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Interferenz versus Transferenz. Vergleich grammatikalischer Strukturen des Russischen mit Strukturen des Russlanddeutschen

Título: Interferenz versus Transferenz. Vergleich grammatikalischer Strukturen des Russischen mit Strukturen des Russlanddeutschen

Trabajo Escrito , 2016 , 27 Páginas

Autor:in: Rachel Hänßler (Autor)

Ruso / Lenguas eslavas
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Diese Arbeit behandelt die Sprachkontaktforschung, also dem Phänomen, dass Sprecher zwei oder mehr Sprachen nebeneinander gebrauchen. Oftmals wirkt das eine System auf das andere ein. Mit dieser Sprachkontakterscheinung wird sich in dieser Arbeit befasst.

Sie ist folgendermaßen aufgebaut: Zunächst wird auf das Phänomen eingegangen, wobei erstsprachliche Strukturen auf äquivalente Strukturen einer Fremdsprache bzw. Zweitsprache und umgekehrt übertragen werden. Es soll der Ursprung dieser Entdeckung und Namensgebung erkannt werden und wie unterschiedliche Linguisten diesen Terminus kategorisierten und die Definition differenzierten. Dies ist wichtig, da der Terminus zum einen als Interferenz auftaucht, zum anderen aber auch als Transferenz.

In Kapitel 2 wird sich mit der Interferenz sowie dessen Diversifizierungen beschäftigt, wobei der Linguist Weinreich von Bedeutung ist. In Kapitel 3 wird näher auf den Begriff Transferenz eingegangen. Dabei sollen Transferleistungen wie Code-Switching und Borrowing als kategorisierte Transfererscheinungen eine bessere Kenntnis bieten, da besonders Code-Switching ein oft gebrauchter Begriff beim Thema Kontakterscheinung ist.

Dem folgt in Kapitel 4 eine Gegenüberstellung der beiden Termini und es soll konkludiert werden, was bei dieser unterschiedlichen Namensgebung perspektivisch zu beachten ist.

Im letzten Kapitel dieser Arbeit wird die Übertragung zweitsprachlicher Strukturen auf äquivalente Strukturen der Erstsprache anhand mehrerer Beispielen erläutert. Dabei wird sich auf die Ebenen der Lexik, Phonologie/Prosodie, Morphologie und Syntax spezialisiert. Durch diese Erläuterungen soll dem Leser diese Sprachkontakterscheinung so gut wie möglich erklärt werden, und ebenfalls, wie diese zu einem Sprachwandel oder auch einer Sprachattrition führen kann.

Im Kapitel 5 wird sich ausschließlich auf Beispiele bezogen, die sich im Russlanddeutschen zeigen. Einerseits wird dadurch noch spezieller das Seminarthema „Sprachen und Sprachverhalten von Russischsprachigen in Deutschland“ aufgegriffen, wobei auch die Sprache der Russlanddeutschen in Russland behandelt wurde, andererseits gibt Claudia Maria Riehl sehr passende Beispiele dazu.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Interferenz

2.1. Herkunft und Bedeutung von Interferenz

2.2. Differenzierung der Definition

2.2.1. Positive und negative Interferenz

2.2.2. Proaktive und retroaktive Interferenz

2.2.3. Interlinguale und intralinguale Interferenz

3. Transferenz

3.1. Transferenz in der Linguistik

3.1.1. Intrusiver und inhibitiver Transfer

3.1.2. Positiver und negativer Transfer

3.2. Transferleistungen: Code-Wechsel

3.2.1. Code-Switching

3.2.2. Borrowing

3.2.3. Code- Mixing

4. Gegenüberstellung der Termini Interferenz und Transferenz

5. Interferenz- bzw. Transferenzerscheinungen

5.1. Lexikalischer Transfer

5.2. Phonologischer und prosodischer Transfer

5.3. Morphologischer Transfer

5.4. Syntaktischer Transfer

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der wechselseitigen Beeinflussung von Sprachen, den sogenannten Sprachkontakt, mit einem speziellen Fokus auf die Übertragung russischer Strukturen auf die Sprache der Russlanddeutschen. Ziel ist es, die terminologische Differenzierung zwischen Interferenz und Transferenz aufzuarbeiten, diese theoretisch zu fundieren und anhand konkreter sprachlicher Ebenen – wie Lexik, Phonologie, Morphologie und Syntax – die Auswirkungen dieses Sprachkontakts auf die Sprache der Russlanddeutschen zu analysieren und zu illustrieren.

  • Terminologische Gegenüberstellung von Interferenz und Transferenz
  • Kategorisierung von Sprachkontakterscheinungen (Code-Switching, Borrowing)
  • Analyse des lexikalischen, phonologischen und morphosyntaktischen Transfers
  • Untersuchung der Sprachsituation russlanddeutscher Sprachinseln
  • Diskussion von Sprachwandel und Sprachattrition im Sprachkontakt

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Code-Switching

Code-Switching ist ein sehr verbreitetes System in mehrsprachigen Gruppen sowie Gesellschaften und Forscher, die sich mit Sprachkontakt beschäftigen, befassen sich daher auch meistens mit dem Phänomen des Code-Switchings. Wenn beispielsweise innerhalb einer sprachlichen Äußerung der erste Teil in der einen Sprache und der zweite Teil in einer anderen Sprache auftritt, ist dies ein Fall von Code-Switching. Zwei oder auch mehr Sprachen werden gemischt beziehungsweise geswitcht, jedoch nicht verändern. ‚Code‘ bedeutet in diesem Fall nicht nur Sprache im Sinne einer ausgebauten Schriftsprache, sondern auch Varietät sowie Dialekt (Riehl 2009: 20). Es handelt sich also um ein Umschalten von einer Sprache in die andere, welches innerhalb einer Äußerung geschieht. Dabei sind die einzelnen Abschnitte aus den gebrauchten Sprachen klar voneinander abgrenzbar und nicht vermischt. Zwei getrennte grammatische Systeme fließen in eine Konversation ein, bei der Personen anwesend sein müssen, die auch die gebrauchten Sprachen verstehen und sprechen können. Als Ursachen dafür können sprachliche sowie außersprachliche Ursachen sein.

