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"Der Wanderer zwischen beiden Welten" von Walter Flex. Auswirkungen des Krieges auf das jugendliche Erleben

Título: "Der Wanderer zwischen beiden Welten" von Walter Flex. Auswirkungen des Krieges auf das jugendliche Erleben

Trabajo Escrito , 2017 , 14 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Dominik Hey (Autor)

Pedagogía - General
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Literaturanalyse des Romans „Der Wanderer zwischen beiden Welten“, der zwischen 1915 und 1916 von Walter Flex verfasst wurde und thematisiert den Umgang mit den Auswirkungen des Krieges innerhalb des jugendlichen Erlebens. Im Fokus der Untersuchung stehen hierbei vor allem der Einfluss und die Bedeutung des Romans für die jugendlichen Nachfolgegenerationen und warum dieser im Kontrast zu anderer zeitgenössischer Literatur stand. Dazu soll die Frage nach dem Deutungsangebot des Krieges, das Walter Flex mit seinem Roman macht, kritisch beantwortet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Einordnung

3. Literaturanalyse

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Roman „Der Wanderer zwischen beiden Welten“ von Walter Flex im Kontext der jugendlichen Sozialisation während des Ersten Weltkriegs. Dabei wird analysiert, inwiefern Flex ein idealisiertes Deutungsangebot für den Krieg schuf, das in starkem Kontrast zur damals vorherrschenden Literatur stand, und welche Rolle dabei die Verbindung zur Wandervogel-Bewegung sowie homoerotische Aspekte spielten.

  • Historische Rahmenbedingungen der Jugendbewegung „Wandervogel“
  • Die ästhetisierende Darstellung von Krieg und Soldatentum
  • Analyse des Protagonisten Ernst Wurche als Identifikationsfigur
  • Die Funktion des Romans als Verarbeitung traumatischer Kriegserfahrungen
  • Kontrastierung zu pazifistisch geprägter Kriegsliteratur

Auszug aus dem Buch

3. Literaturanalyse

Während zu Beginn des ersten Weltkrieges noch „die Feuer-Sprache des Kriegs über die kriegsberauschte Jugend hinweg [stürmte]“ (Sautermeister 1985, S. 461), sorgten die Ereignisse und das Massensterben der Katastrophe für Ernüchterung bei der Jugend. Der Kriegsroman „Der Wanderer zwischen beiden Welten“, der ab 1915 von Walter Flex verfasst wurde, macht genau diese Thematik zum Gegenstand der Erzählung und versucht das „Elend des Kriegs zu überblenden“ (ebd.). Diese Glorifizierung des Krieges in Kombination mit der „metaphysischen Obdachlosigkeit“ der jugendlichen Kriegsgenerationen machte den Roman zum populärsten und „wohl auch meistgelesenen Kriegsbuch der Zeit“ (vgl. Sautermeister 1985, S. 438 ff.).

Der Held der Erzählung ist dem Kameraden und Freund des Autors, Ernst Wurche nachempfunden und verkörpert einen heroisierten Wandervogel-Soldaten, der zu einer Kultfigur der Jugendbewegung werden sollte (vgl. Mogge 1985, S. 184). Walter Flex beschreibt als Ich-Erzähler im Anfangsteil seines Romans, wie er zusammen mit zwanzig anderen Kriegsfreiwilligen von der Westfront abkommandiert wird, um in Posen „eine Offiziersausbildung durchzumachen“ (vgl. Flex 1917, S. 2). Auf dem Weg dorthin wird er zum ersten Mal auf den Kameraden Ernst Wurche aufmerksam, weil er „zufällig in ein paar auffallend schöne lichtgraue Menschenaugen [sieht].[…] Was für reine Augen hat der junge Mensch!“ (ebd.). Der Erzähler findet es „hübsch“, dass sie beide denselben Weg vor sich haben und beschreibt anschließend die Person Ernst Wurche eingehender. Zunächst spricht er von der reinen Stimme des Jünglings, die genauso rein wie seine Augen ist. Anschließend spricht der Erzähler davon, dass er die Natur um sich herum auf einmal mit ganz anderen Augen wahrnimmt und dass dies möglicherweise an der Anwesenheit des zwanzigjährigen Ernst Wurche liegt: „Trotz und Demut, die Anmut des Jünglings, lagen wie ein Glanz über der Haltung des straffen Körpers, dem schlanken Kraftwuchs der Glieder, dem stolzen Nacken und der eigenwilligen Schönheit von Mund und Kinn.“ (Flex 1917, S. 3). An dieser Stelle erfährt der Leser die ersten homoerotischen Aspekte des Kriegsromans, die im Folgenden jedoch noch vermehrt auftreten sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Jugendbewegung im Ersten Weltkrieg und stellt die Forschungsfrage nach dem Deutungsangebot des Romans von Walter Flex.

