, Selbstbild, Beziehungsgestaltung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einem Forschungsprojekt in der klinischen Kunsttherapie, das den Einsatz und die Wirkung einer spezifischen Methode bei komplexer PTBS untersucht.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind Traumatherapie, die Identitätsbildung durch Spiegelung im therapeutischen Kontext und die Anwendung qualitativer Forschungsmethoden im Gesundheitswesen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erforschung der Wirksamkeit des „progressiven therapeutischen Spiegelbildes“ bei der Korrektur negativer, posttraumatischer Ich-Überzeugungen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt ein exploratives Vorgehen mit qualitativen problemzentrierten Interviews (PZI) und einer strukturierenden Inhaltsanalyse.
Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?
Im Hauptteil werden das methodische Vorgehen, die Struktur der Interviews, die Analyse der Kategorien und die forschungsethische Reflexion ausführlich dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind Komplexe PTBS, Kunsttherapie, qualitatives Forschungsdesign, Fallanalyse und ethische Praxisforschung.
Was unterscheidet das „progressive therapeutische Spiegelbild“ von anderen Verfahren?
Es kombiniert gestalterische Ausdrucksmöglichkeiten mit einer psychoanalytisch fundierten therapeutischen Beziehung, um innere Bilder des Patienten aktiv zu positivieren.
Warum ist das Thema der Forschungsethik in diesem Projekt so bedeutsam?
Da die Autorin ihre eigenen Klienten beforscht, ist eine strikte Einhaltung ethischer Prinzipien zum Schutz der Patientinnen und zur Vermeidung von Verzerrungen essenziell.
- Quote paper
- Ewa Budna (Author), 2016, Einsatz der Methode "Progressives therapeutische Spiegelbild" in der Behandlung von PatientInnen mit komplexen PTBS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355469