Genauso wie Interferenz bzw. Transferenz ist der Terminus des Code-Switchings sehr umstritten, da verschiedene Sprachwissenschaftler unterschiedliche Aspekte betonen und der Begriff eigentlich eine Diskursstrategie bezeichnete (Gumperz 1964). Aufgrund dessen ist es auch hier wichtig zu berücksichtigen, aus welcher Disziplin der jeweilige Sprachwissenschaftler kommt und wie seine Definition lautet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Sprachkontaktforschung ein und legt den Aufbau der Arbeit dar, die den Fokus auf die Übertragung russischer Strukturen auf das Russlanddeutsche unter Berücksichtigung terminologischer Differenzen legt.

2. Interferenz: Dieses Kapitel erläutert die Herkunft und Bedeutung des Begriffs Interferenz und stellt verschiedene linguistische Definitionen sowie Differenzierungen vor.

3. Transferenz: Hier wird der Begriff Transferenz als Alternative zu Interferenz eingeführt und es werden Transferleistungen wie Code-Switching, Borrowing und Code-Mixing näher beleuchtet.

4. Gegenüberstellung der Termini Interferenz und Transferenz: Dieses Kapitel vergleicht die Termini Interferenz und Transferenz und betont die Notwendigkeit, die verwendete Definition in wissenschaftlichen Arbeiten explizit darzulegen, um Missverständnisse zu vermeiden.

5. Interferenz- bzw. Transferenzerscheinungen: Basierend auf der Entscheidung, den Begriff Transferenz zu nutzen, illustriert dieser Abschnitt anhand des Russlanddeutschen Transfererscheinungen auf den Ebenen der Lexik, Phonologie/Prosodie, Morphologie und Syntax.

6. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die theoretische Aufarbeitung der Begriffe Interferenz und Transferenz und fasst die empirischen Befunde zum russisch-deutschen Sprachkontakt auf den verschiedenen sprachlichen Ebenen zusammen.

Schlüsselwörter

Sprachkontakt, Mehrsprachigkeit, Interferenz, Transferenz, Russlanddeutsch, Code-Switching, Borrowing, Code-Mixing, Lexikalischer Transfer, Phonologischer Transfer, Morphologischer Transfer, Syntaktischer Transfer, Sprachwandel, Sprachattrition, Dialektmischung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wechselseitigen Beeinflussung von Sprachen, dem sogenannten Sprachkontakt, und analysiert, wie sprachliche Strukturen von einer Sprache auf eine andere übertragen werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die linguistische Definition und Differenzierung der Begriffe Interferenz und Transferenz sowie die Anwendung dieser Konzepte auf die spezifische Sprachsituation der Russlanddeutschen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die terminologische Vielfalt und Unschärfe bei der Beschreibung von Sprachkontakterscheinungen zu klären und zu zeigen, wie russische Strukturen das Russlanddeutsche auf verschiedenen sprachlichen Ebenen beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine linguistische Analyse und Literaturaufarbeitung, um verschiedene theoretische Ansätze zur Interferenz und Transferenz gegenüberzustellen und diese anschließend anhand empirischer Beispiele des Russlanddeutschen zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe (Interferenz und Transferenz), eine methodische Gegenüberstellung dieser Termini und eine detaillierte Analyse der Transfererscheinungen in den Bereichen Lexik, Phonologie, Morphologie und Syntax unter Verwendung russlanddeutscher Beispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sprachkontakt, Interferenz, Transferenz, Russlanddeutsch, Code-Switching, Borrowing sowie die verschiedenen sprachlichen Transfer-Ebenen wie Lexikon und Syntax.

Warum wird im Kontext des Russlanddeutschen oft von Transferenz statt Interferenz gesprochen?

Da der Begriff Interferenz von vielen Linguisten als negativ konnotiert – im Sinne einer störenden "Einmischung" – wahrgenommen wird, bevorzugen Autoren wie Clyne den Begriff Transferenz, der neutraler eine "Übertragung" oder "Übernahme" beschreibt.

Welche Rolle spielt das Russlanddeutsche bei der Analyse des syntaktischen Transfers?

Das Russlanddeutsche dient als Fallbeispiel, an dem sich deutlich zeigen lässt, wie der Kontakt zum Russischen zu strukturellen Veränderungen führt, etwa durch den Abbau der Verbklammer oder die Übertragung der Satzgliedfolge (Verb-Zweitstellung in Nebensätzen).

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Interferenz versus Transferenz. Vergleich grammatikalischer Strukturen des Russischen mit Strukturen des Russlanddeutschen
Universidad
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Institut für Slavistik)
Autor
Rachel Hänßler (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
27
No. de catálogo
V355526
ISBN (Ebook)
9783668415003
ISBN (Libro)
9783668415010
Idioma
Alemán
Etiqueta
Interferenz Transferenz Russisch Russland Russlanddeutsch Code-Switching Code-Mixing Transfer Linguistik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Rachel Hänßler (Autor), 2016, Interferenz versus Transferenz. Vergleich grammatikalischer Strukturen des Russischen mit Strukturen des Russlanddeutschen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355526
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