2. Historische Einordnung: Dieses Kapitel skizziert die politischen Rahmenbedingungen des Ersten Weltkriegs und die Rolle der Wandervogel-Bewegung im Kontext der wilhelminischen Gesellschaft.

3. Literaturanalyse: Der Hauptteil analysiert die literarische Gestaltung des Romans, insbesondere die Heroisierung des Protagonisten Ernst Wurche und die Verknüpfung von Kriegserleben mit romantischen und homoerotischen Motiven.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Flex einen Gegenentwurf zur realistischen Kriegsliteratur schuf und dem Krieg durch die Idealisierung seiner Hauptfigur einen neuen, spirituellen Sinn zu geben versuchte.

Schlüsselwörter

Walter Flex, Der Wanderer zwischen beiden Welten, Erster Weltkrieg, Wandervogel, Jugendbewegung, Literaturanalyse, Heroisierung, Ernst Wurche, Kriegsliteratur, Sozialisation, Homoerotik, Kriegsfreiwillige, Metaphysische Obdachlosigkeit, Soldatentum, Vaterlandsliebe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit einer Literaturanalyse des Romans „Der Wanderer zwischen beiden Welten“ von Walter Flex und untersucht dessen Wirkung auf die jugendliche Kriegsgeneration.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den zentralen Themen gehören die Jugendbewegung „Wandervogel“, die ideologische Bedeutung des Ersten Weltkriegs, die Ästhetisierung des Soldatentums sowie die Verarbeitung von Trauer und Sinnsuche in der Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, kritisch zu beleuchten, welches Deutungsangebot Walter Flex dem Leser bezüglich des Krieges unterbreitet und warum sich sein Roman von anderen zeitgenössischen Werken abhebt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine Literaturanalyse, die auf historischen Kontextualisierungen und der Untersuchung textimmanenter Merkmale des Romans basiert.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Charakterisierung des Helden Ernst Wurche, die homoerotische Komponente der Erzählung und die Verschränkung von religiösen Motiven mit dem militärischen Dienst.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind die „metaphysische Obdachlosigkeit“, der Jugendkult, der „Heldensoldat“ und die Funktion des Krieges als Sozialisationsinstanz.

Inwiefern spielt der „Wandervogel“ eine Rolle für das Verständnis des Romans?

Der Wandervogel bildet den soziokulturellen Hintergrund des Protagonisten; seine Werte wie Naturverbundenheit und Freiheit werden durch Flex in den grausamen Kontext des Krieges übertragen.

Wie unterscheidet sich der Roman von Werken wie „Im Westen nichts Neues“?

Während Werke wie „Im Westen nichts Neues“ den Krieg schonungslos realistisch und desillusioniert darstellen, glorifiziert und heroisiert Flex das Geschehen durch eine romantische Überhöhung.

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Detalles

Título
"Der Wanderer zwischen beiden Welten" von Walter Flex. Auswirkungen des Krieges auf das jugendliche Erleben
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Calificación
1,7
Autor
Dominik Hey (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
14
No. de catálogo
V355669
ISBN (Ebook)
9783668421240
ISBN (Libro)
9783668421257
Idioma
Alemán
Etiqueta
wanderer welten walter flex auswirkungen krieges erleben
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dominik Hey (Autor), 2017, "Der Wanderer zwischen beiden Welten" von Walter Flex. Auswirkungen des Krieges auf das jugendliche Erleben, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355669
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